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Montag, 11. Mai 2020

Wer steckt hinter der Public Relation Aktion für Nord Stream II ?


Seit April 2020 ist eine Flut von Veröffentlichungen zu bemerken, die positiv und einseitig zugunsten von Nord Stream II Stellung beziehen, das als Teil der Energiewaffe des Kremls hochgefährlich für Europa ist. Wer hat das zu verantworten?

Ursprünglich entspringt Nord Stream und Nord Stream II dem Impuls der deutschen Bundesregierungen, seit Gerhard Schröder und Putin-Russland. Die Bundesregierung beharrt bis heute auf der Lüge, dass es sich bei Nord Stream um ein wirtschaftliches Projekt handelt, dass nichts mit der deutschen Regierung zutun hat. Auch Nord Stream (geschweige den die zweite Pipeline) ist bis heute weit davon entfernt, wirtschaftlich zu arbeiten, daher ist es ein rein politisches Projekt.

Die neue Welle von Pro-Nord-Stream Publikationen hat allesamt eine die Öffentlichkeit manipulierende zentrale Intelligenz, die sich als Osteuropaverein der Deutschen Wirtschaft (OAOEV) identifizieren lässt. Es lohnt sich die lang läufige Mitgliederliste der Kollaborateure zu betrachten. Dabei handelt es um eine typische NGO, die auffällig das Gegenteil ist, nämlich eng mit Regierungen verbunden, soll aber als Initiative des Privatsektors verkauft werden. Diese Vereinigung ist relativ jungen Ursprungs und definiert seine Ambitionen, als Förderung der deutschen Wirtschaftsverbindungen mit "östlichen Ländern".  Schwerpunkt ist Russland und China. 2018 gründete sich die OAOEV, auf Initiative von Deutscher Ausschuss für osteuropäische Wirtschaftsbeziehungen und des Osteuropäischen Wirtschaftsverbandes. 

Im Dezember 2019 trafen sich mehrere OAOEV-Mitglieder persönlich mit Wladimir Putin.

Als ihren Pressekontakt nennt die NGO Andreas Metz, der laut Politico - Europa zum Lobbyverband von Nord Stream 2 gehört.

Verbindungen zu Oligarchen


Am 1. November 2019 wird bekannt, dass Mario Mehren neuer Sprecher der NGO ist. Der gehört zum Aktionärsausschuss von Nord Stream II. Er ist auch Vorsitzender und Geschäftsführer des Erdgas- und Rohölunternehmens Wintershall Dea. Diese war früher auch im Iran aktiv, doch übergab ihre Aktivitäten dort, wegen drohender US-Sanktionen, an die Kremlnahe russische Zarubezhneft. Neben E.ON ist Wintershall Dea an Nord Stream II beteiligt. Diese Firma gehört zu 67 % BASF und und zu 33 % LetterOne. Beide Firmen sind mit den Putin-Freunden und Oligarchen Mikhail Fridman, Petr Aven und German Khan verbunden. Alle drei sind auch mit den russischen Geheimdiensten involviert, darunter auch der Finanzierung von Scheinalternativen in Deutschland.

Wintershall Dea hält Anteile an den russischen Gasreserven und einigen deutschen Chemieunternehmen, die vom russischen Gas abhängig sind. Mario Mehren steht, in seiner Rolle bei Wintershall Dea, in ständigen Kontakt zu Alexei Miller, dem Geschäftsführer von Gazprom, der seinerseits im ständigen Kontakt zu Igor Sechin steht. Alexei Miller, Igor Sechin und Wladimir Putin entstammen alle drei dem Mafianetzwerk in St. Petersburg, aus der Zeit als Putin stellvertretender Bürgermeister war.

weiterführende Links:
Mehrens ist seit einigen Jahren einer der Hauptlobbyisten von Gazprom. 2018 ist er Autor eines Desinformationsartikels für die US-Medien, im Dienst des Kreml. 

Angesichts der Vernetzungen der obengenannten Oligarchen, zum Kreml und Putin Petersburger-Mafia, den Vernetzungen zu Wintershall Dea und den Interessenkonflikten derer Aktionäre gegenüber Gazprom, ist nicht von Objektivität, sondern von einem gewaltigen Interessenkonflikt auszugehen.

Die Studie der Hilfsrussen


Im April dieses Jahres (ironischer weise war es der 1. April) veröffentlicht Finanznachrichten einen Artikel, über eine Umfrage, die augenscheinlich die tiefe Liebe zu autokratischen Mafiastaaten und Führerentzugerscheinungen widerspiegelt.  Auftraggeber war OAOEV und ausgeführt wurde die Umfrage von FORSA. Zwar gilt FORSA in Deutschland weiterhin als seriös. Tatsächlich gab es bereits viele Hinweise auf politische Voreingenommenheit und der Manipulation von Umfragen. Bereits 2009 war FORSA Teil eines Skandals um methodisch fehlerhafte Umfragen. Auch damals, es ging um die mehrheitliche Ablehnung des Streiks bei der Deutsche Bahn, wurde aufgedeckt, dass die Umfrage von der Bahngesellschaft bezahlt wurde. 

Während Gazprom keine ausführliche Stellung zur FORSA-Umfrage bezieht, erklärt Wintershall Dea, wie die Umfrage zu interpretieren ist. Die Befragten 1 600 deutschen Bürger, repräsentieren das deutsche Volk. Auch heißt es anderswo, das die Deutschen Angst vor Donald Trump haben und Russland als zuverlässigen Partner betrachten. Nur für den Fall, wer sich noch wundert, woher die komischen Vorstellungen deutscher Hilfsrussen stammen.

Auch alle anderen Interpretationen der Umfrage zeigen den Dienstherren im Kreml deutlich:
  • Nur 10% der Deutschen betrachten die USA als zuverlässigen Energieversorger. Damit stehen die USA hinter dem Nahen Osten (14% der deutschen Bürger haben Vertrauen in den Nahen Osten als zuverlässigen Energieversorger).
  • Über die Hälfte (55%) der deutschen Bürger wünscht sich engere wirtschaftliche Beziehungen zu Russland;
  • Mehr als drei Viertel (77%) der Befragten sagen, dass der Bau der Nord Stream 2-Pipeline trotz der Opposition der USA fortgesetzt werden sollte.
Im Dezember 2019 wurden, nach Verhängung von US-Sanktionen, der Bau von Nord Stream II eingestellt. Die Sanktionen hätten auch ausländische Firmen, wie Wintershall Dea, betroffen, wenn sie am Bau von Nord Stream II beteiligt sind.

Trotz der Sanktionen und Corona versprach Wladimir Putin, dass Nord Stream II spätestens im ersten Quartal 2020 fertiggestellt wird. Das war von vornherein als Unsinn erkennbar. Von 16 mit China gestarteten Großprojekten für eine gemeinsame Infrastruktur, hat nur China ihren Anteil sogar übererfüllt, wohingegen die russische Regierung, trotz zusätzlicher Unterstützung Pekings, nichts zu Ende brachte. 

Davon abgesehen braucht Moskau die Zustimmung Dänemarks, die das Projekt jedoch als Teil der Energiewaffe erkannten. Selbst wenn Dänemark zustimmen sollte, wird das mit erheblichen Verzögerungen geschehen. Im Februar 2020 gab die mit dem Fall beauftragte beauftragte dänische Energieagentur (DEA) bekannt, wieder Gespräche mit Gazprom aufgenommen zu haben. Ohne das es bisher zu konkreten Ergebnissen gekommen ist. Die Bereitstellung von den benötigten Schiffen, zum Unterwasserbau der Pipeline ist aufgrund der US-Sanktionen fraglich und Russland hat keine entsprechenden Schiffe.

Realistische Umsetzung?


Laut einer europäischen Energieexpertin der Jamestown Foundation, Margarita Assenova, verfügt Russland über zwei Schiffe, mit denen das Projekt möglicherweise abgeschlossen werden kann: Akademik Chersky und Fortuna.

Die Akademik Chersky, ein Schiff einer in Moskau ansässigen Baufirma mit einem Darlehen der Gazprombank, segelte im März 2020 vom russischen Fernen Osten in Richtung Suez-Hafen in Ägypten und (nach mehreren eigenartigen Streckenumleitungen) Anfang April nach Las Palmas. Es verfügt über eine dynamische Positionierung, die von den dänischen Behörden gefordert wurde. Chersky benötigt jedoch ein Technologie-Upgrade, um Rohre verlegen zu können. Ein Upgrade kann möglicherweise in zwei bis drei Monaten durchgeführt werden. Die Akademik Chersky würde dann zusätzliche Zeit brauchen, um die Ostsee zu erreichen, sagte Assenova.

Fortuna in der Ostsee hat keine dynamische Positionierung. In einem CEPA-Bericht heißt es: "Die dynamische Positionierung ist ein computergesteuertes System, das die Position und den Kurs des Schiffes automatisch beibehält, ohne dass Anker verwendet werden müssen, um seinen Kurs in tiefen Gewässern aufrechtzuerhalten. Das Vermeiden von Ankern in der Ostsee ist eine wichtige Umwelt- und Sicherheitsanforderung der dänischen Behörden für Bohrplattformen, Forschungsschiffe sowie Kabel- und Rohrverlegungsschiffe." Gazprom hat die Idee, einen Schlepper mit dynamischer Positionierung an Fortuna anzubringen, in Umlauf gebracht, wie in den russischen Medien berichtet wurde.

Selbst wenn die dänischen Behörden diesem merkwürdigen Plan akzeptieren würden (aber wahrscheinlich wollen sie den Kreml hinhalten), müssen die Schiffe versichert werden und jeder Versicherer, der das tun würde, hätte Angst von der US-Regierung sanktioniert zu werden. Laut Mikhail Korchemkin von der osteuropäischen Gasanalysegruppe hat Russland eigene Instrumente zur Versicherung von Schiffen im Rahmen des neuen Sanktionsregimes entwickelt.

Worauf zielt die PR-Kampagne ab?


Ziel der Medienkampagne, die von deutscher Industrie und russischer Mafia ausgeht, ist es selbstverständlich Deutschland aus der westlichen Welt zu lösen und in den Periphere eines kriminellen Regimes zu treiben. Anders als das russische Öl, trägt russischen Gas, wie es durch Nord Stream II geleitet werden sollt, wenig zur Staatskasse des Kreml bei, sondern fließt nahezu komplett in die Taschen der Freunde Putins. Es ist Putins Hauptwerkzeug um sich die Unterstützung der russischen Elite zu sichern und an der Macht zu bleiben. Auch das gilt es beim Treiben der deutschen Wirtschaft zu bedenken. Davon Abgesehen ist Causa Nord Stream II gerade beliebtes Instrument für zusammenhanglose Enteignungen.  

Mit dieser PR-Kampagne versucht der Kreml, den Fokus von seiner Erfolgsbilanz der Preismanipulation auf die kommerziellen Aspekte dieser Partnerschaft mit der EU zu verlagern und die Gesellschaft davon zu überzeugen, dass der Nord Stream 2 ein rein kommerzielles Projekt ist und keine politische Waffe des Kremls.




Und im Übrigen bin ich der Meinung: Die Bundesregierung hat sowenig Klasse, die könnte glatt als kommunistische Utopie durchgehen.

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