Samstag, 18. August 2018

Bank von England warnt vor Risiken beim BREXIT und ignoriert es dann.

Der Gouverneur der Bank of England, Mark Carney, verwirrt die Wirtschaft und erinnert an Jean-Claude Trichet, dem früheren Präsident der Europäischen Zentralbank, der mit seiner konfusen Zinserhöhung 2011 den Euro gefährdete. Carney scheint dieses Manöver in England zu wiederholen.

Die Verwunderung über Carney versteht man, wenn man sich die aktuellen Wirtschaftsdaten von Großbritannien ansieht. Das Wachstum wird langsamer. Und in dieser Situation erhöht man normalerweise nicht die Zinsen, wie es Carney diesen Monat ankündigte. Schon im vergangenen Jahr hat er das zweimal getan.

Es gibt aber noch einen zweiten Punkt, der zu Carney Fragen aufkommen lassen, er trifft keinerlei Vorkehrungen zur Absicherung des britischen Pfunds, gegenüber den sich am Horizont abzeichnenden Problemen.

In derartigen Momenten, die Katastrophen heraufbeschwören können, muss man sich immer die Frage stellen, ist die betreffende Person nicht fähig für ihren Posten oder tut sie es mit Absicht? Zum Beispiel um eine Wirtschaftskrise künstlich zu erzeugen und dann zu behaupten Schuld habe der Brexit.

Einmal gilt es die Marktunsicherheit zu betrachten. Es besteht die Frage, ob Großbritannien und Europäische Union zu einem Deal kommen werden oder nicht. Wenn nicht, dann wird die englische Wirtschaft große geldpolitische Anreize benötigten. Doch die Bank of England tut in dieser Hinsicht nichts. Vonseiten der Europäischen Union wurde als Chefunterhändler ein Kremltroll ins Rennen geschickt. Von diesem Standpunkt her ist die Frage ob Carney unfähig ist oder vom selben Verein beinahe unerheblich, es kann erstmal dasselbe bei rauskommen.

Der zweite Punkt ist die Frage, ob bei no deal die Bank of England in der Lage sein wird zu reagieren. Definitiv sind ihre Fähigkeiten da im Moment sehr limitiert, sie trat mit einer monetären Bazooka in die Finanzkrise ein - das heißt, sie hatte die Möglichkeit, die Zinssätze um mehrere Prozentpunkte zu senken und die Möglichkeit, Anleihen im großen Mengen zu kaufen. Beim nächsten Mal könnte die Bank mit einem Pea-Shooter bewaffnet sein, mit wenig Spielraum für Zinssenkungen und weniger Spielraum für den Kauf weiterer Anleihen.

Die Vorschriften der Bank sind da aber recht eindeutig: Wenn das offensichtliche Risiko besteht, dass schlimme Dinge passieren, und eine begrenzte Fähigkeit, auf dieses Risiko zu reagieren, wenn das Risiko dann eintritt, dann erhöhen Sie nicht die Zinsen. Denken Sie daran: Die Geldpolitik wirkt sich heute auf die Wirtschaft aus, mit einer Verzögerung der Zinserhöhung, und Sie werden die Wirtschaft morgen bremsen.

Carney will genau das Gegenteil tun, was die Vorschriften der Bank raten.

Deshalb haben vorsichtige Zentralbanker, wie Alan Greenspan eine sogenannte "Risikomanagement-Strategie" entwickelt. Sie schließen sich gegen Risiken wie einen Brexit ab, indem sie die Zinssätze niedriger halten, als es normalerweise angemessen wäre. Diese Versicherung hat ihren Preis; Wachstum und Inflation werden wahrscheinlich etwas zu hoch sein, wenn es einen Deal gibt. Aber der Preis ist es wert, als dafür zu bezahlen, was sonst passieren könnte.

Besonders irritierend an der Geschichte ist, dass Carney ausdrücklich betont, dass die Ergebnisse bei Erhöhung der Zinsen und es sollte zu keinem Deal kommt, das Risiko "unangenehm hoch" ist und dass dieses Ergebnis "höchst unerwünscht" wäre. Dies erweckt den Eindruck das er bewusst eine Fehlentscheidung begeht.

Doch dann ignoriert er erneut die Vorschriften der Bank und behauptet fälschlich, dass der BREXIT die Möglichkeiten der Bank nicht beeinträchtigen wird und die Zinsen später immer noch senken können. Die Frage, warum er die Zinserhöhung nicht bis zum BREXIT im März 2019 aussetzt, bzw. bis klar ist, ob es einen Deal gibt, wollte er nicht beantworten.



Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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