Dienstag, 5. Februar 2019

Russischer Finanzminister erwartet schwierige Zeiten

Finanzminister Anton Siluanov sagte, dass das Leben in den kommenden Jahren zweifellos schwieriger werden wird, weil die russische Wirtschaft sich "nicht richtig entwickelt". Was schon mal ganz nett ausgedrückt ist, für ein negatives Wirtschaftswachstum. Das schwierige Zeiten bevorstehen hört man in RuSSland übrigens seit Jahrzehnten, immer mit dem Wahlversprechen Hinhaltetaktik, dass ein weiser Staat an irgendeinem glamourösen Utopia bastelt.

Verweisend auf die schwierigen Bedingungen hatte Siluanov die Dreistigkeit von der russischen Öffentlichkeit zu fordern, "den Gürtel enger zu schnallen" und vor allem aufzuhören für sich selbst zu sparen, auch eine nette Formulierung statt des unschönen: Gebt alles dem Staat! Laut 
Siluanov seien die Russen in Wirklichkeit an Stabilität gewöhnt, aber der Staat kann diese Stabilität leider nicht mehr allen garantieren.

Wem rät Siluanov, nicht für sich selbst zu horten?


Einige mögen naiv davon ausgehen, dass Siluanov jedem rät, "überhaupt nicht fett zu werden", aber das ist nicht so. Siluanovs Gehalt fällt nicht, sondern wächst regelmäßig. Im Moment erhält er etwa 2 Millionen Rubel pro Monat (26 687€). Im Januar 2019 betrug der Mindestlohn in Moskau 18 781 Rubel oder rund 250 €. Russland hat seine Mindestgehälter nach Regionen aufgeteilt, und Moskau hat das höchste.

Als nächstes: Die Abgeordneten der Staatsduma erwarten, dass sich ihr Lohnwachstum von 400 auf 800 Tausend Rubel verdoppeln wird, und regionalen Beamten wurden 630 Milliarden Rubel als "materielle Motivation" zugewiesen. Das Forbes-Magazin weist zudem auf eine Rekord-Einkommenssteigerung der Oligarchen hin. Daher gilt der Slogan von Siluanov nicht für Superreiche und Systemhuren.

Siluanovs Slogan bezieht sich auf den durchschnittlichen Russen, deren Leben sich objektiv rasant verschlechtert. Und da Siluanov offen darüber spricht, deutet dies leider nur darauf hin, dass es sich noch weiter verschlechtern wird.

Was werden die Russen von ihrer AusbeuterreGIERung noch erwarten dürfen?


Es ist offensichtlich, dass Siluanov nicht nur darauf hinweist, dass sich das Leben der Bürger verschlechtert. Wenn wir Siluanovs Gedanken in einige reale Konsequenzen übersetzen, erwarten wir Folgendes: Die Steuern und Gebühren steigen und der soziale Bereich schrumpft.

In der Tat werden die Slogans "Der Staat der Russen sollte grundsätzlich nichts tun" weiter umgesetzt, woran kein Zweifel besteht. Siluanov nannte es sehr bescheiden - "die Politik der Wirtschaft".

Aber nur die Ärmsten sparen. Sie sparen bei der Bildung und medizinischen Versorgung. Sie sparen bei Behinderten, große Familien, Veteranen und andere bedürftige Bürger. Daran besteht kein Zweifel.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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