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Freitag, 2. Oktober 2020

Die größten russischen Staatsunternehmen müssen Devisen verkaufen, um den Rubel zu retten

Die russischen Behörden entstauben die Pläne von 2014 und bereiten sich darauf vor, die Devisenreserven der größten staatlichen Unternehmen zur Unterstützung des Rubels zu verwenden, der seit Jahresbeginn um 25 % zusammengebrochen ist. Devisenreserven staatseigener Unternehmen werden nach Erschöpfung der Reserven des Bankensystems auf den Markt gebracht.

Drei staatliche Unternehmen - Gazprom, Rosneft und Alrosa - haben von der Regierung eine aktualisierte Richtlinie über die Größe von Fremdwährungsaktiva erhalten.

Wir sprechen von einem Dokument, in dem ein Limit für den Währungsbetrag festgelegt ist, den die "Regierung" auf Konten führen kann. Dieser Mechanismus wurde von den Behörden während der Währungskrise vor 6 Jahren angewendet: Die staatlichen Exporteure wurden angewiesen, "zusätzliche" Dollar und Euro in drei Monaten loszuwerden und die Reserven auf das Niveau von Oktober 2014 zurückzubringen.

In der Folge wurde die Richtlinie aufgeweicht, doch am 1. September 2020 aktualisierte die Regierung das Dokument (Nr. 8036p-P13).

Insbesondere wurde Alrosa angewiesen, sicherzustellen, dass "der Betrag des Netto-Devisenvermögens nicht höher als zum 1. Oktober 2018 ist", nicht höher als dieser Betrag zu halten und der Zentralbank Bericht zu erstatten. Das Unternehmen stimmte der Entscheidung auf einer Vorstandssitzung am 28. September zu.

Am 29. September liess Rosneft das Thema "Zur Umsetzung der Richtlinien der Regierung der Russischen Föderation vom 1. September 2020 Nr. 8036p-P13" prüfen. Ab dem 12. Oktober steht die Frage der Höhe des Nettowährungsvermögens auf der Tagesordnung des Verwaltungsrates von Gazprom.

Nach Angaben der Zentralbank verfügten russische Unternehmen zum 1. September über Fremdwährungskonten in Höhe von 145,5 Mrd. US-Dollar - mehr als die Regierung im Nationalen Wohlfahrtsfond hat, dessen liquide Mittel auf 120 Mrd. Dollar geschätzt werden.

Ab Juli, inmitten des Rubelfalls, haben Unternehmen ihre Devisenreserven aufgebaut und ihre Konten mit 3,9 Milliarden US-Dollar aufgestockt.

Laut IFRS-Bericht verfügte Rosneft zum 30. Juni über liquide Mittel in Höhe von 4,4 Mrd. US-Dollar und 0,3 Mrd. €. Die Fremdwährungsverschuldung des Unternehmens ist jedoch um ein Vielfaches höher - 25,7 Mrd. Dollar und 4,3 Mrd. €.

Zum 30. Juni verfügte Gazprom über Konten in Höhe von 738,8 Milliarden Rubel (9,3 Milliarden US-Dollar), deren Währungsstruktur das Unternehmen nicht bekannt gab. Alrosa gibt auch nicht bekannt, in welcher Währung Bargeld und Zahlungsmitteläquivalente für 65,4 Milliarden Rubel gespeichert sind (IFRS-Bericht).

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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