Freitag, 12. April 2019

Acht Kubaner wegen Republikflucht inhaftiert

Acht junge Kubaner, die versucht hatten, auf die US-Militärbase in Guantanamo zu gelangen und auf diese Weise Kuba zu verlassen, bleiben weiterhin in Haft. Nach Informationen des Dissidenten-Radio Martí Noticias steht noch nicht fest, wann die Inhaftierten vor Gericht gestellt werden.

Der Vater eines der Inhaftierten, Francisco Aguilar Conde, erschien zusammen mit anderen Angehörigen in der Militärstaatsanwaltschaft von Guantanamo, und dort wurde er von einem als Mario identifizierten Ankläger informiert, dass "der Fall noch nicht abgeschlossen war, wir aber danach einen Rechtsanwalt gesucht hatten", sagte der Vater gegenüber Radio Martí.

Laut Aguilar Conde haben die Behörden den Familien der Inhaftierten keine Dokumente übergeben. Er fügte hinzu, dass die Benachrichtigung "mündlich" erfolgte. Der ganze Prozess gegen die Flüchtlinge ist seit Beginn nicht transparent, sagte Edil Aníbal Montiel, Vater eines anderen der Beteiligten. Soetwas ist auf Kuba kein gutes Zeichen und endet meistens mit einem mysteriösen Verschwinden der Inhaftierten.

Nach einem Bericht von Diario de Cuba hatte die kubanische Polizei die Flüchtlinge aufgegriffen, ehe sie auf Territorium des US-Marinestützpunktes vordringen konnten.

In den letzten Wochen verbreitete sich im Stadtbezirk Obourke, der Stadt Cienfuegos, die Nachricht, dass ein Boot an der Basis jeden aufnahm, der diese Seite überquerte, um sie auf das Festland in die USA zu bringen. Alle bekannten 8 Verhafteten stammen aus diesem Stadtbezirk. Vor diesem Hintergrund und nach dem sich das Gerücht auf der Insel ausbreitete, machten sich Hunderte junger Kubaner auf den Weg in die Bucht, um "ihr Glück zu versuchen". Doch wer die Ausreisewilligen tatsächlich in Empfang nahm, war die Polizei. Offenbar ist es im karibischen Arbeiter- und Bauernparadies inzwischen reiner Zeitvertreib der Behörden geworden, die Öffentlichkeit zu verarschen.

Die Aktion wurde von der Polizei von Caimanera aus geplant, die direkte letzte kubanische Anlaufstelle auf dem Weg zum US-Militärstützpunkt. Es wurden Festnahmen vorgenommen, die als "unbestimmte Zahl" ungenügend definiert wurde. Es besteht daher die Möglichkeit, dass mehr als die 8 bekannten Jugendlichen inhaftiert wurden.

Anwohner, entkommene Mitflüchtlinge und Verwandte der Inhaftierten berichten von Folter der Inhaftierten, Scheinhinrichtungen oder das Kampfhunde auf die wehrlosen Gefangenen gehetzt wurden.

Laut kubanischem Gesetz wird Republikflucht mit 3 Jahren Gefängnis bestraft, könnte theoretisch auch auf eine Geldstrafe abgemildert werden. Es sieht jedoch danach aus, dass die tropische Inseldespotie für die Gefangenen andere Pläne hat.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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