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Mittwoch, 14. Oktober 2020

Agent des russischen FSB steigt in Gazprom/Rosneft-Firma ein

Andrei Patrushev, Quelle: Gazprom

Andrei Patrushev, der jüngste Sohn des 
Sekretärs des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patrushev, ist als Co-"Eigentümer" der Marine Arctic Geological Exploration Expedition (MAGE), ansässig in St. Petersburg, eingesetzt worden.

Seit dem 1. September dieses Jahres hält Andrei Patrushev 28,33 % des Kapitals und 37,77 % der Stimmrechte jener Firma, die offiziell als privat getarnt ist, tatsächlich eine geopolitisch bedeutsame Scheinfirma ist, vom föderalen Geheimdienstes von Russland (FSB). 

Sein Vater Nikolei ist eng verwoben mit der Petersburger-Mafia von Wladimir Putin und wurde im Oktober 1998 Chef der Wirtschaftsabteilung des FSB und folgte seinem Freund Putin auf den Posten des Chefs des FSB, als dieser Ministerpräsident Russlands wurde. Er betrachtet sich und seines gleichen aus der Petersburger-Mafia als den neuen Adel von Russland. Seit 2007 führt er einen Adelstitel, den ihn Großherzogin Maria Wladimirowna Romanow (als solches definiert als Chefin des russischen Kaiserhauses) verlieh und gilt als "erblich". Er ist einer der Hauptintriganten bei der Litvienko-Ermordung. 2008 wurde er Sekretär des Sicherheitsrates von Russland und damit Chef aller Geheimdienste. Sowohl sein ältester Sohn Dimitri als auch Andrei sind "Banker" erhielten jedoch Ausbildung beim FSB.

Dimitri Patrushev will angeblich sein Wirtschaftsdiplom 1999 an der Staatlichen Universität für Management (Moskau) erhalten haben, dort erinnert sich niemand an ihn (auch keine Kommilitonen). Die Universität verfügt über mehrere Fakultäten, Dimitri nennt in seiner Biografie nie, an welcher er war. Ich habe Dutzende von Absolventen aus dem Jahr 99 aus allen Fakultäten kontaktiert, niemand konnte sich an ihn erinnern, obwohl er in Russland bekannt ist wie ein bunter Hund. Immerhin war sein Vater bereits der erste stellvertretende Direktor des FSB, zum Zeitpunkt des Erhalts des Diploms.

Laut Statistik beträgt der Abstand zwischen dem Diplom und der Doktorarbeit durchschnittlich 13 Jahre. Bei Dimitri Patrushev sind es fünf Jahre. Im Alter von 31 Jahren wurde er Doktor der Wirtschaftswissenschaften, obwohl das Durchschnittsalter der Bewerber für diesen Abschluss in Russland 49 Jahre beträgt. Inzwischen wurde die Doktorarbeit von Dimitri als Plagiat erkannt. Der wissenschaftliche Berater seiner Doktorarbeit, Wladimir Korelin, wurde umgehend zum Leiter der Bundesagentur für Immobilienverwaltung für die Region Leningrad ernannt. Als ein Korruptionsskandal in seinem Department aufgedeckt wird, verschwindet Korelin umgehend auf einem neuen Posten.

Das "Wunderkind" Dimitri wird Leiter der Wirtschaftsbank Rosselkhozbank, die zu 100 % im Besitz der russischen Regierung ist. 2016 fehlen dort 58,9 Milliarden Rubel. Gerichtliche Folgen? Nichts, die Regierung schließt das Loch mit Geld des Steuerzahlers. Im Sommer 2017 fehlen 25 Mrd Rubel. Gleiche Konsequenz.

Nach der Untersuchung der russischen Rechnungsprüfungskammer hat die zur Unterstützung des agroindustriellen Komplexes eingerichtete Bank Geld für den Kauf von Elite-Wohnungen und Autos für Mitarbeiter unterschlagen. Trotzdem wird Dimitri 2016 als Banker des Jahres ausgezeichnet. Außerdem arbeitet er noch für Gazprom.

Andrei Patrushev, der jüngste "Prinz" im Neu-Adel, arbeitete mit 25 Jahren als Berater von Igor Sechin, des Chefs von Rosneft, und wurde Vorsitzender des Verwaltungsrates von TsentrKaspneftegaz, einem Joint Venture von Gazprom und LUKOIL. Als Aktionär der Offshore-Gesellschaft Misam Investments Ltd. taucht er in den Panama Paper auf. Tatsächlich ist er vom stellvertretenden Direktor der sogenannten Abteilung „P“ des FSB auf diesen Posten gesetzt worden, die für die Beobachtung der Aktivitäten der Industrie (insbesondere der Ölindustrie) zuständig ist. Als "Ölabteilung" wird sie im Geheimdienst Hauptquartier Lubjanka bezeichnet.

Seine FSB-Ausbildung absolviert Andrei zusammen mit dem Sohn des russischen Ex-Premierministers Nikolai Fradkov. Dieser wurde anschließend in die Abteilung für Strukturfinanzierung der Wneshekonombank eingesetzt.

Es ist sehr wahrscheinlich, dass Dimitri und Andrei zu den "Siloviki" gehören. Eine Gruppe, die in der Öffentlichkeit als "Raubtierkapitalisten" verstanden wird, tatsächlich jedoch Sicherheits- und Militärbeamte aus der Nähe von Putin sind. 

Rosneft bildet zusammen mit Gazprom ein Konsortium namens Sevmorneftgaz, das Lizenzrechte für die russischen Öl- und Gasfelder Arctic Shtokman und Prirazlomnoe besitzt - ein Projekt, das, wenn es in die Zukunft geht, eines der größten Öl- und Gasbohrunternehmen der Welt sein wird.

Rosneft bildet zusammen mit Gazprom ein Konsortium namens Sevmorneftgaz, das Lizenzrechte für die russischen Öl- und Gasfelder Arctic Shtokman und Prirazlomnoe besitzt - ein Projekt, das eines der größten Öl- und Gasbohrunternehmen der Welt sein könnte, wenn es realisiert wird. Erstaunlicherweise interessieren sich "westliche" Umweltschützer in deren Fall nie für Eisbären und Eisschmelze. Da die Öl- und Erdgasvorkommen auf dem Festland zur Neige gehen, ist Russlands Energiewaffe auf die Erschließung von Lagerstätten in der Arktis angewiesen.

Das Unternehmen Marine Arctic Geological Exploration Expedition ist sowjetische Altlast und wurde in den 1970er-Jahren zur Untersuchung des arktischen Schelfs und des Weltozeans geschaffen wurde. 

Das Unternehmen, das eine Flotte von sieben Schiffen besitzt, ist durch milliardenschwere Verträge mit den größten Rohstoffkonzernen abgesichert. Hauptkunden sind zwei altbekannte russische Staatsbetriebe: Geologorazvedka (26 Verträge für 9,7 Milliarden Rubel) und Rosneft (10 Verträge für 2,9 Milliarden Rubel).

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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