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Dienstag, 1. September 2020

Gaspreis erhöht sich in Russland

Die nationalbolschewistische Presse feierte "Molodets" Wladimir Putin, als es hieß er habe Gazprom "einen Befehl gegeben", zumindest einige Regionen Russlands mit Gas kostenlos zu beliefern. Doch daraus geworden ist das komplette Gegenteil. Die Gaspreise für Verbraucher in Russland werden erhöht, gab Alexei Andreev, Leiter der Abteilung für wirtschaftliche Expertise und Preisgestaltung von Gazprom, bei einer Telefonkonferenz heute morgen bekannt. Ihm zufolge wurde die Entscheidung zur Indexierung der Tarife bereits "getroffen und wird abgeschlossen".

Das Problem wurde mit den Regulierungsbehörden "ausgearbeitet", sagte Andreev und fügte hinzu, dass sie auch eine Erhöhung der Tarife für den Gastransport diskutieren, aber es gibt noch keine Entscheidung.

Hätten sich die Neurechten doch denken können, dass der Moskalzar wieder einmal flunkert. Der Antimonopol-Bundesdienst genehmigte bereits Anfang April die Indexierung der Gaspreise für die Bevölkerung um 3%, was doppelt so hoch ist wie im Vorjahr (1,4%).

Die Möglichkeit einer sofortigen Erhöhung der Preise um 5% wurde erörtert, sagte Armen Khanyan, Leiter der Regulierungsabteilung des Kraftstoff- und Energiekomplexes und der chemischen Industrie der FAS Russland. Es wurde jedoch eine Kompromissentscheidung getroffen.

Jetzt sollte der FAS-Befehl zur Registrierung beim Justizministerium gesendet werden und tritt 10 Tage nach der Genehmigung und offiziellen Veröffentlichung in Kraft.

Infolgedessen sind die Gaspreise für Russen in den letzten drei Jahren um 8% und seit 2014 um fast 20% gestiegen.

Die Erhöhung der Gastarife in der Mitte der Wirtschaftskrise ist für Gazproms Verluste auf dem externen Markt zu kompensieren, wo die Gaspreise stark sanken und Gazprom weniger verkauft.

Im Juni verkaufte Gazprom Gas für 94 US-Dollar pro tausend Kubikmeter nach Europa, was unter dem Break-Even-Punkt des Unternehmens liegt, den Fitch auf 105 US-Dollar pro tausend Kubikmeter schätzt. Am Ende des zweiten Quartals brachen die Exporteinnahmen von Gazprom in 18 Jahren auf ein Minimum ein. Das Unternehmen erhielt 3,5 Milliarden US-Dollar von ausländischen Käufern - dreimal weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Zum ersten Mal seit 5 Jahren beendete Gazprom das erste Quartal 2020 mit einem Nettoverlust nach IFRS von 116 Mrd. Rubel (1,32 Mrd €) Nach Schätzungen von Fitch könnte sich die Liquiditätslücke im Budget des Unternehmens bis Ende des Jahres auf 10 Milliarden US-Dollar belaufen.

Ende 2019 wurde das Unternehmen, das ein Monopol für den Export von Pipeline-Gas hat, in Bezug auf den Cashflow unrentabel. Gazprom gab 190 Milliarden Rubel mehr für Kapitalbauprojekte aus, als es aus geschäftlichen Aktivitäten erhielt. In diesem Jahr verschlimmerte sich alles.

Die Liquiditätslücke im Haushalt muss durch Schulden gedeckt werden. Das Unternehmen muss möglicherweise 10 Milliarden US-Dollar leihen, schätzt Fitch-Analyst Dmitry Marinchenko.

In diesem Jahr hat Gazprom schon zweimal einen Kredit aufgenommen, um im internationalen Kapitalmarkt zu operieren und hat dazu Eurobonds für 3,9 Mrd. US-Dollar platziert. Etwa die Hälfte dieses Betrags wurde lediglich für die Tilgung bestehender Schulden ausgegeben: Im Februar hat Gazprom Eurobonds für 800 Millionen Dollar im März zurückgezahlt - für 1 Milliarde Euro sollen im September weitere 500 Millionen Dollar gezahlt werden.

Im Jahr 2019 sank der durchschnittliche Verkaufspreis von russischem Gas an die EU um 12,2 % auf 210 US-Dollar pro tausend Kubikmeter, und im Jahr 2020 plant Gazprom, das Budget um ein Drittel zu senken - 133 US-Dollar pro tausend Kubikmeter, mit einem möglichen Rückgang auf 70 US-Dollar, sagte Alexander Ivannikov, Leiter der Finanz- und Wirtschaftsabteilung von Gazprom, während einer Telefonkonferenz am 29. April.

Gleichzeitig werden die Exporte nach Europa um 17 % auf 166 Milliarden Kubikmeter sinken. Somit könnte Gazprom die Hälfte seines Umsatzes verlieren.

Von Januar bis April gingen die russischen Gaslieferungen nach Europa um 20% zurück, sagen Experten im Skolkovo Energy Center. Gazprom handelt unter langfristigen Verträgen, weshalb seine Lieferungen teurer sind als auf dem Spotmarkt, was das Interesse der Käufer beeinträchtigt.

Um das Volumen zu erhöhen, verkauft das Unternehmen aktiv Gas auf dem elektronischen Handelsplatz (ETP), aber die Preise dort liegen unter der Marke von 100 US-Dollar. Bis Ende April wurden 2,2 Milliarden Kubikmeter für durchschnittlich 97 US-Dollar verkauft.


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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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