Dienstag, 16. April 2019

Kuba, 8 kulinarische Höhepunkte des Kommunismus

1. Soja Picadillo

Soja Picadillo
Dem Namen nach scheint es etwas gesundes und nahrhaftes zu sein.

Es (Bild links) ist die im Arbeiter und Bauernparadies  als Soja-Hackfleisch geltende Schweinerei, die dem Volk per Lebensmittelmarken zugeteilt wird. Es ist das einzige "Fleisch" für einen Kubaner, der nicht Apparatschik ist, oder Verwandte im Ausland hat, die ihm Devisen zusenden können.

Selbstverständlich enthält die undefinierbare Masse weder Rindfleisch noch Soja. Es kursieren einige Gerüchte auf der Insel in der Karibik-Despotie, die davon ausgehen, dass es Pampe aus Rinderinnereien und Soja sein könnte. Anhand des Fotos kann man sich auch als Ausländer, der Kuba nicht kennt, vorstellen, wie es zu solchen Legenden kommen konnte.

Die kommunistische Partei eliminierte alle Fleischrationen für die Bevölkerung und teilt stattdessen 1 Pfund (465 g) Soja Picadillo pro Person und Monat zu. Erstmals lernten es die Kubaner 1994 kennen, als große Errungenschaft der marxistischen Revolution. Die Zeit war geprägt vom Wegfall der permanenten Subventionen des Ostblocks und wurde "Sonderperiode" genannt, anstelle von Wirtschaftskrise.  Diese wurde vor allem dadurch ausgelöst, weil Kuba keine Wirtschaft hatte, nach dem der große rote Held Ché Guevarra die glorreiche Idee hatte, dass Kuba durch Zucker und Tabak zu einer ökonomischen Supermacht werden kann. Die Sonderperiode endete erst (offiziell) nach dem der rote Castro-Parasit in Venezuela einen neuen Wirt fand und ca. 40 Milliarden Dollar plünderte. Doch der Wirt ist nun ausgelutscht und prompt verkündete kürzlich die kommunistische Partei eine neue "Sonderperiode", wobei gleichzeitig dem Volk verboten wurde, diese so zu benennen.


2. Verdolaga, Pangola und Moringa

Fidel Castro mit einem Moringa-Baum, als Ergebnis von 60 Jahren
sozialistischer Revolution. 
Verdolaga (Portulak), Pangola (Digitaria eriantha, ein in den Tropen und Subtropen beheimatetes Grass) und Moringa (der aus Indien stammende Meerrettichbaum) sind alles Gewächse, die der, von Neu Rechten Spinnern der völkischen Linken als Patriot verstandene Fidel Castro zu verschiedenen Zeiten per Dekret zu Rindfleisch erklärte. Mit dieser Substitution reagierte Castro auf die von den Kommunisten, durch Enteignungen und Kollektivierungen verursachte Zerstörung der Rinderzucht.

Nichts erklärt die absurden kubanischen Gesetze gegen Bauern, die zwar Kühe haben, die sie nicht schlachten, essen oder verkaufen dürfen. Und wenn sie es doch tun sollten, dann werden sie mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft. Pangola wurde in den 60er Jahren zu Rindfleisch erklärt, in den 90ern Verdolaga und 2015 Moringa. 


3. Erbsenkaffee



Vor Fidel Castro war Kuba Produzent und Exporteur von Kaffee. Die Karibik Nation deckte den gesamten nationalen Bedarf und galt als dem kolumbianischen Kaffee ebenbürtig. Dank der roten Voodoo-Ökonomie war auch mit der Kaffee-Industrie bald Schluss, nachdem der Plan in den 1970ern gefasst wurde, der Zuckerindustrie den Vorzug zu geben. Castro hatte aus unerfindlichen Gründen die fixe Idee gefasst, den Zuckeranbau zu steigern, nachdem der Preis auf dem Weltmarkt einbrach. Das mystische Produktionsziel von 10 Millionen Arrobas (rund 11,5 Millionen kg) wurde freilich nie erreicht, dafür löste das extrem schädliche Zuckerrohr eine ökologische Katastrophe aus. Doch weil Kommunisten nun mal extrem blöd sind, neben gemeingefährlich, rodeten sie Wälder, sonstige Anbaugebiete von Obst und Gemüse, vernichteten die Tierweiden sowie Kaffeeplantagen, um mehr Platz für Zuckerrohr zu haben. So beendeten die sozialistische Wirtschaft genau die Landwirtschaft, die auf dem Weltmarkt die besseren Gewinne verspricht. Selbstverständlich geben sie den US-Sanktionen die Schuld, als hätte Washington sie zu ihrer völlig idiotischen Wirtschaftspolitik gezwungen.

Die sozialistische Revolution sichert dem Kubaner pro Monat die Menge von stolzen 230 g Kaffee je Person zu. Wobei es nur 115 g sind, denn 50 % werden durch einen Zusatz aus Erbsen (Chícharo) hinzugegeben. Die Erbse wird wie Kaffee geröstet und zum Mahlen mit gerösteten Kaffeebohnen gemischt.


4. Perro sin tripa (Hund ohne Darm)


Es sollte die kommunistische Antwort auf den Hot Dog des kapitalistischen Klassenfeindes sein. Sein Geschmack variierte jedoch bei jedem Kauf. Als Zeichen ihrer großen Weisheit konnte sich das rote Gesindel nie dazu durchringen, dem Volk zu verraten, aus was die Pampe besteht. Der Volksmund spekuliert reichhaltig auf alles, was sich auf geschredderten Ratten und abgetriebenen Babys bezieht. Und auch den besten Wissenschaftlern der Kapitalinskys ist bisher nie eine Analyse gelungen, sodass die Zusammensetzung des Hund ohne Darm weiterhin ein mysteriöses Rätsel bleibt.


5. Bistek de Toronja (Grapefruitsteak)


"Nanu" fragt sich da eventuell der mit dem Socialismo Tropical nicht vertraute Leser, "woher haben die Kubaner plötzlich das Steak her?" Das Grapefruitsteak ist eines der größten kulinarischen Mysterien der Revolution. Meistens wird einem erzählt, dass es sich um Hühnerfleisch handelt, weil es vor Castro so tatsächlich üblicherweise zubereitet wurde. Doch der an der kubanischen Küche interessierte touristische Feinschmecker hält es gelegentlich auch schon mal für Fisch. Tatsächlich ist es lediglich speziell zubereitete Bananenschale.


6. Die Gänsepastete



Hmmm, es wird immer leckerer! Auch bei der kubanischen Gänsepastete (Bild links) gelang es bisher niemanden, herauszufinden, woraus die Masse besteht, die aussieht wie das Hirn eines Kommunisten. Doch definitiv hat es nichts mit Gans zutun. 

Wenn Kuba eines Tages befreit ist, dann wird man der kubanischen Hausfrau wohl ein Denkmal errichten, angesichts dessen aus welchen ekelhaften Pasten sie ein Essen zubereiten müssen.

Auch die Gänsepastete taucht zum ersten Mal 1994 auf, während der Sonderperiode, nachdem aufgrund eines unerklärlichen Phänomens alle Katzen in Havanna verschwunden waren. Übrigens, sollten Sie auf Kuba einmal das Gericht Dachhase (conejo/liebre del techo) vorgesetzt bekommen, sollten alle Katzenliebhaber tunlichst die Finger von lassen.

7. Kroketten von Hühner- oder Schweinefleischnebenprodukten


Für alle Kapitalinskys, die zeitlebens auf die enormen Errungenschaften des Kommunismus zu verzichten hatten, mag dieser sperrige Name verwirrend erscheinen. Im Prinzip kann man sich einfach ein buntes Sammelsurium von Resten aus Schwein und Gefiedertier vorstellen, von zermahlen Knochen bis Hühnerkamm, Schnabel und Augen, die unsere  fetten kapitalistischen Haustieren verschmähen würden.

Die Kroketten tauchten in den 1980ern zuerst überall dort auf, wo man vor 1959 für gewöhnlich einen Hamburger essen konnte, der damals noch aus echtem Rindfleisch gemacht wurde, was heute für gewöhnliche Kubaner eine völlig unrealistische Utopie ist.


8. Cerelac


Der Name lässt noch eine Köstlichkeit erhoffen. Aber in Wirklichkeit ist es genau das nicht. Es sollte die Milch ersetzen, die es nicht einmal auf dem Schwarzmarkt gab. Der Name deutet auf ein Produkt der Firma Nestlé hin, auf Kuba handelt es sich aber um eine schleimige Paste in schmeichelhafter Kack-Farbe. Es wird wässrig serviert, und als Milch angeboten. So erinnert es den meisten Touristen noch mehr daran, was er als Montezumas Rache kennt. Es wird auch sehr dick und süß als Dessert angeboten. Beide Versionen sind äußerst unangenehm.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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