Montag, 13. August 2018

Erdogan bleibt stur

Aktienkurse fielen in ganz Asien, Dollar steigt


In Asien sanken die Aktienkurse neben dem Euro und den Währungen der Schwellenländer (speziell Südafrika und Indien), während der Yen aufgrund der anhaltenden Turbulenzen in der Türkei profitierte. Die Sorge um eine Infektion anderer Staaten, durch die anatolische Krise ist groß, denn Dönerstan ist für viele der regionalen Shithole Country eine Leitökonomie und wichtiger Absatzmarkt für ihre Ziegen und Schafe, als Nebenfrau in vielen muslimischen Haushalten.

Und wenn einem dann endlich mal Allah die Weisheit gibt, die Schafsökonomie und sonstige sozialistische Ökonomieverstehern in den Landwehrkanal zu kippen, dann braucht man sich nicht wundern, wenn man nicht auf die Ausrede des "Systemfehlers" zurückgreifen muss. Jedenfalls erreichte der US-Dollar seinen höchsten Stand seit über einem Jahr.


Leichter Anstieg der Lira ein Placebo


Alle asiatischen Börsen zeigten sich von der Dönerkrise beeinflusst. Die Lira verzeichnet im Moment einen leichten Anstieg, als Reaktion auf die Maßnahmen zur Erhöhung der Liquidität, durch die Zentralbank. Dennoch gibt es kein Aufatmen an den asiatischen Finanzmärkten, da Sultan Recep Tayyip Erdogan schon gestern seine trotzige Haltung gegen die USA betonte, ebenso gegen Finanzmarkt-Orthodoxie, was wohl so zu verstehen ist, dass er sich von irgendwelchen Sozi-Ökonomen beraten lässt, die ihm sagen noch ein Ass im Ärmel zu haben.

Das internationale Kapital sieht das daher auch ein ganz klein wenig anders, als unser Recep, und sucht die sicheren Häfen der japanischen Finanzmarkt-Orthodoxie auf. Die Banken versuchen durch Minimalrisikomärkte, wie Japan, die Verluste ihrer High-Risiko Anlagen im Wirtschaftswunderland zu mindern.

Auch US-Sanktionen gegen Iran sind von Bedeutung


Der Rückgang der Lira "könnte die Volatilität der Anlagen in Schwellenländern fördern und die Anlegerstimmung auf kurze Sicht dämpfen, wie es die Märkte bereits tun", sagte Kerry Craig, globaler Marktstratege bei JPMorgan Asset Management. "Aber die Gründe für den Rückgang der Lira sind sehr spezifisch für die Türkei - daher sollte sie die positiven Fundamentaldaten in anderen aufstrebenden Märkten längerfristig nicht gefährden."

Allerdings waren einige der Kurseinbrüche weitaus weniger vom Dönernotstand beeinträchtigt, wie es Kerry Craig annahm. Das Barrel Öl viel auf unter 68 Dollar und Putin wird wohl mit einer Flasche weniger vom Krim-Champus auskommen müssen. Ausgelöst war der Preiseinbruch, nachdem der Iran weitere Verhandlungen mit den USA ablehnte (die Mullahs spekulierten auf den Anstieg des Erdölpreises, wegen der Sanktionen) und die USA (derzeit der größte Ölproduzent) reagierte ganz einfach indem sie ihre Fördermenge noch einmal erhöhten. Nun schauen die Mullahs dumm aus dem Turban.

Türkeikrise setzt sich fort


Was den türkischen Markt betrifft, ist davon auszugehenen, dass dies noch sehr unterhaltsam werden wird, wie uns die Stabilität der US-Anleihen verspricht. Und Erdogan zeigt nicht die geringste Kompromissbereitschaft in einem Krieg, den er nicht gewinnen kann. Da die neue Verfassung, der alle Kichererbsenpüreefabrikanten in großer und von Allah gegebener Weisheit zustimmten, dem Sultan diktatorische Vollmachten gibt, hat die türkische Zentralbank und Finanzministerium keinerlei Möglichkeit, sich dem politischen Druck zu widersetzen. Der Typ ist fest entschlossen sein ganzes Volk in den Abgrund zu reißen, doch kein Problem, die kommen einfach alle nach Deutschland und bitten um Asyl, dann kümmert sich Mutti um das Problem.

Finanzminister Berat Albayrak versuchte am Sonntagabend, in einem Zeitungsinterview, Anleger zu beruhigen. Er sagte, das Ministerium habe einen Aktionsplan vorbereitet, der am Montag (heute) bekannt gegeben werde. Die Institutionen des Landes seien bereit, die "notwendigen Schritte" zu unternehmen, um die Märkte zu beruhigen.

Regierung ergreift nicht die notwendigen Maßnahmen


Der notwendige Schritt wäre zuerst einmal die Zinssätze zu erhöhen. Doch dies ist wahrscheinlich genau das, was Erdogan unter Finanzmarkt-Orthodoxie versteht und wovon er nichts hält. Und genau das tut die Zentralbank eben nicht, was uns wiederum sagt, dass sie nicht autonom agieren kann und dem Diktat des kranken Mannes am Bosporus unterliegt.

Stattdessen griff die Bankenregulierungs- und Aufsichtsbehörde ein, um die Anzahl der Devisen- und Lira-Swaps sowie der Swap-ähnlichen Transaktionen auf 50 Prozent des gesetzlichen Anteilsbesitzes der Banken zu begrenzen. Das bescherte zwar der Lira einen Kursanstieg, doch löste einen Effekt aus, der die Währungen von Schwellenländern drückte und worüber insbesondere Südafrika, Mexiko und Indien nicht sehr erfreut waren. Davon abgesehen darf man von einem kurzzeitigen Effekt ausgehen.


Angst vor neuen Sanktionen

 

Es hat den Anschein, als wenn Erdogans Berater vermuten, dass konservative Maßnahmen zur Stabilisierung der Lira sie nicht von der Bedrohung durch weitere US-Sanktionen befreien. Daher wohl diese fixe Idee von unkonventioneller Ökonomie, die wahrscheinlich durch die wundersame Hilfe Allahs, die türkische Ökonomie immun vor US-Interventionen macht. Die Spinner werden ganz schnell auf der Stufe Venezuelas stehen.

Gestern weigerte sich Erdogan, sich mit Donald Trump zu treffen, da der US-Präsident ihm Bedingungen diktieren wollte. Diese Bedingungen sind aber nichts anderes als lediglich den inhaftierten Pastor Andrew Brunson freizulassen. Tja, so einfach könnte es sein die Wirtschaftskrise zu beenden, wenn der Putsch von 2016 mal geklappt hätte.

Erdogan ist ein größenwahnsinniger Irrer und fest entschlossen, auf Konfrontationskurs zu gehen, der vertraut nämlich auf Moskau. Und das wird die Finanzmärkte überhaupt nicht beruhigen. Man stelle sich vor, selbst wenn Washington, aufgrund irgend eines Sinneswandels die Sanktionen aufheben würden, bliebe ein enormer Schaden, an dem das debile Land schwer zu knabbern hätte.


Die Konfrontation reicht tiefer


Es gilt aber zu erwähnen, dass Washington keineswegs Sanktionen gegen die Türkei verhängt, nur weil die einen US-Pastor ins Gefängnis steckten. Ebenso wenig wie die 60 russischen Diplomaten wegen der Vergiftung von Skripal ausgewiesen wurden. Die Beziehungen zwischen Türkei und USA standen aus vielen anderen Gründen schlecht. Und sein Umbau der Türkei in eine Diktatur dürfte das entscheidendere Argument gewesen sein, um Sanktionen zu verhängen.

Die Wirtschaftskrise war vorhersehbar und Erdogan ließ aus taktischen Kalkül heraus die Wahlen vorverlegen, weil das Dummvolk da noch nicht die Auswirkungen der Krise spürte und Erdogan für einen tollen Hecht hielten. Nun würden Wahlen wohl anders ausfallen, doch nun ist es zu spät!


Türkei ist eine Diktatur


Die Bedeutung von Erdogans Wahlsieg vom 24. Juni wurde von den wenigsten Türken verstanden, nämlich das Ende der Türkei, wie sie sie bisher kannten, der ganze Staat wurde umgestellt auf ein Präsidialsystem, das sehr viel Macht in sehr wenige Hände (hauptsächlich die von Erdogan) legte.

Man ging davon aus, dass die Türkei zwei Jahre brauchen würde, um sich umzubauen auf das neue System. Doch wie sich zeigte machte das Erdogan nicht, sondern begann bereits ab dem 25. Juni ein Willkürherrschaft auf der Basis von Dekreten. Und bereits an diesem ersten Tag sendete er ein Dekret raus, dass ihm den Zugriff auf die Zentralbank ermöglichte.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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