Dienstag, 26. Februar 2019

REUTERS - klassisches Beispiel für La-La-Ismus

REUTERS sind ja schon Linksliberale, aber eigentlich mag ich die dennoch. Zum größten Teil sind deren Berichte sehr faktenbasiert und ausgewogen. Doch dann wird einem schlagartig klar, dass alle diese La-La-Leute offenbar auf einer steuerfinanzierten Ponyfarm aufwuchsen ...



Dieser Artikel ist Schwachsinn und zeugt lediglich davon, dass die Schreiber zwar Fakten treu, dennoch mit einer grenzenlosen Naivität berichten.

Warum ich das sage? Weil REUTERS hier schlicht und ergreifend Selbstverständlichkeiten aus einem Staat der westlichen liberalen Welt, eins zu eins auf eine stalinistische Diktatur umsetzt und ohne Hintergrundrecherche annimmt, dass habe so seine Gültigkeit. Das war es auch, wie der Ostblock den Westen mit der Perestroika täuschte. Weil der Raul Castro es sagt, muss es auch so sein, ist doch logisch! Warum sollte man auch an dem Wort eines marxistischen Diktators zweifeln, dafür besteht doch gar keine Veranlassung, nicht wahr?

Wenn man sich das ansieht, was in der tropischen Despotie eine Verfassung genannt wird, dann wird einem schnell bewusst, dass der Präsident in Kuba keineswegs die oberste Autorität darstellt, sondern der Chef der kommunistischen Partei, mit expliziten Worten also: Raul Castro. Bisher war lediglich Amt des Parteivorsitzenden und Präsidentschaft von Kuba auf dieselbe Person vereint.

Dieser Artikel von REUTERS ist zwar vom April 2018, doch die Verfassung in Kuba hat schon damals in diesem Punkt so gelautet. 

Nun jedoch, nach nicht einmal einem Jahr kann man sehr genau erkennen, wie der Artikel von REUTERS vom Sachverhalt her richtig ist, die Fakten allerdings vollkommen falsch interpretiert wurden. Dies liegt nicht daran, dass REUTERS sich mit den Faschisten in Havanna verbunden hätte, sondern an der mangelnden Kenntnis über die besonderen Umstände der kubanischen Diktatur. Und selbstverständlich einer gehörigen Portion von La-La-tum.

Es waren immer die Liberalen, die zwar Diktaturen bekämpften, aber als Letzte die Etablierung einer Diktatur bemerkten. 

Einem verständlichen Wunsch nach inneren Frieden folgend, neigte der Linksliberale eher als ein Rechtsliberaler dazu, die geschlossenen Reihen einer entschlossenen Verteidigung gegen die Totalitären zu öffnen, und zwar unter einer Reihe von Irrtümern, die da wären:

  1. Sie glauben an das Gute in totalitär denkenden Neandertaler.
  2. Sie glauben an die Fähigkeit der Evolution, bei Marxisten, deren Denken von atavistischen Trieben gesteuert wird.
  3. Sie glauben jedes Wort, wenn ein Marxist vom Demokratisierungsprozess spricht, in der Hoffnung auf eine friedliche Zukunft.
  4. Sie wissen nicht, dass ein Marxist grundsätzlich lügt, weil sie sich nicht vorstellen können, dass seine Motivation einzig und allein darin besteht, die Öffentlichkeit zu täuschen und das System zu unterwandern und an Positionen der Macht zu gelangen, bzw. über die Natur seiner Diktatur die Weltöffentlichkeit zu täuschen und den Eindruck zu erwecken eine Demokratie zu sein.
  5. Liberale sind die nützlichsten Idioten im Kampf gegen Rechts und glauben annehmen zu müssen, einen Teil von Totalitären so bekämpfen zu müssen, dass sich die anderen Totalitären darüber freuen.
Der Betrug der Weltöffentlichkeit, durch Kuba, als es das Präsidentenamt und das des Parteivorsitzenden trennte, erfolgte während der Zuspitzung der Unterdrückung von Oppositionellen. 

Aus schier unfassbarer Naivität heraus, geht der REUTERS Artikel davon aus: Nun wird alles anders. Innerhalb weniger Monate danach, war klar, dass nichts anders werden wird. Die Unterdrückung nahm zu und gerade jetzt wurde die Verfassung so abgeändert, damit die faschistische Diktatur untermauert wird. Und genau diese Naivität ist das große Problem bei den Linksliberalen, die die Unterwanderung ermöglicht.



Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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