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Dienstag, 15. September 2020

Nur 37 % der Russen sehen ihr Land als Großmacht

Die Maschine der staatlichen Propaganda, die in Russland seit den Tagen der UdSSR nach der Annexion der Krim und dem Zusammenbruch der Beziehungen zum Westen in beispielloser Kapazität gestartet wurde, steckt in der düsteren Unpassierbarkeit der stagnierenden russischen Wirtschaft fest.

Obwohl die staatlichen Medien- und Fernsehkanäle weiterhin ein Bild der Größe und eines äußeren Feindes vermitteln, das die einfachsten Instinkte und Herdenangst anspricht, wird es immer schwieriger, das Massenbewusstsein zu mobilisieren.

Der Anteil der Bürger, die das Konzept der Großmacht Russlands akzeptieren, ist das dritte Jahr in Folge zurückgegangen.

Laut WZIOM (VTsIOM - Allrussisches Meinungsforschungszentrum)  betrachteten (im September 2020) 37 % der russischen Bürger ihr Land als "Großmacht". Im Vergleich zu 2018 verringerte sich ihr Anteil um 12 Prozentpunkte und im Vergleich zu 2017 um 20 Prozentpunkte.

Die Zahl derer, die glauben, dass Russland diesen Status in den nächsten 15 bis 20 Jahren erreichen kann, ist von 35% vor zwei Jahren auf 26% gesunken.

Soziologen verzeichneten vor dem Hintergrund der Annexion der Krim im Jahr 2014 einen starken Anstieg der Stimmung der Großmächte: Der Anteil der Bevölkerung, die Russland als "großartig" ansieht, ist in drei Jahren fast sechsmal gewachsen und hat das postsowjetische Maximum von 57% im Jahr 2017 erreicht.

Seitdem ist dieser Indikator vor dem Hintergrund der kognitiven Dissonanz um das 1,5-fache gesunken, was zu einem Rückgang des Propagandaeffektes im Massenbewusstsein führte.

Die Coronavirus-Krise, die das Realeinkommen der Bevölkerung seit 1999 auf ein Rekordniveau gesenkt hat, hat eine neue Runde von Zweifeln ausgelöst. Laut WZIOM nannten 23 % der Befragten im September 2020 "Sozialstaat", "hohen Lebensstandard", "Wohl der Menschen" und Sozialpolitik als Entwicklungsziele des Landes.

Weitere 10 % forderten, "keine Konflikte auszulösen" und "weniger für Waffen auszugeben". Gleichzeitig nannten nur 6 % der Befragten "Autorität" in der Welt, als ihr Interesse, und nur 2% benannten die Verteidigungsfähigkeit und Entwicklung der Armee.

Der Wunsch nach dem Status einer "Supermacht, wie die UdSSR war", schwindet allmählich im öffentlichen Bewusstsein. Im Jahr 2020 wurde ein solches Ziel für das Land von 31 % der Befragten genannt - zumindest für den gesamten Zeitraum der von WZIOM veröffentlichten Daten (seit 2003).

Ein historisch rekordverdächtiger Anteil von 10 % drängt darauf, "keine globalen Ziele anzustreben". Die Mehrheit (44 %) glaubt, dass Russland versuchen sollte, "eines von 10-15 wirtschaftlich entwickelten und politisch einflussreichen Ländern der Welt zu sein".

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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