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Sonntag, 15. November 2020

Das betrogene Armenien: Türkei beginnt wieder russisches Gas zu kaufen

Ich hoffe, dass den Armeniern bewusst geworden ist, wie sie von Moskau verarscht wurden. Die "Friedentruppen" von Russland und Türkei haben ihre Positionen im Kaukasus gerade einmal eingenommen, da beginnt die Türkei russisches Gas zu kaufen.

Putin teilte bereits mit, dass er den Berg-Karabach-Konflikt schnell vergessen möchte.

Gazprom hatte die Gelegenheit, auf dem türkischen Gasmarkt "erleichtert auszuatmen", nachdem im Sommer das Pumpen durch den Blue Stream und den Turkstream auf fast null reduziert wurde. Auch während sich die Beziehungen von Russland und Türkei verschlechterten, wurde der Handel zwischen beiden kontinuierlich vereinfacht.

Bereits im September nahmen türkische Importeure wieder große Einkäufe von russischem Gas auf, dies wurde allerdings aus verständlichen Gründen geheim gehalten. Bedeutend zu diesem Zeitpunkt, Moskaus Verrat an Armenien war bereits beschlossene Sache. Das geht aus der Durchsicht öffentlich zugänglichen Finanzberichte und Daten von Gazprom und vom Bundeszolldienst Russlands hervor.

Im August, auf einem Höhepunkt der Konfrontation Moskaus und Ankaras, lieferte Gazprom 1,37 Milliarden Kubikmeter Gas an die türkische Botas. Hört sich nicht nach viel an, ist aber nur 6 % weniger als im August 2019. Im September verdoppelten sich bereits die Gaslieferungen Russlands an die Türkei. Dazu ist zu sagen, dass die Türkei das russische Gas ungewöhnlich teuer kauft.

Dennoch kann man annehmen, dass die Türkei die 2021 auslaufenden Verträge mit Gazprom nicht verlängern wird. Die Türkei spekuliert auf die Ausbeutung von Lagerstätten, die an der zypriotischen Küste entdeckt wurden. Dennoch scheint sich die Kooperation von Moskau und Ankara nur umzustrukturieren. Der türkische Finanzminister Berat Albayrak erwähnte dies bereist:

"Vielleicht arbeiten wir als Produktionsland zusammen. Russland ist ein zuverlässiger Lieferant, und selbst in schwierigen Zeiten hat es uns nicht verlassen und die Lieferungen nicht behindert."

Kein Wunder, das Moskau kein Interesse hatte, das Armenien die Pipeline bombardiert, die Russland mit Aserbaidschan verbindet. 

Aserbaidschan will die Exporte auf Kosten des neuen Absheron-Feldes steigern, auf dem Präsident Ilham Aliyev kürzlich an der Zeremonie zur Grundsteinlegung für Offshore-Operationen teilgenommen hat. Ihm zufolge sind die Reserven dieses Feldes 350-360 Milliarden m³ Gas und 100 Millionen Tonnen Kondensat. In der ersten Phase des Jahres 2022 sollen 1,5 Milliarden m³ Gas produziert werden, pro Jahr und 700 Tausend Tonnen Gaskondensat pro Jahr und in der zweiten Stufe 4 Milliarden m³ im Jahr. Es ist noch nicht klar, welches reale Exportvolumen in die Türkei dieses Feld liefern wird, wenn die Produktion dort seine volle Kapazität erreicht. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Ankara ein solches Gas unabhängig von seiner Menge kauft, wenn nur der Preis akzeptabel ist.

Die Türkei ist auf dem Weg der kaspischen Kohlenwasserstoffressourcen in Richtung EU gut aufgestellt. Das Hauptziel der türkischen Energiestrategie ist es, so viele Projekte wie möglich zu binden, insbesondere Transitprojekte, um das größte Energiezentrum in Eurasien zu werden, dabei kann eine Kooperation mit Russland sehr hilfreich sein, ja sie beinahe als obligatorisch zu betrachten. Das würde auch erklären, warum die Türkei nach guten Beziehungen zum russischen Partner Iran strebte, während es die Feindschaft mit Russland betonte.

Der Inlandsmarkt der Türkei ist angesichts seiner entwickelten Industrie und des Zustands der Landwirtschaft für Gasexporteure sehr attraktiv. Deshalb ist es bereit, ständig Energieressourcen aus den russischen Blue und Turk Stream sowie aus der aserbaidschanischen Pipeline zu kaufen. 

Ankara versucht nicht, Schulden gegenüber Gazprom aufzubauen, um später ihre Zahlungen zu ignorieren und die Beziehungen zu Moskau zu zerstören. So wurde die Gasdrosselung dieses Jahr von den westlichen Experten interpretiert. Die Türkei will ein Gasdrehkreuz werden, was bedeutet, dass sie, selbst wenn sie die Importe aus einem Land kritisch reduziert, wie dies im Fall Russlands war, dies lediglich vorübergehend tut, geleitet von dem Grundsatz: Wer das billigste anbietet, wird in der Türkei verkaufen. Ankara hat Spielraum. Man kann zwischen Lieferanten wählen, die den Preis für Vertragsgas entweder durch Bindung der Ölpreise oder durch Bindung an Spotmärkte bilden.

Das Risiko für Moskau ist nun, dass die Türkei sich zu einem Monopson entwickelt. Der Kreml ist daher gezwungen, die Türkei bei guter Laune zu halten, auch weil man das Transitland benötigt für sein eigenes Erdgas.

Im Schwarzen Meer wurde ein großes Erdgasfeld (Sakarya) entdeckt, das auf 320 Milliarden Kubikmetern geschätzt wird. Russland versucht, die Türkei gnädig zu stimmen. Andernfalls wäre die Türkei eventuell zum Exportkonkurrenten Russlands auf dem Energiemarkt geworden.

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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