Dienstag, 2. Juli 2019

Auto-Magnat rückt ins Visier des Kreml

Anfang vergangener Woche beschuldigte die russische Strafverfolgung, Sergey Petrov, den Gründer des großen Rolf-Autohandels und ehemaliger Abgeordneter des russischen Parlaments, 4 Milliarden Rubel (56,25 Mio €) illegal nach Zypern geschafft zu haben. Der Geschäftsmann bezeichnete es als Vergeltung, wegen seiner Opposition zum Kreml. Tatsächlich ist es ein typisches Vorgehen in RuSSland, um den Vorwurf der politischen Verfolgung zu entgehen.

"Für mich ist das keine Überraschung, so ist Russland", sagte Petrov in einem Telefoninterview mit Forbes, am Donnerstag, dem 27. Juni. Dieses wurde kurz nach der Durchsuchung seiner Büros in Moskau und St. Petersburg, durch die Polizei, gegeben. "Dies liegt wahrscheinlich an meiner politischen Einstellung, möglicherweise ein feindlicher Überfall, der darauf abzielt, die Kontrolle über das Geschäfft zu bekommen." Die russischen Behörden bestreiten eine politische Motivation.

Gegenüber der russischen Tageszeitung Wedomosti bestritt Petrov die Anschuldigungen gegen ihn und sagte, er halte sich derzeit im Ausland auf und verspühre nicht den Wunsch nach RuSSland zurückzukehren. 2011 und 2012 unterstützte Petrov öffentlich die großen Anti-Korruption Proteste in RuSSland. Was ebenfalls nahelegt, dass die jetzigen Vorwürfe gegen ihn, wegen Steuerhinterziehung, ausgedacht wurden. Was der Kreml absolut nicht verkraftet ist, wenn er auf moralischer Basis abgewertet wird. Auffällig wie oft Kreml-Kritiker, die Korruption und Vetternwirtschaft anprangern, anschließend der Bestechlichkeit und Steuerhinterziehung angeklagt werden. Das ist wie bei kleinen Kindern, die auf frischer Tat erwischt werden und dann sich verteidigen mit: "Aber Paul hat es auch gemacht!" Nur lasse man sich nicht durch diese Infantilität darüber hinwegtäuschen, dass es sich um gemeingefährliche Mafiosis handelt, die Russland besetzt haben. Diese Verfahren wird auch in Deutschland immer gebräuchlicher. 

Petrov ist das jüngste Opfer der Justiz im Mafialand. Anfang Juni wurde gegen David Iakobashvili vorgegangen, einem Mitbegründer einer Firma von Milchprodukten und Fruchtsäften, die 2011 an die Pepsi verkauft worden war. Er hält sich nun in Frankreich auf, nach dem die Polizei sein Museum in Moskau unter dem Vorwand der Steuerhinterziehung durchsuchte.

Laut Forbes hat Petrov ein Privatvermögen von 900 Mio US-Dollar und Iakobashvili, um die 700 Mio. Der Kurs von Rolf-Aktien fielen an der Moskauer Börse, umgehend nach Bekanntwerden der Aktien. 

Trotz der mehrfachen Versprechen des Kreml, den Druck auf die Wirtschaft zu verringern, wächst der Druck ununterbrochen. Abgesehen von der deutschen Industrie, die wie gewöhnlich den Entwicklungen hinterhinken, wächst das Bedenken gegenüber RuSSland auch bei ausländischen Investoren, die nicht mehr sicher sind je größer die Geldgier im Kreml wird. Neben den Deutschen, die sich wie gewöhnlich von den Märchen von Agitprop über das Wirtschaftswunderland RuSSland täuschen lassen, wurden die Beziehungen zwischen Kreml und Saudi-Arabien harmonischer, allerdings geht es hier um eiskaltes Kalkül. 5 Milliarden Dollar versprach der Golfstaat, im Juni, in RuSSland zu investieren.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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