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Freitag, 10. Mai 2019

Russischer Außenminister bedauert das Vergessen der Vorkriegsrollen, einiger Länder, die zum 2. Weltkrieg führten

In einem seiner notorischen Anfälle von Schizophrenie, meinte der russische Außenminister, Sergej Lawrow:


"Ich verstehe, dass einige Länder die Rolle, die sie in den Jahren vor dem Zweiten Weltkrieg gespielt haben, so schnell wie möglich vergessen möchten. Ich halte diese Versuche jedoch für beleidigend, uns die Militarisierung der öffentlichen Meinung vorzuwerfen."

Das war der russischen Nachrichtenagentur TASS zu entnehmen. Lawrow tat diese Äußerung, am Vorabend der Siegeskultfeierlichkeiten, die in RuSSland alljährlich am 9. Mai begangen werden. Inzwischen das 74. Mal das über den Roten Platz mit einer Militärparade marschiert wird und wie selbstverständlich mit dem Sieg über Hitler-Deutschland gleich mal die Besetzung Osteuropas, Plünderung, Niederschlagung von Aufständen und ein Landesweites Gulagssystem rechtfertigt. Man kann es nicht treffender sagen, als mit den Worten eines polnischen Dichters:
"Da kommt die rote Pest, um uns von der braunen Pest zu retten."
Tatsächlich kann man den Siegeskult der Roten Armee, der optisch identisch mit dem unter Putin ist, noch nicht mal mit der idiotischen Vorstellung vergleichen, dass es sich ungefähr dahingehend verhält, als würde man der Cholera danken, dass sie einem erspart an der Pest zugrunde zu gehen. Die Vorkriegsrolle der Sowjetunion ist viel intensiver, und eher das Karzinom der braunen Pest. Ohne die Sowjetunion hätte Deutschland den Zweiten Weltkrieg gar nicht beginnen können, beziehungsweise wäre beim Einmarsch in Polen von Großbritannien und Frankreich angegriffen worden. Was nur deswegen nicht passierte, weil der Westen vom Verhalten der Sowjetunion überrascht wurde und dies war das Verhalten als Waffenbruder des Dritten Reiches.

Genauso wie in Deutschland hört man von der russischen Regierung eigentlich nur kryptische Mitteilungen, bei denen ständig zwischen den Zeilen gelesen werden muss. Lawrows Kommentar zielt natürlich gegen den Westen und seine Sanktionen gegen Russland. Was in erster Linie Großbritannien und USA meinen sollte, da die Reaktionen von Gazprom-Deutschland eher als Scherz zu werten sind.

Und schon wiederholt sich seit 74 Jahren erneut, dass man selbst Dinge, wie die Krimbesetzung, damit zu rechtfertigen versucht, dass man schließlich Europa von Hitler befreite. Nun, Lawrow erinnert sich freilich nicht, dass die Rotgardisten auf dem Weg nach Berlin von den USA mit Nahrung versorgt wurden, andernfalls wäre die Rote Armee gar nicht an die Spree gelangt, sondern schon in Stalingrad verhungert.

Lawrow vermied es klar jene zu benennen, die ihre Vorkriegsrollen vergessen und RuSSland die Militarisierung der Öffentlichkeit vorwerfen.


Vorkriegsrolle der Sowjetunion


Ohne zu wissen, auf welche Länder sich Lawrow bezog, ist es nicht möglich zu spezifizieren, welche Vorkriegsrollen er im Sinn hatte. Es lohnt sich jedoch zu vergleichen, wie die Periode in RuSSland und in anderen Ländern, die in diesem Krieg gekämpft haben, behandelt wird. Dabei ist immer darauf zu achten, dass insbesondere in Deutschland das Bildungssystem vom rot-grünen Abschaum dominiert ist.

In Großbritannien wird noch gelehrt, dass der Versuch des britischen Premierministers Neville Chamberlain, Deutschlands aggressive Politik mit dem Münchner Abkommen zu beschwichtigen, ein Schuss in den Ofen war. Im Nachhinein ist man halt immer klüger. Doch im Allgemeinen kann man davon ausgehen, dass Beschwichtigungen bei imperialen Ambitionen der grundsätzlich falsche Weg sind und die Machtgeilheit nur noch anstachelt. Das war 1938 auch nicht anders als 2019 und kann als Richtlinie gegenüber RuSSland oder auch unserem verehrten osmanischen Sultan problemlos weitergeführt werden.

In dem berüchtigten Münchner Abkommen verhandelte Chamberlain mit Hitler, um das Sudetenland der Tschechoslowakei gegen eine Friedenssicherung abzugeben. Durch die Annexion wurde die Tschechoslowakei wehrlos, als Hitler 1939 das Land besetzte und demontierte. Das deutsche Militär verfügte über eine Fülle hochwertiger Waffen, insbesondere Panzer und Artillerie. Der Name Chamberlain ist dank München quasi zum Synonym für besänftigende Aggressoren geworden.

Die rote Bande in Deutschland jedoch lehrt deutschen Schülern, dass Chamberlain mit Hitler paktierte, um die Sowjetunion zu zerstören. Die Sowjetunion lag in jener Zeit unter schweren Sanktionen und war ein geächtetes Land, dessen einziger Außenhandelspartner die Weimarer  Republik war. Ansonsten wurde die Sowjetunion als Weltmacht derart "wichtig" genommen, dass man sie zum Münchner Abkommen nicht einmal einlud. Und das war es dann, warum Stalin auf die Idee kam, dass, wenn Europa die rote Hyäne ignorierte, man sich eben mit dem braunen Wolf Europa aufteilt.

75 % der deutschen Wehrmacht wurden an der Ostfront zerstört, der rote Mythos weist gern daraufhin, dass sie praktisch ganz Europa vor den Nazis rettete. Das ist die Hauptsäule roter Revisionisten, neben den Hinweis auf die hohen Verluste an Menschenleben, die die Sowjetunion zu tragen hatte.

Auch im russischen Lehrplan, zurzeit von Wladimir Putin, wird peinlichst darauf geachtet, dass kein Schüler versteht, warum die Sowjetunion so hohe Verluste hatte. Und da sind viele Gründe zu nennen ...

Zum Beispiel die Säuberungswellen Stalins im Offizierskorps, was nach sich zog, dass unqualifizierte Apparatschiks zur strategischen Planung herangezogen wurden. Oder diverse Verbrechen, die die Sowjets an der eigenen Zivilbevölkerung begingen, dann einfach den Deutschen zugeschrieben wurden, wie zum Beispiel der Leningrader Kessel.

Mythen und Fakten über den Deutsch-Sowjetischen Krieg (Video English)

Obwohl Putler selbst den Stalin-Hitler Pakt (bzw.: Molotow-Ribbentrop-Nichtangriffspakt) mindestens zwei Mal in Russland öffentlich verteidigte (allerdings 2009 kritisierte, eben auch ein Schizo, damals stand er nämlich in Danzig), wird das Thema im russischen Unterricht lieber ausgelassen.

Natürlich könnte man anführen, dass Polen einen Nichtangriffspakt schon 1934 mit Hitler-Deutschland abschloss. Und schließlich sollte auch die Eingliederung von Sudentendeutschland die Sicherheit Rumpf-Tschechiens garantieren. Doch der Pakt zwischen Sowjetunion und Nazi-Deutschland ist eine etwas andere Sache. Die Sowjetunion unterstützte die geheime Aufrüstung Deutschlands (Schwarze Reichswehr) schon vor der Machtübernahme der NSDAP. Vielmehr ist es eine Aufteilung Europas unter zwei Schurkenstaaten, sowie einen Ausbau der bestehenden Versorgung Deutschlands mit Rohstoffen, was aus Übersee nach Kriegsausbruch nicht mehr möglich gewesen wäre. Aus diesem Grund war es kriegsentscheidend, durch den Einmarsch in Polen einen Korridor zu Land zwischen Sowjetunion und Nazi-Deutschland herzustellen. Die Agitprop hatte noch nicht mal die geringsten Skrupel, die Waffenbruderschaft zwischen den Bolschewisten und den Nazis als Kampf gegen Rechts zu verkaufen, in dem man den Krieg gegen die polnischen Faschisten rechtfertigte.

Der oft zu hörende Einwand, zur Verteidigung des rot-braunen Bündnisses, dass diese der UdSSR Zeit verschafft habe, sich auf den Krieg vorzubereiten, wird durch die imperiale Aggression in Skandinavien und Osteuropa der Heuchelei überführt.

2017 verurteilte die russische Justiz einen Mann zu einer Geldstrafe von umgerechnet 3500 US-Dollar, in dem richtig angegeben war, dass die Sowjetunion 1939 in Zusammenarbeit mit den Nazis in Polen einmarschiert war.  Und so finden wir Lawrow-Kommentar, dass "einige Länder ihre Vorkriegsrollen gerne vergessen" würden, besonders reizvoll.


Militarisierung der Öffentlichkeit


Schauen wir uns die jährlichen Gedenkfeierlichkeiten zum 9. Mai an: Verherrlichung des Verbrecherstaates Sowjetunion und des Diktators Stalin, der übrigens mehr Kommunisten töten ließ als Hitler und natürlich eine Menge Geschichtsfälschung, die dem Aufbau des Mythos als Retter Europas dient. Allerdings gibt es im gegenwärtigen RuSSland auch Stimmen, die meinen, dass angesichts der enormen Schäden, die der kommunistische Schurkenstaat erhielt, der 9. Mai eigentlich gefeiert werden müsste.

Soziale Medienberichte in russischer Sprache (wenn auch nicht unbedingt von russischen Staatsangehörigen) zitieren in der Regel Fälle wie den Kindergarten, in dem die Kinder in diesem Jahr verschiedene Militäruniformen trugen. Die Russen haben sich sogar ein Wort für diese Art von Verhalten ausgedacht - "pobedobesiye", was grob übersetzt "Siegeswahnsinn" bedeutet. Zum Beispiel Lenta.ru

Die Bedeutung des Nichtangriffspaktes



Um den roten Mythos bolschewistischer Geschichtsfälscher zu erkennen, muss auf die besondere Bedeutung des Hitler-Stalin-Paktes hingewiesen werden, der konkret die Feldzüge gegen Westeuropa erst ermöglichen konnte.

Die Sowjetunion versorgte Hitler-Deutschland mit Rohstoffen, obwohl man diese doch gebraucht hätte, wenn man sich angeblich auf einen Krieg vorbereitet hätte. Benzin und Diesel der deutschen Kriegsmaschinerie stammte zum dominierenden Teil aus der Sowjetunion. Auch aßen die deutschen Soldaten Getreide, dass die Bolschewisten in der Ukraine zusammen raubten. Der Stahl für die deutschen Panzer wurde aus russischem Eisen gemacht. Weder der Feldzug gegen die Beneluxstaaten, noch gegen Frankreich wären ohne Hilfe der Sowjetunion möglich gewesen. So argumentierte der Historiker Edward Ericson, in seinem Buch Feeding the German Eagle: Soviet Economic Aid to Nazi Germany.

Winston Churchill stellte anlässlich des Einfalls in Polen fest, dass die Sowjetunion aus strategischem Interesse mit Hitler paktierte. Zum einen wollte man in der internationalen Politik eine Rolle spielen und die Ächtung der Sowjetunion aufbrechen, zum anderen hatte der Kreml jedoch die Absicht schweren Druck auf die Staaten in Westeuropa auszuüben und ihren geopolitischen Spielchen eine bisher unbekannte Tiefe zu geben. 

Die Historiker haben moralische Fragen zur Invasion und Annexion anderer Nationen beiseitegelegt, um die Verteidigung gegen die Invasion zu stärken. Sie haben gezeigt, dass dieses Argument zumindest im Nachhinein fehlerhaft ist. Vor der Unterzeichnung von Molotow-Ribbentrop war die Sowjetunion mit dem Aufbau massiver Grenzschutzmaßnahmen befasst, die als Stalin-Linie bekannt waren. Nachdem die Grenze weit nach Westen verschoben worden war, wurde ein Großteil davon entweder abgebaut oder verfallen lassen, als eine neue Molotow-Verteidigungslinie entlang der neuen Grenzen begonnen wurde. Diese neue Verteidigungslinie war nicht vollständig, als Deutschland 1941 einfiel, was zu den massiven Gewinnen der Deutschen in den ersten Monaten der Invasion beitrug. 

Rote Rhetorik


Die Roten haben in den letzten Hundert Jahren ihre Kunst bolschewistische Aggression und Imperialismus zu verschleiern, in dem man dies gern in einen Akt der Hilfe und Barmherzigkeit umdeutete, ständig verfeinert. 

Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es damit nicht nur weiter, sondern erst richtig los. Jede Aggression ging stets vom politischen Gegner aus, man selbst übte stets: internationale Solidarität, Hilfe für ein sozialistisches Brudervolk, begrenztes Truppenkontingent ... Ja an neutralen Euphemismen mangelte es nie. Beinahe könnte man meinen, die Sowjets haben nie einen Krieg geführt. Warum 140 000 Rotarmisten in Afghanistan einmarschierten ist unklar, aber definitiv haben die keinen Krieg geführt.

Russland ging weiter als die Sowjetunion: Neben diversen "Friedensmissionen" gab es zwei blutige tschetschenische Kriege, einen Krieg mit Georgien, dann einen Krieg mit der Ukraine (Annexion der Krim und Schaffung von zwei Enklaven), Teilnahme am syrischen Abenteuer und als deren Anhängsel - Konfrontation mit der zivilisierten Welt. Worauf der Kreml mit Hysterie und Animationsfilmchen reagierte, die die neuen „Wunderwaffen“ besungen. Man vergaß im Kreml nur, dass das mit den Wunderwaffen schon im Dritten Reich nicht funktionierte.

Dies sind gewaltige Veränderungen für ein Land, das sich erst kürzlich (nach historischen Maßstäben) zu Frieden und Abrüstung bekannt hat. Wir sehen die Konsequenzen dieser Veränderungen jeden Tag, aber ihr Wesen ist nicht so offensichtlich. Trotzdem gibt es genau einen Tag im Jahr, an dem sich die Veränderungen im Massenbewusstsein der Russen deutlich bemerkbar machen. Wenn sie in allen unschönen Details betrachtet werden können, wie unter einem Mikroskop. Wenn die Einstellung zu Krieg und Frieden zur Hauptagenda des ganzen Landes wird. Dieser Tag ist natürlich der 9. Mai. Tag des Sieges.

Roter Pazifismus


In der sowjetischen Ideologie war der Krieg dennoch der Inbegriff des Grauens: zerstörte Städte, verbrannte Dörfer, zerstörte Industrie; entführt oder in Konzentrationslager gebracht; Millionen von Menschen starben in Kämpfen, unter Bombardierung, vor Hunger und Krankheit oder waren einfach verkrüppelt; Kinder, die ihre Eltern verloren haben und in Kinderheimen aufgewachsen sind. Darum vermied man es stets seine militärischen Ambitionen in der Welt als Krieg darzustellen.

In der Zeit der Sowjetunion beschrieb Agitprop die Rolle der Roten Armee als Retter vor den Nazis.

Jetzt verwandelt sich der Krieg allmählich in eine Art ferne und halbmythische „Zeit der Helden“: stark, mutig, selbstlos Mütterchen RuSSland ergeben und ein weiser, wenn auch strenger Führer der alles im Totalen Krieg zum Endsieg lenkt. Muss mit Medaillen, die mit Ruhm bedeckt sind, aufgehängt werden und allgemeinen Respekt und ehrfurchtsvolle Feinde genießen. Nun, wie kannst du nicht so werden wollen wie sie? Und der Krieg ist jetzt auch sehr sexy:


Vergleichen Sie den sowjetischen „Feiertag mit Tränen in den Augen“ mit dem modernen Glanzbild eines ausgelassenen Karnevals. Die sowjetische Version des Feiertags bildete eine negative Haltung gegenüber dem Krieg, die zeitgenössische meidet diese Schrecken und konzentriert sich auf Siege und Heldentaten, wie ein schelmischer Gebrauchtwagenhändler, der ein makenreiches Modell einem Kunden aufschwatzt.

Wenn sich der Inhalt des Ereignisses ändert, ändert sich die Einstellung zum Ereignis selbst und seinen visuellen Symbolen. Zum Beispiel verbindet der Europäer bei einer Regenbogenfahne damit etwas vollkommen anderes, als die peruanischen Nationalisten, die von der Auferstehung des Inkareiches träumen. 

Auch das sowjetische Siegesbild wird durch strenge, lakonische, störende rot-schwarze Plakate vermittelt. Silhouette eines Soldaten, Flammen, Stern, am Besten genauso rot wie wehenden Banner. Mit anderen Worten, wir haben es mit Gehirnwäsche zutun, wie sie Orwell nicht besser beschreiben könnte.

Kriegspropaganda


Gegenwärtig wird ein alter Spruch aus Sowjetzeit Großer Tag des Sieges, im Zusammenhang mit dem 9. Mai immer aktueller. Nur gibt es einen raffinierten ideologischen Unterschied. Zu Sowjetzeit war es die Erinnerung an ein vergangenes Ereignis, im gegenwärtigen RuSSland trägt es den Unterton eines zukünftigen Ereignisses. Wie insbesondere klar wird, wenn er zusammen mit dem Slogan "Wir können es wiederholen" klar wird und sich erneut auf einen Marsch nach Westen bezieht.

Erstaunlicherweise vermochte dieser Slogan, als er erschien, weder einen Schock noch Empörung oder Ablehnung in der Öffentlichkeit auszulösen. Was ebenfalls simpel auf die alltägliche Ideologie zurückzuführen ist. Wer per tue in seiner Aggression, wie auf der Krim, keinen Fehler entdeckt führt alles was negativ auf die Öffentlichkeit einwirkt, auf die westlichen Mächte zurück, die Russland am Boden halten. Das ist aus vielerlei Gründen unsinnig, zum einen sind die Aktionen aus dem Westen eine Reaktion und keine Aktion, zum anderen ergreift man die Maßnahmen nicht, weil man das russische Volk auf die Knie zwingen will, sondern weil seine Regierung nicht versteht, dass bloßes verweisen auf Imperialismus der anderen nicht die Legitimierung zu eigenem Imperialismus ist (was von Agitprop selbstverständlich zum Internationalismus umdeklariert wird)

Die kolossalen menschlichen Verluste, der Schock aus der ersten Kriegsperiode, als sich die Rote Armee in Unordnung zurückzog, die Ausrüstung verlor und umzingelt wurde, die Ruinen der Städte und die Krüppel mit abgetrennten Gliedmaßen, die nach dem Krieg auf den Straßen auftauchten, existieren in der Propaganda des gegenwärtigen RuSSlands nicht mehr. 

Dabei ist die psychisch kranke Natur der ideologischen Strategen kein Thema mehr, obwohl es das sein sollte. Während die Sowjetunion ihren Imperialismus verschleierte und jede Invasion als Wahrung des Weltfriedens verkaufte, als habe das Politbüro für Miss Universum kandidiert, nimmt der Kreml mit Putin kein Blatt vor den Mund. Man sagt nicht mehr, es gehe um den Weltfrieden, sondern zeigt nachdrücklich die Bereitschaft zum Armageddon. Warum braucht der Kreml sonst seine Zeichentrickfilmchen von der "Weltuntergangswaffe", während der jährlichen Präsidentschaftsansprache an die Bundesversammlung? Es geht offenbar nicht mehr um das Beherrschen der Welt, sondern macht einfach alles kaputt. Zumindest in der Propaganda. Und das ist dann Gerhard Schröders "unserer Nachbar RuSSland" oder Merkels im gesamteuropäischen Sicherheitskonzept.

Glücklicherweise sind die tatsächlichen Fähigkeiten von RuSSland deutlich nüchterner zu betrachten, was nicht zur Annahme verleiten darf, es bestehe keine Gefahr. Die Bereitschaft ist zumindest schon mal da und sehr gefährlich könnte RuSSland durch aus werden, nämlich dann wenn man sie lässt. Zum Beispiel durch eine Entwaffnung der Armeen in den westeuropäischen Staaten, oder gemäß alter Ostblockpropaganda das Feindbild USA, vor der uns RuSSland (im Verbund mit seinem Alliierten Gulag-China) beschützen muss. Das scheint auch gegenwärtig die Politik der Gazpromhuren um Merkel zu sein, die das deutsche Volk praktisch versuchen zu überreden sich verteidigungslos in den Ostblock zu begeben. Vor wenigen Tagen haben die Berliner Hackfressen tatsächlich den desolaten Verteidigungszustand Deutschlands beklagt, im Moment der Bedrohung durch Donald Trump. Und das doch China fähig wäre, uns zu beschützen. Womit denn beschützen, in dem sie das Volk in Gulags verfrachten? Es war nicht der Imperialismus Washingtons, weswegen die USA zweimal nach Europa kam und anschließend sein Militär hier dauerhaft stationierte, Grund waren die Scharaden der deutschen Eliten und ihre Träumerei eines europäischen Superstaates und schließlich die Konfrontation im Kalten Krieg. Mit anderen Worten, der Grund ist der deutsch-russische Imperialismus, deren Agitatoren und geistigen Brandstifter in den Aufsichtsräten von Rosneft und Gazprom deutlich erkennbar sind, und zwar auf beiden Seiten der angeblichen oppositionellen Lager von Internationalisten und völkischer Linken.

Kinder im Krieg 


Eine interessante Metamorphose ereignete sich mit der Rolle der Kinder am Tag des Sieges. Die Ideologie der UdSSR gab ihnen einen wichtigen Platz: Kinder auf den sowjetischen Plakaten geben allen Opfern, die für den Sieg gelitten haben, einen Sinn. Der eroberte hohe Preis der Welt ist für sie:


Alles, was das sowjetische Volk nie hatte (und nie bekam), versprach Propaganda ihren Kindern, um die Öffentlichkeit auf Staatslinie zu halten.

Ein neues, anderes, besseres Leben. Ruhig, sicher und glücklich:


Heute kann die offizielle Ideologie den Bewohnern der Russischen Föderation kein attraktives Bild der Zukunft vermitteln. Das Land ist ein notwendiges Anhängsel der Ölleitung und eine offensichtliche Sackgasse. In einem solchen Land werden Kinder definitiv nicht besser leben als ihre Eltern. Nur wenige sind sich dessen klar und deutlich bewusst, aber weit mehr Menschen spüren dies auf einer unbewussten Ebene.

Wenn der Weg in eine glückliche Zukunft geschlossen ist, tendieren die Menschen zu einer Nostalgie, einer oft nur imaginären glücklichen Vergangenheit. Zum Beispiel zu einer Zeit, als RuSSland als Weltmacht akzeptiert war. Oder, als man sich endlich als Sieger feiern konnte, wie am 9. Mai 1945. Und so etwas kann ganz schnell dahin führen, dass der ganze Frust zu einem simplen Gut und Böse denken führt, wobei man selbst der Gute ist und die Bösen "die Anderen" oder klarer "der Westen". Wobei die Anderen dann zum Sündenbock aller eigenen und hausgemachten Probleme gemacht werden. Schuld hat dann nicht mehr der gute Moskalzar im Kreml und die eigene Regierung, nein es sind andere. 

Übrigens ist zu bezweifeln, ob es für Veteranen, die den Krieg durchlaufen haben, schön wäre, ihre Enkelkinder in der gleichen Form zu sehen. Schlimmstenfalls heute wie damals schon, dass die sowjetischen Regimenter von den Brigaden des Geheimdienstes verfolgt werden, die rücksichtslos ihre Landsleute niedermetzelten um die Rote Armee weiter gen Westen zu treiben, die hatten nämlich mehr Angst vor dem NKWD als vor den Deutschen. Womit wir wohl auf des Pudels Kern gestoßen sind, die Angst ist das gängige Mittel des Kremls, um die Öffentlichkeit zu beherrschen. Sei es entweder durch das mordende NKWD, oder mit der Zerstörung der Welt im Zeichentrickfilm.

Während des jährlichen Karnevals auf dem Roten Platz, am 9. Mai, spielen Kinder buchstäblich die Rolle eines Kriegshelden. Und so beginnt man mit der Heranzüchtung seines Kanonenfutters recht früh. Das ist schwerer als es sich anhört, denn um Qualitativ hochwertiges Kanonenfutter zu bekommen, müssen Kinder als Sieger vorbereitet werden, seine kritische Wahrnehmung hingegen insbesondere gegenüber der Regierung abtrainiert werden. Inhärente Einstellungen durch Zwangskollektivierung kontrolliert werden. Ich verstehe das Interesse einer Regierung, sei es Berlin oder Moskau, an diesem Prozess, bezüglich seiner imperialistischen Ziele bei gleichzeitiger ökonomischer Unterlegenheit, aber ich kann die Beteiligung der Eltern dabei nur durch Enthirnung erklären.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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