Montag, 20. Mai 2019

Marine Le Pen: Wir sind dagegen, dass Europa "unter der Pfote" Putins ist

Marine Le Pen, Foto: AFP / Scanpix / LETA

Einige mag es noch verwundern, ich weise hingegen seit geraumer Zeit daraufhin, dass die Forderung der Rückzahlung einer Parteispende durch den Kreml dadurch verursacht wurde, dass sich Marine Le Pen vom Kreml abwendete.

Die Chefin der Nationalen Union Frankreichs, Marine Le Pen, versicherte am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Tallinn (Estland), dass sie die Situation nicht befürworte, in der sowohl Frankreich als auch Europa unter den Einfluss des russischen Präsidenten Wladimir Putin gerät.

Die französische Politikerin wies Anschuldigungen wegen freundschaftlicher Beziehungen zum Kreml zurück und bezeichnete solche Äußerungen als Beleidigung für sich.

"Ich wache über die Interessen meines Staates und an zweiter Stelle über die Interessen Europas. Ich werde nicht zulassen, dass wir unter der Pfote Putins sind", sagte Le Pen.

Auf die Frage nach ihrer Einstellung zum Thema der Annexion der Krim antwortete Le Pen, dass die Krim selbst das Recht habe, zu entscheiden, wem sie gehöre.

"Was die Krim betrifft, sollte jedes Land die Möglichkeit haben, seine Diplomatie frei zu bestimmen", stellte sie fest.

Gleichzeitig versprach sie, dass "wenn mindestens ein europäisches Land und seine Souveränität bedroht sein werden, wir sofort da sein werden, um es zu schützen".

Auf die Frage, ob die Behauptung, dass die von Le Pen geführte Nationale Union vom Kreml finanziert werde, zutrifft, sagte Le Pen, Russland finanziere ihre Bewegung nicht.

"All dies ist eine Lüge. Keine europäische Bank hat zugestimmt, einen Kredit zu gewähren. Deshalb mussten wir Kredite auf der ganzen Welt beantragen", fügte Le Pen hinzu.

Ihr zufolge war es nur so, dass eine in der Tschechischen Republik ansässige russische Bank zugestimmt hatte, der Nationalen Union Geld für Kredite zuzuteilen.

"Zur gleichen Zeit zu sehr schlechten Zinssätzen. Wir haben ein Darlehen erhalten, aber wir geben es zurück", sagte Le Pen.

Die französische Politikerin zeigte sich überrascht, dass Journalisten im Zusammenhang mit Russland so viele Fragen stellen. Ihr zufolge ist sie selbst in den Jahren des Kalten Krieges aufgewachsen und ihre Partei (damals die Nationale Front) wurde auf der Grundlage des Kampfes gegen den Kommunismus geboren.

Le Pen sagte unter anderem, dass sie in Tallinn am Fuße des Denkmals für die Opfer des Kommunismus Blumen niederlegen werde.

Nach Ansicht der Vorsitzenden der Nationalen Union der NATO sollte der Terrorismusbekämpfung mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden, und nach Ansicht von Le Pen steht sie dabei in Solidarität mit US-Präsident Donald Trump. Gleichzeitig erinnerte Le Pen daran, dass Frankreich in der Sahelzone Afrikas eine Anti-Terror-Operation durchführt und damit den Rest Europas schützt.

Ziel der Pressekonferenz am Dienstag in Tallinn war es, ein Kooperationsprogramm zwischen nationalistischen Parteien in europäischen Ländern vorzustellen.

Vertreter des Nordbundes, der Wahren Finnen, der Dänischen Volkspartei und der Alternative für Deutschland forderten auf einer Pressekonferenz am 8. April in Mailand nationalistische Kräfte zur Zusammenarbeit nach den Wahlen zum Europäischen Parlament auf.

Ziel der Parteien ist es, eine Fraktion der nationalistischen und konservativen Parteien in Europa zu schaffen, die sich nun aus verschiedenen Fraktionen des Europäischen Parlaments zusammensetzt. Die Österreichische Freiheitspartei hat bereits angekündigt, dem neuen politischen Block beizutreten, und die Konservative Volkspartei Estlands (EKRE) hat die Initiative ebenfalls unterstützt.

Le Pen merkte an, dass die nationalen Konservativen durch die Gründung einer Fraktion nicht nach Klonen suchen, die keine Unterschiede aufweisen, sondern in erster Linie nach Verbündeten. Sie erinnerte daran, dass beispielsweise Bundeskanzlerin Angela Merkel und der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban in derselben Fraktion der Volkspartei Europas vertreten sind, obwohl sich die Ansichten dieser beiden Politiker in vielen Punkten unterscheiden.

"Ich möchte nicht, dass Estland zu Frankreich wird oder dass Estland zu Deutschland Deutschland wird. Respektieren wir, was wir sind.", sagte sie.

Im Haus der Bruderschaft der Schwarzhäupter in Tallinn fand ein Treffen statt, und an einer gemeinsamen Pressekonferenz nahmen neben Vertretern der EKRE auch ihre Gleichgesinnten aus anderen europäischen Ländern teil - der Leiter der französischen Marine Le Pen-Union, der Vertreter der wahren Finnen Olli Kotro und Anders Vistizen von der dänischen und Manuel Vescovi vom italienischen „Bund des Nordens“.

Die Gastgeberpartei - die Konservative Volkspartei Estlands (EKRE) - wurde vom stellvertretenden Parteivorsitzenden Jaak Madison vertreten.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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