Sonntag, 3. März 2019

Leserbrief: Die Bolschewisten haben nicht den Zaren gestürzt

"Dennoch haben die Bolschewiki nie den Zaren gestürzt - sie haben die liberal-westliche provisorische Regierung gestürzt. Auch möchte ich darauf verweisen, dass Lenin selbst wie viele andere Bolschewisten, Adlige waren, zum Beispiel gilt das auch für Ordschonikidse, Majakowski und sogar für den Tschekisten Gleb Bokii."

Die Bolschewisten waren kategorische Befürworter des Sturzes des Zaren. Sie schlossen die Möglichkeit aus, die Monarchie auch in einer rein verfassungsmäßigen Form zu behalten.

"Die russische sozialdemokratische Arbeiterpartei betrachtet ihre unmittelbare politische Aufgabe als Überblick über die zaristische Autokratie und ihre Ablösung durch eine demokratische Republik", heißt es in dem Programm der RSDRP, das auf ihrem 2. Kongress angenommen wurde, und wo sich eben Lenins Anhänger den Namen Bolschewiki zulegten.

Die Bolschewiki spielten keine entscheidende Rolle beim Sturz der Monarchie, nur weil die Partei im Februar 1917 noch sehr schwach war und weil es eine Bedingung des deutschen Kaisers war. Die Deutschen hatten es nie für möglich gehalten, dass die Bolschewisten sich behaupten werden, und spielten mit dem Gedanken, die russische Monarchie wieder einzusetzen, wenn der Erste Weltkrieg entschieden sei.

Sie waren es allerdings, die den russischen Kaiser in ihre Macht brachten, um genau diese Rückkehr zur Monarchie zu verhindern. Sie waren es auch, die die Abdankung des Zaren unumkehrbar machten, indem sie nicht nur ihn, sondern die ganze Familie, ja bis hin zu Hausangestellten, töteten. Wie viele Historiker und Rechtstheoretiker darauf hingewiesen haben (und Lenin wusste das ebenso), war die Abdankung von Nikolaus II. im März 1917 gesetzlich null und reversibel, während der Tod endgültig war. Ihren deutschen Verbündeten logen sie zunächst einmal vor, dass die Zarenfamilie wohl auf sei und mit der Weimarer Republik wurde das dann eh nebensächlich.

Es ist nicht ungewöhnlich, wenn Adlige sich den Marxisten anschließen. Ebenso wie sie auch zu den Anarchisten gingen, wie Pjotr Alexejewitsch Kropotkin, demokratische und antikommunistische Ansichten hatten, z. B. Otto Habsburg oder gar Ideenbringer der Libertären wurden, Mises oder Hayek. Das ist also überhaupt kein Argument, wichtig ist es festzustellen, dass es auf das Denken der jeweiligen Person ankommt. Und da fällt dann sehr schnell auf, dass immer die perverseren und niederträchtigen  Charaktere unter den Adligen sich vom Marxismus angezogen fühlen, so wie auch die von Ihnen genannten Beispiele zeigen, was außerdem sehr viel damit zu tun hat, dass das ganze Schema des Marxismus dem Feudalismus ähnelt. 

Nicht zu vergessen, dass Karl Marx zwar nicht adlig war, aber merkwürdigerweise in den preußischen Adel einheiraten durfte, bzw. eben nicht der "Vater des Sozialismus" ist, als der er von roten Revisionisten propagandiert wird, sondern den erlernte, und zwar explizit von einem preußischen Adligen. Was auch schon einiges über die Qualität jener aussagt, die solchen marxistischen Führern folgen. Wie intelligent kann schon jemand sein, der ausgerechnet einen Irren, dessen Hirn von der Syphilis zerfressen wird, für ein Genie hält?

Wer nun darauf verweist, dass Adlige die Marxisten unterstützten, drückt in erster Linie aus, dass dies nicht gerade ein Qualitätsmerkmal darstellt, wie man an Felix Dserschinski sehen kann.

Darüber hinaus sollte der Grad von Lenins Adel nicht übertrieben werden. Sein Vater, Ilja Nikolajewitsch Uljanow, war der Sohn eines Kleinbürgers aus Astrachan und wurde für seine harte Arbeit in den Adelsstand erhoben, eine Qualität die sich nicht auf seine Söhne Wladimir Iljitsch (Lenin) und Alexander Iljitsch Uljanow (Terrorist) vererbte.

Die Beziehungen zwischen den Bolschewiki und dem Adel wurden nicht durch eine gegenseitige Liebe bestimmt, sondern Konkurrenzdenken und dem so typischen Trieb des Kommunisten: Neid und dem Wunsch, auch mal so leben zu können, wie ein König. Und ihre Allianzen mit den Monarchisten hatten immer den Charakter einer Nutzehe.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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