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Samstag, 11. Juli 2020

Russisches Verteidigungsministerium hofft auf ägyptischen Angriff türkischer Stellungen in Libyen

Ende Juni spekulierte das russische Verteidigungsministerium, auf einen wiederholt angekündigten Militärschlag Ägyptens, gegen die in Libyen operierenden Türken. Das war zu vermuten, seit der Kranke Mann am Bosporus von der Renovation des Osmanischen Reiches spricht, was augenscheinlich vom Merkel-Regime finanziert wird. Damit werden eben auch Gebietsansprüche gegen Ägypten aufgeworfen. RuSSland hingegen bereitet sich seit 2017 auf das Abenteuer in Libyen vor.

Passiert ist seitdem nicht sonderlich viel, außer das Ägypten die Al-Watiya Air Base für Drohnen der Vereinigten Arabischen Emirate öffnete, die von dort aus Operationen in Libyen organisieren.

Da geschehen allerdings mysteriöse Dinge, denn am 5. Juli, wurde genannte Air Base angegriffen, und zwar bekannte sich dazu die Libysche Nationalarmee. Das heißt, von den Truppen des von RuSSland unterstützten Generals Khalifa Haftar, der auch ein alter Freund des ägyptischen Präsidenten Abd al Fattah as-Sisi ist. Warum greifen aber die jene Al-Watiya Air Base an? Gibt es etwa einen Streit zwischen den einstigen Verbündeten? Unterstützt RuSSland nicht mehr Haftar?

Die Antwort ist wie immer dieselbe: Weil wir hier einmal mehr komplett verarscht werden. Laut unterschiedlichen Angaben, von der Libysche Nationalarmee, wurden 6-9 Luftschläge gegen die Al-Watiya Air Base geführt. Auf Satellitenbilder zeigt sich stärkere Kampfspuren im Südwesten und wenig im Südosten. Kein Luftschlag traf die Air Base.

Die Geschichte mit den Luftschlägen ist so falsch. Truppen der von den Türken unterstützten Regierung der National Abkommens (GNA), die offizielle Regierung von Libyen, haben mithilfe der Türken versucht, die Al-Watiya Air Base am Boden anzugreifen. Das scheint denen vorübergehend geglückt zu sein, in der Operation Peace Strom. Von Al-Watiya aus waren Stellungen der GNA bombardiert worden. Dann jedoch, am 5 Juli, wurde die Air Base zurückerobert.

Bis dahin steht die Sache also fest, dass Libysche Nationalarmee, Russland, Ägypten und Vereinigte Arabische Emirate zusammenarbeiten. Trotzdem scheint sich die Lage in Libyen unerfreulich zu entwickeln für RuSSland, weil die Türken dort (und Syrien) die russischen Pantsirsysteme ausknipsen

Nun werden Sie eventuell sagen: Nun ja, zur Verteidigung Russland sollte man auch erwähnen, dass die von den Türken unterstützte Partei GNA eine UNO geförderte Partei ist, die auch von Westeuropa unterstützt wird. 

Gewiss wurden Sie von seriösen Qualitätsmedien unterrichtet, dass Westeuropa eine Seeblockade Libyens verhängte, um die Waffeneinfuhr zu blockieren. Problem an dieser "ehrenwerten" Unternehmung ist, dass 80 % der Waffen auf dem Land- und Luftweg Libyen erreichen. Mit anderen Worten, die Seeblockade ist eine Nebelbombe, um die Öffentlichkeit zu betrügen.

Bereits am 30. Juni hat die marxistische Regierung von Spanien ein Ende der Ölblockade von  Libyen gefordert. Natürlich geschieht das alles nur aus ganz noblen Gründen:

"Die spanische Regierung ist zutiefst besorgt über die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage in Libyen", heißt es in der Erklärung. "Um dies zu beenden, fordern wir dringend ein Ende der Blockade der Ölförderung, einer Ressource, die dem gesamten libyschen Volk gehört."

Das hört sich alles ganz toll an, die spanische Regierung vergisst nur zu erwähnen, dass die wichtigsten Ölfelder von Khalifa Haftar kontrolliert werden. 

National Oil Corporation (NOC) von Libyen hat in einer Erklärung am 22. Juni mitgeteilt, dass die Verluste von Haftars-Truppen auf 6 Milliarden Dollar geschätzt werden. Das heißt, dass Haftar durch das Embargo die Pleite droht. Da kommt Spanien, als Teil mehrer gleich argumentierender Regierungen, die aus humanitären Gründen das Ölembargo beseitigen wollen. Der hauptsächliche Nutznießer ist allerdings General Haftar. 

Der Staat Libyen finanzierte sich vor dem Bürgerkrieg zu 90 % aus Ölverkäufen, wir sehen also die große Bedeutung von Öleinnahmen, um die Region am Laufen zu halten, und das meint in dieser Situation den Krieg. 

Das französische Regime von Emmanuel Macron gab vor die GNA zu unterstützen, palaverte jedoch gebetsmühlenartig Zeug über die Terrorismusbekämpfung in Libyen. Inzwischen positioniert sich Macron immer deutlicher gegen die Türkei. Das wirkt wie eine neue Entwicklung, ist es aber nicht. 

Das Macron-Regime verfolgt in Libyen von Anfang an wirtschaftliche Interessen, die von Haftar vertreten werden, und geopolitisch im Interesse von Moskau stehen. Bis Dezember 2019 war es Haftar gelungen große Erfolge gegenüber der GNA zu erzielen. Doch möglich war das nur, weil Frankreich tatsächlich Russland, Ägypten und Vereinigte Arabische Emirate unterstützte. Das änderte sich allerdings mit der Offensive der Türken, ab November 2019.

Seit April 2020 bereiteten GNA und Türkei den Milizen von Haftar massive Probleme und Russland war gezwungen sich mehr ins Zeug zulegen, um den Zusammenbruch von Haftar zu verhindern. Gleichzeitig meldeten sich immer mehr "westliche" Stimmen oder "Putinkritiker" die eine Aufhebung des Ölembargos und damit die Refinanzierung von Haftar fordern.

Als die Türken die Truppen von Haftar in Westlibyen völlig zerschlugen, war es Emmanuel Macron, der von der aggressiven Rolle der Türkei sprach. Der türkische Regierungssprecher Ibrahim Kalin warf im Gegenzug offen dem Macron-Regime eine Unterstützung von Haftar vor.

Macron ließ selbst Waffen an Haftar liefern, während Frankreich sich an einer Seeblockade der libyschen Küste beteiligte. Doch Frankreich ließ auch Truppen von Haftar ausbilden und stellte diesem die Unterstützung durch den Geheimdienst und Spezialeinheiten zur Verfügung. Damit agierte Emmanuel Macron informell als militärischer Partner des Moskau-Lagers. Die französischen Geheimdienstler kamen unter der Maske von Diplomaten über Tunesien ins Land. Die Regierung in Tunis bestritt dies, obwohl es auch diesen verdächtig erscheinen müsste, wenn Diplomaten schwer bewaffnet anreisen. Doch gegenwärtige Entwicklungen lassen vermuten, dass Tunesien selbst zum Moskau-Lager gehört.

Als es der GNA Anfang Juni gelang, Gharyan von den Truppen Haftars zurück zu eroberen, erbeuteten diese us-amerikanische Panzerabwehrraketen Javelin. Diese Raketen hatten die Vereinigten Arabischen Emirate gekauft. Dadurch ist nun klar, dass Dubai gegen die Auflagen Washingtons verstieß und die Kreml-Marionette in Libyen unterstützt.

Ein weiterer Staat der Haftar unterstützt, obwohl es der offiziellen Geschichte der Europäischen Union widerspricht, ist Italien. Die Regierung beider Staaten unterstützten Haftar sogar schon, ehe Moskau aktive Hilfe leistete. Wobei Rom seine traditionellen Kolonialwurzeln geltend machte, während Paris es um seine Interessen im benachbarten Tschad geht, wo man sich mit Gulag-China und Rotzland in der Zentralafrikanischen Republik die Hände reicht..

Das Macron-Regime blockierte jede EU-Verurteilung von Haftar. Selbiges unterstützt auch die Militärdiktaturen in der Sahel-Zone. 

"Die außenpolitische Chefin der EU, Federica Mogherini, beruft jetzt ein Treffen der Außenminister in Luxemburg ein, um einen Waffenstillstand herbeizuführen, bei dem auch Frankreich und Italien am Tisch sitzen." Berichtete Deutsche Welle, in einem Artikel, der auch auf das Merkel-Regime zu sprechen kommt, bereits im April vergangenen Jahres. 

Regierungssprecher Steffen Seibert weigerte sich, die Frage zu beantworten, ob die Regierung von Angela Merkel wusste, was ihr Busenfreund im Champs-Élysées-Palast treibt. Dass Berlin jüngst einen ägyptischen Spion auffliegen ließ, just als die Fragen über Verstrickungen in Libyen auch den Merkel-Fanklub anvisieren, bei dem Moskau unser Nachbar und sicherheitspolitischer Partner ist, können Sie übrigens getrost in der Kategorie Nebelbombe zur Verschleierung von Schandtaten abheften.


"Libyen, das Europa nur als 'Herkunftsland' betrachtet, sollte seit langem als das anerkannt sein, was es wirklich ist: Ein Ziel für Hunderttausende afrikanischer Wirtschaftsmigranten. Libyen hat die größten Ölreserven in Afrika. Und das ist für die Bundesregierung kaum neu." Heißt es im zuvor verlinkten Artikel von Deutsche Welle.

Der portugiesische Sozi António Guterres war zuerst UN-Flüchtlingskommissar und in dieser Position mitverantwortlich für die Asylanten-Schwemme in Europa. Dann wurde er UN-Generalsekretär und verhinderte jedes UNO einheitliches Vorgehen, gegen die Kreml-Combo, die in Libyen aktiv ist. 

Als Gaddafi an der Macht war, produzierte Libyen rund 1,6 Millionen Barrel Öl pro Tag (BPD) und exportierte es hauptsächlich nach Italien, Frankreich, Spanien und Deutschland. Libysches Öl ist billig zu fördern und leicht nach Europa zu exportieren. Paris ist daher bestrebt, durch die Sicherung und Förderung der Interessen des französischen Ölgiganten Total erhebliche wirtschaftliche Vorteile zu erzielen. Was uns jedoch dringend interessiert ist, wie viel Vertrauen diese agierenden Halunken eigentlich in ihre selbst propagandierten Energiewenden setzen, oder ob libysches Öl (ebenso wie russisches) plötzlich klimaneutral ist.

Man sehe sich nur mal die Söldner Armee von Haftar an, welch illustres Gesindel da neben der russischen Wagner-Group zusammenkommt. Am 28. Juni hatte die sudanesische Regierung 122 Söldner gestellt, die sich Haftar anschließen wollten. Syrer natürlich, die von den Russen angeschleppt werden. Aber auch die Janjaweed-Milizen, die den Völkermord in Darfur begangen haben. Frankreich hat Söldner im Tschad geworben.

Gemäß des Artikels vom russischen Verteidigungsministerium scheint man zu hoffen, den ganzen Nahen Osten und Nordafrika in Brand stecken zu können und dann den Krieg auf die NATO auszudehnen. Allerdings kann man den Bericht der russischen Regierung nicht in allem für bare Münze nehmen, es ist weitgehend Propaganda und Wunschdenken. Man muss die Aussagen mit (echten) Moskau kritischen Informationen vergleichen.

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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