Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Freitag, 12. April 2019

Der erste Sytemmarxist

Diese Systemmarxisten, die besonders in Deutschland und Russland groß in Mode waren, lösen bei vielen Menschen Verwunderung aus. Offenbar scheinen sie das als irrational, widersprüchlich, ja sogar "nicht richtig" zu empfinden, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Sie wissen eben nicht, dass der große Siegeszug des marxistischen Sozialismus als Stütze eines undemokratischen Systems begann. In Deutschland im Zuge des Ersten Weltkrieges, die Marxisten stellten Deutschland auf Kriegssozialismus um. Die Sowjetunion ist selbsterklärend, aber auch der Zar hatte seine Systemmarxisten, die für die Orchata arbeiteten. 

Handelt es sich dabei um eine spätere Degeneration des Marxismus oder ist es seine ursprüngliche Natur? Um diese Frage zu beantworten, müssen wir uns das Auftauchen des allerersten Systemmarxisten ansehen, was uns zurückführt, in die Zeit zum Ende des deutschen Idealismus.

Der Terminus des Deutscher Idealismus taucht 1840 auf, und zwar in abwertender Deutung, durch die Vertreter des Materialismus (nämlich Karl Marx und Friedrich Engels). Es ist ihr erstes gemeinsames Wirken, dass zum Buch Die heilige Familie, oder Kritik der kritischen Kritik. Gegen Bruno Bauer & Consorten mündete, welches im Frühjahr 1845 zum ersten Mal erschien. 

Der Streit mit seinem ehemaligen Förderer (in Berlin) dann Protegé (in Bonn), Bruno Bauer, wird oft in dem Sinne genutzt, dass Karl Marx als Überwinder der hegelianischen Dialektik skizziert wird. Der Marxismus hat sich allerdings nie von Hegel getrennt, sondern die Verweise auf ihn vertuscht, sowie die Motive von Marx gegen Bruno Bauer falsch interpretiert. Der linke Intelektuelle hat eben nicht zur Aufgabe aufzuklären, wie er behauptet, sondern das Volk zu desinformieren. Denn in jenen Tagen war es nicht Marx, sondern Bauer der von der preußischen Krone als Dissident angesehen wurde. Die Zerstörung von Bauer, die Marx über mehrere Jahre organisierte und zu dessen Vertreibung aus Berlin führte, waren im Interesse der preußischen Herrschaft und erklärt auch das enorme Interesse, der Behörden an dem Buch von Marx und Engels, das immerhin als Spartenpublikation alles andere als ein Bestseller war und Marx zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal (wie sonst üblich) seine eigene Dissertation publiziert hatte. Marx war also vollkommen unbekannt. 

Bei dem Versuch, sein Buch in Brüssel von A. Frank publizieren zu lassen, erhält er eine Abfuhr vom Revolutionär Heinrich Börnstein. Dasselbe passiert Marx und Engels bei Julius Campe in Hamburg. Wo das Buch dann erscheint, ist die erst seit wenigen Monaten existierende Literarische Anstalt (J. Rütten). Zufälligerweise gegründet zur selben Zeit, als sich Marx und Engels im August 1945 das erste Mal persönlich begegnen. Am 3. Dezember 1844 bekommt nur Marx 1000 Franc für das Buch, aus den Händen von Joseph Rütten und Zacharias Loewenthal, ein ausgesprochen fürstliches Entgelt für Marx. Es ist erst das zweite Buch, dass der Verlag (ab dem 26. April 1859 dann Rütten & Loening) publizierte. Zuvor war bizarrerweise ausgerechnet der Struwwelpeter dort erschienen. Rütten kam aus einer Bankerfamilie und Loewenthal war ein Revolutionär. (Marx-Engels-Gesamtausgabe. Abteilung III. Band 1, S. 446) Man mag sich fragen, warum eine Institution der Krone nicht den Marx publizierte und ihm Geld gab. Allerdings arbeiten Geheimdienste so nicht, man will den Anschein erwecken, dass alles mit rechten Dingen zugeht, wobei die Öffentlichkeit umso mehr nur gelinkt wird. Daher wird der Geheimdienst nichts anderes tun, als Kontakte knüpfen, Weichenstellen und Türen öffnen. Gelder die sich zurückverfolgen lassen werden über Strohfirmen und Agenten transferiert, die in der Öffentlichkeit die Rolle von Mäzenen und Menschenfreunden bekleiden.

Der österreichische Konfident (V-Mann) Hermann Ebner unterrichtet das Büro von Metternich über die vorbereitete Publikation. Ebner hatte die Burschenschaftler der Germania bespitzelt. Dies ist überaus merkwürdig, dass sich der Lenker des Habsburgerreiches für ein Buch, des unbekannten Karl Marx gegen einen Dissidenten, interessiert. Bruno Bauer hingegen galt, neben Ludwig Feuerbach, als der führende Kopf der Linkshegelianer im deutschen Raum.

Marx und Engels handeln hier im Interesse der preußischen Krone und versuchen, Bruno Bauer durch den „realen Humanismus“ von Ludwig Feuerbach zu diskreditieren. Also die beiden führenden Köpfe der Linkshegelianer gegeneinander auszuspielen, ein ganz klarer Fall von Teile und Herrsche. Zusammengefasst zeichnet sich hier ein Widerspruch zwischen der Metaphysik der Hegelschen Philosophie ab (da Bauer genauso wie Karl Marx zu den Linkshegelianern gezählt wird), und gegenüber des Marxschen Materialismus. Das ist außerordentlich bezeichnend, denn es zeigt nicht nur einen Widerspruch zwischen Bauer und Marx auf, sondern auch einen zwischen Hegel und Marx, als eben auch Marx zu sich selber. Das scheint verwirrend, irrational, dient den heutigen Marxisten gern dazu, auf ein Überwinden von Hegel zu verweisen. Das alles ist aber Unsinn, es ist vielmehr Kalkül von Marx. Der Angriff auf Bruno Bauer und dessen Bruder Edgar in diesem Buch ist eindeutig im Interesse des preußischen Staates, die sich mit dem einst geschätzten Bauer überworfen hatten und ihn fortan geheimdienstlich überwachten. Ebenso ist das Interesse des österreichischen Geheimdienstes, für Marx Arbeit, zu beachten. Marx zielt hier ganz bewusst auf die Berliner „Freien“ ab, die sich um Bauer gesammelt hatten und revolutionäre Ambitionen zeigten.

Das marxistische Hin und Her wird noch verwirrender und irrationaler, da er kurz nachdem er Feuerbach nutzte, um die Bauers im Februar 1845 zu diskreditieren, und zwar ausdrücklich wegen dessen hegelianischer Dialektik, selbigen Ludwig Feuerbach angreift, in einer Schrift, die erstmalig Anfang Juni in Brüssel erschien (später als Thesen über Feuerbach bekannt). In seiner Kritik an Feuerbach benutzt Marx allerdings hegelianische Dialektik. War Karl Marx schizophren oder bipolar? Möglich, auch möglich ist, dass er gezielt und nacheinander diverse Personen zu zerstören versuchte, die zu Recht oder Unrecht vom preußischen Staat als Feind betrachtet wurden.

Auch interessant ist, dass Max Stirner der zu den „Freien“ gehörte, in dem Buch ausdrücklich von der marxschen Kritik ausgenommen wurde. Stirner vertrat aber nie Ansichten, die eine gedankliche Verwandtschaft mit Marx erkennen lassen. Später, und zwar lediglich Wochen danach, kritisierte Marx dann Stirner und kreierte dabei den Terminus des Lumpenproletariats. Seine Spottschrift auf Stirner erschien unter dem Titel Sankt Max, die allerdings nicht publiziert werden konnte und erst 1932 unter Die deutsche Ideologie in der Marx-Engels-Gesamtausgabe zum ersten Mal publik gemacht wurde. Auch ist darauf hinzuweisen, dass Marx gegen die Bauers von der „kritischen Kritik“ redet, was uns noch in der Gegenwart bei den deutschen Systemintellektuellen als Kritik an der Kritik begegnet. (➽ z. B.: Kritik an der Kritik der Kritik) Das alles sieht danach aus, dass Karl Marx der aller Erste der später so berühmten Systemmarxisten war.

In jenen Tagen, als Karl Marx an Bruno Bauer herantrat, präsentierte er sich als dessen Unterstützer. In der Zeit verfügt Marx über erstaunliche Geldmengen, etwas, dass sehr ungewöhnlich für ihn ist und er unterstützte Bauer finanziell. Bis zu seinem "abrupten" Bruch, wie es die Öffentlichkeit wahrnahm, die nichts vom Marxschen Hintergrund kannte. 

Als Bauer bei der preußischen Krone in Ungnade fiel, musste er Berlin verlassen und wurde in die Provinz verwiesen, nach Bonn, wo er weiterhin vom preußischen Geheimdienst, durch das Regionalbüro in Trier, überwacht wurde. Karl Marx verließ umgehend ebenfalls die Universität in Berlin, ohne Abschluss. Und wie rein zufällig taucht er bei Bauer in Bonn auf, unerklärlicherweise nun als Doktor der Philosophie, der Universität Jena.

Arnold Ruge verplapperte sich über ein persönliches Schreiben von Marx, vom 20. März 1842, aus diesem geht hervor, dass Marx mit seinem Schwager Ferdinand von Westphalen über Bruno Bauer sprach. Ruge scheint damals nicht klar zu sein, dass dies der Geheimdienstchef in Trier ist. 

Am 1. Februar 1842 teilte Karl Marx den Bruno Bauer mit, dass er, wenn er ihm schreiben wolle, seine Post an folgende Adresse senden soll: 
"Meine Adresse ist: An Dr. Marx zu Trier, abzugeben an geh. Regierungsrath von Westphalen." 
Karl Marx lässt also seine persönliche Post, dazu die eines Dissidenten, an den amtierenden Chef der regionalen Geheimpolizei senden.

Es ist zu bedenken, dass Marx bereits an seinem Pamphlet gegen Bauer arbeitete, als er als dessen Gönner auftrat und diesen finanzierte. Wir wissen, dass Marx den Geheimdienstchef in Trier über Bauer informierte. Offenbar diente der finanzielle Teil dazu, in den inneren Kreis einzudringen und von dort aus Informationen dem Geheimdienst zukommen zulassen. Die Schrift, die dann Bauer diskreditierte, wurde im Auftrag des Geheimdienstes lanciert und sogar der österreichische Geheimdienst informiert. Das ist übrigens dieselbe Rolle, wie sie George Soros zukommt, der in den 1980ern sich immer den sowjetischen Dissidenten im Ausland präsentierte, dabei hatte er da bereits für den KGB gearbeitet.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen