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Mittwoch, 1. Juli 2020

Russische Staatsanleihen unattraktiv

Kreditgeber wandten sich vom Finanzministerium ab, und ließen damit die geplante Neuverschuldung der russischen Regierung platzen. Dabei ging es nur um läppische 50 Milliarden Rubel (630 Mio €). Es wurden nur Kaufanfragen in Gesamthöhe von 20 Milliarden Rubel erreicht. Seit März ist ein Rückgang des Kaufes für russische Staatsverschuldung erkennbar.

Gestern verfiel der Kaufkurs an der Moskauer Börse zusehends, im Bezug auf Bundeskreditanleihen (BKL) mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr.

7-jährige BKL verfielen um 0,87 % und erreichte die Tiefstände vom letzten Mai. 10-jährige BKL sanken um 1,39%. 19-jährige BKL fielen um 1,69 % ebenfalls auf einen zweimonatigen Tiefstand.

Der RGBI-Index, der die BKL-Preise angibt, beendete den Handel mit einem Verlust von 0,67 Punkten, ein Negativrekord seit dem 18. März.

Nachdem das Finanzministerium am Mittwoch vergangener Woche eine Auktion, von BKL, in Höhe von 50 Milliarden Rubel, angeboten hatte, gelang es nur Anträge für weniger als die Hälfte des Betrages zu sammeln. Fixierte Kaufzusagen gab es hingegen nur im Volumen von 11,4 Milliarden Rubel, etwa ein Fünftel des benötigten Kapitals.

Noch vor 2 Wochen machte das Finanzministerium exakt das gleiche Angebot, erhielt Kaufanfragen im Volumen von 167 Milliarden Rubel, von denen das Ministerium dann 100,8 Milliarden erfüllte.

Die Nachfrage nach russischen Vermögenswerten ist jetzt "sehr gering", sagte Ivan Guminov, Portfoliomanager von Rumin Trust in Moskau, gegenüber Bloomberg: "Die Befürchtungen der zweiten Welle sind schuld, ebenso wie der Skandal um angebliche" Geldzahlungen Moskaus "für die Köpfe der Amerikaner in Afghanistan". Den Anstoß für den Prozess, der Russland im schlimmsten Fall eine Androhung neuer Sanktionen verspricht, gab die New York Times, die davon am Freitag berichtete, dass der russische Geheimdienst Kopfprämien auf getötete US-Soldaten aussetzte. Obwohl die NY Times sich auf Informationen des US-Geheimdienstes berief, ließ das Pentagon vernehmen, dass es für diese Geschichte noch nicht genügend Beweise gibt. Das kann sich freilich ändern. Ebenso gut kann es sich um eine Fakestory halten oder der Versuch, die Öffentlichkeit für eine dringend Notwendige härtere Gangart gegen RuSSland und Verbündete zu begeistern.

Hinter dieser Geschichte könnte die Absicht stecken, dass Budget der russischen Diktatur generell anzugreifen. Die Aktionen des Finanzministeriums zeigen große Anstrengungen zum Generieren von Geld, dass der Kreml ins Militär und Geheimdienste pumpt. Im zweiten Quartal wurden, trotz des jüngsten Zusammenbruchs, der Rekordbetrag von 1,08 Billionen Rubel an Staatsverschuldungen aufgenommen. Für das dritte Quartal war eine Neuverschuldung von mehreren Billionen geplant. Dieser Trend war durch den Verfall der Ölpreise ausgelöst worden. 

Es ist vollkommen unsinnig, anzunehmen, dass die Maßnahmen des Finanzministeriums zu einer Heilung der Staatsfinanzierung führen könnten, wie es westliche Finanzexperten, wie Richard Segal (Manulife AM-Analyst in London) vorhersagte, um Vertrauen in den russischen Markt zu erwecken. Die Nachfrage an russischen Staatsverschuldungen steht im Zusammenhang mit der Rentabilität, da die Gewinnaussichten durch den sinkenden Leitzins zurückgefahren werden.

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Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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