Der antimarxistische Ostblog, für Patrioten die denken. Keine sozialistische Diktatur mehr auf deutschen Boden.

Dienstag, 18. August 2020

In RuSSland wurden keine neuen großen Ölvorkommen gefunden

Sollten Sie zu jenen gehören, die glauben, das der Kreml sich aus humanitären Gründen in die Abenteuer im Irak, Syrien, Libyen oder Venezuela stürzte, aber gewiss nicht des Erdöl (und Erdgas) wegen, dann sollte ihnen klar sein, dass das Märchen vom Öl (und Gas) Reichtum RuSSlands vor dem Zusammenbruch steht.

Die merkwürdige russische Wirtschaft (Fossile Brennstoffe gegen Devisen) basiert bis heute auf alten Förderanlagen der Sowjetzeit. Seitdem wurde kein einziges neues großes Ölfeld gefunden, das sich auf dem Gebiet der russischen Förderation befunden hätte. Im Vergleich zum Territorium der Sowjetunion sieht es hingegen anders aus, insbesondere in Zentralasien. Daher auch der jüngste Vorstoß von Wladimir Putin, im Hinblick auf eine Sowjetunion und Gebietsansprüchen. Bzw. die Expansion in die Arktis. 

Im ersten Halbjahr 2020 gelang es Russland, 11 neue Kohlenwasserstoffvorkommen zu finden und in die Staatsbilanz aufzunehmen, berichtet Interfax unter Berufung auf Materialien des Ministeriums für natürliche Ressourcen.

Ein ernüchternder Blick auf das Volumen dieser Lagerstätten offenbart jedoch lediglich 30 Millionen Tonnen. Die überwiegende Mehrheit aller Lagerstätten wird als klein und sehr klein eingestuft. Nur ein Feld in den AB1C1-Kategorien ist "mittel". Dies befindet sich im autonome Kreis der Jamal-Nenzen und die Entdeckung wurde von Rosneft angekündigt.

Es verfügt jedoch auch nur über Reserven von 21 Millionen Tonnen (in den Kategorien C1 + C2). Dies sind 4% der aktuellen Jahresproduktion Russlands, was den Laden etwa einen Monat am Laufen halten kann, mehr nicht.

Im vergangenen Jahr war die Situation nicht besser: Alle 59 in der Staatsbilanz enthaltenen Lagerstätten wurden als "klein" eingestuft, wie die Rechnungskammer in ihrem Bericht über den Zustand der Bodenschätze feststellt.

Im Durchschnitt kompensieren neue Entdeckungen nicht mehr als 25% der Ölreserven. Gleichzeitig erweist sich ein erheblicher Teil der Entdeckungen, die von Rohstoffunternehmen gemeldet und vom Staat registriert werden, als Fälschung und wird aufgrund von Neubewertung, Exploration und Produktion nicht bestätigt. Das führte dazu, dass 2016 Öl- und Kondensatreserven von 2,278 Milliarden Tonnen, die der Kreml als Bestand registriert hatte, als nicht vorhanden gemeldet wurden, was fast fünf jährlichen Produktionsmengen entspricht. Im gleichen Zeitraum mussten aufgrund von Nichtbestätigung 6,041 Billionen Kubikmeter Gas abgeschrieben werden - mehr als neun jährliche Produktionsmengen.

Für den Machterhalt des Kreml ist es wichtig zu zeigen, dass ihre Ressourcenbasis stabil bleibt: Neue Entdeckungen decken Mengen ab, die aus dem Untergrund gewonnen und ins Ausland verkauft werden.

Die Effizienz der geologischen Erkundung, die auf Kosten des Steuerzahlers durchgeführt wird, wird jedoch "unangemessen überschätzt", so die Rechnungskammer: Prognostizierte Ressourcen werden mit einer Bestätigungswahrscheinlichkeit von 25-35% und weniger in wirtschaftlich zugängliche Reserven transferiert.

Da die riesigen Ölfelder, die seit der Sowjetzeit Öl gefördert haben, erschöpft sind, steht die russische Wirtschaft vor dem Problem, eine wichtige Quelle für harte Devisen zu verlieren, die es ermöglichen Technologie, Ausrüstung und Konsumgüter zu importieren.

Bis das System Russland seinen kritischen Punkt erreicht, werden höchstens weitere 7 Jahre vergehen. So steht es in "Strategie zur Entwicklung der Bodenschätze" der russischen Regierung. Dann erfolgt der Zusammenbruch und Wladimir Putin würde in die Geschichte eingehen, als der Zar, der Russland beendete. Es ist unwahrscheinlich das die Psyche von jemanden wie Putin das erträgt, das ist der Typ der stattdessen den totalen Krieg einem unehrbaren Bankrott vorzieht. Da kürzlich einige deutsche Militärs die Ansicht äußerten, würde man den Schaden an der Wehrbereitschaft Deutschland - der seit der Regierung von Gerhard Schröder zum unter Angela Merkel wachsenden Problem wurde - "mit viel Geld" angehen, dann würde die Soll-Stärke der Bundeswehr nicht vor 2030 erreicht werden. Das ist zu spät! 

Davon abgesehen gibt es nicht die Spur eines Hinweises darauf, dass die Freakshow, die der gemeine Germanschewiki für gewöhnlich als Politik schönredet, das Problem mit dem notwendigen Realitätsbezug angehen würde. Dämliches Gequatsche über deutsche Flugzeugträger und noch realitätsfernere Spinnereien über die deutsche Atombombe täuschen lediglich Aktionismus vor, bzw. darüber hinweg, dass im Kanzleramt dem Feind zugearbeitet wird. Donald Trump nannte die deutsche Militärpolitik kürzlich "kriminell", ich unterschreibe das sofort.

Ab 2025 wird die Belastung auf den gegenwärtigen russischen Ölfelder auch für Außenstehende immer deutlicher werden. Das russische Energieministerium hält es für möglich, das sich das Produktionsvolumen bis 2035 beinahe halbiert - von derzeit 553 Millionen Tonnen pro Jahr (11,4 Millionen Barrel pro Tag) auf 310 Millionen Tonnen (6,3 Millionen Barrel pro Tag).

Das Problem ist besonders akut in Westsibirien, wo jetzt jedes zweite Fass aus dem Untergrund gewonnen wird. Wenn im pessimistischen Szenario nichts unternommen wird, wird sich der Rückgang dort mehr als verdoppeln - von 330 auf 146 Millionen Tonnen pro Jahr. Der Leiter des Energieministeriums, Alexander Novak, hat bereits 2018 Alarm geschlagen.

Russland wird Mitte der 2030er Jahre vollständig vom globalen Ölmarkt verschwinden, sagte der Kronprinz von Saudi-Arabien, Mohammed bin Salman, vor zwei Jahren in einem Interview mit Bloomberg. Er fügte hinzu, dass Riad bereit sei, die ausgehenden russischen Lieferungen zu ersetzen. Und das ist das Motiv des Kreml bei seinen Ambitionen in den Energieproduzierenden Erdteilen.

Russlands jüngster Versuch, sich mit Saudi Arabien einen Öl- und Gaskrieg zu liefern, scheiterte kläglich für unseren Moskalzaren. Der Bergbau in der Russischen Föderation brach dadurch (zusätzlich natürlich Corona) um 15,1% ein, sagte Rosstat in seinem Bericht über die Industrieproduktion.

Der Rückgang, der im Frühjahr inmitten der ersten Welle von Quarantänebeschränkungen in der Welt einsetzte, hat sich seitdem jeden Monat beschleunigt: 1,7 % im März, 3,2 % im April, 13,5 % im Mai, 14,2 % im Juni.

Die Gewinnung von Metallerzen bleibt Jahr für Jahr im positiven Bereich (+ 1,8 %), der Steinkohlenbergbau lässt leicht nach (-2,6 %) und der Öl- und Gassektor bleibt eine "Katastrophenzone", in der die Produktionsmengen um 15,3 % zurückgingen.

Der Rückgang der Ölproduktion - um 16,3 % - ist seit dem Zusammenbruch der UdSSR ein Rekord, wie aus Statistiken hervorgeht. Wir erinnern uns, dass die Sowjetunion 1987-88 den Höhepunkt des Ölbooms erreichte und 569 Millionen Tonnen pro Jahr förderte. 1989 begann ein Rückgang (- 2,9 %), der sich allmählich in einen vollständigen Zusammenbruch verwandelte - minus 31,4 % in den Jahren 1991-93.

Bis 1996 hatte Russland 47 % der Ölproduktion verloren, 301 Millionen Tonnen gepumpt, und begann erst in den 2000er Jahren mit der Wiederherstellung der Produktion, als die Marktpreise zu steigen begannen und die Ölarbeiter Geld für Investitionen hatten.

Laut Rosstat leidet die Gasindustrie unter einer vergleichbaren Katastrophe, die jedoch bereits auf mangelnde Nachfrage zurückzuführen ist: Ende Juli ging die Produktion im Jahresvergleich um 11,4 % zurück und zeigte das zweitschlechteste Ergebnis in der gesamten Geschichte der verfügbaren Statistiken (der Rückgang war 2008 stärker, mit 12,4 %).

Im Sommer gab die Türkei das russische Gas vollständig auf (die Lieferungen im Juni gingen nach Angaben des Bundeszolldienstes auf Null zurück), während China nur die Hälfte des vertraglich vereinbarten Volumens für die Macht Sibiriens importierte und nicht einmal den Take-or-Pay-Satz erfüllte. Bei den großen europäischen Kunden von Gazprom erhöhte nur Österreich im zweiten Quartal die Einkäufe (+ 12%), während die Pumpen nach Deutschland um 33% zurückgingen. Was natürlich den Kampf um North Stream 2, den Deutschland gegen die USA führt, in einem noch dubioseren Licht erscheinen läßt.


***
Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

Keine Kommentare:

Kommentar posten

Anonyme Kommentare werden nicht gewertet.