Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Dienstag, 5. März 2019

Leserbrief: Aber die Absicht der Bolschewisten war doch gut

"Die ersten Gesetze, die die Bolschewiki nach ihrem Aufstieg an die Macht angenommen hatten, hatten nichts Unterdrückendes. Das Experiment Sowjetunion wurde erst später pervertiert. Die Bolschewiki kamen als beispiellose Idealisten, Befreier des Volkes und Demokraten im besten Sinne des Wortes."

"Das war ja kein richtiger Sozialismus! Die haben Marx falsch interpretiert! Es gab ja auch gute Kommunisten ..." Soll ich fortfahren oder wollen wir uns mit den gemäßigten Kommunisten gegen die radikalen Kommunisten verbünden? Nur der marxistische Kommunist, der aus dem Landwehrkanal gefischt wird, ist ein guter Kommunist.

Schon am 27. Oktober (nach julianischen Kalender, gregorianischer wäre es 9. November), 20 Tage nach der Revolution, verhängten die Roten ein Pressekontrollgesetz. Bis zu diesem Zeitpunkt ihr 4. Dekret.

Sie begannen damit ein repressives Vorgehen zu organisieren, gegen alle bürgerliche Presse (die einzige freie Presse in Russland) die vom Sovnarkom kontrolliert wurde. Jede Presse, die sich weigerte, die Putschisten anzuerkennen wurde zerstört. Und warfen der Presse vor „einen offenen Widerstand oder Ungehorsam gegenüber der Regierung von Arbeitern und Bauern“ zu schüren. Also werden die Tatsachen von den Putschisten umgekehrt. Und genau das was die Roten taten, warfen sie der bürgerlichen Presse vor: „Widerspruch durch grob offensichtliche Umkehrung der Tatsachen zu schüren.“ (Diese Eigenart der Roten von Täter-Opferumkehr ist bis heute typisch.) Damit meinten die Roten allerdings die Nachrichten, die sie aufgrund ihrer Taten negativ darstellten. Um das Presseproblem zu lösen warfen die Roten der bürgerlichen Presse „Handlungen mit offensichtlich krimineller oder missbräuchlicher Natur“ vor. Was bei (marxistischen) Kommunisten nichts anderes bedeutet, als die tatsächliche Wahrheit darzustellen und die Öffentlichkeit über die Gräueltaten der Tscheka zu informieren. Doch damit allein ist die Situation noch nicht komplett verstanden, denn die Roten hatten zu dieser Zeit kein Justizsystem oder Strafgesetzbuch. Alle polizeiliche "Ermittlung" ebenso wie Rechtssprechung und Scharfrichter verkörperten sich in selbiger Tscheka, die nichts Besseres als eine Mafia war und für gewöhnlich Schritt Eins und Zwei übersprang.

Im November und Dezember (gregorianischer Kalender) verstärkte sich die Unterdrückung der Presse durch eine Ausuferung der Gewalt: Beschlagnahme privater Druckerpressen und Papiervorräte (17. November, dies und die folgenden Termine gregorianischer Kalender); Staatsmonopol der öffentlichen Bekanntmachungen (20. November); Forderungen nach Festnahme und Prozess "vor dem revolutionären Gericht des Volkes" für jeden, der "der Sache des Volkes schadet" (18. November) wobei einzig das Sovnarkom zu sagen hatte, was genau "Sache des Volkes" ist und das Volk diese Meinung dann zu vertreten hatte, um zu verhindern, dass die Tscheka es abholt; die Roten verhängten ein explizites Verbot von direkten und zwischengeschalteten Verhandlungen mit den "Anführern des konterrevolutionären Aufstands" (8. Dezember); Haftbefehl für die Führung der konstitutionellen Demokraten, die als "Partei der Volksfeinde" bezeichnet werden (11. Dezember). So viel zu ihrem guten Anfang marxistischer "Demokraten".

Wenn marxistischer Abschaum beginnt über die Vorzüge ihrer sozialistischen Utopie zu palavern, gilt es sich genau dieser typischen Umkehr der Tatsachen bei den Roten zu erinnern und das Gegenteil zu verstehen, von dem was sie sagen, sofern man nicht als nützlicher Idiot später erst im Gulag seinen AHA-Effekt erleben will.


  • Beim Ausbau des Überwachungsstaates geht es nicht um einen Kampf gegen Terroristen oder sogar Nazis, es geht um eine allgemeine Überwachung des gesamten Volkes.
  • Bei der Militarisierung der Polizei geht es nicht darum, das Volk zu beschützen, sondern darum kriminelle Politiker vor dem Volk zu schützen.
  • Waffenkontrolle zielt nicht darauf ab, dem Volk Sicherheit zu garantieren, sondern der Tscheka, wenn sie Bürger abholt.
  • Sozialismus zielt auch nicht darauf ab, alle "gleich" zu stellen, sondern Dich vom Staat abhängig zu machen.
In jedem sozialistischen Experiment geht es nur darum, eine Mafia, die sich als politische Elite versteht, an der Macht zu sichern und unter allem Umständen vor dem Volk zu schützen. Und genau darum verliefen bisher alle sozialistischen Experimente stets gleich, nicht weil Marx falsch interpretiert wurde, sondern weil er exakt richtig verstanden wurde.



Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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