Der antimarxistische Ostblog, für Patrioten die denken. Keine sozialistische Diktatur mehr auf deutschen Boden.

Dienstag, 23. April 2019

Zombie-Ökonomie in Russland und Deutschland

Der Untote


Die russische Wirtschaft ist seit langem sehr ernst krank. Doch ein Blick darauf ist interessant für Deutschland, da es bezüglich der staatlichen Interventionen, Manipulierung des freien Marktes und vor allem Klüngelwirtschaft, dank der sozialistischen Voodoo-Ökonomen denselben Weg gehen wird. Und achten Sie auf die diversen Veranstaltungen bezüglich der Eurasischen Wirtschaftsgemeinschaft (Eurasisches Reich), an dem Vertreter der Europäischen Union und speziell Deutschland (nein nicht nur AfD) teilnehmen. Dann wissen Sie ganz genau, wohin die Reise mit der EU gehen soll. Die Wenigsten verstehen das natürlich, entweder, weil sie Russland für das Land in dem Milch und Honig fließt halten oder, weil sie die falschen staatlichen Eingriffe auf den Markt tatsächlich für einen Systemfehler des Kapitalismus halten. Weder Russland noch Deutschland haben einen freien Markt, was die Grundvoraussetzung für die Marktwirtschaft wäre. 

Aber es ist geradezu phänomenal, wie die Propaganda beim deutschen Michel ankommt. Man hört ständig von Verlusten tausender Arbeitsplätze, Großindustrien, die sich ins Ausland verlagern, aber erstaunlicherweise hört man in den Medien: Die deutsche Ökonomie floriert. Klingt also ziemlich klar nach Voodoo-Ökonomie. Im vergangenen Jahr habe ich es angekündigt, dass die Prognosen zur deutschen Wirtschaft unheimlich geschönt wurden und das, wenn die Regierung nicht die richtigen Weichen bis Dezember 2018 stellt, die deutsche Wirtschaft abflaut. Auch kündigte ich an, dass die Regierung nicht die richtigen Maßnahmen ergreifen wird und genauso kam es auch. Die Prognose für das laufende Jahr wurde, bezüglich dem Wirtschaftswachstum, inzwischen auf 0,5% nach unten korrigiert. Um die Statistiken zu schönen, greifen die Urheber dieser Zerstörung der deutschen Ökonomie auf einen alten Trick zurück, der unter Sozialisten schon immer sehr beliebt war: Staatlich finanzierter Bau. Und wenn es staatlich finanzierter Bau ist, so heißt das, der Steuerzahler bezahlt das, womit später die Statistiken frisiert werden. Erdogan hat das getan, um sich Beliebtheit als Bürgermeister von Istanbul zu verschaffen. Mussolini und Hitler taten es und daher wissen wir, dass der spätere ökonomische Fall umso tiefer ist.  Doch auch in Putins Russland oder Macron-Frankreich läuft das so ab. Wir müssen auch nicht viel Gewicht darauf legen, es ist ein altbekanntes Übel und daher als Normal zu bezeichnen, bei Menschen an der Macht und mit üblen Absichten. Und dann sehen Sie sich dazu nun die Verbindungen und Parteien und Baugewerbe an, Politiker die im Baugewerbe tätig sind, beziehungsweise damit verbunden, dann wissen Sie was abläuft: Klüngel-Wirtschaft, wobei Bund- oder Länderregierungen Staatsaufträge den Parteifreunden zuschachern. Nennen Sie es wie Sie wollen, doch mit dem freien Markt hat das nichts zu tun.   

In Russland ist alles genauso, nur Schlimmer. Im Jahr 2013 waren es nur Ökonomen, die die Merkmale einer drohenden Kriese von makroökonomischen Indikatoren ablasen, und im Jahr 2014 wurden Probleme für den Durchschnittsbürger offensichtlich. Das Jahr 2015 kennzeichnete sich für die Russen zur Zeit unerfüllter Hoffnungen: Einige hofften auf eine schnelle Erholung der Wirtschaft im Zeichen von Innovation und Importsubstitution, andere erwarteten ihren schnellen und schmerzhaften Tod infolge von Hyperinflation, Abwertung, dem Zusammenbruch des Bankensystems, der Folge von Insolvenzen und der Arbeitslosigkeit. Keiner von ihnen hatte recht - die Wirtschaft der Russischen Föderation ist noch am Leben und gleichzeitig genauso krank. Um das zu verstehen, müssen Sie sich ihrer Beschwerden bewusst werden. Die russische Wirtschaft leidet jetzt unter systemischer Korruption, Management-Wahnsinn und billigem Öl, die sich organisch zu einem einzigen klinischen Bild summieren. Bei systematischer Korruption ist nicht an die Bestechungsgelder, wie sie in Bananenrepubliken üblich sind, zu denken, die Korruption ist in Russland teil des normalen ökonomischen Verständnisses und geht von der Regierung aus.


Die Krankheit


Die Korruption ähnelt der Syphilis. Das kann auf verschiedene Weise aufgenommen werden: mit dem Blut eines Drogenabhängigen, beim ungeschützten Sex oder bei der Geburt - von einem bereits erkrankten Elternteil. Wir können darüber streiten, wie wir die Infektion aufgenommen haben (ob sie angeboren war oder Resultat einer Vergewaltigung ist), aber das hat inzwischen keine grundlegende Bedeutung mehr.

Syphilis beginnt mit einem harmlosen Hautausschlag, beeinflusst dann alle Körpersysteme - Leber, Knochen, Herz, Gehirn - und entstellt schließlich eine Person vollständig. Die Korruption beginnt mit Freunden und Verwandten, die sich in der Nähe der staatlich verwalteten Fördermittel befinden, der sich aus den Finanzmittel geschröpfter Gebühren- und erpresster Steuerzahler füllt. Genau das ist das System dahinter, wenn auch diverse deutsche Politiker davon sprechen, der Staat habe in der Vergangenheit gut gewirtschaftet. Der Staat wirtschaftet nicht, dass einzige was er tut ist lediglich dem Steuerzahler zu sagen: "Alder, du mir zahlen die Kohle, die ich festsetze, wenn nischt, dann Alder im Bau. Isch schwör!" Das Prinzip ist also recht einfach und auch für den durchschnittlichen deutschen Michel ohne großes ökonomisches Vorwissen leicht verständlich. Einige böse Zungen drücken das stark vereinfacht als Erpressung aus, aber "der Staat wirtschaftet gut" hört sich natürlich viel freundlicher an. Sie können natürlich verstehen, wenn jemand als Vertreter der Wirtschaft mit diesem staatlichen System verbunden ist, oder der zuständige Systemvertreter, der die Steuermittel verwaltet, und seinen Bonus für zugeschacherte Aufträge kassiert, dass diese Leute ein natürliches Interesse daran haben, mehr Steuern einzunehmen. Beide beteiligten Parteien spielen mit den Gedanken daran, mehr verdienen zu können, doch das ist in Wahrheit einfach eine Rechtfertigung für Geldwäsche und Betrug.


Irgendwann erstreckt sich die Korruption über alle Machtzweige, lähmt den freien Markt und irgendwann entstellt sich das Gesicht der Regierung so, dass es ohne Ekel unmöglich ist, sie zu betrachten. Da müssen sie sich nur die deutschen Gazpromhuren in der Politik betrachten, dann wissen Sie, wie das gemeint ist. Ganz klar, die korrupteste Partei ist dabei die SPD.

In Russland kann man nun das letzte Stadium sehen, was Deutschland erwarten wird. Das Endstadium ist geprägt, dass es ganz oben auf der Pyramide der staatlichen Verwaltung angekommen ist, Sicherheitsdienste und Legislative und Exekutive durchsetzte, oder große Unternehmen (ihrer Freunde und Verwandten), in staatlichen Schlüsselpositionen und Parlament vertreten sind. Der deutsche Michel versteht das dann als Lobbyismus und hält es für den Kapitalismusfehler. Doch es ist genau andersrum, es sind Marktmanipulierungen, Eingriffe in den Freien Markt, sodass man in der ersten Phase von Interventionismus sprechen kann und im Endstadium sozialistische Ökonomie darstellt (Staat bildet ein allumfassendes Monopol). Im Endstadium hat es natürlich kaum noch Sinn versuchen zu wollen, den Patienten zu behandeln, die Krankheit endet tödlich. 
Nicht die intelligenteste, nicht die am besten ausgebildete, nicht die effizienteste und schon gar nicht die verfassungstreueste Person, macht in einem solchen System Karriere an die Spitze der Macht, sondern immer die intriganteste, niederträchtigste und mit dem größten kriminellen Potential ausgestattetste Person.

Das Problem der Korruption besteht nicht einmal darin, dass die Gesellschaft den Beamten enorme Mehrkosten für Bestechungsgelder in Höhe von mehreren Milliarden Dollar (nach verschiedenen Schätzungen von 3,5 bis 7% des BIP, d. h. von 35 bis 70 Milliarden US-Dollar im Fall von Russland) auferlegt.

Und es ist nicht so, dass der Großteil dieses Geldes anschließend ins Ausland exportiert wird und die Arbeit in der heimischen Wirtschaft zerstört wird. Übrigens bricht der Kapitalabfluss aus Russland nun alle Rekorde: 2014 wurden 151 Milliarden Dollar aus dem Land abgezogen (das entspricht fast der Hälfte aller Währungsreserven des Landes). Wäre die Besetzung der Krim nicht gewesen, wäre dies in Russland auch zum beherrschenden Thema der Öffentlichkeit geworden.

Es ist auch nicht einmal das Problem, dass für jeden Rubel Verlust oft zehn weitere in nutzlosen staatlichen Bauprojekten verpulvert werden: Die russische Brücke in Wladiwostok für 1 Milliarde US-Dollar oder die Olympischen Spiele von Sotschi für 1,5 Billionen Rubel veranschaulichen dies perfekt.

Das Unangenehmste ist, dass das Regierungssystem allmählich unfähig wird und in den Wahnsinn fällt, was mit dem Aufbau von Paranoia (Überwachungs- und Polizeistaat) einhergeht. Infolgedessen trifft die Regierung zufällige, gedankenlose, riskante, fehlerhafte oder direkt widersprüchliche Entscheidungen.

Managerwahn

  • Profitieren von Erdölexporten, die nicht in die heimische Volkswirtschaft, sondern in ausländische Volkswirtschaften investiert werden.
  • Die Versuche der russischen Regierung ausländische Investoren anzulocken, doch dann in der staatlichen Propaganda damit gedroht wird, diese ausländischen Volkswirtschaften in radioaktive Asche zu verwandeln. Sowas nennt sich Erpressung und wurde genauso von der Sowjetunion gegen den Westen geführt.
  • Enorme Mittel für die Olympischen Spiele, um "das Image Russlands im Ausland zu verbessern", dann annektieren sie die Krim und kommen unter internationale Sanktionen.
  • Bzw. behaupten, dass sie nichts damit zu tun haben (Krimbesetzung), um dann Regierungsgewalt denjenigen zu übergeben, die angeblich niemals vor Ort waren. Also sozusagen eine Belohnung für das, was sie angeblich nicht getan haben.
  • Sagen, dass es keine Krise gibt, und danach den Etat für Bildung, Rente und Gesundheit zusammen streichen, unter dem Verweis auf eine Wirtschaftskrise.
  • Hoffnung auf Importsubstitution, aber die Erhöhung des Refinanzierungssatzes der Agrarkredite auf transzendentale Höhen steigen.
  • Deklarieren eine Geschäftsunterstützung und erlauben gleichzeitig, dass die Strafverfolgungsbehörden als Erpresser gegen ausländische (und heimische) Unternehmer auftreten.
  • Versprechen, die Steuererhöhung einzufrieren und sofort neue Anforderungen (z. B. das Plato-System) einführen.

Das oben Genannte wird als Managerwahn bezeichnet, eine anschauliche und offensichtliche Manifestation der Unfähigkeit der Behörden, die aus der Wirtschaft ein Glücksspiel ohne Regeln machten.

Mehr oder weniger erfolgreich können nur zwei Kategorien von privaten Unternehmen daran teilnehmen: die kleinsten, die Geschäfte abwickeln können, ohne dass sich die staatlichen Gauner für ihre Gewinne interessieren, und die größten, die irgendwie im Klüngel vertreten sind. Das gesamte Zwischenfeld der Mittelklasse wird hingegen brachial demontiert. Der eine oder andere wird sich natürlich umgehend an die marxistischen Ökonomievorstellungen erinnert fühlen, ist auch kein Zufall. Der Marxismus ist nur die Ideologie, die dem deutschen Michel das tatsächliche System, von Piraterie und Raubwirtschaft, maskiert, als notwendig plausibel darstellen soll. Es sind aber nicht die Systemfehler der freien Markwirtschaft, die wir unschön verspüren, wie der Marxist behauptet, sondern die falschen staatlichen Interventionen in den freien Markt. Die marxistische Ideologie dreht nur das Verhältnis von Ursache und Wirkung um. Und das ist das Prinzip roter Ökonomie und erklärt auch an allen aktuellen Beispielen (Schweden, Kuba, Venezuela usw.), dass notorische Zusammenspiel von Korruption und kriminelle Energie auf Regierungsebene. Es erklärt auch gewisse Millardäre, die den Durchschnittsbürger verstör
en, da sie den Marxismus hofieren. Schauen Sie sich das nur mal ganz genau an, wie die Marxisten die Monopolbildung als kapitalistisches Mittel zur Ausbeutung anprangern und zur Lösung allen ernstes ein allumfassendes Staatsmonopol fordern. Es gibt da keine Rettung oder Ausweg, der Marxismus ist all das, was am Kapitalismus angeprangert wird. 

Ein mittelständisches Unternehmen, unter diesen Bedingungen, überlebt mit großen Schwierigkeiten (siehe DDR zum Beispiel Carl Zeiss, diente dann als internationales Aushängeschild). Ein kleines Unternehmen hingegen wird nicht wachsen und ist von staatlicher Seite stetig lähmenden Behinderungen ausgesetzt.

Infolge der Intervention von roten Voodoo-Ökonomen  verfügen auch die Deutschen über eine hässliche verzerrte Wirtschaftsstruktur, die Krisen allein nicht standhalten kann: Große Unternehmen sind langsam und ineffizient, und es ist leichter für sie, staatliche Unterstützung in Form von Regierungsaufträgen und Subventionen zu verlangen, als sich anzupassen, während kleine Unternehmen der Krise einfach ausgesetzt sind, weil sie keine Reserven haben oder Zugang zu Krediten, um schwierige Zeiten zu überstehen.

Marxistische Wirtschaft im Wilhelminischen Reich


Es ist die größte Täuschung in der jüngeren Vergangenheit des deutschen Michels, dass ihm glauben gemacht wurde, der Marxismus strebe eine bessere Gesellschaft für alle an, sei eine ausbeutungsfreie, bzw. gerechte Wirtschaftsform, und strebe danach Machtstrukturen zu ändern und vor totalitären Machthaber zu schützen, oder die deutsche Wirtschaft sei Marxismus frei (trotz der vielen marxistischen Marktreformern nach der Perestroika). Das ist so ziemlich das ganze Gegenteil von dem, was tatsächlich zutrifft.

Tatsächlich ist Deutschland seit dem Ersten Weltkrieg von Strukturen derselben Voodoo-Ökonomie infiziert, deren Mechanismen im Marxismus dargestellt werden. Von Deutschland aus wurde das exportiert und gelangte mit Lenin nach Russland.

Die Interessen der Vereinigten Staaten, für Europa nach dem ersten Weltkrieg, lagen vor allem darin, die alten monarchistischen Machtverhältnisse dauerhaft zu ändern und einen Übergang zu einer liberalen Wirtschaft zu garantieren. Bisher hatte sich die USA vor allem gegen Einmischungen der Europäer wehren müssen, die durch geheimdienstlerische Tätigkeit einen subversiven Krieg gegen die USA führten. Dies betrifft in erster Linie Großbritannien, Deutsches Reich und Österreich-Ungarn. Mit dabei schon damals, Karl Marx, der mangels Beweise nur zur unerwünschten Person erklärt und ausgewiesen wurde. 

Europa war damals hauptsächlich von drei  Imperialismen bestimmt, Russland zum einen, sowie Frankreich und Großbritannien, was noch ein Produkt der traditionellen Feindschaft beider Staaten war. Österreich-Ungarn hatte den Anschluss an die Moderne verpasst und den Habsburgern gelang es nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon nie wieder, ihre alte dominierende Position in Gesamtdeutschland einzunehmen. Die Vorherrschaft hatten sie in Deutschland an das besser industrialisierte Königreich Preußen verloren. 

Preußen paktierte mit Großbritannien, daher wurde es auch als der Festlanddegen Londons bezeichnet und erklärt auch, dass, von Preußen ausgehend, Frankreich als Hauptfeind Deutschlands übernommen wurde. Selbstverständlich wurde das durch die Napoleonischen Eroberungen vereinfacht. Frankreich hingegen sah in den Deutschen zwar einen Rivalen, aber ihr Erzfeind war Großbritannien.

Mit dem Wilhelminischen Reich emanzipierte sich das Deutsche Reich gegenüber den traditionellen Imperialismen und war eine Entwicklung die auf Bismark zurückzuführen ist. Allerdings mit Kaiser Wilhelm II wurde aus Emanzipation viel Selbstüberschätzung und die Beziehungen zu Großbritannien verschlechterten sich, was sich auch für die USA im Nachlassen der subversiven Tätigkeit spürbar machte. Diese hörten zwar grundsätzlich nie auf, verlagerten sich jedoch auf eine reine Urheberschaft der Deutschen (einschließlich Achsenmächte) unter dem Deckmatel der Marxisten. Erst nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Subversion wieder stärker, nun unter Federführung deutscher und sowjetischer Seilschaften, die bald interagierten. Natürlich, weil die deutschen Eliten die Weimarer Republik nur als eine Unterbrechung des Krieges sahen und der Zweite Weltkrieg als Fortführung des Ersten betrachtet wurde.

Während des Ersten Weltkrieges tauchte die USA als enorme neue Macht in Europa auf, gerufen von der Entente, nach dem Ausscheiden Russlands, Dank des für Deutschland agierenden Lenin. Sowohl die deutschen, als auch die sowjetischen Eliten, betrachteten das Auftauchen der USA als Einmischung eines Fremden in ihren beanspruchten Machtbereich. Was sie zu natürlichen Verbündeten werden ließ, obwohl sie selbstverständlich untereinander auch Konkurrenten waren, so arbeiteten sie bezüglich jeder Aktivität gegen die USA, wie selbstverständlich zusammen.

Kaum einem deutschen Michel ist klar, wie bedeutsam die Marxisten in diesen Intrigen waren, um dass deutsche Volk weiterhin unter den traditionellen Machtverhältnissen zu halten und das Entwickeln einer demokratischen Kultur zu verhindern. Max Weber, ein Zeitgenosse der Wilhelminischen Ära, betrachtete in seiner zugegebenen metaphysischen Betrachtung der USA, diese deutschen Verhältnisse erstaunlich präzise. Geradezu erschreckend, dass seine über Hundert Jahre alte Beschreibung von Deutschland auf die Gegenwart in der BRD zutrifft. Insbesondere seine klare Unterstreichung der lutheranischen Kirche bei diesem Machterhalt ist zu betrachten.

Während des Ersten Weltkrieges introduzierte die Oberste Heeresleitung, des Deutschen Reiches, 1916 das Hindenburg Programm, was den Marxisten den großen Durchbruch als Handlanger des monarchistischen Unterdrückerapparates brachte. Ludwig von Mises griff gerade dieses Programm zur Rüstungs- und Mobilisierung als deutliches Beispiel der "Zwangswirtschaft" auf.

Zu Beginn des Krieges waren die deutschen Eliten von einem Blitzkrieg ausgegangen, der neben verhältnismäßig geringen Annektionen vor allem das Ziel verfolgte, scheinbar noch selbstständige europäische Staaten unter die wirtschaftliche Kontrolle Deutschlands zu stellen. 

Doch der Traum der deutschen Eliten, die die Franzosen extrem unterschätzten, fand eine jähe Ankunft in der Realität, als der Schlieffenplan scheiterte, der beabsichtigte, dass die deutschen Truppen die französischen Grenzbefestigungen umgehen könnten.

Der nun folgende Stellungskrieg erwies sich als Katastrophe für die deutsche Wirtschaft, die von Seeimporten abgeschnitten war. Diese Isolierung, und da reagieren die  Machtgeilen alle ganz ähnlich, glaubte man aus irgend einem mysteriösen Grund durch Interventionen in den freien Markt und vor allem Kartellbildung neutralisieren zu können. Zugegeben, dieser Hang zu solchen Tendenzen, sind von preußischen Regierungen, seit den 1880-ern erkennbar, motivierten sich aussagekräftig in einem Glauben, dass durch die Kontrolle der Wirtschaft, die soziale Frage (Sozialistengesetze) in die Hände des Staates genommen wird, was auch ein sehr wichtiges Thema im Marxismus ist. Nur geht es dabei eben nicht darum die soziale Frage zu klären, sondern die Kontrolle über die Bevölkerung zu haben. Wie ich gleich noch gesondert erklären werde.

Das Hindenburg Programm rief den deutschen Industriellen und Monarchisten Walter Rathenau auf den Plan, der den Marxismus in der deutschen Kriegswirtschaft zur Staatsräson erhob. (Später dann auch in der Schwarzen Reichswehr verstrickt.) Sie sehen also, diese Verbindungen Großindustrie und Marxisten sind kein Paradox, wie der deutsche Michel gemeinhin annimmt, sondern von Anfang an gegeben.

Wie in jeder marxistischen Wirtschaft, so wurde auch während des Ersten Weltkrieges desaströs in der deutschen Mittelschicht gewütet. Auch ein Grund dafür, warum diese nach dem Krieg die Koffer packten und in die USA gingen. Dadurch verlor Deutschland einen bedeutenden Teil seines ökonomischen Potenzials. Selbstverständlich hatten die deutschen Eliten nach dem Krieg weder ein Interesse daran, dass der deutsche Michel die wahren Schuldigen in dieser Katastrophe entlarvt, noch deren Rolle bei der Oktoberrevolution erkennt. Man achte darauf, wie im Nachkriegsdeutschland NSDAP und KPD dieselbe Dialektik pflegten und die Ursachen in jüdischen Intrigen, der USA, Versailler Vertrag (der von den USA gar nicht anerkannt wurde) oder dem Kapitalismus suchten, statt in den deutschen Eliten und dem Hindenburg Programm.

Ab 1916 verwandelte sich die deutsche Wirtschaft dahingehend, dass der Mittelstand vom Markt gedrängt wurde und dieser mit Kartellen gefüllt wurde, die mit der Regierung zusammenarbeiteten. Das gegenwärtige Russland und der Kreml, der Aufträge an Oligarchen vergibt, sind hier nur eine geringfügige Variation. Wichtig dabei ist, dass ein Oligarch sich dem Kreml unterwirft, wer das tut verdient Geld mit Staatsaufträgen. Bezüglich dessen lassen sich die Monopolisten im Zuge des Hindenburg Programm als Staatsbedienstete interpretieren, wie genauso die Oligarchen die des Kreml sind. Im Nazi-Deutschland wurden diese Mechanismen lediglich intensiviert, sodass der Staat sogar die Gehälter der Industriellen festlegte.

Ein Blick auf die Zwangswirtschaft, des endenden Wilhelminischen Reiches, lässt die typischen Begleiterscheinungen von Planwirtschaft erkennen, wie man sie aus dem Ostblock kennt, bzw. auf Kuba und in Venezuela sieht. Die immense und immer weiter zunehmende Bürokratie zerstörte die Wirtschaft und brachte Deutschland an den Rand eines Kollaps. Der Staat diktierte zum Beispiel die Preise. 

Um nicht die Kontrolle über die soziale Frage zu verlieren und anwachsende Unzufriedenheit zu Aufständen führen könnte, wurden die Preise von Grundnahrungsmittel festgelegt. Das führte dazu, dass die Bauern keine Kartoffeln mehr anbauten, da sie keinen Gewinn erwirtschaften konnten. Selbstverständlich führte dies wiederum zum Fehlen von Kartoffeln zur Sättigung der Nachfrage. 

Wer jedoch annimmt, der deutsche Michel hätte nun die falschen Interventionen seiner Regierung als Ursache erkannt, täuscht sich. Es war selbstverständlich ein Systemfehler am Freien Markt und man glaubte der Propaganda, die von selbiger Regierung kam, die erklärte,  dass die Schweinezucht schuld sei, weil die Tiere zu viele Kartoffeln fraßen. Doch natürlich lässt sich eine deutsche Regierung nicht lumpen, erklärt ein erkanntes Problem umgehend zur Chefsache, und weiß sofort eine Lösung für jeden Missstand. Als Ergebnis der großen Umsicht und Weisheit der deutschen Regierung ließ man 27 Millionen Schweine töten.

Die fatale Lage an der deutsch-französischen Front, im Jahr 1916 (Materialschlachten Verdun und Somme), zeigte deutlich, dass die deutsche Wirtschaft kollabieren wird, wenn der Krieg nicht schnell beendet werden kann. Hindenburg ließ den Generalstabschef Erich von Falkenhayn durch seinen Generalquartiermeister Ludendorff ablösen. Ludendorff war nicht nur der Kopf des Projektes Lenin und der Oktoberrevolution, Schwarze Reichswehr oder Kapp Putsch, er war ein großer Befürworter des Kriegssozialismus und des Totalen Krieges, und genau das resultierte im Hindenburg-Programm. Alles Material sollte für den Krieg genutzt werden, alles dafür Unerhebliche konnte vernachlässigt werden. Die Universitäten sollten geschlossen werden und die gesamte Bevölkerung sollte im Dienst des Staates zur Arbeit verpflichtet werden. Man sagt Arbeitspflicht, doch wenn andere nun einmal ohne Einvernehmlichkeit ein Anrecht auf die Arbeitskraft eines Arbeitnehmers anmelden, noch dazu seine Arbeitsumstände und Entlohnung diktieren, ist es eben nicht nur ein freundlicher klingende Arbeitspflicht, sondern Frohnarbeit, Willkür, Zwangsarbeit. 

Das Programm setzte in Deutschland auch eine Vollbeschäftigung für Frauen durch. Klingt natürlich ausgesprochen modern, war bis dahin in Deutschland nie flächendeckend nötig. Der Krieg endete dann zu schnell, sodass die komplette Umsetzung des Hindenburg-Programms nicht realisiert werden konnte, doch sie veränderten Gesellschaftsstruktur und Wirtschaft in Deutschland bleibend und wurden im Zuge des Dritten Reiches intensiver. Doch muss man eingestehen, wie es der Historiker T. Hunt Tooley tat, dass das Hindenburg-Pogramm für Deutschland eine Katastrophe war. Die staatlichen Interventionen führten noch 1917 zur Eisenbahnkrise. Insgesamt nahm die Qualität der deutschen Produkte ab. Die Versorgung der Bevölkerung mit Grundnahrungsmitteln wurde schlimmer und eine erkennbare Hungersnot wurde mit Ersatzprodukten hinausgezögert.

Dieses Hindenburg-Programm setzte sich wie ein genetischer Defekt in der DNA des deutschen Michels fest und begründete dessen selbstmörderischen Drang zum Staatssozialismus. Wie Ludwig von Mises bereits erklärte, ist die Vorstellungen westlicher Linksintellektueller bezüglich des Sozialismus besonders auf dem Hindenburg-Programm basiert, auch wenn sie gern von Lenin sprechen. Lenin hat das alles nur von den deutschen Industriellen von Rathenau übernommen und der Lage in Russland angepasst.

Die soziale Frage


Die Deutungshoheit über die soziale Frage, ist im Marxismus eine Kernaussage und hat sehr viel mit dem totalitären Machtanspruch der Marxisten zu tun. 

Die soziale Macht steht in Opposition zur staatlichen Macht, ich folge da der Dialektik von Albert J. Nocks. (Vgl.: Albert J. Nock, Our Enemy the State [Caldwell, Idaho: Caxton Printers, 1946]). Der Marxist beschwatzt den nützlichen Idioten dahingehend, ihn zu überreden, ein staatliches Monopol aufzubauen, dass vorgibt das Volk vor den negativen Folgen kapitalistischer Kartelle zu schützen. Das allein ist schon, als ob man Heilung durch die Krankheit verspricht. Es geht aber weiter, denn in dem die Lösung der sozialen Frage in die Hände des Staates gelegt werden soll, wird das natürliche Gegengewicht zur staatliche Macht selbigen ausgeliefert und das nennt sich dann marxistischer Staat, diese sozialistische Utopie so oft in Angriff genommen und jedesmal in einem Totalitarismus geendet. Es kann auch gar nicht anders passieren, wenn man dem Staat seine politischen Kontrahenten ausliefert. Marxistische Staaten waren nie sozial und werden es nie sein, da soziales Verhalten von Freiwilligkeit ausgeht, was der marxistische Mechanismus des Zwanges eben zu unterdrücken versucht und Zwangsarbeit, bzw. Frondienst, gegenüber dem Staat zum Dienst an der Gemeinschaft umlügt. Hinter diesen marxistischen Intellektuellen verstecken sich nämlich völlig wirre Gedanken, die dem Volk einreden wollen, dass der Staat sein Freund sei. Oder der große Bruder der auf dich aufpasst.

Dr. Karl-Friedrich Israel:
"Die Soziale Macht ist die Macht über die Natur, die Fähigkeit des Menschen durch Fortschritt, Technologie, Kooperation und Handel die natürlichen Grenzen seiner Existenz zu erweitern und den Wohlstand aller beteiligten Individuen zu mehren. Die Staatliche Macht ist die Macht über Menschen, die Ausbeutung der Früchte friedlicher Kooperation."

Dies zeigt, dass speziell der marxistische Staat lediglich die Maximierung der staatlichen Macht, bis hin zum Totalitarismus darstellt. Und das ist eben der Grund, warum marxistische Propaganda in Deutschland wieder staatlich finanziert wird. Der Marxismus definiert sich, wie kein totalitärer Staat sonst, dadurch, dass er die im Kapitalismus errungenen Früchte des Wohlstandes enteignet und einer grundsätzlichen Opposition zu den westlichen demokratischen Werten. Natürlich kommen Marxisten ständig in neuen Verpackungen daher, um zu sagen: Das ist was ganz Neues. Hat noch niemand ausprobiert... Sie wissen halt genau, wie schlecht das Produkt ist, das sie anbieten.


Misserfolge häufen sich


Unzählige Aufsätze berichten davon, wie die Marxisten sich der gesellschaftlichen Strukturen in Westdeutschland bemächtigten, nach dem Zweiten Weltkrieg. Wie schon als Resultat nach dem Ersten Weltkrieg, kam es erneut und gravierender zu einer Abwanderung von ökonomischen Potential, insbesondere unter denen, die erkannten, dass die Machtstrukturen sich nur geringfügig ändern und Deutschland ständig in denselben Trott zurückfällt. Und das ist eben insbesondere ein marxistischer Verdienst. 

Auch deutsche Eliten gingen von Deutschland weg, viele in die USA und paktierten insbesondere mit der Demokratischen Partei. Waren die deutschen Eliten während der Weimarer Republik zwar verbündet mit Stalins Reich, so sahen sich beide dennoch auch als Konkurrenten bezüglich ihres Imperialismus über Europa. Ihre Zusammenarbeit ermöglichte sich hauptsächlich im gemeinsamen Feindbild westliche Demokratie, als ideologischer Kampfbegriff metaphysisch dargestellt in USA und Israel. Jegliche Ideologie, die ja auch ständig in neuen Verpackungen präsentiert wird, die diesen Ursprung hat, gibt dieselben Parameter vor, indem sich die öffentliche Meinung bewegen darf. Die Konstanten sind immer dieselben, egal ob Kozi oder Nazi: Antikapitalismus, Antiamerikanismus, Antisemitismus

Der Unterschied ist, dass nach dem Zweiten Weltkrieg die deutschen Eliten als Konkurrent Moskaus bedeutungslos wurden und im wahrsten Sinn des Wortes russifiziert wurden. Das was man heutzutage als "Eliten" präsentiert bekommt, basierend als Staatsräson, sind Diener des russischen Imperialismus. Ihre Motivation sich zu beteiligen, liegt an der so wichtigen Korruption und illegaler Bereicherung. Das kann man freilich nicht im Falle des Volkes machen, deshalb impft man sie ideologisch, um sie zu kontrollieren. Die soziale Frage ist dabei erneut von Bedeutung. Die Amerikanische Revolution klammerte die soziale Frage aus, die Französische nicht, da passierte es nämlich, dass die Lösung der sozialen Frage in die Hände einer Jakobiner Mafia gelegt wurde, was mit einem erneuten Unterdrückerregime endete. Aus diesem Grunde berufen sich Marxisten auch auf die Französische Revolution, nicht auf die Amerikanische.

In Ostdeutschland, bzw. gesamter Ostblock, herrschten bis zur Perestroika von Gorbatschow totalitäre marxistische Strukturen. Aus irgendeinem bizarren Glauben heraus wird jedoch angenommen, dass die Verantwortlichen, der roten Diktaturen, eines Morgens aufwachten und reflektiert über ihre Fehler nachdachten und promt kommen sie mit einem demokratischen Sozialismus daher, das etwas ganz neues  und noch nie probiert worden sei. 

Wahrscheinlicher ist (und auch dafür gibt es viele Berichte aus dem ehemaligen Ostblock), dass die sowjetischen Strukturen einfach nur ein paar neue Kleider anlegten und ansonsten weiter wie bisher totalitär dachten. Was auch an der Aktualität ihrer perversen Ideologie zu erkennen ist. Viele Politiker aus diesen sowjetischen Strukturen (nicht nur in Deutschland und Russland) direkt (wie z. B. Donald Tusk aus Polen), oder indirekt (Barack Obama) hervorgegangen. Doch offensichtlicher wird es im Fall Russland, wo jede Regierung nach der Perestroika von sowjetischen Altlasten zu 100 % geprägt wurde. Das einzige was sie taten, war es, aufzuhören sich als Kommunisten zu bezeichnen. Es gibt daher keinen Grund, insbesondere bezüglich dieser marxistischen Marktreformer, sich über den verschlechternden Zustand der Wirtschaft zu wundern, die durch konsequente falsche staatliche Eingriffe erzeugt werden und dem Volk als "Systemfehler" verkauft werden, oder als Scheitern des Kapitalismus. Bankenrettung ist nun mal kein Kapitalismus, es ist ein staatlicher Eingriff auf den freien Markt.

Zurück ins Jahr 2013, hätten auch bei überzeugten Putinliebhabern erste Alarmglocke läuten müssen, als die Investitionsraten in das Anlagevermögen zu sinken begannen, insbesondere bei Autos, Ausrüstung und Tranzportfahrzeugen. Inzwischen befinden sie sich im freien Fall.

Im ersten Quartal 2016 fiel der russische Verbrauchervertrauenindex von Nielsen in der gesamten Beobachtungsgeschichte auf Rekordtiefstände - satte 63 Punkte gegenüber 72 Punkten im ersten Quartal 2015. Zur gleichen Zeit bezeichneten Experten den Zustand der russischen Verbraucher als "ausgeschöpft" (vor allem durch Steuerlast). Nach Ausgaben für Grundbedürfnisse und obligatorische Zahlungen hatten 18% der befragten Russen kein freies Geld.

Fast 70% der Befragten glaubten nicht an eine Verbesserung der Situation, 76% versuchen zu überleben. 59% lehnen es ab, für Unterhaltung Geld auszugeben, 61% - nicht für  Elektronik und 45% verschoben den Kauf von Elektronik Produkten. Mehr als die Hälfte der Russen - 52% - gab zu, auf billigere Produkte umgestellt zu haben.

Die Armut stieg von 13,4% im Jahr 2015 auf 14,2% im Jahr 2016. Damit erreichte das Armutsniveau im Jahr 2016 wieder den Stand von 2007, wodurch das gesamte Wachstum des letzten Jahrzehnts zunichte gemacht wurde.

Im Anschluss sinkt die Nachfrage und das Angebot. Der Index für Geschäftsaktivitäten (PMI) im verarbeitenden Gewerbe in Russland fiel im April 2016 um 48 Punkte (unter 50 bedeutet ein Rückgang der Produktion). Der Rückgang der russischen Industrie dauerte fünf Monate in Folge an, und der aktuelle Wert des Index ist der niedrigste Wert seit acht Monaten. Der Rückgang der Exporte ist permanent, und in diesem Zusammenhang reduziert die Branche natürlich die Beschäftigung weiter.

So kam es zu folgender Situation: „Heute kann man sich nicht weiterentwickeln, jetzt spricht die gesamte Branche über eines: Egal was wir produzieren, wir haben keinen Verbraucher. Wir reduzieren den Verbrauch. Dies ist das größte Problem“, sagte die stellvertretende Ministerpräsidentin Olga Golodets im Mai 2016.

Die Schließung von Banken ist alltäglich geworden: Inzwischen sind es zwei Banken pro Woche. Im Jahr 2015 wurden mehr als einhundert (der Rekord des Jahrzehnts) geschlossen. Die Einlagenversicherungsagentur (DIA) hat ihre Reserven für Zahlungen an Einleger geschlossener Banken im Juni 2015 vollständig aufgebraucht und 177 Milliarden Rubel von der Zentralbank geliehen. Um diese Schulden zu decken, wird die DIA die Banken um 20% mehr entlasten als zuvor, was die Bankiers nicht begeistert.

Darüber hinaus ist der DIA selbst zum betroffenen Einleger geworden, nachdem er in der bankrotten Vneshprombank eine Einlage von 850 Millionen Rubel verloren hatte, die die betroffenen Einleger auszahlen sollte - beurteilen Sie die Ironie in dieser Situation.

In Gokhran verschwanden zuerst Diamanten mit einem Gesamtgewicht von mindestens 150.000 Karat (im Wert von 63 Millionen US-Dollar), dann stürzt der Kopf von Gokhran auf mysteriöse Weise auf der Treppe, stirbt und der neue Kopf von Gokhran kündigt einen großen Verkauf von Schmuck der Sowjetzeit an. Ende Februar 2016 wurden bei einer öffentlichen Auktion erstmals Diamanten mit einem Gesamtgewicht von mehr als 13 Tausend Karat im Wert von über 5,53 Millionen US-Dollar verkauft.

Dem Gokhran-Chef Andrei Yurin zufolge ist dies in keiner Weise mit der Krise verbunden, obwohl er 2014 erklärte: „Edelmetalle und Steine ​​werden als letztes Mittel verkauft. Ich denke, das wird nicht passieren." Damals klangen seine Worte deutlich überzeugender als 2016. Angesichts der Tatsache, dass nicht alle Informationen heraussickern aus dem System der Apparatschiks, können Sie sicher sein, dass der letzte Reichtum des Volkes bald in die Hände von eifrigeren Staatsdienern übergehen wird.

Der Reservefond schmilzt allmählich - der Teil, in den ein Teil der Supergewinne des Öls ging. 2015 hat das Finanzministerium 2,6 Billionen Rubel aus dem Reservefonds ausgegeben, 2016 wurden 2 Billionen Rubel zur Deckung des Haushaltsdefizits vorgesehen. Für den als ökonomisch vorteilhaft gepriesenen April 2016, muss Abseits der Propaganda bemerkt werden, dass sich der Fonds um 390 Milliarden Rubel reduzierte (um 15,5% des Gesamtbetrags), sodass bis Ende des Jahres 2016 keinen Reservefonds mehr vorhanden waren. Ich möchte daran erinnern, dass der Löwenanteil des Fonds für die Unterstützung großer Banken vorgesehen war.

Die Gold- und Devisenreserven wurden allerdings nicht berührt und sogar erhöht - von 356 auf 391 Milliarden US-Dollar im Jahr 2016. Dies ist jedoch fast der einzige helle Fleck im Gesamtbild, der ab 2018 auch zu dämmern begann. Der Preis für diese Errungenschaft ist auch nicht gering - ein Rückgang der Importe um das Zweifache aufgrund der „Selbstsanktionierung“.

Im Allgemeinen ist die russische Wirtschaft 2015 um 3,7% geschrumpft. Am 6. April 2016 verschlechterte die Weltbank die Prognose für die Dynamik des russischen BIP: Es wurde erwartet, dass die Wirtschaft um 1,9% schrumpfen wird, statt um 0,7%, die zuvor vorhergesagt wurden.

Am 30. März 2016 veröffentlichte das HSE Development Center eine Prognose, nach der das russische Bruttoinlandsprodukt 2015-2019 um insgesamt 8,1% sinken wird. HSE-Experten wiesen darauf hin, dass die aktuellen Trends "den Rückzug der Wirtschaft von der derzeitigen depressiven Entwicklung verhindern".

Alle Experten sind sich einig, dass die russische Wirtschaft einen langen Abschwung erleben wird. Nur optimistisch argumentiert Ulyukajew weiterhin, dass pessimistische Prognosen über die Zukunft der russischen Wirtschaft falsch sind. Wir werden jedoch zu ihm und seinen Vorhersagen zurückkehren.

Ökonomischer Horror


Das alles ist schlecht, sehr schlecht und gleichzeitig nicht schlecht genug. Wir können das traurige Finale immer noch nicht vermeiden, aber es hat sich seit einiger Zeit verzögert - die Konjunkturabkühlung hat sich verlangsamt, der Rubel ist zurückgegangen, und die Krise hat sich von akut zu chronisch gewandelt.

Kein Wunder, dass sie sagen: "Du gehst langsamer - du wirst weitermachen." Aufgrund der Tatsache, dass die Entwicklung der Krise reibungsloser verläuft, werden wir (genauso wie die Russen) am Ende viel tiefer abrutschen als im Schockszenario eines Crash.

Wenn die Bevölkerung endlich aufwacht und merkt, dass etwas schief läuft und das sich Aufrichten von ihren Knien auf unbestimmte Zeit verschoben wird, wird dies zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Wir werden bei Null anfangen müssen, während andere Länder immer weiter vorrücken werden. Das dies möglich ist, dass sich das Volk das gefallen lässt, hat viel mit den Massenkontrollmechanismen des Marxismus und der Dummheit von Kollektiven zu tun. Es wird stillgehalten, weil es angeblich irgendeinem großen Ziel des Kollektiv dient und eine grandiose Zukunft in Aussicht gestellt wird, wenn man jetzt die Gürtel enger schnallt. Nur diejenigen, die das fordern, sind immer jene die im Augenblick sehr gut aus dem Steuertopf leben. Systemmarxisten spielen eine Rolle, die nicht die wahren Ursachen benennen wollen und die Verursachen ein Alibi geben, Und natürlich die Knüpfung der sozialen Frage an den Staat: Aber ohne Staat, wer würde dann ... Man kann es kaum glauben, dass immer noch nicht verstanden wird, dass die soziale Frage lediglich dazu verwendet wird, dass sich das Volk nicht seiner Ausbeutung widersetzt.

Stattdessen träumt man von selbstfahrenden Elektroautos, super Robotern, wiederverwendbare Raumfahrzeuge und einen Weg zum Mars, grüne Energie. Wir haben jede Chance, nicht nur für Jahre und Jahrzehnte hinter der Zivilisation zurückzufallen, sondern für immer, wie Neandertaler oder Ureinwohner von Papua Neuguinea.

Aber es wird später sein, vorläufig erleben wir die nächste Krise, im geringen Wirtschaftswachstum angekündigt. Es ist Zeit, die chronische Natur der Krise zu verstehen.


Öl ist billig und doch teuer


Wenn wir die Analogie mit der Medizin fortsetzen, lag ein krankes Russland bis 2014 am Öltropf und fühlte sich deshalb relativ gut. Ein starker Strom von Petrodollars unterstützte die Wirtschaft, sodass die Regierung alle internen Probleme vollständig ignorieren konnten.

Im Herbst 2014 sanken die Ölpreise drastisch von 112 US-Dollar auf 53 
Dollar pro Barrel, und es wurde offensichtlich, dass nur noch wenige Monate, wenn nicht gar Wochen, für die Wirtschaft übrig blieben.

Im Frühjahr 2015 stieg das Barrel jedoch wieder auf 67 
Dollar, und viele hatten Hoffnung auf ein positives Ergebnis.

Aber im Herbst 2015 wurde das Fass "plötzlich" wieder billiger und sank auf 35 
Dollar, was alle Hoffnungen nutzlos machte.

Im Frühjahr 2016 stiegen die Notierungen jedoch wieder auf 48 USD und wurden für Optimisten zum nächsten Hoffnungsschimmer.

Aber im Herbst 2016 ... muss ich weitermachen, oder haben Sie schon alles verstanden? Fast jeden Frühling steigen die Ölkurse und steigen von den Jahrestiefs, die traditionell im Dezember und Januar fallen, um 10-15 $. Dies war in den Jahren 2014, 2012, 2011, 2010, 2008, 2006 und 2005 der Fall. Es ist wahrscheinlich, dass es auch weiterhin so ​​sein wird.

Wo immer Öl steigt oder fällt, folgt die russische Wirtschaft, denn Öl ist das Alpha und Omega, Segen, Fluch und alles andere. Genauer gesagt hat Russland fast nichts anderes als Öl und Putinismus. Neben dieser vereinfachten Darstellung gibt es noch zwei weitere.

Erstens können die jährlichen Schwankungen einige Verwirrung stiften, ändern jedoch nicht die allgemeine Richtung der Preisbewegung. In den nächsten 10-15 Jahren könnten die Ölpreise um den Wert von 40 USD pro Barrel und darunter schwanken. Wenn eben nicht irgendeine Krise zu einem Preisanstieg führt, woran der Kreml auch kräftig arbeitet und die USA mit einem erhöhten Ausstoß an Öl gegenhalten. Dennoch stieg der Preis auf über 60 Dollar das Barrel, und Putin frohlockte, dies genüge ihm. Es genügt jedoch keineswegs um den Patienten zu retten, sondern nur um nicht die Geräte abzuschalten, die ihn noch künstlich am Leben halten.

Dieses Szenario wird durch die Entdeckung neuer Schieferölfelder in Kanada und die Pläne Kuwaits , die Ölförderung bis 2020 um 44% oder 1,2 Millionen Barrel zu erhöhen. Desweiteren liegen wir mit dem Preisen von über 60 Dollern das Barrel wieder im üblichen Jahreshoch und im Allgemeinen wird vergessen, dass der Jahresmittelwert am Ende über Gewinn und Verlust entscheidet,

Zweitens reichen die Kosten für ein Fass von 40 oder sogar 50 US-Dollar bereits aus, um russische Wirtschaft in einem stabilen Zustand zu halten, und in ihrer jetzigen Form kann sie sich diesem Preis nicht anpassen. Dies ist vergleichbar mit einer Situation, in der eine Person zweimal weniger Nahrung bekommt, als sie braucht. Der menschliche Körper kann jedoch nicht schrumpfen und doppelt so klein werden, die Stoffwechselrate um die Hälfte reduzieren oder sich auf andere Weise daran anpassen, wenn der Nährstoffmangel zu groß ist. Stattdessen stirbt er langsam an Hunger, verbrennt zuerst Fett, dann Muskeln und dann lebenswichtige Organe. Und wenn Sie mal nach Venezuela schauen wissen sie, dass in extremen Fällen dies mit dem Volk tatsächlich geschieht.

Die Medizin ist schlimmer als die Krankheit


Die russische Regierung hat einen Anti-Krisen-Plan, der nicht mal zur Hälfte umgesetzt wurde. Aber selbst wenn es aufgrund seines Elends vollständig umgesetzt worden wäre, hätte es die Wirtschaft kaum gerettet.

Trotzdem hat der Staat eine neue, fast unbegrenzte Quelle von Ressourcen entdeckt. Es stellte sich heraus, dass es keine neue Art wertvoller Mineralien war, keine endlose und zinsfreie Kreditlinie, kein Patent für die Erfindung der Perpetual Motion Machine, nein.

Diese hypothetische Quelle des Wohlstands ist die Bevölkerung. Das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung und Handel unter der Leitung von  Alexei Ulyukajew schlug vor, die Realeinkommen der Bevölkerung (Löhne und Renten) bis zum Ende der Krise zu begrenzen. Der Plan impliziert einen Anstieg der Zahl der Armen (diejenigen, die nichts außer Nahrungsmitteln kaufen können) von derzeit 13,1% auf 13,9% im Jahr 2018. Aus diesem Grund ist geplant, die Unternehmensgewinne drastisch zu steigern und sie in Investitionen zu investieren, wobei sie von 3,8% im Jahr 2017 auf 7,1% im Jahr 2019 erhöht werden. Nun, und da sehen Sie, das es sich eben nicht um einen um die Lösung der sozialen Frage oder einem Kapitalismusfehler handelt, sonder der Kommunismus aufbaut wird. So kann theoretisch zwar die russische Wirtschaft eine Wachstumsrate von 4,5% pro Jahr erreichen. Zumindest in der Statistik. Jedoch realpolitisch bedeutet es die Verelendung breiter Massen. Da springt der Systemmarxist umgehend hinzu und beginnt vom Systemfehler und Kapitalismuskritik zu sprechen. Die Medizin bietet er dem geplagten Volk umgehend an, mehr marxistische Ideologie. Heißt, er verspricht eine Heilung des Patienten, indem er ihn mit mehr Krankheit infizieren will.

Die ersten Schritte in diese Richtung sind bereits getan: Alles begann mit der Einziehung des kumulierten Teils der Renten, dann wurden die medizinischen Zuschüsse gesenkt, dann verabschiedete die Staatsduma ein Gesetz, das berufstätige Rentner keine Rente erhalten sollen, und schließlich die Erhöhung der Renten für nicht erwerbstätige Rentner aufgehoben wurde.

Um der armen Bevölkerung die Pille ein wenig zu versüßen, empfiehlt Ulyukajew der Zentralbank, eine äußerst strikte Geldpolitik zu betreiben, die die Inflation auf 6,5% pro Jahr reduziert.

Der Plan ist ohne Übertreibung erstaunlich. Es überrascht mich buchstäblich in allem: Die Idee, die Einkommen der Bevölkerung zu senken, ohne Angst zu haben, nicht nur ihren Posten zu verlieren, sondern von einem wütenden Mob am Laternenpfahl in der Nähe des Ministeriums aufgehängt zu werden. Und das widersprüchlicherweise mit dem Versprechen, die Kaufkraft der Bevölkerung zu erhöhen; und optimistische Erwartungen hinsichtlich des Anteils der Bevölkerung, der verarmt werden soll - die Armen werden nicht 2018 mehr als 14% sein, sondern waren es schon 2016 ganz ohne zusätzliche Hilfe von Ulyukajew.

Angesichts der Tatsache, dass in den letzten Jahren keine der wirtschaftsnahen Initiativen der russischen Regierung umgesetzt wurde, erinnere ich mich daran, dass Rosnano, Skolkovo, das BIP verdoppeln wollte, die Idee, eine "Supermacht" zu werden, eine Importsubstitution, eine Brücke zwischen Europa und Asien, eine Expansion der Macht Sibiriens. Die Zollunion und so weiter - alles, was wir als Ergebnis erhalten, ist Stagflation (eine äußerst gefährliche Kombination aus Stagnation und Inflation) und die nächste Auffüllung des Panama-Sparschweins durch russische Beamte.

Laut Umfragen, 88% der Bevölkerung teilt nicht den Wunsch der Regierung, sie an die Armutsgrenze für die nächsten Flauseln über eine utopische Zukunft zu drücken. Darum muss die Propagandamaschinerie angeworfen werden und die Menschen an ihren Pathos einer militärischen Supermacht erinnert werden, die dem Westen mal so richtig zeigen wird. Was dank der Stabilisierung der 5. Kolonne in Europa und der Entwaffnung durch "Europas schärfste Putinkritikerin", Angela Merkel, sogar tatsächlich erreicht werden kann. Doch auch dann wird eben der kranke Patient nicht geheilt.


Vielleicht sollte Genosse Uljukajew nicht mitten in seinem kreativen Prozess aufhören und die Methoden zur Konsolidierung der Ressourcen anwenden, die Stalin während der Industrialisierung eingesetzt hat? Ich meine:
Kauf von Gold und Silber von Bürgern als Gegenleistung für "Anleihen", für die es später möglich sein wird, Nahrungsmittel zu kaufen (vielleicht sogar "Sanktionen");
Organisation des Zwangsverkaufs von Staatsanleihen (und wenn sie nicht eingezogen werden, Gas abschalten); und auch umfangreiche Sklavenarbeit der Häftlinge (unter Berücksichtigung der Gesetzesänderungen werden wir keinen Mangel haben).

Im Allgemeinen ähnelt der Stil der Krisenbewältigungsmaßnahmen der russischen Regierung einer prekären Therapie, die vor langem entwickelt wurde, und nicht einem radikalen chirurgischen Eingriff, der die Problembereiche sofort abschneidet. Das war den unmenschlichen Erfahrungen von Dr. Mengele am nächsten , die er an den Gefangenen von Auschwitz ausübte.

Die Ergebnisse solcher Experimente wissen wir: erst große Menschenopfer und dann der Versuch der Verantwortlichen, sich der Verantwortung am anderen Ende der Welt zu entziehen. Es bleibt nur die Frage, warum wir das mit uns selbst tun lassen.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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