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Dienstag, 10. November 2020

Russlands Zentralbank druckt 600 Mrd, um dem Kreml Kredit zu verschaffen

Voddoo-Ökonomie vom feinsten! Im Kreml lautet die Devise, nur noch durchhalten, bis Joe Biden Präsident der USA wird und den früheren Zusammenbruch verhindern. Seit geraumer Zeit hat Russland schwere Probleme durch Kapitalflucht. Und reagierte darauf, in dem sie die Gelddruckerei heißen laufen ließ. Mehrere Versuche, den Rubel zu retten, blieben erfolglos. Russische Staatsanleihen waren unattraktiv und mussten vom Kreml selbst gekauft werden, um das 1 Billionen Loch im Staatshaushalt zu frisieren.

Nun ging den zahlreichen Staatsbanken wieder einmal das Geld aus, weshalb die Zentralbank 600 Milliarden Rubel drucken ließ, um es an diese zu verteilen. Damit soll das Haushaltsdefizit der Regierung finanziert werden, das 4,5 % des BIP erreicht.

Am Montag führte die Zentralbank eine weitere Reihe langfristiger Repo-Auktionen durch, wonach die Banken einen Monat lang weitere Kredite in Höhe von 600 Milliarden Rubel zu 4,35 % pro Jahr (Leitzins + 0,1 Prozentpunkte) erhielten.

Gleichzeitig refinanzierte die Zentralbank die Anfang Oktober ausgegebenen Kredite in gleicher Höhe. Infolgedessen erreichte die Gesamtmenge der Injektionen der Aufsichtsbehörde in das Bankensystem 1,2 Billionen Rubel. Ales Geld, dass durch keinen Gegenwert gedeckt ist. 

Das Geld dient nur dem Zweck die Liquidität der russischen Regierung aufrecht zu halten, die mit einem historischen Loch im Haushalt kämpft. Laut Kreml kann man damit das Problem lösen, seriöse Ökonomen können darüber nur lachen. Seit Anfang September hat das Finanzministerium 2,7 Billionen Rubel auf dem Markt geworfen, mehr als in den letzten 12 Monaten zusammen.

Im September wurden Staatsanleihen im Wert von 836 Milliarden Rubel verkauft, und laut Kontoauszügen auf der Website der Zentralbank gingen mehr als 80 % dieses Volumens an drei Akteure: Sberbank (512 Milliarden Rubel), Gazprombank (84 Milliarden) und VTB (82 Milliarden). Bei allen handelt es sich um Systembanken des Kremls.

Im Oktober verdoppelte sich die russischen Schulden und belief sich auf 1,5 Billionen Rubel, von denen die Hälfte (rund 800 Milliarden) erneut von der staatlichen Sberbank bereitgestellt wurde. Der Kreml bewegt einfach nur Geld von einer Tasche in die andere, ohne das tatsächlich mehr Wert geschaffen wird.

Die Staatsbanken haben die Rubel-Liquiditätsreserve fast ausgeschöpft, und um weiterhin Staatsanleihen zu kaufen, brauchen sie erneut das Geld der Zentralbank, schrieben Analysten der Raiffeisenbank.

Der Hauptteilnehmer an den Auktionen der Zentralbank und der Hauptabnehmer der russischen Staatsverschuldung - die Sberbank - zog im Oktober 430 Milliarden Rubel von der Aufsichtsbehörde an, und nach den Ergebnissen der heutigen Auktionen könnte diese Verschuldung auf 0,8-1 Billionen Rubel ansteigen, schätzen Analysten der PSB.

Die Zentralbank wird Anfang Dezember die nächste Reihe von Repo-Transaktionen durchführen, und das Infusionsvolumen könnte "aufgrund saisonaler Faktoren erheblich zunehmen", warnt die PSB die Anleger: Traditionell führt das Budget in den letzten Wochen des Jahres den Löwenanteil der Ausgaben aus. Insgesamt plant das Finanzministerium im vierten Quartal, 8,7 Billionen Rubel auszugeben, mehr als in den beiden vorangegangenen Quartalen zusammen. Das Finanzministerium verfügt über beträchtliche Rubelreserven , bis zu 3 Billionen Rubel, die auf Bankkonten eingezahlt werden. Es ist jedoch de facto unmöglich, sie zurückzuziehen: Dies kann eine Liquiditätskrise hervorrufen und laut PSB zu einem "Stopp der Kreditvergabe unabhängig von der Zinspolitik der Zentralbank" führen.

Von Januar bis September summierte sich das Defizit des russischen Staatshaushaltes auf 1,8 Billionen Rubel. Zumindest offiziell. Inoffiziell darf man die Schulden mit 3 Billionen veranschlagen, da die Kreditnahme über ungedeckte Geldemissionen verschleiert wurde, die von der Zentralbank an die Staatsbanken floss, die es wiederum zum Kauf von Staatsanleihen der Regierung nutzte. Auch jeder unerfahrene Mensch kann sicher leicht nachvollziehen, dass kein Backer auf Dauer überleben kann, wenn er selbst seine Produkte aufkauft. Auf dem Papier mag alles gut aussehen und es wird Umsatz gemacht, aber der Bäcker verdient dennoch nicht.

Das Finanzministerium gab ließ es in die Statistik als "Einkommen" der Regierung einfließen und nicht als "Finanzierungsquellen für das Defizit", was es ermöglichte, das Haushaltsdefizit um ein Drittel zu verschleiern. 

Bis Jahresende dürfte sich das russische Defizit bei 4,4 Billionen Rubel bewegen. Unter Berücksichtigung des Geldes der Sberbank beträgt der reale Schuldenberg daher 5,6 Billionen.

Der Haushalt 2021 wurde mit einem Defizit von 2,94 Billionen Rubel erstellt. Dies sind 13,6% der Haushaltsausgaben oder jeder siebte Rubel.


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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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