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Dienstag, 30. April 2019

Edathy und die "Päderasten-Nazis"

Das Thema Nazis und die Päderastie scheint einige Leute sehr zu interessieren und ja, es gibt ähnliche Verbindungen noch immer. Nur haben sie die Umstände etwas geändert. Deshalb wurden die Themen Nazis und Päderasten inzwischen zu den favorisierten Themen, um Staatsgeheimnisse vor der Öffentlichkeit zu verbergen, wie auch Edathy vor wenigen Jahren feststellte.

Erinnern Sie sich noch an Sebastian Edathy? Alias Sebastian Edathiparambil, Ex-SPD, Ex-Bundestagsabgeordneter, Päderast. Anfang Februar 2014 durchsuchte die Polizei die Wohnung des kinderfreundlichen Sozis und fand Kinderpornografie. Irgendein besorgter Bürger, vermutlich selbiger der der Polizei einen Hinweis gab, informierte auch gleich die Medien, um sicherzugehen, dass die Sache bekannt wird. Auch muss die Person sicher gewesen sein, dass die Polizei fündig wird. Kann sein, dass der besorgte Bürger tatsächlich Insiderwissen hatte. Wobei ich mir sicher bin, dass der Edathy nicht jedem, den er mal zu sich nach Hause einlud, erklärte, dass er Kinderpornografie zu Hause hat und wo er diese aufbewahrt. Oder, es wurde ihm untergeschoben, da er praktischerweise nicht zu Hause war, als die Polizei vorbei schaute. Wobei es nicht heißen muss, dass die Polizisten es waren. Die Öffentlichkeit nahm das gelassen hin, weil Päderasten ohnehin nicht sonderlich beliebt sind und daher ist es allen eher egal.

Doch die Edathy-Affäre wurde nicht wirklich wegen Kinderpornografie ins Rollen gebracht, sondern sollte vom wirklichen Grund ablenken. Am 7. Februar 2014 legte Edathy aus „gesundheitlichen Gründen“ sein Bundestagsmandat nieder. Man beachte bitte, dass Edathy nie wegen der Kinderpornografie verurteilt wurde und demzufolge nicht vorbestraft ist. Wir reden hier immerhin von Kinderpornografie. Nienburger Zeitung Die Harke veröffentlichte am 11. Februar Bilder der Razzia im Haus von Edathy. Bilder, auch aus dem Inneren des Hauses. Die Staatsanwaltschaft Hannover und auch die niedersächsische Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz, wollten nichts damit zu tun gehabt haben. Der niedersächsische Journalistenverband hielt die Bilder für „presserechtlich problematisch“, ohne uns zu verraten warum, unter Umständen, nur weil es eine laufende Ermittlung betrifft. Wie dem auch sei, ist wenig interessant, doch der Richter lies mit seinem Vermerk „im Fall Edathy erst noch einer abschließenden Bewertung, ob nicht doch einzelne Aufnahmen den Begriff der Kinderpornografie einschließen würden“ deutlich erkennen, dass er erhebliche Zweifel am Beweismaterial hatte.

Vermutlich kam es deshalb zu keiner Verurteilung, nur warum gab Edathy so bereitwillig sein Mandat im Bundestag auf und verschwand aus Deutschland? Eben „aus gesundheitlichen Gründen“ einleuchtend! Nur machte Edathy im Februar 2014 nicht unbedingt den Eindruck, als würde er bald tot umfallen und soweit ich weiß, ist er auch gegenwärtig putzmunter.

Die IT-Daten aus der Zeit als Bundestagsabgeordneter wurden von der Polizei ebenfalls beschlagnahmt. Klingt logisch, nur darf das wegen der Immunität der Abgeordneten nicht sein. Die Erklärung der Polizei, dass man annahm, dass die Immunität erloschen war, weil Edathy, auf seinem Blog im Internet, seinen Rücktritt verkündete, ist recht dürr. Egal, gefunden wurde doch nichts! Zumindest nichts das im Bezug auf Kinderpornografie strafrechtlich relevant gewesen wäre. Doch sie kamen an die Daten, bezüglich der Arbeit von Edathy, als Bundestagsabgeordneter und das Interessanteste an dieser war seine Tätigkeit als Vorsitzender im NSU-Untersuchungsausschuss Unterhaltungsausschuss.

Jörg Fröhlich, der Leiter der Anklagebehörde, war es, der dies bekannt machte. Umgehend widerspricht irgendein unwichtiger Sprecher des Bundestags dem Chefermittler. Was nun dem Der Spiegel eine große Schlagzeile wert war.

Erst drei Tage nach der Untersuchung des Abgeordnetenbüros (7. Februar) legt die Staatsanwaltschaft einen Durchsuchungsbeschluss vor (datiert auf den 10. Februar). Doch oh Wunder! Edathys Büro war bereits entrümpelt und zum Büro von Gabriele Groneberg umgewandelt worden. Am 23. Februar 2014 erklärte Edathy im Der Spiegel, wegen mehreren Morddrohungen Deutschland verlassen zu haben. Verständlich, wer mag schon Päderasten? Erklärt die Sorge um seine Gesundheit. Ach nein, die äußerte er ja früher, vor der Durchsuchung. Wenn alle Leute wegen Morddrohungen das Land umgehend verlassen würden, na da wäre was los in Deutschland! Offenbar hatte Edathy Grund zu der Annahme, dass die Polizei, ihn diesbezüglich nicht schützen kann/will.

Am 6. März erschien auf Facebook eine kryptische Botschaft auf Englisch. Es wird vermutet, dass diese von Edathy selbst stammte, ist aber unklar. Darin wird von Dokumenten gesprochen, die „mit der ganzen Geschichte“ in Zusammenhang stehen und veröffentlicht werden, wenn Edathy was passieren sollte. Offenbar fühlte er sich auch im Ausland nicht sicher.

Der Angestellte einer IT-Firma, die Computer und Netzwerk des Bundestages wartete, berichtete bereits Anfang 2004 von Kinderpornografie auf Edathys Rechner. Er habe dies seinem Chef gemeldet und dieser informierte die Bundestagsverwaltung, beide wurden aufgefordert, über die Angelegenheit zu schweigen. Die Bundestagsverwaltung setzte sich für die Einstellung der Ermittlungen gegen Edathy ein, mit dem Verweis, die Polizei habe mit der Hausdurchsuchung die Immunität des Abgeordneten verletzt, dessen Rücktritt bis zum 10. Februar 2014 nicht rechtskräftig gewesen sei. Mitte August gestand die Bundestagsverwaltung ein, dass sie selbst den Rücktritt von Edathy für den 6. Februar angesetzt hatten, worauf sich die Polizei bei der Durchsuchung bezog, dies sei allerdings falsch gewesen, der Rücktritt galt für den 10. Februar. Klar, so etwas passiert nun mal, wenn man auf den Bundestagstoiletten Kokain schnieft. Die Polizei hatte mit dem zweiten Durchsuchungsbefehl, vom 10. Februar, nur diesen Formfehler korrigiert. Auch für den tatsächlichen Tag der Durchsuchung gab es einen Durchsuchungsbefehl, die Schuld für diesen Fehler lag jedoch bei der Bundestagsverwaltung.

Am 18. Dezember 2014 stellte sich heraus, dass Edathy über gegen ihn laufende Untersuchungen, durch die Kriminalpolizei, gewusst hatte. Von wem? Das war Jörg Zierke, Ex-Chef des Bundeskriminalamtes (BKA). Wer es noch nicht erraten haben sollte, auch der ist Sozi! Der Zierke informierte den Michael Hartmann. Richtig, auch bei der SPD. Aber bitte nicht mit dem gleichnamigen Elitekritiker zu verwechseln. 2014 war der Sozi Hartmann mit der Führerdroge Crystal Meth erwischt worden. Im September wurde das Verfahren gegen ihn eingestellt. Seine Dealerin kam hingegen in den Knast.

Edathy wunderte sich lediglich, über den Vorwurf des Geheimnisverrats im Bezug auf NSU-Dokumente, da er nur was von Kinderpornografie wusste und er angenommen habe, Zierke wolle, dass er von den Ermittlungen wusste. Auch das Verhalten Zierkes stellt freilich eine Straftat dar. Wenn Edathy nun wusste, dass gegen ihn wegen Kinderpornografie ermittelt wird, kann jemand so dämlich sein und Kinderpornografie zu Hause aufbewahren? Ist nicht wirklich auszuschließen, dennoch komisch!

Dann kommt etwas Licht ins Dunkle, um die gesundheitlichen Gründe, die Edathy zum Verzicht auf sein Bundestagsmandat zwangen. Es war weniger die Gesundheit, sondern SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann, der es von ihm verlangte. Zumindest nach Darstellung von Edathy, nach dem es auch der erwähnte Michael Hartmann gewesen war, der im Sinne von Oppermann diesbezüglich agierte. Das Interessante ist, dass Hartmann früher als enger Vertrauter von Edathy galt. Er hatte Zugang zu dessen Haus in Hannover, als auch seine Büros. "Thomas Oppermann wusste sehr wohl, dass Michael Hartmann im Bilde war", so Edathy. "Er wollte ihn instrumentalisieren, um mich zur Aufgabe meines Bundestagsmandates zu bewegen."

Oppermann war es gewesen, der am 13. Februar die Öffentlichkeit, entgegen einer Absprache unter den beiden, darüber informierte, dass CSU-Innenminister Hans-Peter Friedrich im Oktober 2013 den damaligen SPD-Chef Sigmar Gabriel (auch aus Hannover) darüber informierte, dass gegen Edathy wegen Kinderpornografie ermittelt wird. Friedrich musste bald darauf seinen Hut nehmen, Gabriel wurde deutscher Außenminister und Gazprom-Lobbyist. Was in Deutschland alles möglich ist!

Unter dem Bezug, dass es sich bei der Nazi-Terrorzelle NSU nur um einen Fake handelt, die einen Pädophilenring vertuscht, deren Narrativ aus den Reihen von Antifa SA und Die Linke SED in Umlauf gesetzt wurde, eine Partei mit starker Pädophilenlobby im Raum Jena, lässt den Umstand, dass Edathy der Leiter des NSU-Untersuchungsausschusses war, besonders interessant erscheinen. Genauso natürlich die Vertuschungsversuche der Bundestagsverwaltung.

Wurde Edathy bezüglich der Arbeit im Untersuchungsausschuss von irgend jemanden gebrieft, um die Untersuchung zum NSU in den gewünschten Bahnen zu lenken? Nun, nach dem was wir wissen, muss die Möglichkeit der Erpressung wegen Kinderpornografie mindestens seit Anfang 2004 bestanden haben. Dennoch wird er 2012 auch noch zum Leiter des NSU-Ausschusses ernannt. Vermutlich waren das jenen, die dann Stillschweigen von der IT-Firma verlangten, sogar früher bekannt. Wenn sie sich diesbezüglich die Publikationen der seriösen deutschen Presse anschauen, stellen Sie schnell fest, dass diese Frage gegenwärtig nirgends gestellt wird. Ist aber die einzig interessante Frage zum Fall Edathy.

Oh ja, es ist jetzt kein Thema mehr. Doch aktuell im Februar 2014 sprudelte das Thema hoch:
Die Welt, am 26.2.14: Terrorzelle: NSU-Unterlagen in Edathys Wohnung entdeckt
Die Zeit, am 26.2.14: Chronologie Fall Edathy: Edathy muss Mitgliedsrechte ruhen lassen
N-TV, am 26.2.14: Jetzt wird gegen Friedrich ermittelt: NSU-Akten in Edathys Wohnung
Der Freitag, am 25.2.14: Blog: Edathy-Gate Indizien für eine größere Verschwörung
Focus, am 26.2.14: Überraschender Fund der Ermittler: Edathy bunkerte geheime NSU
WIWO, am 26.2.14: Überraschender Fund: Geheime NSU-Unterlagen bei Edathy gefunden
rp-online, am 26.2.14: Ermittler finden geheime NSU-Unterlagen in Sebastian Edathys Wohnung

Das könnte man nun noch weiter fortführen, einige scheinen auch voneinander abzuschreiben. Liegt freilich daran, dass alle aus derselben Quelle gefüttert wurden.

Wir finden dazu was, nämlich wie gewöhnlich in der Kleinpresse. Am 27. Februar berichtete newsburger. Natürlich ist es ein Dementi, er habe keine NSU-Geheimdokumente nach Hause geschafft. Oder waren das etwa die Dokumente, von denen (vermutlich) er auf Facebook sprach? Offenbar war das nach der Hausdurchsuchung bei ihm umgehend ein heiß diskutiertes Thema, genau aus diesem Grund kommt es in der großen Leitpresse nicht zu Wort. Newsburger berichtet weiter, unter Berufung auf Nachrichtenagentur dts:

Dies sei “purer Unfug und ein durchsichtiges Ablenkungsmanöver einer Staatsanwaltschaft, die sich völlig verrannt hat”, teilte Edathy mit. Er habe alle als “geheim” deklarierten und ihm überlassenen Dokumente schon vor Wochen komplett an die Geheimschutzstelle des Bundestages zurückgegeben.
Bei den eventuell gefundenen Dokumenten kann es sich neben nicht-eingestuftem Material allenfalls um nicht-geheime Verschluss-Sachen handeln, die ich zur Bearbeitung bei mir führen und auch in mir zuzuordnenden Räumlichkeiten aufbewahren durfte. Dies entspricht übrigens der Beschlusslage des Ausschusses. Konkret war dies bei mir der Fall mit Blick auf ein geplantes Buch-Projekt”, so Edathy weiter.
Dass diese Unterlagen nach der Durchsuchung nicht ihm zurückzugeben, sondern nun dem Bundestag übermittelt wurden, sei ein “inkorrektes Verhalten”. Dies solle offenbar den falschen Eindruck eines Rechtsverstoßes erwecken. “Bemerkenswert ist übrigens, dass die Staatsanwaltschaft nach wie vor nicht bereit ist, mitzuteilen, was mir eigentlich im Kern vorgeworfen wird”, so Edathy.

Nun im Kern vorgeworfen wurde Edathy, Dokumentenklau und Kinderpronografie zu besitzen, verwunderlich das Edathy das nicht bemerkte.

Weiterhin ist bei dem Statement von Edathy interessant, dass, wenn Edathy keine geheimen Dokumente besaß, wie die Staatsanwaltschaft welche an den Bundestag zurückgeben konnte. Der Westen berichtete:

Ermittler sind in der Wohnung von Sebastian Edathy auch auf Geheimunterlagen aus dem Untersuchungsausschuss zur Terrorzelle NSU gestoßen.
Die Staatsanwaltschaft Hannover habe dem Bundestag die Unterlagen am Mittwoch übergeben, teilte Parlamentssprecher Ernst Hebeker in Berlin auf Anfrage mit.
Die zum Teil als geheim eingestuften Unterlagen seien vom niedersächsischen Landeskriminalamt bei der Durchsuchung der Wohnung gefunden worden. Details waren zunächst unklar. Der ehemalige SPD-Abgeordnete Edathy war Vorsitzender des Ausschusses, der die Arbeit von Polizei und Verfassungsschutz zu der NSU-Mordserie untersuchte.

Es ist zumindest soweit klar, dass Edathy über laufende Ermittlungen informiert war, direkt aus dem BKA, allerdings alle mit Sozi-Parteibuch. Gleichzeitig waren es dieselben Genossen - Ziercke, Gabriel, Oppermann, Hartmann – die Edathy demontierten. Der einzige Politiker der deswegen, außer Edathy, seinen Posten verlor, war der CSU-Innenminister Friedrich. Man könnte nun annehmen, dass die Genossen zum Wohle der Partei handelten. Edathy vermutete es, warum er von Zierke via Hartmann mehrmals über die laufenden Untersuchungen informiert wurde. Ziercke jedoch bestritt, dass dies sein Motiv gewesen sei. Also warum dann? Vermutlich wegen dem katastrophalen Verlauf und Ausgang des NSU-Bundestagsunterhaltungsausschuss sollte er verschwinden und natürlich, weil Edathy zu viel wusste.

Die Hausdurchsuchung bei Edathy zielte gegen Kinderpornografie, das er die zuhause hatte, obwohl er von den Ermittlungen wusste, ist mysteriös. Im Zuge seines selbst publizierten Rücktritts, hätte er wissen müssen, dass er seinen Status der Immunität verlieren wird. So blöd kann Edathy auf keinen Fall sein. Natürlich konnte er ja nicht ahnen, dass die Bundestagsverwaltung „zufällig“ den Rücktritt von Edathy vordatiert und ein Polizeiteam bereits in den Startlöchern harrte.

Um Kinderpornografie ging es hier jedenfalls nicht, bzw. nur oberflächlich, damit wollte man Druck auf Edathy machen, um ihn loszuwerden. Auch interessant, dass die Polizei sich in den anschließenden Ermittlungen auf ausgewertete Daten von Edathys-Laptop beruft, natürlich wurde dort Kinderpornografie gefunden, aus dem November 2013. Edathy meldete der Laptop im Februar 2014 als gestohlen. Der Dieb hatte es dann in einem Zug liegengelassen und konnte dort von aufopferungsvollen uniformierten Beamten sichergestellt werden, ehe irgendein Fahrgast auf die Idee kam es sich einzustecken. Gerade noch mal Glück gehabt!

Wahrscheinlicher ist, dass der Laptop gestohlen wurde, um an das Netzwerkes des Bundestages heranzukommen. Das soll nicht bedeuten, dass Edathy keine Kinderpornografie konsumiert hätte, sondern bei einem gewissen roten (und auch braunen/grünen) Klientel sorgt es einfach nicht mehr für Überraschung, davon zu erfahren. Auch diesbezüglich hat „jemand“ Polizeiunterlagen einer laufenden Ermittlung der Presse geleakt.

In empfindlichen Schaltstellen des Systems werden nur erpressbare Personen eingesetzt, damit eine Steuerung der dienlichen Kreatur möglich ist. Sollte die eingesetzte Figur nicht die Spielregeln befolgen, so kann die Gegenseite die Akte des Grauens öffnen und die gekauften Schreibhuren erfüllen ihren bezahlten Auftrag, die Vernichtung der undankbaren Kreatur. Somit funktioniert die Nachrichtenproduktion bis heute. Edathy muss etwas gemacht haben, bestimmt nicht die Kinderpornos – wo die Reißleine gezogen werden musste.

Schon 2012 hatten emsige BKA-ler den leitenden Kriminaldirektor Karl Heinz Dufner (genau, auch SPD) als Kunden der kanadischen Firma mit den Kindernacktfilmchen identifiziert. Erstaunlicherweise wurde offenbar der Name Edathy vom BKA (auf der gleichen Kundenliste) nicht identifiziert, obwohl der eigentlich als Leiter des NSU-Unterhaltungsaussschuss des Bundestages medial bekannt war. Die Liste der kanadischen Kunden lag der Polizei ab dem 10. Januar 2012 vor, zwei Wochen später, 26. Januar 2012, wird Edathy Vorsitzender des Ausschusses und die Medien berichten davon landesweit. Bei der Polizei machte es noch immer nicht klick.

Als dann 2013 tatsächlich Ermittlungen anlaufen, beginnen die Sozis Infos direkt aus dem BKA sickern zu lassen.

Wikipedia:
Am 15. Oktober 2013 informierte das BKA die 16 Landeskriminalämter sowie den niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius (SPD) über Ermittlungen gegen mehrere Personen. Noch am 15. Oktober erkannte ein Nienburger Polizeibeamter die Brisanz des Falls und rief beim BKA an und informiert die Behörde, dass der Bundestagsabgeordnete Edathy auf der Liste stand und BKA-Präsident Ziercke wurde in Kenntnis gesetzt.

Aufgrund der Brisanz des Themas, ist davon auszugehen, dass Edathy spätestens am 16. Oktober informiert wurde. Doch nach Bild benutzte Edathy weiterhin sein Laptop und das Bundestagsnetzwerk, um Kinderpornografie zu konsumieren:

Am 1. November 2013 wird um 14.23 Uhr von Edathys Laptop auf Englisch nach den Stichwörtern „Spongebob misshandelt Jungen“ gegoogelt.
Mehr als zwei Stunden später, um 16.50 Uhr, googelt der Nutzer nach den Begriffen „scooby do childporn“.
Innerhalb von zwei Tagen, zwischen dem 5. und 7. November, werden von Edathys Laptop 21 Bilddateien mit kinderpronografischen Inhalten von einer russischen Internetseite angeklickt.

Wieso kam Bild an die Ermittlungsakte im Edathy-Fall, aber der Bundestagsinnenausschuss kann keine NSU-Akten bekommen? Weil bei der NSU bloß nichts aufgeklärt werden soll.

Der damalige Staatssekretär Klaus-Dieter Fritsche (inzwischen im Ruhestand, auf Kosten des Steuerzahlers), Generalbundesanwalt Harald Range, Heinz Fromm und Sebastian Edathy waren schon im März 2012 zusammengekommen, um sich der "gegenseitigen Rücksichtnahme", in den Untersuchungen, um den NSU zu versichern. Insbesondere im Bezug um V-Mann Corelli (Thomas Richter). Heinz Fromm (SPD) war es gewesen, der kurz vor der Übergabe (2012) des Bundesamtes für Verfassungsschutz, an Hans-Georg Maaßen (CSU), Unmengen von NSU-Akten schreddern ließ (auch die von den V-Männern Corelli und Starke), auf Anweisung von Klaus-Dieter Fritsche (CSU). Die Medien (insbesondere jene mit Verbindungen zur Die Linke SED) behaupteten später allerdings, dass Maaßen die Akten geschreddert habe.

Es gibt viele Gründe, warum Edathy wegmusste, definitiv wusste er zu viel. Vielleicht wollte er sogar Dank dieses Wissen zum Minister werden und wurde für einige Parteifreunde zu ambitioniert. Wir wissen es nicht und darum wäre es müßig jetzt über Möglichkeiten zu spekulieren.

Leider wissen wir nicht, warum Vertreter der Exekutive 2012 Einfluss auf den Untersuchungsausschuss nahmen. Denn trotz großtönender Ankündigung enthüllte Edathy nichts, zumindest nicht vorsätzlich und dafür wurde das Verfahren gegen ihn wohl auch eingestellt.

Vor dieser Absprache hatte Edathy eventuell wirklich mal irgendwann die Absicht, Licht ins NSU-Dunkel zu bringen. Wie man merkte, als er mit dem Kriminaldirektor Christian Hoppe, der die Sonderkommission bezüglich der Cheska Morde leitete, hart mit unbequemen Fragen zusetzte. Zu dem Moment der damaligen Untersuchungen wusste noch niemand etwas bezüglich eines NSU. Und genau dieser Kriminaldirektor war eine zentrale Figur in den Kinderpornoermittlungen gegen Edathy.

Nicht spekulieren müssen wir über einige Rätsel im NSU-Unterhaltungsausschuss, den Edathy leitete. Auffällig die extreme Konzentration von Genossen und Polizisten (oder beides in einer Person).

Angesichts dieser heißen Themen, im Bezug auf die Hintergründe und Umstände des NSU-Untersuchungsausschuss, ist nicht nur das Schweigen der deutschen seriösen Presse verwunderlich, sondern auch dass der Antifa. Die SA der rot-grünen Genossen brüskiert sich doch sonst, wenn Polizisten in NSU-Untersuchungsausschüssen sitzen. Komisch das sich die Bande der Desinformationsseite NSU Watch hier wegen einem einzigen Polizisten, Andreas Kossiski (SPD), in Düsseldorf aufregt und in Berlin die Klappe halten. Und darüber hinaus in Düsseldorf mit Irene Mihalic (Pädophilen AG) und Frank Tempel (SED), ebenfalls die Linksfaschisten zwei Polizisten ins Rennen schickten.

Edathy selbst wollte freiwillig vor dem, um ihn sich drehenden Untersuchungsausschuss, aussagen, berichtet der Stern im Dezember 2014. Wer leitete den Edathy-Untersuchungsausschuss? Das war Sozi Eva Högl, die kannte den Edathy bereits, saß sie doch in dem von Edathy geleiteten NSU-Unterhaltungsausschuss. Und sie sah es als ihre Pflicht an, Edathy daraufhinzuweisen, das er nicht verpflichtet sei, vor ihrem Unterhaltungsausschuss auszusagen. Übrigens bezeichnete Högl den Ausschuss als überflüssig, schön das sie trotz persönlicher Unlust so viel Enthusiasmus zum Dienst an der Aufklärung für Volk und Vaterland entwickelte und obendrein die Leitung übernahm.

Schon im Vorfeld gab es einen Streit im Bundestag, die SPD wollte ein Schweigerecht (aber wohl eher Schweigepflicht) für Edathy. Bei den Genossen war da großes Muffensausen angesagt.

Dabei haben die Genossen dem Edathy einiges zu verdanken. Er verhinderte im Untersuchungsausschuss die beinahe Aufdeckung von V-Mann Thomas Starke, der 1998 Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe ein Versteck besorgte. Uwe Böhnhardt war vorbestraft, wegen Kinderpornografie. Zschäpe soll zumindest angeblich Kinderpornos auf ihrem Computer gehabt haben. Alles steht im Zusammenhang zum Jenaer Rotlichtmilieu, allerdings gibt es selten eine Szene wie diese, die derart extrem vom polizeilichen Staatsschutz durchsetzt ist (gehört noch zum Sachsensumpf).

Zwar konnte auch Edathy nicht ganz die Aussage von Thomas Starke verhindern, doch zumindest geschah es hinter verschlossenen Türen. 2001 wird er bereits eine „langjährige Vertrauensperson“ für mehrere geheimdienstliche Dienststellen genannt. Man sehe dazu das entsprechende Sitzungsprotokoll des Ausschusses (das wurde im Endbericht des Ausschusses ausgelassen, da als geheim eingestuft). Tatsächlich arbeitete er auch schon zu DDR-Zeiten für die STASI.

Das BfV selbst hat ausgesagt, dass Starke für das Bundesamt für Verfassungsschutz tätig war/ist, ganz konkret eine Referatsleiterin im Bereich Rechtsextremismus, Rita Dobersalzka, und zwar am 16. Mai 2013 in öffentlicher Sitzung. Hätte sie allerdings nicht verraten dürfen, wusste nicht nur Edathy, sondern eben auch Hans-Christian Ströbele (Pädophilen AG).

Kleiner Auszug aus dem Sitzungsprotokoll, Seite 13, des NSU-Bundestagsuntersuchungsausschuss vom 16.5.2013:

Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Ja, Frau Zeugin, bei meiner Frage geht es mir jetzt um Ihr Denken und Ihre Haltung als Beispiel für Denken und Haltung im Bundesamt für Verfassungsschutz. Sie haben vorhin den Satz gesagt, die V-Mann-Führer oder die V-Leute-Führer und auch die Quellen wären doch froh gewesen, wenn sie einen Hinweis geben könnten auf die drei Untergetauchten. Würden Sie das auch für eine Quelle sagen, die beispielsweise mit Frau Zschäpe eine dreimonatige Beziehung hat, die anschließend – – oder die das Trio untergebracht hat, die ihnen eine Unterkunft verschafft hat, oder eine Quelle, die selber das Trio aus ihrem Einkommen vom Verfassungsschutz unterstützt oder für die Quelle ein Spiel namens „Pogromoly“ vertreibt? Meinen Sie auch, das sind Quellen, die doch froh sind, wenn sie Hinweise auf das Trio geben können? Oder ist das nicht eine völlige Fehleinschätzung der Haltung gegenüber Quellen?

Wer den Unterschlupf besorgte war nicht Zschäpe, sondern Starke, hat der drei Wochen vorher selber gesagt. Ströbele sollte es also wissen.

Zeugin Rita Dobersalzka: Also, Herr Ströbele, das ist jedenfalls der Normalfall, wenn ich eine Quelle habe, die ich als zuverlässig einschätze.

Wie bitte? Starke hatte nachweislich oftmals gelogen, bis sich die Balken bogen. Offenbar zur Wahrung von Staatsgeheimnissen. Weiter im Text:

Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Aha, so wie Herrn Starke.
Zeugin Rita Dobersalzka: Wenn sich eine Quelle im Nachhinein als nicht zuverlässig herausstellt, dann ist das ein anderes Problem.
Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN): Wie können Sie so einen Satz sagen?

Die Antwort der Staatsschützerin verwirrt Ströbele sichtlich, die Zeugin hatte sich verplappert. Sie hätte leugnen sollen, dass Stake V-Mann ist (bzw. das er zuverlässig sei), stattdessen bestätigt sie es. Es geht aus einem Schreiben des Generalbundesanwalts vom 2.1.2001 hervor, dass Ströbele drei Wochen vorher vorgelegen hatte. Nur war es offenbar abgesprochen, dass in der nächsten (nun wieder) öffentlichen Sitzung, der V-Mann Starke diskreditiert werden soll. Weil offenbar irgend ein Staatsgeheimnis in Gefahr ist. Doch Dobersalzka hatte wohl einen Black out. Es war Ströbele der nun die komplette Aufdeckung des V-Mann verhindert. Weil er eben kein Aufklärer ist, sondern ein Staatsgeheimnisschützer.

In dem Moment wurde auch Edathy nervös. Als die Zeugin ansetzt auszuführen, unterbricht er sie und erteilt das Wort ihrem Kollegen vom Verfassungsschutz, der versucht das Unheil geradezubiegen:

Zeugin Rita Dobersalzka: Ja, …
Vorsitzender Sebastian Edathy: Herr Binninger fährt fort.
Clemens Binninger (CDU/CSU): Weil wir hier in diesem Ausschuss präzise arbeiten, muss ich den Kollegen Ströbele in diesem Punkt korrigieren, was den Vorhalt angeht. Die Quelle Thomas S. gab es 98 noch nicht, und sie war es später auch nicht beim Verfassungsschutz, sondern bei der Berliner Polizei. Das heißt, eine Befragung der Quelle Thomas S. durch den Verfassungsschutz konnte es nicht geben. Deshalb kann man das auch nicht vorhalten, dass der Geschichten erzählt hat.
Hans-Christian Ströbele (BÜNDNIS90/DIE GRÜNEN): Herrn Brandt gab es schon!
Clemens Binninger (CDU/CSU): Ja, gut, dass der die drei gekannt hat, war ja unbestritten. Dem musste man keine Bilder vorlegen. Also, ich sehe das auch sehr kritisch, das Verfahren; aber wir sollten nur die V-Leute benennen, die es damals dann auch waren. Und der war es eben in dem Fall jetzt wirklich nicht.

Auch Petra Pau (SED) saß im Saal, auch sie sagte nichts, speziell bei einer Behörde die kurz vorher noch gegen sie selbst ermittelte.

In Vorbereitung des 1. Bundestags-NSU-Ausschusses, hatten nur Edathy und Stracke (Stellvertreter), als einzige die Gelegenheit, die Namen der verwickelten 49 V-Männer einzusehen. Für den Ausschuss gab es dann eine Version, bei der drei Identitäten völlig geschwärzt waren. Umgehend tauchen Gerüchte auf, es handelt sich um Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe. Edathy greift ein und dementiert in der Presse, und sagt das es keine einzige V-Person in Jena gab und niemand sich Beate Zschäpe nannte, ist sogar nicht mal gelogen, da sie eigentlich Beate Apel hieß. Auch Bundesinnenminister Friedrich dementierte am selben Tag.

Noch mysteriöser der Stern, am 5. Juli 2012, da wurden gleich 9 Identitäten unterschlagen. Angeblich gab es nur 40 V-Leute in der Liste. Es ist möglich, dass man noch aktive V-Leute raus nahm, weil die noch nicht enttarnt waren und das so bleiben sollte. Oder es waren V-Leute, die inzwischen tot waren. Gerade während der Ermittlungen um den NSU gab es einige sehr spektakuläre „Selbstmorde“, eben auch Corelli als auch V-Mann Brand waren in die Szene der Kinderprostitution verwickelt.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

Sonntag, 28. April 2019

Die homoerotischen Ursprünge der Nazi-Bewegung

Als ich vor vielen Jahren begann, mich mit der westdeutschen Neo-Nazi Szene zu befassen, fielen mir umgehend die vielen Homosexuellen oder zumindest bisexuellen Führer auf, was einem zunächst als Widerspruch erscheint. Umgehend darauf führen diese Nazi-Führer zu einer ganz bestimmten Szene innerhalb der Schwulenbewegung, mit einem ausgeprägten Drang zur NS-Ideologie und übertriebener, ja narzisstischer Männlichkeit (Butch). Eine narzisstische Gesellschaft, die sehr überzeugend unsere heutige Flut selbstverliebten Selfiefetischisten widerspiegelt, die allerdings die Gosse des evolutionären Auswurfs erreicht zu haben scheint.

Die Verwunderung darüber liegt daran, weil gewisse Kreise in Deutschland auch wieder einmal hier ihr ideologisches Weltbild zur Zwangsregel erheben und auf Deutungshoheit pochen. Dahinter steckt oft nur die Angst, vor einer Offenlegung des Sumpfes, der in Deutschland als Intellektuelle oder politische Elite bezeichnet wird. 

Als Akif Pirinçci von der großen Verschwulung Deutschlands schrieb, erinnerte ich mich wieder erneut daran, dass diese Politisierung und Instrumentalisierung der Homosexuellen, als deutsche Elite, schon einmal in Deutschland genutzt wurde und als Produkt des Wilhelminischen Reiches zur Herausbildung der nationalsozialistischen Bewegung führte. Man kann daher annehmen, dass sich hier alte Eliten, soweit als neue Elite tarnen (Die Grünen nämlich als deren Manifestation in der Öffentlichkeit), um zu verhindern, dass auf ihre bekannte Politik verwiesen wird oder das es zu einer Zusammenarbeit von diesen mit den Roten kam (rot-grüne Agenda).

Während es ein weitbekanntes Phänomen ist, dass es in Gemeinschaften mit strikter Geschlechtertrennung zum vermehrten Auftreten vom Homosexualität kommt, oder das homosexuelle Handlungen, auch vorgetäuscht, als "Rituale" der Verbrüderung in Erscheinung treten, werden die starken homosexuellen Strukturen, in den NS-Organisationen strikt geleugnet, weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Ergo handelt es sich dabei keineswegs um wissenschaftliche Objektivität, wie die Kritiker behauten, sondern schlicht und ergreifend um ideologischen Dünnschiss, da sich ihre Strategie darauf orientiert, die Kritiker ihrer großen Verschwulung als Nazis zu bezeichnen. Die ideologische Prägung ist auch daran zu erkennen, dass sie die Ansicht homogener Kollektive vertreten (die es in der Realität nicht gibt), in der alle Homosexuelle per Definition Gut sind. Dahinter steckt dasselbe Elite denken, wie bei der Führung der SA, dass die reine homosexuelle Gesellschaft (bei der heterosexueller Sex ausschließlich der Fortpflanzung dient) eine bessere und überlegende Gesellschaft sei.

Kollektivrechte dienen insoweit nicht dem Schutz von homosexuellen Individuen, da als einziges Menschenrecht - Von anderen in Ruhe gelassen zu werden - das Privatleben des Individuums ausreichend garantiert wird. Was tatsächlich geschieht, und zwar staatlich aus dem Steuertopf gefördert, ist eine ideologisch motivierte Kollektivierung von Homosexuellen, wobei das Individuum sich unterzuordnen hat. Um dieser Schwulenbewegung ein größeres Gewicht zu verleihen, werden gleich alle transgeschlechtlichen und sonstigen Sparten mit vereinnahmt, obwohl diese nichts miteinander zutun haben.

Man werfe einen genauen Blick darauf, dass sich gut getarnt in diesem Kollektiv der altbekannte Päderastenklub versteckt, der sich im Wilhelminischen Reich bereits als Elite verstand. Allerdings ist eben nicht jeder Homosexuelle ein Unterstützer der Päderastie, wie diese verordnete Bewegung indirekt suggeriert. Offensichtlich dient dieses Kollektiv ausschließlich dem Schutz dieses Kerns von Päderasten.


Deutschland zur Jahrhundertwende


„In Deutschland“, schreibt Werner E. Mosse, „lassen sich Ideen der Homosexualität als Grundlage einer besseren Gesellschaft zur Jahrhundertwende in der Deutschen Jugendbewegung finden“. In der Tat, zur gleichen Zeit artikulierten Adolf Brand und Benedict Friedländer ihren Traum von einem neo-hellenischen Deutschland, eine junge Subkultur von Jungen und jungen Männern begann bereits unter der Führung von Männern, wie Führer Karl Fischer, Wilhelm Jansen und Hans Blüher ihre Grundthemen anzunehmen. In Sexual Experience Between Men and Boys : Exploring the Päderast Underground schreibt der homosexuelle Historiker Parker Rossman:

“In Mitteleuropa ... gab es ein weiteres Bestreben, das griechische Ideal der Päderastischen Pädagogik in der Bewegung der wandernden Jugend (Wandervögel ) wiederzubeleben. Die moderne Homosexualität kann einige ihrer Wurzeln auf die Bewegung von Männern und Jungen zurückführen, die auf dem Land spazieren, Hand in Hand wandern und singen, die Natur, das gemeinsame Leben und ihre Sexualität genießen. Letztendlich nutzte und verwandelte Hitler die Bewegung - so wie die Römer die Paiderastie der alten Griechen missbraucht hatten - und expandierte und baute ihre Romantik als Grundlage für die NSDAP auf.”
Richard Mills, ein anderer Homosexualforscher, erklärt in Gay Roots: Twenty Years Gay Sunshine, wie die Wandervögel-Bewegung auf eine informelle Wander- und Campinggesellschaft junger Männer zurückgeht, die 1890 von einem fünfzehnjährigen Studenten namens Hermann Hoffmann-Fölkersamb gegründet wurde. Seit einigen Jahren erfreut sich der Lebensstil dieser Jungen im Freien immer größerer Beliebtheit. Sie entwickelten eine eigene Begrüßungsform, den „Heil“-Ruf und „einen Großteil des Vokabulars…, das später von den Nazis übernommen wurde“. Zu Beginn ihrer Entwicklung erregte die Bewegung die Aufmerksamkeit homosexueller Männer, zu denen auch die Päderasten Gemeinschaft der Eigenen gehörte. 1901 durch einen Lehrer, mit dem Namen Karl Fischer (der sich, wie gesagt, der Führer nannte), formalisierte sich die Bewegung unter dem Namen Wandervögel.

Der damals erst siebzehnjährige Hans Blüher organisierte die ehrgeizigste Wandervögel-Exkursion zu diesem Zeitpunkt im Jahr 1905. Auf dieser Reise traf Blüher Wilhelm Jansen, einer der Gründer der Der Eigene-Gemeinschaft. Zu dieser Zeit zählten die Wandervögel weniger als einhundert junge Männer, doch später betrug die Zahl, der an Wandervögel- Gruppen beteiligten Jugendlichen, in Deutschland 60.000.

Die Homesexuellen in der Jugendbewegung


Wilhelm Jansen wurde zu einem einflussreichen Führer der Wandervögel, aber Gerüchte über seine Pädophilie störten die deutsche Gesellschaft. Im Jahr 1911 richtete sich Jansen, in einem Rundschreiben,in der Ausgabe ihrer Publikation an Eltern von Mitglieder der Wandervögel. Jansen schrieb ihnen:

„Solange sie sich richtig mit Ihren Söhnen benehmen, müssen Sie sich an die Anwesenheit von sogenannten Homosexuellen in Ihren Reihen gewöhnen.“

Der überzeugte Monarchist Hans Blüher beschreibt die Tatsache, dass die Bewegung mit seiner Veröffentlichung Der deutsche Wandervogel als erotisches Phänomen, im Jahr 1914, zu einem Instrument für die homosexuelle Rekrutierung von Jungen geworden war. 


John Faithful Fortescue Platts-Mills (JPM) schreibt:
“Die Wandervögel boten der Jugend die Chance, der bürgerlichen deutschen Gesellschaft zu entfliehen, indem er sich in die Natur zurückzog ... Aber wie wurde das erreicht? Was hat es möglich gemacht, dass sich der im Wandervögel geschaffene Lebensstil signifikant von seinen bürgerlichen Eltern unterscheidet? Die Antwort ist einfach: Der Wandervogel wurde von Homosexuellen gegründet, im Gegensatz zu heterosexuellen Gefühlen ... Um den Erfolg der Bewegung zu verstehen, muss man die homosexuelle Komponente ihrer Führer anerkennen, so wurden die Jungen von ihren Führern angezogen. In beiden Fällen war die Anziehungskraft sexuell bedingt”
Wie viele der "Butch"-Homosexuellen (übertriebene Männlichkeit, statt der feminierten Fem) akzeptierte Blüher Heterosexualität nur zum Zwecke der Fortpflanzung, deshalb heiratete er auch. "Wehe dem Mann, der sein Schicksal in die Hände einer Frau gelegt hat", schrieb er. „Wehe der Zivilisation, die dem Einfluss von Frauen ausgesetzt ist.“

Blüher sah das Nazi-Regime, als “Vorbote männlicher Bindung und als entscheidender Faktor für die Bildung männlicher Eliten“, schreibt der homosexuelle Historiker Warren Johansson: 

„Die Disziplin, die Kameradschaft, die Bereitschaft des Individuums, sich für die Nation aufzuopfern - all dies wird zu der homoerotische Infrastruktur der Männergesellschaft“
Mills fügt hinzu, Blüher habe "geglaubt, dass die männliche Homosexualität die Grundlage sei, auf der alle Formen von Nationalstaaten aufgebaut werden". Blüher nannte seine hypothetischen Politiker "heroische Männer“, was bei ihm die Butch-Homosexuellen bedeutet. Genau dieses Konzept des "heroischen Mannes" veranlasst James D. Steakley, Adolf Hitlers Ansichten mit denen von Blüher und Friedländer zu vergleichen.

Dies ist jedoch nicht der einzige Fall, in dem die Ansichten von Blüher und Friedländer zusammenfallen. Wie Friedländer glaubte Blüher, dass Homosexuelle die besten Lehrer für Kinder seien. 
"Es gibt fünf sexuelle Typen von Männern, von ausschließlich heterosexuellen bis ausschließlich homosexuellen", schreibt Blüher. „Der ausschließlich Heterosexuelle ist am wenigsten geeignet, um junge Menschen zu unterrichten ... stehen (aber) im Mittelpunkt aller Jugendorganisationen.“

Gegen das jüdisch-christliche Abendland


Blüher war auch antisemitisch. Über seinen Besuch bei Magnus Hirschfeld schreibt Blüher Verunglimpfungen, über dessen liberale Ansichten. Er beklagte sich darüber, dass "Begriffe wie Rang, Rasse, Physiognomie ... Dinge, die für mich von Bedeutung sind, in diesem Kreis einfach nicht anwendbar waren." Samuel Igra fügt hinzu: "Ein Urteil von Blüher, Deutschland wurde [im 1. Weltkrieg] besiegt, weil die männliche Weltanschauung erheblich vernachlässigt worden war und kriegerische Tugenden unter dem Vorwand demokratischer Ideen, dem zunehmenden Prestige des Familienlebens degeneriert waren… und vor allem durch die Juden.“

Wichtig war, dass Blühers Feindseligkeit gegenüber den Juden nicht in erster Linie auf einer Rassentheorie beruhte, sondern auf deren Ablehnung der Homosexualität. Igra schreibt:

“Kurz nach der Niederlage [von Deutschland im Ersten Weltkrieg] hielt Blüher einen Vortrag vor einer Wandervögel-Gruppe, die er selbst gegründet hatte. Die Vorlesung hieß ‘Das Deutsche Reich, das Judentum und der Sozialismus’. Er sagte: ‘Es gibt kein Volk, dessen Schicksal ... uns so sehr ähnelt wie das der Juden. Die Juden wurden von den Römern erobert. Die Deutschen verloren ihren Staat und wurden nur noch zu einer Rasse, deren Existenz durch die Familie aufrechterhalten wird. Die Hauptursache für diesen Zusammenbruch sei, dass die Juden es versäumt hätten, ihren Staat auf der Basis homoerotischer Männergemeinschaft zu gründen und hatte alles auf das Familienleben gesetzt, wobei die notwendige Unterstützung der Frauen darin bestand, die bürgerlichen, sozialen und spirituellen Tugenden in ihren Männern und nicht die kriegerischen Qualitäten zu fördern.”


Obwohl Blüher von den Historikern weitgehend vernachlässigt wurde, war er für die NS-Kultur enorm wichtig. Samuel Igra schreibt, dass im Dritten Reich, “Blüher von den Nazis als Apostel sozialer Reformen angenommen wurde. Und einer seiner Schüler, Professor Alfred Bäumler, wurde [Direktor] des Politischen Instituts der Universität Berlin“. 

Durch seinen Einfluss bei den Wandervögel und später als NS-Theoretiker, muss Hans Blüher als eine wichtige Kraft bei der Umgestaltung zum nationalsozialistischen Deutschland anerkannt werden. Und auch wenn Heinrich Himmler zwar die Homosexualität als zersetzenden Einfluss wertete, griff er doch mit dem die Familie ersetzenden alternativen Gesellschaftsmodell, eng verschweißten Kriegergemeinschaften, getrennt von Frauen außer zu Gründen der Fortpflanzung, auf das Gesellschaftsmodell der Spartaner und Thebaner zurück, wie es Blüher eben auch tut.

Dies (und die Homosexualität anderer Führer der Wandervögel) wird vom homosexuellen Autor Frank Rector betont:

“Blühers Fall erklärt weiter, warum viele schwule Nazis von Hitler und seinem schrillen Antisemitismus angezogen wurden, denn viele nichtjüdische Homosexuelle waren wütende Antisemiten ... Schwule in der Jugendbewegung, die sich für Antisemitismus, Chauvinismus und den Führer Prinzip begeisterten waren Faschisten von Anfang an. Sie haben dazu beigetragen, einen fruchtbaren Boden für Hitlers Bewegung zu schaffen und wurden später zu einer der Hauptquellen von Anhängern ... Eine beträchtliche Anzahl dieser Führer der Wandervögel waren pädophil, und viele andere waren schwul (oder bisexuell).”

In der Einleitung zu seinem Buch Das rosa Dreieck, schreibt der homosexuelle Autor Richard Plant, über seine eigenen Erfahrungen in einer Gruppe der Wandervögel. "In solchen Bruderschaften", schreibt Plant, "haben einige Jugendliche kleine Affären, neblige und romantische Sitzungen um ein loderndes Feuer. Andere Jungs ... haben offen darüber gesprochen, mit Freunden zu gehen und es zu genießen. Die Führer dieser Gruppen neigten dazu, die Beziehungen, die um sie herum blühten, außer Acht zu lassen, es sei denn, sie nahmen daran teil.“

Blüher selbst beschrieb die homosexuelle Qualität der Gruppe folgendermaßen:

"Die Wandervögel-Bewegung inspirierte die Jugendlichen in den ersten sechs Jahren ihres Bestehens, ohne den geringsten Verdacht zu erwecken ... gegenüber ihren eigenen Mitgliedern ... Nur sehr selten stellte einer der Anführer die Frage, warum die Genossen keine Mädchen wollten ... [später] wurde der Name Wandervögel in einem Atemzug mit den Worten 'päderasten Klub' erwähnt."
Die Überlegungen von Richard Plant belegen auch, dass die Wandervögel-Gruppen den Nazis als Übungsplatz dienten. Er erinnert sich an seinen Freund in den Pfadfindern, "Ferdi, der mir und meinen Freunden die Geheimnisse des Sex erklärt und gezeigt hat." Plant war später schockiert, sagt er, als er aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehrte. "Er sah Ferdi in einem braunen Hemd mit einer rot, weiß und schwarzen Swastika-Armbinde.“

Einfluss der Gemeinschaft Der Eigenen


E.Y. Hartshorne, in Die deutsche Jugend und in Nazi-Traum des Sieges, dokumentiert die Erinnerungen eines ehemaligen Wandervögel-Mitglieds, das bestätigte, dass die Organisation die Quelle wichtiger Elemente der NS-Kultur war. Unsere Kenntnis des Einflusses der Gemeinschaft der Eigenen, auf Wandervögel, kann uns einen Einblick in den kryptischen Kommentar am Ende des Zeugnisses geben:

“Wir ahnten wenig, welche Macht wir in unseren Händen hatten. Wir haben mit dem Feuer gespielt, das eine Welt in Flammen gesetzt hatte, und es hat unsere Herzen heiß gemacht. Mystik und alles Mystische hatte Herrschaft über uns. Es war in unseren Reihen das Wort Führer entstand mit seiner Bedeutung von blindem Gehorsam und Hingabe. Das Wort Bund entstand auch bei uns mit seinem geheimnisvollen Unterton der Verschwörung. Und ich werde nie vergessen, wie wir in diesen frühen Tagen das Wort Gemeinschaft mit einer zitternden, kehligen Aufregung ausgesprochen haben, als ob es ein tiefes Geheimnis verbirgt.”

Tatsächlich wurden die erwachsenen, ehemaligen Mitglieder der Wandervögel nicht nur zu einer der wichtigsten Unterstützerquellen Hitlers, bei seinem Aufstieg zur Macht, sondern die Bewegung selbst wurde zum Kern einer nationalsozialistischen Einrichtung: der Hitler Jugend. So zügellos hatte sich Homosexualität in der Bewegung zu dieser Zeit etabliert, und die Rheinische Zeitung warnte: "Eltern, schützen Sie Ihre Söhne vor körperlichen Vorbereitungen in der Hitlerjugend, ein sarkastischer Hinweis auf Probleme der Homosexualität in der Organisation” (siehe Burleigh und Wipperman). Leider waren die Jungen selbst inzwischen von ihren homosexuellen Meistern völlig indoktriniert worden. 

Waite schreibt:
"Mit Ausnahme von Gerhard Roßbach, dem Sadist, Mörder und Homosexuellen der SA, war der am meisten bewunderte Held der nationalistischen deutschen Jugend Hermann Ehrhardt, der die Weimarer Republik von Anfang bis Ende bekämpfte.

„In Ehrhardt, aber auch in Roßbach“, sagt ein populäres Buch über die Jugendbewegung, „sehen wir den Führer unserer Jugend. Diese Männer sind der ideale Mann geworden, vergöttert ... und werden so geehrt, wie es nur möglich ist, wenn die Persönlichkeit eines Individuums mehr zählt als alles andere."
Hans Peter Bleuel, in Sex und Gesellschaft in Nazi-Deutschland, weist darauf hin, dass die meisten erwachsenen Vorgesetzten, der Hitlerjugend, ebenfalls SA-Offiziere waren (fast ausschließlich homosexuell). Rektor sagt, dass Baldur von Schirach, Führer der Hitlerjugend, Berichten zufolge bisexuell war. Im Der deutsche Vizepräsident, schreibt der jüdische Historiker Samuel Igra, Baldur Benedikt von Schirach wurde von der Polizei wegen perverser Sexualpraktiken verhaftet und durch persönliche Intervention Hitlers befreit, der ihn bald darauf zum Führer der Hitlerjugend machte. Igra erklärt weiter, Schirach gehörte zum innersten Kreis der Pädophilen um Hitler, wo man diesen "das Baby" nannte. Rempel berichtet, Schirach habe sich immer mit einer Wache hübscher junger Männer umgeben. Der Psychiater Walter Langer schreibt in seinem geheimen Kriegsbericht von 1943, The Mind of Adolf Hitler, ebenfalls über Schirachs Homosexualität.

Im Jahr 1934 registrierte die Gestapo, allein in nur einem Verband der Hitlerjugend, vierzig Fälle von Päderastie. Bleuel schreibt über den Fall eines Vorgesetzten, eines 20-jährigen Mannes, der 1938 aus der Hitler-Jugend entlassen worden war. Er wurde jedoch in das Nationalsozialistische Fliegerkorps überführt “und wurde beauftragt, die Arbeit der Mitglieder der Hitler Jugend zu überwache, um bei körperlichen Vorsorgeuntersuchungen zu helfen - eine schwere Versuchung. Der Mann wurde erneut erwischt, wie er junge Männer berührte, wurde jedoch nicht von der NSFK entlassen.“

Die Bedingungen waren im Jahr 1941 im wesentlichen gleich. Bleuel berichtet von einem weiteren homosexuellen Fluglehrer, der an „mindestens zehn Fällen von Homosexualität mit Studentenpiloten der Hitlerjugend“ und einem „Schülerlehrer und Schüler“ beteiligt war, sowie 28 weiteren Fällen in anderen Lagern von Hitler Jugend und Jungvolk. Die Verbreitung von Homosexualität in der Hitlerjugend wird auch vom Historiker Gerhard Rempel in seinem Buch Hitlers Kinder: Hitlerjugend und die SS bestätigt.

Rempel befand: 
"Die Homosexualität setzte sich bis in die Kriegsjahre fort, als Hitler-Jugend-Jungen immer häufiger Opfer von Misshandlungen durch ihre SS-Tutoren wurden; Himmler hat sich öffentlich hart dagegen gestellt, war aber durchaus bereit, seine Strafen privat zu mildern und jeden Vorfall so geheim wie möglich zu halten."

Dieses letzte Zitat von Rempel wirft zwei wichtige Punkte auf. Der erste Punkt ist, dass Heinrich Himmler, der oft als Vertreter des angeblichen Hasses des NS-Regimes gegen Homosexuelle herangezogen wird, offensichtlich nicht allzu sehr über homosexuelle Ereignisse, in seiner eigenen Organisation, besorgt war. Der zweite Punkt ist, dass diese homosexuelle Tätigkeit lange andauerte, nachdem Hitler angeblich Homosexuelle aus dem NS-Regime (1934) entfernt hatte und strikte Richtlinien gegen Homosexualität (ab 1935) befürwortet hatte. Wie wir später sehen werden, waren diese Maßnahmen in erster Linie für die Öffentlichkeitsarbeit gedacht und wurden weitgehend nicht durchgesetzt.

Kontrolle der Hitler Jugend durch Päderasten


Eine interessante Nebengeschichte, der Geschichte der Hitlerjugend, veranschaulicht sowohl die Kontrolle der Jugendbewegung durch Päderasten als auch die grundlegende Beziehung zwischen Homosexualität und Nationalsozialismus. In Großbritannien bildeten die Pro-Nazis das Anglo-German Fellowship (AGF). Die AGF wurde von den britischen Homosexuellen Guy Francis de Moncy geleitet, sowie Burgess und Captain John Robert Macnamara. Der britische Historiker John Rempel erzählt, wie Burgess, Macnamara und J.H. Sharp, der Erzdiakon der Church of England für Südeuropa, zu einem Hitlerjugendlager nach Deutschland reisten.

Costello schreibt: 
"Frühjahr 1936 brach das Trio in das Rheinland auf, begleitet von Macnamaras Freund Tom Wylie, einem jungen Beamten des Kriegsministeriums. Angeblich eskortierten sie eine Gruppe faschistischer Schüler, zu einem Lager der Hitlerjugend. Aber nach Burgess brutalem Bericht darüber, wie seine Gefährten herausgefunden haben, dass die Hitler Jugend ihre sexuellen und politischen Leidenschaften befriedigte, hätte die Reise ihre Sponsoren (den Rat für auswärtige Beziehungen der Church of England) schockiert."

In Frankreich, vor dem Zweiten Weltkrieg, wurde die Pro-Nazi-Fraktion durch die Radikal-Sozialistische Partei (RSP) und die Volkspartei (PP) vertreten. Der Generalsekretär der RSP war Edouard Pfeiffer. Costello schreibt von Guy Burgess Besuch bei Pfeiffer in Paris kurz vor dem Krieg:

“Als Kenner der homosexuellen Dekadenz hatte Pfeiffer selbst in Paris wenig Gleichen. Als Offizier der französischen Pfadfinderbewegung war sein Privatleben der Verführung der Jugend gewidmet. Burgess entdeckte dies alles, als er Pfeiffers Wohnung in Paris besuchte und fand ... [ihn] mit einem nackten jungen Mann ... er erklärte Burgess, dass der junge Mann ein professioneller Radfahrer war, der zufällig ein Mitglied von Jacques Doriots Volkspartei war."

Wieder einmal sehen wir eine flagrante sexuelle Perversion im Herzen der Nazibewegung - lange nach der Röhm Purge. Es scheint auch, dass der Zusammenhang zwischen Nationalsozialismus und Homosexualität die nationalen Grenzen missachtet und zu einem Internationalismus wird. Wie wir gesehen haben, beide, Hans Blüher und Benedict Friedländer, stellten fest, dass Jugendorganisationen (aus ihrer Sicht angemessen) oft von homosexuellen Pädagogen geführt werden. Die Ereignisse in Europa im ersten Teil des zwanzigsten Jahrhunderts, insbesondere diejenigen, an denen die Nationalsozialisten beteiligt waren, stützen diese Theorie nachdrücklich.

Von den Freikorps zur SA


Die Wiederbelebung der hellenischen Kultur, in der deutschen homosexuellen Bewegung, war somit ein wesentlicher Faktor für den Aufstieg des Nationalsozialismus. Unter der Nase der bürgerlichen deutschen Gesellschaft legten die Päderasten den Grundstein für die ultra masculine Militärgesellschaft des Dritten Reiches. Wandervögel war sicherlich keine definierte „homosexuelle Organisation“ per se, aber seine homosexuellen Führer formten die Jugendbewegung zu einem Ausdruck ihrer eigenen hellenischen Ideologie und rekrutierten dabei unzählige junge Männer für den homosexuellen Lebensstil. Die ersten Mitglieder der Wandervögel entwickelten sich gerade noch zur Männlichkeit, um der NS-Bewegung eine Unterstützung in der deutschen Kultur zu bieten. 

Steakley sagte: 
"[Die] Freie Deutsche Jugend marschierte jubelnd in den Krieg und sang die alten Wandervögel-Lieder, zu denen neue, chauvinistische Verse hinzugefügt wurden."

Die Freikorps-Bewegung begann in den Jahren unmittelbar nach dem Ende des Ersten Weltkrieges. Nach dem Krieg und der darauffolgenden sozialistischen Revolution in Deutschland, im Jahr 1918, meldeten sich Zehntausende ehemaliger Soldaten der deutschen Armee, bei einer Reihe unabhängiger Personen zum quasi-Militärdienst. Reserveeinheiten die Freikorps genannt wurden und unter dem Kommando ehemaliger Offiziere der deutschen Armee standen. Diese Einheiten waren höchst nationalistisch und wurden zunehmend gewalttätig, als sich das soziale Chaos der Weimarer Republik verschlechterte. Rossbachs Organisation, ursprünglich Rossbachbund genannt (bzw. Roßbacher Bruderschaft) war ein Beispiel für den Deutschen Freikorps. 

Waite berichtet in Vanguard of Nazism
"Die Leutnants und die Hauptmänner - Röhm ... Ehrhardt, Rossbach, Schultz und der Rest - bildeten das Rückgrat der Bewegung der Freien Korps. Und ... sie waren das Bindeglied zwischen den Freiwilligen (Antikommunisten) und dem Nationalsozialismus.“ 

Wiederum sehen wir den wesentlichen Zusammenhang zwischen Homosexualität und Nationalsozialismus, da viele dieser "Leutnants und Hauptmänner" bekannte oder wahrscheinliche Homosexuelle waren, von denen viele schließlich in die SA und Schwarze Reichswehr (deutsche Geheimarmee) wechselten. Der deutsche Historiker und Hitler-Zeitgenosse Konrad Heiden schreibt, dass "irgendwelche Teile dieser geheimen Armee von Söldnern und Mördern Brutstätten der Perversion waren".

Historiker GS Graber stimmt zu:

“Viele ... Freikorpsanführer waren homosexuell; Tatsächlich scheint Homosexualität in mehreren freiwilligen Einheiten weit verbreitet gewesen zu sein. Gerhard Rossbach ... war ein bekennender Homosexueller. In seinem Stab war Leutnant Edmund Heines, der später der Liebhaber von Ernst Röhm wurde.”

Edmund Heines


Edmund Heines wurde am 21. Juli 1887 in München geboren. 1915 meldete er sich freiwillig zur Armee und erhielt 1916 das Eiserne Kreuz (erste Klasse). Er diente während des Ersten Weltkriegs der deutschen Armee und wurde 1918 als Leutnant entlassen 1925 trat er der NSDAP bei. Heines war ein grausamer Sadist, der 1929 wegen mehrerer Morde zu einer Todesstrafe verurteilt wurde. Seine Strafe wurde jedoch in eine Gefangenschaft und schließlich in eine Begnadigung umgewandelt. Seine Begnadigung war höchstwahrscheinlich eine Belohnung, durch den Tiefenstaat um Röhm-Ludendorf. Er trat 1930 dem Reichstag bei und war von 1931 bis zu seinem Tod SA-Führer in Schlesien und Stellvertreter von Ernst Röhm, dem Führer der SA.

Am frühen Morgen des 30. Juni 1934 (allgemein als Nacht der langen Messer bezeichnet) landete Adolf Hitler am Münchner Flughafen Oberweissfeld und bestellte seinen Chauffeur Erich Kempka zum Kurheim Hanselbauer in Bad Wiesse, einem Ferienhotel am Seeufer des Tegernsees. Edmund vergnügte sich dort mit einem 18 Jahre alten Obertruppführer, und sie waren zusammen in einem Zimmer bei Hanselbauer im Bett, als Hitler ankam. Nach den Memoiren Kempkas, befand sich Heines im Raum gegenüber von Ernst Röhm, als Hitler und einige SS-Leute in Heines Zimmer stürmte. Hitler schrie: "Heines, wenn Sie nicht in fünf Minuten gekleidet sind, werde ich Sie sofort erschießen lassen!" Ein Offizier berichtete Kempka, dass Heines mit einem Jungen im Bett gefunden worden war, als Heines mit "einem 18-jährigen blonden Jungen, der vor ihm buckelte" auftauchte. Ein anderer Offizier namens Schreck befahl: "In die Waschküche mit ihnen!" Es wurde danach nichts mehr von beiden gehört. Es wird angenommen, dass sie in der Waschküche oder in der Nähe erschossen wurden.

Später veröffentlichten die Nazis die Geschichte, dass Heines in der Wohnung von Ernst Röhm in München getötet wurde, weil er mit einer Pistole auf Hitler zielte.

Die Geburtsstunde der Sturmabteilung


Waites Analyse zeigt, dass die Freikorps- Bewegung eine Phase zwischen Wandervögel- Bewegung und der Nazi Sturmabteilung (SA) war. "Die Generation, zu der die Freikorpskämpfer gehörten", schreibt Waite, "die Generation, die in den 1890er Jahren geboren wurde - hat an zwei Erfahrungen teilgenommen, die seine spätere Karriere als Volontär enorm beeinflussen sollten. Die erste davon war die Jugendbewegung der Vorkriegszeit; die zweite, der erste Weltkrieg.“ Die jungen Männer, die von den hellenischen Philosophien der Jugendbewegung geprägt worden waren, waren gerade rechtzeitig gekommen, um im Ersten Weltkrieg zu kämpfen. Dort wurden sie durch die Strapazen und Schrecken des Grabenkriegs weiter geformt und gewürzt.

In den Gräben des Ersten Weltkrieges wurde das Konzept der Sturmabteilung entwickelt - elitäre, schlagkräftige Einheiten, deren Aufgabe es war, die feindlichen Linien zu „stürmen“. Die Taktik der Sturmtruppen erwiesen sich als so effektiv, dass sie rasch in der gesamten deutschen Armee eingesetzt wurden. Das Sturmtruppen-System führte zu einem enormen Anstieg der Anzahl junger Kommandeure einer bestimmten “Rasse” (im damaligen Selbstverständnis als "Uranier" gesehen). Waite schreibt:


“Es konnte nur ein ganz besonderer Offizier eingesetzt werden. Er muss unverheiratet sein, unter fünfundzwanzig Jahren, in ausgezeichneter körperlicher Gesundheit ... und vor allem muss er in ausreichendem Maße die Qualität besitzen, die deutsche Militärschriftsteller als Rücksichtslosigkeit bezeichnen. Das Ergebnis war, dass Deutschland zur Zeit des Waffenstillstands von hunderten fähigen, arroganten jungen Kommandeuren überschwemmt wurde, die in der Bewegung des Freien Korps einen hervorragenden Absatz für ihre Talente fanden.”

Es ist nicht schwer zu erkennen, dass die Beschreibung des bevorzugten Sturmtruppler ein Modell des Helden-Typus der Wandervögel ist: “ultra masculin, militaristisch, körperlich durchtrainiert, weitgehend uneingeschränkt von Jüdisch-Christlicher Moral und geleitet von einem Führer-Prinzip“. Es ist also kein Wunder, dass viele dieser Männer ihrerseits Jugendführer wurden. Es ist daher nicht verwunderlich, dass der homosexuelle Sadist und Mörder Gerhard Rossbach zum Ideal der Jugendbewegung wurde: „der wichtigste Vorreiter für die Hitlerjugendbewegung" und ein "Held der nationalistischen deutschen Jugend". In den Tagen vor Baldur von Schirach entwickelte sich die Hitlerjugend, Roßbach organisierte Deutschlands größte Jugendorganisation, die Schilljugend zu Ehren eines berühmten, von Napoleon hingerichteten preußischen Soldaten.

Rossbachs Beitrag zu den Nazis war jedoch weitaus größer, als die bloße Formung junger Männer zu Nazi-Loyalisten. Es war Rossbach, der die ursprüngliche terroristische Organisation bildete, die schließlich zur Sturmabteilung wurde, auch bekannt als "Braunhemden". Sowohl die Rossbach Sturmtruppen als auch die Schilljugend waren dafür bekannt, braune Hemden zu tragen, die ursprünglich für deutsche Kolonialtruppen bestimmt worden waren und aus den alten imperialen Armeelagern erworben wurden. Es ist vernünftig anzunehmen, dass Adolf Hitler und die Nazis ohne Rossbachs Sturmtruppen in Deutschland niemals zu einer bedeutsamen Bewegung geworden wären. 

Heiden beschreibt sie: 
“Roßbachs Truppe, brüllend, kämpfend, zerschmetternd, Fenster zerschlagen, Blut vergossen ... war besonders stolz darauf, sich von den anderen zu unterscheiden. Heines hatte dazu gehört, bevor er sich Hitler angeschlossen hatte. Rossbach, Röhm und Heines hatten dann den Kern mit gebildet. Sie führte die SA an, während Hitler in Haft war."

Rossbachs Freikorps wurde fast ausschließlich aus Homosexuellen gebildet. Wie der faschistische Schriftsteller Edwin Dwinger erklärte, durch eine seiner Figuren, Hauptmann Werner: 
„Freikorps-Männer sind nicht umsonst fast alle Junggesellen. Glauben Sie mir, wenn es nicht so viele ihrer Art gäbe, wären unsere Ränge verdammt dünn.“ 
Rossbachs Adjutant Edmund Heines war ein weiterer Päderast und ein verurteilter Mörder, der später Ernst Röhms Adjutant in der SA war (er war auch der Liebhaber von Roßbach, Röhm). Historiker Frank Rector beschreibt Heines:
“Heines zeichnete sich durch ein mädchenhaftes Gesicht an der Karosserie eines Lastwagenfahrers aus und war ein eleganter, liebenswürdiger und tadellos gepflegter Mörder. Er schoss seinen Opfern mit seiner Walther-Automatik 7,65 ins Gesicht oder schlug sie mit einem Verein zu Tode ... Neben Heines 'Wert als erstklassiger Adjutant, begabter Verwaltungsbeamter und aggressiver und geschickter SA-Führer hatte Heines ein ausgeprägtes Talent als Beschaffer von Jungen ..., der die schönsten Jungen im Vaterland für ... sexuelle Belustigung sammelt.”


Ernst Röhm


Vielleicht wegen des besonderen Talents von Edmund Heines wurde er von Rossbach mit der Leitung der Schilljugend beauftragt. Igra erzählt, wie er davon profitiert hat:
“Edmund Heines, der Gruppenführer der Sturmtruppen bei Breslau, war ein abstoßender Kerl, der das NS-Hauptquartier der Stadt in ein homosexuelles Bordell verwandelte. 300.000 Sturmtruppen hatte er unter seinem Kommando, er war in der Lage, die Nachbarschaft zu terrorisieren ... Einer seiner Lieblingsfehler war, Mitglieder der Jugendorganisation miteinander unnatürlichen Praktiken zu unterziehen und dann ihre Eltern zu bedrohen, dass er diese Jugendlichen denunzieren würde bei der Polizei ... wenn er nicht ... Schweigegeld erhielt. Heines gönnte sich nicht nur selbst homosexuelle Orgien - er war oft als Röhms Gemahl dabei - aber das Laster wurde als lukratives Geschäft gefördert.”

Ernst Röhm war neben Adolf Hitler in Deutschland der Mann, der am meisten für den Aufstieg des Nationalsozialismus, ja auch für Hitler, verantwortlich war. Rektor schreibt, "Hitler war in erheblichem Maße Röhms Schützling". Röhm, eine treibende Kraft der nationalsozialistischen Bewegung, war einer der ersten Gründer der NSDAP. Sowohl Röhm als auch Hitler waren Mitglieder der sozialistischen Terroristengruppe Eisenfaust. Es ist zu bemerken, dass Röhm Adolf Hitler nie wirklich als den eigentlichen Führer des neuen Deutschlands ansah, sondern als “Trommler” für seine Sache. Was bedeutet, dass er Hitler als seinen Frontmann, Medienspektakel für die Öffentlichkeit, oder Populist seiner Vorstellungen sah.

Bei einem Treffen der Eisernen Faust soll Röhm Hitler als den "Demagoge gesehen haben, die er brauchte, um Massenunterstützung für seine geheime Armee zu mobilisieren." Mit Röhms Unterstützung wurde Hitler 1921 der erste Führer der NSDAP. Kurz danach, Rossbachs Freikorps, wurden erstmalig in die Partei durch Hermann Göring integriert und dann unter Röhms Autorität in die gefürchtete Nazi-SA umgewandelt.

Der Autor William Shirer beschreibt Ernst Röhm in seiner klassischen NS-Geschichte Der Aufstieg und Fall des Dritten Reiches, als "einen stämmigen, bullighalsigen, narbengesichtigen Berufssoldaten ... [und] wie so viele frühe Nazis, ein Homosexueller.” Röhm wurde von Gerhard Rossbach zur Homosexualität rekrutiert. 

Rektor arbeitet aus:
“War nicht der herausragendste und bekannteste aller Homosexuellen der berühmte NS-Führer Ernst Röhm, der männliche und machohafte Chef der SA, der Du-Kumpel von Adolf Hitler seit Beginn seiner politischen Karriere?” 
Hitler erlaubte Röhm das seltene Privileg, ihn mit der bekannten Form "du" anzusprechen, was auf eine enge Freundschaft hindeutet. Hitlers Aufstieg hatte von Röhm abgehangen und jeder wusste es. Röhms schwuler Spaß und Spiel waren sicherlich kein Geheimnis. Seine verliebten Streifzüge in Schwulenbars und schwule türkische Bäder waren bekannt. Was auch immer durch die antihomosexuelle Gefühle von den Nazi-Gegnern zum Ausdruck gebracht wurde. Und was auch immer heutige Propagandisten als angeblicher Beweis einer Schwulenfeindschaft der Nazis vorgetragen wurde, wird durch die Realität des weithin sichtbaren, spektakulären, schwulenliebenden Röhms mehr als wettgemacht. Wenn es in der SA und der Bewegung gelegentlich ominöses Grollen und Murren über „all diese Schwulen“ und einige Anti-Homosexuell-Schübe gab, fühlten sich homosexuelle Nazis auf dem Schoss der Partei mehr oder weniger sicher und dokumentiert die Masse von Homosexuellen in der SA. Immerhin war das Mitglied der nationalsozialistischen Partei, das neben Hitler die größte Macht besaß, Röhm.

Die deutsche Elite


Die Nacht der Langen Messer ist weder ein Beweis für die Schwulenfeindlichkeit der Nazis, sondern dies war, was die Propaganda zur Begründung für das Massaker, die sich an die deutsche Öffentlichkeit richtete, von der man wusste, dass die Homosexuellen ohnehin ablehnten und so leicht für Unterstützung geworben werden konnte. Röhm und die seinen wurden ausschließlich beseitigt, weil sie mit dem Machtanspruch von Hitler konkurrierten. Zum einen, weil der eben nicht ein Uranier (und damit als minderwertig angesehen wurde) war, zum anderen weil von Ludendorf den "Gefreiten" Hitler verachtete und stattdessen Röhm als Führer des neuen sozialistischen Deutschlands wollte. Ohne Zweifel wäre unter Röhm wieder das Kaiserreich etabliert worden, nun aber in der hellenistischen Utopie die Gemeinschaft der Eigenen. 


Eine Bemerkung am Rande, trotz mehrfacher Aufforderung verweigerte der Ex-Kaiser, im niederländischen Exil, die Kooperation mit Hitler. Das hat rein gar nichts mit irgendeinem später herbei fantasierten Antifaschismus von Willheilm II. von Hohenzollern zu tun, sondern das er (trotz dem Ludendorf verschon wurde) Hitler nicht vertrauen konnte.

Und es ist vollkommen unwichtig, was die Propaganda dazu erzählen will, weil deren Aufgabe es eben ist, die Öffentlichkeit Hirnzuwaschen. 

Das viele Marxisten (sowohl die orthoxen, die mit den Monarchisten paktierten, als auch die Moskauer Marxisten-Leninisten) sich der Dialektik der Nazi-Propaganda diesbezüglich angeschlossen haben, braucht nicht zu verwundern, weil die deutschen Systemmarxisten, ebenso wie der innere Kreis um Röhm, direkten Zugang zu den deutschen Eliten hatten und de facto eine der deutschen Eliten waren. Die von Moskau aus geführte KPD hingegen bediente sich sehr wohl anti-homosexueller Schmähungen, in ihrer Propaganda gegen die Nazis. Obwohl das auch wieder reiner Populismus war, um Massen der Öffentlichkeit zu erreichen, kann man davon ausgehen, dass diese Ressentiments bei der KPD sogar tatsächlich geglaubt wurden. Ihnen war allerdings auch unbekannt, dass die Führung von Moskau eben genau mit dieser Röhm-Clique paktierte, und ohne Stalin das Projekt der Schwarzen Reichswehr nicht möglich gewesen wäre.

In ihren heutigen Versuchen der deutschen Eliten, die Homosexuellenbewegung mit einem Opfermythos von der Täterschaft reinzuwaschen, in dem sie den abnormalen Glauben an ein homogenenes Kollektiv etabliert, durch ihre Sprachrohre, wie zum Beispiel Die Welt, kommt es letztlich zur grotesken Szenerie, dass letztlich die tatsächlichen Spieler der damaligen deutschen Elite, zu Widerstandskämpfern gegen das böse Monster Adolf Hitler stilisiert werden und das ist eine verbrecherische Verleumdung der tatsächlichen Geschichte. Ernst Röhm war nicht besser als ein Adolf Hitler, im Gegenteil, unter seiner Diktatur wäre das Dritte Reich viel gefährlicher und brutaler geworden.


Die Weggefährten Röhm und Hitler


Röhm und Hitler traten beinahe zeitgleich der Deutschen Arbeiterpartei (DAP) bei, aus der später die Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei (NSDAP) wurde. Beide kamen aus elitären Kreisen, Hitler war ein V-Mann des Geheimdienstes der Reichswehr und Röhm Teil jener deutschen Elite, die Macht über die Reichswehr hatte. Nicht offiziell und demokratisch legitimierte, aber sehr wohl im Sinne eines Tiefenstaates, dessen einziges Anliegen darin bestand die Weimarer Republik zu destabilisieren und zu vernichten, um ein neues und sozialistisches Deutschland zu schaffen. Ernst Röhm hielt die Weimarer Republik - die SPD - für schwach. Er hatte das Gefühl, dass die traditionellen politischen Parteien nicht mit dem verbunden waren, was die Deutschen am dringendsten brauchten und das war nach seiner Ansicht die grosse Verschwulung Deutschlands, wie es Akif Pirinçci damals wohl genannt hätte.

Unvertraut mit dem Thema, bemerkt eine erstaunliche Anzahl von Durchschnittsbürgern, wie um die frühen Jahre von Adolf Hitler, insbesondere die Münchener Zeit, ein großes Geheimnis gemacht wird. Das wenige, dass bekannt ist, ist ideologisch bearbeitet und auffällig oft folgen die deutschen Intellektuellen der Gegenwart unhinterfragt der redaktionellen Bearbeitung, der Biographie Hitlers. Obwohl die Heroisierung und Schönung oftmals sehr deutlich ist. Diese Bearbeitung, der Zeit vor dem Aufstieg der NSDAP, geht teilweise auf Hitler selbst zurück, der viele seiner Freunde und Bekannten aus diesen Tagen verschwinden ließ.

Der Historiker Paul Hoser berichtete, dass Hitler trotz seiner antisemitischen Reden auch recht freundlichen Umgang zum jüdischen Historiker und Kaufmann Hugo Erlanger unterhielt. In Mein Kampf erweckte Hitler den Eindruck, als wäre er schon in Wien ein fanatischer Antisemit gewesen. Es gibt jedoch keine Hinweise darauf, dass er vor dem Umzug nach München irgendwelche abfälligen Äußerungen über Juden gemacht hätte. Im Männerwohnheim, in dem er drei Jahre in Wien lebte, pflegte er einen ausgesprochen freundschaftlichen Kontakt zu den Juden. Die Händler, die seine Gemälde zu einem erstaunlich guten Preis kauften, waren auch Juden.

Das früheste Auftauchen antisemitischer Äußerungen findet man bei Hitler erst in der Zeit 1918/19, zu dieser Zeit war er allerdings ein Linksradikaler und beteiligte sich an der Münchner Räterepublik von Eisner, dessen Schändung seines Grabes (bei der Entfernung von jüdischen Gräbern vom Münchner Friedhof) Hitler ausdrücklich verbot.

Trotz der Gerüchte über Homosexualität von Hitler, wird dies heute entschieden bestritten, vor allem, weil sich die deutschen Eliten bei ihrer gegenwärtigen großen Verschwulung Deutschlands, die Akif Pirinçci mal ansprach, diskreditiert fühlen.

In A Psychological Analysis of Adolf Hitler: His Life and Legend von Walter C. Langer, kommt dieser und die Unterstützenden Psychoanalytiker, jedoch zu einem differenzierteren Ergebnis. Die Studie wurde 1943 im Auftrag des CIA-Vorläufers Office of Strategic Services (OSS) angefertigt. Die Studie wurde später in Auszügen in The Mind of Adolf Hitler: The Secret Wartime Report verarbeitet. In dem Bericht wird Hitler als impotent und koprophil dargestellt und homosexuelle Tendenzen für möglich gehalten, die allerdings durch seinen Drogenkonsum unterdrückt wurden, der wahrscheinlich die Impotenz auslöste, nach den Geschichten früherer Weggefährten trat die Impotenz wohl später in München ein.

Historiker Lothar Machtan ist sich der Homosexualität Hitlers in Hitlers Geheimnis sicher. Ernst Hanfstaengl (Auslandspressesprecher der NSDAP mit erstaunlichen Beziehungen zu Franklin D. Roosevelt), Emil Maurice (einer der wenigen Duzfreunde Hitlers) berichteten über Hitlers Homosexualität, die dieser durch inszenierte Frauengeschichten zu verbergen suchte. Hans Mend, ein Frontkamerad von Hitler im Ersten Weltkrieg, bestätigt dies im Mend-Protokoll, dass die Müncher Polizei, während ihrer Untersuchungen gegen Hitler, in den 1920-er Jahren anlegte. Das Mend-Protokoll wird oft diskreditiert, mit dem Hinweis, das Mend ein verurteilter Betrüger war. Doch das Mend-Protokoll steht eben nicht alleine da, sondern wird von integeren Freunden Hitlers bezüglich der sexuellen Neigungen bestätigt. Auch war das Protokoll lediglich in Polizei interner Verwendung.

Ernst Röhm soll, nach dessen Behauptung, Adolf Hitler 1907 in Wien kennengelernt haben, der sich dort prostituierte. 1912 verlor man sich aus den Augen, fand aber nach dem Ersten Weltkrieg wieder in München zusammen. Röhm brachte dafür keine Beweise, brauchte er auch nicht, denn in jenen Tagen wusste jeder, dass Röhm Hitlers Mentor war, der ihn in die Kreise der deutschen Macht einführte. Dies erklärt auch, wie Adolf Hitler, als Unterstützer von Eisners USPD zum Geheimdienst der Reichswehr gelangte, es war den guten Beziehungen von Ernst Röhm zu verdanken. 

Röhm bestritt allerdings eine sexuelle Verbindung mit Hitlers gehabt zu haben, sondern sagte, er helfe diesem, weil er ihn sehr attraktiv findet. Für Röhm war Hitler kein “Uranier”, da er auch Beziehungen zu Frauen einging. Was für Röhm, auch aus Gründen der Tarnung, nicht möglich sei. Doch erkannte er Hitlers demagogisches Talent als unverzichtbar.

Erich von Ludendorf


Die frühe SA der Weimarer Republik erinnert in vielen an die gegenwärtigen Antifa in der Bundesrepublik Deutschland. Vor Hitler und Röhm war die SA lediglich ein lockeres Konglomerat aus vielen kleinen Fraktionen. Seine Mitglieder nahmen das Gesetz selbst in die Hand, verursachten Schwierigkeiten und störten die Regierung. Sie schützten Parteitage, marschierten zu Kundgebungen und attackierten politische Gegner. Sie schüchterten auch die Wähler bei Kommunalwahlen und nationalen Wahlen ein.

General Erich von Ludendorf, der Hauptschuldige für die Machtergreifung Lenins (ebenfalls ein Perverser) in Russland und Befürworter des Kriegssozialismus, war ein natürlicher Verbündeter für den Plan, eines Putsches oder Revolution gegen die Weimarer Politik. Doch diese Kontakte lagen ausserhalb der Möglichkeiten Hitlers, es war Röhm der diese Kontakte hatte. Ludendorf machte aus seiner Missachtung für Hitler und seiner Favorisierung von Röhm, als den deutschen Führer, nie ein Geheimnis. Auch er war sich sicher, dass man mit Hitler schnell fertig werden könne, wenn dieser seine Aufgabe erfüllt habe. Ludendorf wurde innerhalb der SA sehr verehrt. In der Nacht des 8. November 1923, bei der Erstürmung der Bürgerbräukellers (wo sich die Münchner Beamtenschaft versammelte), waren Röhm und Hitler die Hauptagitatoren, doch Kopf der Planung war Ludendorf gewesen. Der anschließend erstaunlich sanfte Umgang des Justizapparates der Weimarer Republik, mit den Putschisten, verdankten die Akteure eben Röhms und Ludendorfs Einfluss auf den Tiefenstaat. Hitler wäre ohne diese beiden völlig verloren gewesen.

Sowohl Ludendorf als auch Röhm wurden vom Bierhallenputsch, durch die bayerische Justiz de facto frei gesprochen. Hitler fungierte wieder als das Schauwerk des Tiefenstaates, in der Öffentlichkeit und wurde zum Kopf des Putsches erklärt und zu 5 Jahre Haft verurteilt. Doch diese Haft fand nicht nur in einer Festung statt, was in diesen Tagen als ehrenwert galt, und tatsächlich saß Hitler nicht einmal ein Jahr ab. Eindeutig das es sich hier um eine Inszenierung für die Öffentlichkeit handelte, in der Hitler lediglich eine Marionette war.

Als eigene Fassade trat Röhm aus der NSDAP aus und ging nach Bolivien, um Gras über die Geschichte wachsen zu lassen. Hitler konkretisierte nun die SA zu einer straff organisierten militärischen Armee und als 1928 eine Revolution in Bolivien ausbrach, kehrte Röhm zurück. 1931 ernannte Hitler Röhm zu seinem Stabschef. 1932 erreichte die SA eine Stärke von 400 000 Mann. Schon damals war die SA eine mit dem Staatsapparat konkurrierende Macht:

Die Wisconsin Rapids Daily Tribune berichtete am 24. Juni 1932:

Hitler-Fraktion kann Polizeimacht übernehmen 

Berlin, 24. Juni (AP) - Die Nationalsozialisten von Adolf Hitler drohten heute mit der Übernahme der Polizeimacht, wenn die Regierung von Von Papen den Ausschreitungen, die in dieser Woche zehn Menschenleben in Deutschland gekostet hatten, kein Ende setzt. Gestern wurden drei Männer bei Kämpfen getötet, und ein Polizist starb in Hamburg an Verletzungen, die er Anfang der Woche erhalten hatte. 

Bei einem Massenmeeting gestern Nacht griff Joseph Goebbels, Hitlers rechte Hand, die Regierung an und sagte, es sei denn, die Polizei überprüfe die Kommunisten, "wir werden den Befehl geben, die Straßen selbst zu räumen." Edmund Heines, Nazi-Abgeordneter des Reichstag, sagte in Breslau: "Wenn die Polizei uns nicht unterstützt, werden wir sie zum Teufel jagen."

Nur zwei Jahre später wurde Hitler zum Kanzler ernannt. Zu diesem Zeitpunkt stieg die Zahl der SA auf 3 bis 4 Millionen an; junge Männer ohne Arbeit, ohne Geld und ohne Zweck. Die Nazis und die SA gaben diesen jungen Rebellen einen Grund. Röhm als Chef der SA befehligte jetzt eine beträchtliche Kraft, die es ihm zu ermöglichen schien, jederzeit die Macht an sich zu reißen, wobei Ludendorf dies ausdrücklich unterstützte. Wohingegen Heinrich Himmler und Hermann Göring gegen Röhm opportunierten. 

Homosexualität als Grundlage eines neuen und sozialistischen Deutschlands


Im Einklang mit den elitären Philosophien von Benedikt Friedländer, Adolf Brand und Hans Blüher, betrachtete Röhm die Homosexualität als Grundlage für eine neue Gesellschaft. Louis Snyder, prominenter Historiker der NS-Zeit, schreibt:

“[Röhm] projizierte eine soziale Ordnung, in der Homosexualität als ein menschliches Verhaltensmuster von hohem Ansehen angesehen würde ... er stellte seine Homosexualität öffentlich zur Schau und bestand darauf, dass seine Kumpane dasselbe tun.”

Unter Röhm wurde die SA zum Instrument des nationalsozialistischen Terrorismus in der deutschen Gesellschaft. Es wurde offiziell am 3. August 1921 gegründet, angeblich als "Spezialbereich für Gymnastik und Sport", aber in seiner ersten Anweisung an die Gruppe definierte Hitler den Zweck der SA als "Verteidigungsmittel für die Bewegung", vor allem, als “eine Ausbildungsschule für den kommenden Kampf für die Freiheit“.

Der Historiker Thomas Fuchs berichtet:

"Die prinzipielle Funktion dieser armeeähnlichen Organisation bestand darin, jeden zu schlagen, der sich den Nazis widersetzte, und Hitler glaubte, dass dies eine Aufgabe sei, die von Homosexuellen am besten übernommen wurde. 

Zunächst diente sie lediglich dazu, die eigenen Treffen der Nationalsozialisten vor Störungen durch Rivalen und Unruhestifter zu schützen, und breitete bald ihre Taktik aus, um die Politik und die Philosophie der Nazis voranzubringen. In einer Rede von 1921 in München, Hitler bereitete die Bühne für diese Tätigkeit vor, es heißt: 
„Die nationalsozialistische Bewegung wird künftig, wenn nötig, alle Zusammenkünfte oder Vorträge, die die Gedanken unserer Mitbürger ablenken könnten, rücksichtslos verhindern." 

In Mein Kampf schrieb Hitler über einen Vorfall (als seine Männer von Kommunisten angegriffen wurden, den er als Taufakt der SA ansah:
Als ich um drei Viertel acht Uhr in die Vorhalle des Hofbräuhauses kam, konnte allerdings ein Zweifel über die vorhandene Absicht nicht mehr bestehen. Der Saal war übervoll und deshalb polizeilich gesperrt worden. Die Gegner, die sehr früh erschienen waren, befanden sich im Saal und unsere Anhänger zum größten Teil draußen. Die kleine SA. erwartete mich in der Vorhalle. Ich ließ die Türen zum großen Saal schließen und hieß dann die fünfundvierzig oder sechsundvierzig Mann antreten. Ich habe den Jungen vorgestellt, daß sie wahrscheinlich heute der Bewegung zum ersten Male auf Biegen und Brechen die Treue halten müßten, und daß keiner von uns den Saal verlassen dürfe, außer sie trügen uns als Tote hinaus; ich würde selbst im Saale bleiben, glaubte nicht, daß mich auch nur einer von ihnen verlassen würde; erblickte ich aber selber einen, der sich als Feigling erweise, so würde ich ihm persönlich die Binde herunterreißen und das Abzeichen fortnehmen. Dann forderte ich sie auf, beim geringsten Versuch zur Sprengung augenblicklich vorzugehen und dessen eingedenk zu sein, daß man sich am besten verteidigt, indem man selbst angreift.
Ein dreifaches Heil, das dieses Mal rauher und heiserer klang als sonst, war die Antwort.

Dann ging ich in den Saal hinein und konnte nun mit eigenen Augen die Lage überblicken. Sie saßen dick herinnen und suchten mich schon mit Augen zu durchbohren. Zahllose Gesichter waren mit verbissenem Haß mir zugewandt, während andere wieder, unter höhnischen Grimassen, sehr eindeutige Zurufe losließen. Man würde heute „Schluß machen mit uns“, wir sollten auf unsere Gedärme achtgeben, man würde uns das Maul endgültig verstopfen, und was es solcher schönen Redensarten sonst noch gab. Sie waren sich ihrer Übermacht bewußt und fühlten sich danach.

Dennoch konnte die Versammlung eröffnet werden, und ich begann zu sprechen. Ich stand im Hofbräuhausfestsaal immer an einer der Längsfronten des Saales, und mein Podium war ein Biertisch. Ich befand mich also eigentlich mitten unter den Leuten. Vielleicht trug dieser Umstand dazu bei, um gerade in diesem Saale immer eine Stimmung entstehen zu lassen, wie ich sie sonst an keiner Stelle ähnlich wieder gefunden habe.

Vor mir, besonders links vor mir, saßen und standen lauter Gegner. Es waren durchaus robuste Männer und Burschen, zu einem großen Teil aus der Maffei-Fabrik, von Kustermann, aus den Isariazählerwerken usw. Die linke Saalwand entlang hatten sie sich bereits ganz dicht bis an meinen Tisch vorgeschoben und begannen nun Maßkrüge zu sammeln, d.h. sie bestellten immer wieder Bier und stellten die ausgetrunkenen Krüge unter den Tisch. Ganze Batterien entstanden so, und es hätte mich wundergenommen, wenn die Sache heute wieder gut ausgegangen wäre.
Nach ungefähr eineinhalb Stunden – solange konnte ich trotz aller Zwischenrufe sprechen – war es fast so, als ob ich Herr der Lage würde. Die Führer der Sprengtrupps schienen dies selbst auch zu fühlen; denn sie wurden immer unruhiger, gingen öfters hinaus, kamen wieder herein und redeten sichtlich nervös auf ihre Leute ein.

Ein psychologischer kleiner Fehler, den ich in der Abwehr eines Zwischenrufes beging und der mir, kaum, daß ich das Wort aus dem Munde hatte, selbst zum Bewußtsein kam, gab das Signal zum Losschlagen.

Ein paar zornige Zwischenrufe, und ein Mann sprang plötzlich auf einen Stuhl und brüllte in den Saal hinein: „Freiheit!“ Auf welches Signal hin die Freiheitskämpfer mit ihrer Arbeit begannen.

In wenigen Sekunden war der ganze Raum erfüllt von einer brüllenden und schreienden Menschenmenge, über die, Haubitzenschüssen ähnlich, unzählige Maßkrüge flogen; dazwischen das Krachen von Stuhlbeinen, das Zerplatschen der Krüge, Gröhlen und Johlen und Aufschreien.

Es war ein blödsinniger Spektakel.

Ich blieb auf meinem Platz stehen und konnte beobachten, wie restlos meine Jungen ihre Pflicht erfüllten.

Da hätte ich eine bürgerliche Versammlung sehen mögen!

Der Tanz hatte noch nicht begonnen, als auch schon meine Sturmtruppler, denn so hießen sie von diesem Tage an, angriffen. Wie Wölfe stürzten sie in Rudeln von acht oder zehn immer wieder auf ihre Gegner los und begannen sie nach und nach tatsächlich aus dem Saale zu dreschen. Schon nach fünf Minuten sah ich kaum mehr einen von ihnen, der nicht schon blutüberströmt gewesen wäre. Wie viele habe ich damals erst so recht kennengelernt; an der Spitze meinen braven Maurice, meinen heutigen Privatsekretär Heß und viele andere, die, selbst schon schwer verletzt, immer wieder angriffen, solange sie sich nur auf den Beinen halten konnten.

Homosexualität als Karrierehelfer


In allen Aktionen trug die SA das Markenzeichen von Röhm Sadismus. Max Gallo beschreibt die Organisation:
“Was auch immer die SA tut - ob sie einen Gefangenen foltern, einem Gegner die Kehle durchschneiden oder eine Wohnung plündern - sie verhalten sich, als wären sie in ihrem Recht, als Handwerker des NS-Sieges ... Sie sind die SA ohne Makel. Wie Röhm selbst oft sagte: ‘Die Bataillone von Braunhemden waren die Trainingsschule des Nationalsozialismus.’"

Der beliebteste Treffpunkt der SA war eine Schwulenbar in München, genannt Bratwurstglöckl, wo Röhm einen Stammtisch unterhielt. Dies war die gleiche Taverne, in der einige der früheren Treffen der NSDAP stattgefunden hatten. Beim Bratwurstglöckl, Röhm und seine Kumpane - Edmund Heines, Karl Ernst, Ernsts Partner, Hauptmann [Paul] Rohrbein, Hauptmann Petersdorf, Graf Ernst Helldorf - trafen sie sich, um zu planen und zu strategisieren. Dies waren die Männer, die die Nazi-Kampagne der Einschüchterung und des Terrors inszenierten. Alle waren homosexuell.

Tatsächlich war Homosexualität das einzige, was viele dieser Männer für ihre leitende Position in der SA qualifiziert hat. Heinrich Himmler würde sich später darüber beklagen: "Stellt es keine Gefahr für die Nazibewegung dar, wenn man sagen kann, dass Nazi-Führer aus sexuellen Gründen ausgewählt werden?" Himmler war nicht so sehr gegen Homosexualität selbst, wie gegenwärtig aus rein propagandistischen Gründen (da eine politisierte Schwulenbewegung schon wieder Deutschland ergreift, weil dahinter dieselben deutschen Eliten stehen) behauptet wird, als gegen die Tatsache, dass nicht qualifizierte Personen aufgrund ihrer homosexuellen Beziehungen zu Röhm und anderen ein hoher Rang eingeräumt wurde. Zum Beispiel SA Obergruppenführer (Generalleutnant) Karl Ernst, ein militanter Homosexueller, war vor seinem Eintritt in die SA lediglich Kellner gewesen.

"Karl Ernst ist noch nicht fünfunddreißig”, schreibt Gallo, “er befiehlt 250.000 Männer ... er ist einfach ein Sadist, ein gewöhnlicher Schläger, der in einen verantwortlichen Beamten verwandelt wird." Später wurde Ernst Mitglied des Deutschen Bundestages.

Gallo schreibt:

“Röhm hatte sich als Chef von 2.500.000 Sturmtruppen mit einem Stab von Perversen umgeben. Seine Häuptlinge, Männer im Rang eines Gruppenführers oder Obergruppenführers, befehligten Einheiten von mehreren Hunderttausend Sturmtruppen waren fast ausnahmslos Homosexuelle. Wenn ein Sturmtruppenoffizier nicht homosexuell war, hatte er tatsächlich keine Aufstiegschancen.“

Otto Friedrichs Analyse in Before the Flood ist ähnlich:

“Unter der Leitung von Röhm erwarb die SA-Führung jedoch eine besondere Qualität für die rohen und stürmischen obersten SA Führer die auch leidenschaftliche Homosexuelle waren, und er umgab sich gern in allen Führungspositionen mit Männern ähnlicher Überzeugung.”

In der SA wurde schließlich das hellenische Ideal der maskulinen homosexuellen Vorherrschaft und des Militarismus verwirklicht. "Ihre war eine sehr männliche Art von Homosexualität", schreibt der homosexuelle Historiker Alfred Rowse, "sie lebten in einer Männerwelt, ohne Frauen, einer Welt von Lagern und Marschieren, Kundgebungen und Sport. Sie hatten ihre eigenen Entspannung und die Münchener SA wurde dafür berüchtigt”. Die Ähnlichkeit der SA zu Friedländer und Brands Traum von der hellenischen Wiederbelebung ist kein Zufall. Ernst Röhm war nicht nur Mitbegründer der NSDAP, sondern auch ein führendes Mitglied der Gesellschaft für Menschenrechte, ein Ableger der Gemeinschaft der Eigenen.

Die Entspannung, auf die sich Rowse im obigen Zitat bezieht, waren natürlich die homosexuellen Aktivitäten (viele davon päderastisch), für die die SA berühmt war.

Hohne schreibt:

“[Röhm] benutzte die SA zu anderen Zwecken als dem rein politischen. Die Kontaktpersonen der SA hielten ihren Stabschef bei geeigneten Partnern, und bei den ersten Anzeichen der Untreue eines Röhm-Favoriten würde er von einem der SA-Mobilkommandos erschlagen werden. Der Zuhälter war ein Verkäufer mit dem Namen Peter Granninger, der zu Röhms Liebhabern gehörte, erhielt jetzt Deckung durch die SA-Geheimdienstabteilung. Für ein monatliches Gehalt von 200 Mark unterhielt er Röhm mit neuen Freunden, wobei sein Hauptrevier die Geisela Hochschule in München war; von dieser Schule rekrutierte er nicht weniger als elf Jungen, die er zuerst ausprobierte und dann zu Röhm brachte.”

Obwohl das ursprüngliche SA-Kapitel in München am berüchtigsten war, waren andere SA-Kapitel auch Zentren homosexueller Aktivität. Richard Bessel bemerkt in Politische Gewalt und dem Aufstieg des Nationalsozialismus, dass die schlesische SA seit 1931 eine Hochburg der Perversion war.

Röhm und seine engsten SA-Angehörigen gehörten zu der Minderheit von NS-Homosexuellen, die keine Frauen nahmen. Ob für Konventionen, für die Fortpflanzung oder einfach, um ihre sexuellen Neigungen zu verschleiern, die meisten NS-Homosexuellen hatten geheiratet und verbargen ihre Homosexualität in der Öffentlichkeit. Einige wie Reinhard Heydrich und Baldur von Schirach waren bereits verheiratet, ehe sie in homosexuelle Skandale verwickelt waren, aber oft hielten diese Männer, die die Weiblichkeit so hassten, während ihres ganzen Lebens eine Fassade heterosexueller Ehrbarkeit. 

Lothar Machtan stellt fest: "Dass Hitler ... viele von ihnen zur Heirat ermutigt hat, sollte nicht überraschen: Jede Verschwörung bedarf einer Tarnung." Dies waren leere Ehen, die von einer Frau eines dieser SA-Männer kommentiert wurde: „Der einzige Teil meines Mannes, den ich kenne, ist sein Rücken.“ (zitiert bei Klaus Theweleit).

Wie wir gesehen haben, war die SA in vieler Hinsicht eine Kreation der homosexuellen Bewegung Deutschlands, so wie die NSDAP in vielerlei Hinsicht eine Kreation der SA war. Bevor wir uns die Entstehung und die frühen Jahre der NSDAP genauer ansehen, müssen wir zwei weitere sehr wichtige Bewegungen untersuchen, die zum Nationalsozialismus beigetragen haben. Dies sind die okkulte theosophisch-ariosophische Bewegung und die intellektuelle Bewegung, die die nationalsozialistische Philosophie geschaffen hat. Beide Bewegungen, die für unser Verständnis der NSDAP und ihrer Aktionen von wesentlicher Bedeutung sind, wurden auch stark von Homosexuellen beeinflusst.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!