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Mittwoch, 15. August 2018

Was haben die USA wirklich gegen die Türkei?


Der verfolgte Recep


Ob sich Recep Tayyip Erdogan wohl darüber wundert, warum ausgerechnet er (und noch dazu NATO-Verbündeter), als einziger von den ganzen Regierungschefs in dieser Region der Welt ausgesucht wurde, um aus Gründen der Menschenrechte sanktioniert zu werden?

Ich denke, er kennt den wahren Grund. Wie ich schon damals sagte, bei der Ausweisung von 60 russischen Diplomat, dass es nicht wirklich um die Vergiftung von Skripal und seiner Tochter geht, geht es auch hier nicht wirklich um den verhafteten Pastor Andrew Brunson. Das sind die Geschichten für das Dummvolk und versuchen denen was zu erklären kann machen wer Lust hat, ich nicht. Die kapieren sowieso keine Politik und kommen dann mit Dingen, wie: Ob das gerecht sei! Na die Leute habe ich gleich zum Fressen gern. Es geht um meine Interessen und wie erreiche ich sie, kann mir der Präsident der Türkei dabei helfen? Nein! Dann brauche ich ihn nicht und kann weg!



Bisherige Nahostpolitik


Wie sah denn die US-Politik bisher im Nahen Osten aus? Er unterstützte alle dortigen Staaten, die mit den USA kooperieren: Israel, Saudi-Arabien und Ägypten. Washington reagierte harsch auf jene, die die US-Politik torpedieren: Iran und diverse sunnitische Gruppen. Und Erdogan reiht sich konsequent in letztere Kategorie ein.

Erdogan hat sich nicht nur empört darüber geäußert, wie die USA mit ihren Verbündeten umgeht, er hatte sogar die Frechheit die NATO, um militärischen Beistand gegen die USA zu bitten. Er findet aber gar nichts dabei, sich mit Iran und Russland an einen Tisch zu setzen und sich Syrien untereinander aufzuteilen und Waffen bei den Russen zu kaufen (Raketenabwehrsystem S-400), trotzdem die USA deutlich ihr Missfallen darüber äußerte. Wer hat also damit begonnen seine Verbündeten schlecht zu behandeln? Halten wir also fest, das Hündchen Erdogan pinkelt den USA ans Bein und jault dann auf, weil ihm in die Eier getreten wird?



Verhalten der Türkei


Dann sehe man sich die Genossen in der Regierung an, wie die Türkei und Erdogan behandeln, man glaubt an eine Monthy Python Version der Nibelungen. Erdogan macht hier Wahlkampf und 18 000 Graue Wölfe bekunden ihre militante Gefolgschaft, während so einige SPD-Scharmutas zu denen gehören. Wir werden konsequent entwaffnet, während die Türkei die zweitgrößte Armee der NATO hat. Und welchen Türken klassifizieren die hier zum Staatsfeind? Akif Pirinçci!

Ebenfalls stellte sich Erdogan gegen die Bitten der USA, der Muslimbruderschaft und Hamas keine Unterstützung zukommen zu lassen. Gegen den Wunsch der USA griff die Türkei Kurden in Syrien an, die das Massaker von Afrin begannen, und zwar ganz speziell eine Gruppe, die von den USA unterstützt wurde. Wenn die Türkei das macht, dann handeln sie ausdrücklich im Interesse der Feinde der USA.

All das sieht der deutsche Michel aber nicht, an all das erinnert sich der deutsche Michel nicht, sondern setzt sich seine moralische Miene der Überheblichkeit auf und fragt in seinem Hippie-Slang: "Aber darf man so seine Verbündeten behandeln? Können wir uns nicht alle lieb haben, einen Lotusblütentee trinken und beim Reigen am Lagerfeuer Kumbaya singen?" Dies sind nicht die richtigen Fragen! Die einzig richtige Frage kann hier nur lauten: "Warum erst jetzt! Und wann verschwinden Erdogan-Kanacken!"

Die türkischen Milizen, die in Afrin wüteten, wurden von den USA ganz bewusst mit Vokabular beschrieben, die an den Islamischen Staat erinnern. Und Erdogan suchte offen die harmonischen Beziehungen zu Iran und Katar. Das war seine Art der ganzen Welt zu signalisieren, seht ihr, ich bin über die USA erhaben.



Nur dem Namen nach sind die Türkei und USA Verbündete


Nur dem Namen nach sind die Türkei und USA Verbündete, und zwar nicht seit den US-Sanktionen gegen die Türkei, sondern schon lange vorher. Man hätte es wissen können, wenn man seine politischen Kenntnisse nicht von Radio Eriwan beziehen würde. (Ach übrigens, wegen der ständigen Fragen, nach meinen Quellen, da sende ich mal ein nettes Leckt mich zurück, das ist hier keine Nachrichtenagentur, sondern da gibt es Leute die anoym länger leben.) Schon vor Monaten wies Außenminister Michael Pompeo auf die Beziehungen USA-Türkei hin: "der Trend ist falsch".

Die Inhaftierung von Andrew Brunson war für die USA lediglich der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Für Erdogan hingegen war es ein Prestigeprojekt: "Schaut, wie ich mit der USA umspringe!" Freilich, würde er auf die Forderung der USA eingehen, würde er nun sein Gesicht verlieren. Sie suchten den Ausweg, indem Erdogan anbot Brunson gegen einen türkischen Geistlichen einzutauschen, der in den USA wegen Terrorismus inhaftiert ist. Wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit?




Problemfall Türkei


Die Türkei war für Donald Trump von Anfang an ein heißes Eisen und die Frage war: Wenn wir den Erdogan nicht loswerden, wie kriegen wir ihn aus der NATO raus? Das Problem erschien nicht in den Medien, daraus ist zu schließen, es genoss besondere Aufmerksamkeit der Regierung.

Donald Trump kritisierte sehr wohl das Vorgehen der Saudis im Jemen gegen Zivilisten, es ist nicht so, dass er da sich blind stellen würde. Das Weiße Haus erlaubte Militärhilfe für Ägypten, die wegen Menschenrechtsverletzungen suspendiert wurden, hätten sie es nicht getan wäre Ägypten und der wichtige Suezkanal ins Kremllager gewechselt. 


Präsident Abdel-Fattah El-Sisi ist ein Putschist, richtig! Wem hat er denn weggeputscht, einen Muslimbruder. Dazu sage ich nur, meinen Segen hat er! "Aber er wurde doch gewählt!" Ach wie traurig, Hitler auch! Ist es etwa meine Schuld, dass die Mehrheit dumm ist? Soll man die Herrschaft den Idioten überlassen? Da fällt mir übrigens noch so ein Land ein, wo eine Putschregierung Akif Pirinçci zum Integrationsminister machen sollte, und Joe Arpaio wird sein Staatssekretär für Abschiebung. Es geht schließlich nichts über dringend benötigte Facharbeiter.






Türkei hält NATO zum Narren


Die Verlegung der US-Botschaft nach Jerusalem war ein weiterer enormer Schlag gegen das Kremllager.

Eli Avidar, ein Ex-Angestellter des israelischen Außenministerium, drückte sich daher diplomatisch aus: "Die Türken haben lange mit dem Feuer gespielt. Irgendwann musste es enden." Und viel zulange hat man es ihnen durchgehen lassen.

Nirgendwo beleidigte Erdogan mehr das westliche Verteidigungsbündnis der NATO, als bei seiner harmonischen ménage à trois mit dem Iran und Russland. Beide Staaten, die die USA am Anfang der Regierung Trump auf die Liste der Hauptfeinde setzte.

Der türkische Außenminister, Mevlut Cavusoglu, sagte am Dienstag, dass sich die Türkei nicht an den Sanktionen am Iran beteiligen werde. Doch die einzige türkische Raffinerie, darüber hinaus im Staatsbesitz, Tupras Turkiye Petrol Rafinerileri AS, verweist auf einen Rückgang der Ölimporte aus dem Iran auf null Prozent. Natürlich kann sich das wieder ändern. Lass sie doch, die türkische Wirtschaft wird sehr bald nichts mehr produzieren und der Iran braucht Devisen, die die Türkei nicht hat.


Im selben Lager


Die Türkei und der Iran "befinden sich zunehmend im selben Lager", sagte Ellie Geranmayeh, eine führende Mitarbeiterin des Europäischen Rates für Auswärtige Beziehungen. "Wenn der Iran die Ölkäufe in der Türkei auf gleichem Niveau halten kann, um Verluste aus anderen Märkten auszugleichen, wäre das aus der iranischen Perspektive wichtig." Nur wird das, wie es aussieht nicht geschehen.

Erdogans Turtelei mit Russland hat auch nicht geholfen. Die Entscheidung, das russische Raketenabwehrsystem zu kaufen, führte zu Empörung unter den US-Gesetzgebern, die ein Verbot der Lieferung von F-35-Jets der nächsten Generation an den NATO-Verbündeten verhängt haben, bis das Pentagon einen Bericht über die Beziehungen zwischen den USA und der Türkei erstellt.

Trotz des erhöhten Druckes der USA ist Erdogan trotzig geblieben und sagt, es seien die USA, die ihn dazu drängen, amerikanische Gegner zu suchen.

Seine überraschende Ankündigung, dass er die Zölle auf die Türkei wegen seiner Weigerung, den amerikanischen Pastor Andrew Brunson freizulassen, verstärken würde, schickte die Lira, ins Trudeln.

"Ankara überspielte völlig seine Hand. Der Präsident hat keine Leitplanken", sagte Aaron Stein, Senior Resident Fellow im Rafik Hariri Center für den Nahen Osten beim Atlantic Council und Autor von "Neue Außenpolitik der Türkei".

Es war auch die von der türkischen Regierung betriebene Halkbank, die dem Iran geholfen hatte, Sanktionen zu umgehen. Für Trump spiegelt der Kampf für die Freilassung eines evangelischen Priesters bei den Vorwahlen im November eine entscheidende Rolle; für Erdogan spiegelt seine Reaktion in ähnlicher Weise den Wunsch wider, den Wählern seine Macht in der Beziehung der Türkei über die USA zu demonstrieren.

Wir hingegen müssen in dieser Situation die Entscheidung treffen, sind die Interessen der USA oder die der Türkei die Meinigen.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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