Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Montag, 26. März 2018

Perverse deutsch-russische Politik, PKK und die Kurden

Kurde ist nicht gleich Kurde


Das Thema Kurden ist gerade erneut aktuell geworden. Aber ich möchte nicht auf das Thema Afrin eingehen, sondern die deutsche und russische Politik im Nahen Osten betrachten. Diese ist nicht nur bipolar zu nennen, sondern regelrecht pervers.

Kurde ist nicht gleich Kurde und viele verstehen sich in erster Linie als Türken, Syrer oder Iraker. Erst an zweiter Stelle dann als Kurden. Das entspricht aber nicht dem Bild von Kurden in Deutschland, die immer mit den Erzmarxisten im Schlepptau das Kurdenbild der Deutschen prägen. Das könnte ein Kurdenstaat ändern. Daran ist jedoch kaum eine ausländische Macht interessiert. Ausnahme sind da ausgerechnet Israel und Saudi-Arabien, sowie USA liebäugeln mit dieser Option. Die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) fordert zwar auch einen Kurdenstaat, aber die wollen den Marxismus-Leninismus implementieren.


Kontrolle nicht Emanzipation erwünscht


Europäische Regierungen hingen neigen dazu, die Kurden lieber unter der Oppression der diversen lokalen Diktatoren zu sehen. Und diese türkischen, syrischen und irakischen Machthaber hofieren dann jene Kurden, die sich ihrem jeweiligen Staat zurechnen, manipulieren und benutzen sie gegen jene Nationalisten, die einen Kurdenstaat wollen. Also, Nationalismus ist bei den Kurden daher ebenso wenig gern gesehen wie bei Deutschen.

Kurzum, die Kurden sind kein homogenes Volk, sondern ein Sammelsurium diverser Grüppchen, von denen die meisten unter fremder Einflussnahme stehen. 

Abgesehen von Peschmerga und PKK gelten Kurden in der Türkei als Hinterwälder. Die irakischen Kurden genießen einen Respekt, den sie im langen Kampf um die Unabhängigkeit erringen konnten, gegen den Baath-Sozialismus des Irak unter Saddam Hussein. Pro syrische Kurden sind hingegen von der Damaskus-Variante des Baath-Sozialismus infiziert. Verzwickte Angelegenheit also. 


Ausländische Einflussnahme in Kurdistan


Fokussieren wir uns nicht darauf, sondern auf die ausländische Einflussnahme auf die Kurden. Insbesondere die irakischen Kurden haben ein sehr großes Pech, sie sitzen auf großen Erdgas- und Erdöllagerstätten. Diese wollen so ziemlich alle haben und ist der Grund, warum europäische Regierungen, insbesondere Deutschland aber auch Sowjetunion, sich als Analraupen von Saddam Hussein positionierten. 

Die USA hatten auch mal ein freundschaftliches Intermezzo im Irak, weil Saddam Hussein sich als zuverlässiger Partner zur Bekämpfung des Islamischer Staat im Iran präsentierte. In Washington dachte man an einen Stellvertreterkrieg gegen den von der Sowjetunion geförderten Iran. Man meinte, die mit der NATO-Aufnahme der Türkei begonnene Umklammerung der Sowjets durch die Einflussnahme auf den Irak ausweiten zu können. Der Irak wollte es sich mit Moskau freilich nicht verderben und ließ die Sowjets die Waffen untersuchen, die er von den Amerikanern bekam.


Zerfall des Iraks


Der Golfkrieg und Untergang des Baath-Sozialismus im Irak führte (es war nicht anders zu erwarten) zu einer Emanzipation der irakischen Kurden. Die Gründung eines Kurdenstaates (der dann im Besitz aller dortigen Rohstoffe gewesen wäre) schien nur eine Frage der Zeit. Dies torpedierte die regionalen Interessen zweier Großmächte: Iran und Türkei. 

Doch dann kam der Islamischer Staat im Irak und Islamischer Staat in Syrien. Die übrigens immer auffälligerweise keine Schiitenstützpunkte angriffen, obwohl das eigentlich ihr Hauptziel sein müsste und ihren Weg am schiitischen Halbmond orientierten. 


Verwirrung in der deutschen Politik


In dieser Zeit des Chaos lief auch bei den bundesdeutschen Politikern einiges durcheinander. Man entdeckte urplötzlich seine Liebe für die Kurden. In dessen Zug die PKK plötzlich eine Publik Relation Kampagne sah. Und nach dem Motto "naja sind ja auch Kurden" mit der Situation im Nordirak über einen Kamm geschert wurde. Die Linke SED forderte schon die Aufhebung des 1993 erlassenen Verbots der marxistisch-leninistischen PKK. 

Sowieso hat die PKK nirgends sonst so viel Sympatie wie im versifften Deutschland. Sogar CDU-ler wie, der nach einem Putin kritischen Radiointerview verstorben wurde,  Andreas Schockenhoff vertrat die Ansicht der PKK Waffen zugeben, damit diese beim Kampf gegen den IS helfe. Gott sei dank kam es dazu nicht.


Alle Wege des Kommunismus führen nach Moskau


Die PKK ist eine der zahlreichen vom Kreml gestützten marxistischen Bewegungen, die sich vom Islamischer Staat eigentlich nur darin unterscheiden, dass sie ohne Allah auskommen. 

Die von Russia Today und deutschen Medien gehypte Kriegsverbrecherin und FARC-Terroristin Tanja Nijmeijer stellte Kontakte zwischen FARC und PKK her. Einer der hochrangigen FARC-Kommandanten, Iván Márquez, rief bereits 2012 offiziell zum Bund zwischen den Heroninschmuggelnden PKK und Kokain-Narcos der FARC auf. Und dies mit dem expliziten Ziel, die kommunistische Revolution nach Europa zu bringen. 

Und deutsche Politiker rufen dazu auf, die PKK zu bewaffnen. Ist wieder mal typisch. Nicht jedoch nur die üblichen Verdächtigen von der SED, nein, das ging durch die Bank weg. Woran könnte dies liegen?


Schweigen der deutschen Medien


Nun, das hat eine ganze Menge damit zu tun, dass dieser Verbund in den türkischen Medien bekanntgegeben wurde ...



... nicht allerdings in den deutschen.

Im individuellen Falle von Andreas Schockenhoff kann man davon ausgehen, dass er es nicht besser wusste.

Im Allgemeinen jedoch, kann man einfach bei deutschen Politikern annehmen, dass sie zu sehr mit Nebeneinkünften beschäftigt sind und keine Zeit haben, sich intensiv über die Sachlage zu informieren oder gar damit zu befassen, wessen Kampf man eigentlich unterstützt:




Untätige Bundesregierung


Doch im speziellen Fall der deutschen Regierung kommt es zu weitaus schwerwiegenderen Unterlassungssünden. Deutsche Behörden wurden bereits 2008 vom der kolumbianischen Regierung über die Aktivitäten der FARC, einschließlich des Aufbaus eines Netzwerkes mit der PKK, informiert. Ebenso, dass die FARC in Kontakt zu Kadern der damaligen PDS, jetzt Die Linke steht. 


Totalitäre PKK


Der syrische Kurde Siamend Hajo warnte auf kurdwatch.org, vor solchen Abenteuern, wie einer Bewaffnung der PKK. Er berichtet über eine Vielzahl von mafiösen Filz, Führerkult und Verbrechen im Namen der kommunistischen Ideologie, sodass er sich ernst zunehmende Todesdrohungen durch die PKK zu zog. Seine Seite wurde zum letzten Mal Anfang September 2016 aktualisiert, Grund ist die fehlende Finanzierung. Seine früheren Sponsoren haben nach Drohungen ihre Unterstützung eingestellt.

Die in Berlin lebende kurdisch-türkische Anwältin Seyran Ateş erkennt eine Verbindung zwischen den PKK-Sympathisanten und der frauenfeindlichen kurdischen Kultur. Sie und andere kurdische Aktivistinnen sind sich darin einig, dass, sollte die PKK die Macht ergreifen, werden sie Frauenrechtlerinnen hinrichten, da individuelle Selbstbestimmung für sie reaktionär sei.


Die Linke als PKK-Unterstützer


Die eifrigsten politischen Unterstützer der PKK und FARC finden sich in der Die Linke SED. Da ist man ganz traditionell DDR konform und keineswegs die neue zwangshippe Partei, für die man sich verkauft. Die Öffentlichkeit darf davon selbstverständlich nichts erfahren. 

Man sehe sich nur die illustren Gestalten bei Yek-Kom an, hinter diesem Verein verbirgt sich in Wahrheit die verbotene PKK. Als man diesem Spielchen auf die Schliche kam, machte der Verein etwas, wovon Die Linke SED ein Liedchen singen kann, man benannte sich einfach um. Die heißen nun Demokratisches Gesellschaftszentrum Deutschland, immer wichtig das Demokratisch im Namen anzuführen, denn wenn man es sagt, muss es wohl so sein. 

Im SED-Ländle Thüringen schickte Die Linke unverhohlen Ercan Ayboga ins Rennen als Direktkandidat. Der allerdings schreibt nicht nur für die Taz, er ist Vorsitzender des Kulturvereins Mesopotamien und dieser Wiederum gehört zu Yek-Kom, die als Dachverband eines weit gefächerten Unterstützerkreises der PKK operiert. Er steht auf Platz 34 der Landesliste seiner Partei. Sein dümmlich-sozialistisches Gewäsch brachte ihm in seinem Wahlkreis 31: Weimar I / Weimarer Land II ein Wahlkreisergebnis von 19,8 % ein. 


PKK demokratisch und föderalistisch?


In dem Buch The PKK: Coming Down from the Mountains von Paul White, erschienen im Verlag (selbstverständlich) Rebbels zitiert der Autor den Die Linke SED Politiker mit den Worten, dass im türkischen Teil Kurdistans bereits überall "assemblies" installiert wurden. Gemeint sind damit Räte (Sowjets), genauso wie es jüngst in Venezuela durchgezogen wurde. 

Wenn die PKK nämlich von Kurdistan spricht, dann stellen die sich darunter eine marxistische Räterepublik vor. Dem Autor des Buches schien das Bekenntnis von Ayboga wohl etwas zu direkt und sah sich dazu genötigt, die Räte in Klammern mit den Adjektiven demokratisch und föderalistisch zu entschärfen. Und nenne man mir auch nur eine, in den zahlreichen sozialistischen Experimenten, Räterepublik, die jemals demokratisch und föderalistisch gewesen sei.


Bedeutung der Begriffe


Die Bedeutung von demokratisch wird bei Wikipedia angegeben mit: 

  1. durch Volksentscheide bestimmt, zur Demokratie gehörig
  2. zu einer demokratischen Partei gehörig
Wenn es denn demokratische Linke gibt, dann ist es sicher, dass diese garantiert nicht zur institutionalisierten Linken gehören. Und wie ich eben gerade bei der Namensänderung von Yek-Kom in Demokratisches Gesellschaftszentrum Deutschland andeutete, dient das Adjektiv demokratisch bei den Marxisten hauptsächlich als Tarnung, wenn die Öffentlichkeit zu aufmerksam das tatsächliche Treiben beobachtet, das genau darauf abzielt zu beseitigen, was sie vorgeben zu vertreten. 

Demokratisch hat eben nichts mit einer Räterepublik zu tun, sondern bezieht sich auf. Wikipedia:
Sinnverwandte Wörter:[1] freiheitlich, rechtsstaatlich, republikanisch
Welche marxistische Sowjetrepublik wäre jemals freiheitlich und rechtsstaatlich gewesen? Republikanisch kann man eventuell streiten: 


Bedeutungen: 
[1] die US-amerikanische Republikanische Partei betreffend, zu ihr gehörend 
[2] Deutschland: die Anhänger der rechtsgerichteten Partei „Die Republikaner“ betreffend
[3] die Republik betreffend, ihren Prinzipien entsprechend 
Ich denke das Punkt 1 und 2 mit Sicherheit von Ercan Ayboga, genauso wie von Paul White verneint werden. 

Demzufolge müsste es die Republik betreffend sein. Nur ist das dann wieder interpretationsfähig. Die Türkei können sie damit nicht gemeint haben, die wird ja abgelehnt. Etwa die Bundesrepublik Deutschland? Deren Grundordnung wurde auf freiheitlich-demokratisch gestanzt. Das Denken von Ercan Ayboga, PKK und Die Linke SED ist, wie eben dargestellt, nicht demokratisch. Und von Frau Seyran Ateş erfuhren wir, dass die PKK ein essenzielles Problem mit dem individuellen Selbstbestimmungsrecht hat, diese Philosophie  ist also garantiert das Gegenteil von freiheitlich.


Aussage und Sinn sind widersprüchlich


Wer mit dem Marxismus vertraut ist (schon Lenin faselte vom demokratischen Sozialismus, in Venezuela gerade angewendet und von Gregor Gysi feil geboten) weiß, dass eine Räterepublik vollkommen reziprok zur Basisdemokratie ist. 

Basisdemokratie meint, dass Volk ist der Souverän (steht auch so im Grundgesetz) und die Regierung hat dem Wunsch des Volkes zu folgen. In der Räterepublik jedoch entscheiden die Räte, in den ihnen vom Zentralstaat (Gegenteil von Föderalismus), zu bestimmten Bereichen, was das Volk zu tun hat. 

Die Bevölkerung wird entsprechend um erzogen (sozialistische Transformierung - fremdbestimmt statt Selbstbestimmt). Bei Widerstand erfolgen Zwangsmaßnahmen und Repressalien. So gesehen entspricht das Demokratieverständnis der PKK ziemlich genau der gelenkten Demokratie von Wladimir Putin oder dem Merkel-Regime und ihrer Nanny-Medien, die dem Meinunsgkonsumenten (Leser) gleich das Denken abnehmen und ihm sagen, wie er was zu verstehen hat.

Machen wir die Gegenprobe. Wikipedia erklärt:


Gegenwörter: [1] autokratisch (→ autoritär, diktatorisch, totalitär), nichtdemokratisch, undemokratisch, unterdrückerisch [2] antidemokratisch

Genau so, hat sich bisher jedes sozialistische Experiment auch immer entwickelt!

Ähnliches gilt auch im Bezug auf das zweite Adjektiv foderalistisch, was nämlich das Gegenteil zum Zentralstaat darstellt.


PKK und Die Linke in Nordrhein-Westfalen


Greifen wir uns ein anderes Beispiel heraus. Linkspolitikerin und (man fasst es nicht) Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke um gibt sich nur mit der Crème de la Crème der antisemitischen Marxisten bei Die Linke SED.

Ulla Jelpke stellte den Sprecher des Kurdistan-Solidaritätskomitees Berlin in ihrem Berliner Büro ein, auch dieser Verein gehört zur Dachorganisation Demokratisches Gesellschaftszentrum Deutschland.

Einen besonderen Schwerpunkt hat die PKK beim nordrhein-westfälischen Landesverband der Die Linke SED, der eng mit Demokratisches Gesellschaftszentrum Deutschland zusammenarbeitet. Das ist jedoch nicht alles, PLO, Hamas, Graue Wölfe und jeder Abschaum findet hier eine helfende Hand, Hauptsache es geht gegen Israel. Und hier befindet sich mit der Ortsgruppe Duisburg auch der antisemitischste Lokalverband der ganzen Partei. 


Deutsche Waffen für Kurden


Im September 2014 genehmigte die Bundesregierung  das Volkskommissariat für zerebrale Diminuierung, von Zonenwachtel Angela Merkel, die Lieferung von Waffen an die Autonomieregierung im Nordirak, unter dem Vorsitz seiner Durchlaucht Masud Barsani: 16.000 Sturmgewehre, 10.000 Handgranaten, 8.000 Pistolen, 200 leichte und 40 schwere Panzerfäuste, 40 Maschinengewehre sowie Fahrzeuge und Milan-Raketen.

Masud Barsani ist der Parteichef von Demokratische Partei Kurdistans (PDK). Ist die Partei wirklich demokratisch? 

Nein! Masud Barsani ererbte das Amt von seinem Vater. Es nennen die zwar demokratisch, ist aber eher ein feudalistisches Kastensystem. Übrigens, das ist dort überall (Ausnahme Israel) üblich, ich erinnere an den Regionalmatador Baschar, nennt sich Präsident, ist aber Nachfolger seines diktatorisch regierenden Vaters Hafiz al-Assad und Generalsekretär der sozialistischen Baath Partei. 


Marxisten und Baath-Sozis


Die Marxisten wie PKK, kommen nicht mit den Sozialisten der Baath Partei klar, die sind keine Internationalisten, sondern nationale Sozialisten die sich bei ihrer Gründung an der NSDAP orientierten. Der notorisch na(r)zisstisch  veranlagte Sozi als solches, ist, entgegen seiner selbstherrlichen Darstellung, ein sehr oberflächlicher Mensch, ganz besonders trifft das für Sozis im arabischen Raum zu. 

Die dortigen Kozis haben auch nicht die hier üblichen Bedürfnisse ihren Antisemitismus als Antizionismus zu verschleiern, sondern sagt frei heraus, dass man die Judenfrage nach hitlerischen Vorgaben lösen sollte. Die syrischen Musel-Kozis mochten jedoch nie die Baath-Sozis, denn deren Nationaldenken widersprach dem marxistischen  Internationalismus. 

Die Baath Partei mochte hingegen die Musel-Kozis nicht, weil die die Sowjets unterstützten, die Nazi-Deutschland bekämpften. Aus dieser extrem infantilen Weltsicht heraus, wurden die syrischen Kozis mit den Kolonialmächten Frankreich und Großbritannien auf eine Stufe gestellt, weil die auch Deutschland bekämpften. So einfach ist die Welt eines Sozis gestrickt.

Nach Ende des 2. Weltkrieges nutzte der Kreml gerade diese Infantilität, um mit beiden zusammen zu operieren, Musel-Kozi und Baath-Sozi. Dabei wurde nach belieben die eine oder andere Gruppierung hofiert oder verraten. Ich erinnere in diesem Zusammenhang an die Revolution in Persien. Auf Anweisung Moskaus arbeiteten die Kozis mit den Mullahs zusammen. Nach dem Sieg wurden die Kozis, mit Segen des Kremls, von den Islamisten verfolgt. 


Der Barsani Clan und die Sowjets


Der Barsani Clan, angefangen beim Vater Molla Mustafa, erfreuten sich der Unterstützung der Sowjetunion, dann Russland, obwohl Masud sich einst der Peschmerga angeschlossen hatte. (Barsani ist eigentlich kein Familien-, sondern Stammesname.) Nach einer missglückten Revolution im Nordiran erhielt Mustafa Asyl in der UdSSR, er lebte in Leningrad. 

Im Auftrage von Moskau hatte er 1946 versucht die Volksrepublik Mahabad zu errichten, diese wurde allerdings nach nur 11 Monaten gewaltsam beendet, weil die Schutzmacht Sowjetunion, wegen guter Beziehungen zum Iran, die Kurden fallen ließ.

Masud hingegen versuchte sein Glück, mit beschränktem Erfolg im Irak. Die Wirren nach dem 2. Golfkrieg brachten ihn dann auf den Posten eines kurdischen Präsidenten (im Irak). Genauer gesagt am 13. Juni 2005. Da die kurdische Regionalverfassung höchsten zwei Amtszeiten für denselben Präsidenten gestattet, hätte er 2013 ausscheiden müssen. Doch ihm wurde erlaubt bis 2015 weiter im Amt zu bleiben und machte dann bis Ende 2017 weiter. Keine Sorge, der hat seine Hände immer noch im Spiel. 


Barsani und Wladimir Putin


2013 reiste Masud Barsani nach Moskau und traf sich mit Wladimir Putin, der ihn einen warmen Empfang bereitete. 

Mit dabei auch Sohn Masroor, der den kurdischen Geheimdienst leitet, der eng mit dem russischen Geheimdienst FSB zusammenarbeitet. 

Auf einer Pressekonferenz in der irakischen Botschaft in Moskau verkündete Barsnai dann, das man in einem exklusive Vertrag das kurdische Öl Moskau abtrat. Gazprom hatte erneut ein riesen Geschäft getätigt, mit darin verstrickt natürlich Gerhard Schröder und Joschka Fischer.

Bis zu diesem Zeitpunkt hat man sich in Moskau nie um den Islamischer Staat gekümmert, weder im Irak, noch in Syrien. Dabei waren die Agenten des FSB längst in der Leitung involviert. Die europäische Linke, von der man sehr genau weiß, dass sie während des Kalten Krieges von Komintern gesteuert wurden, beschränkte sich darauf jegliches Eingreifen der USA gegen den Islamischer Staat zu sabotieren.


Moskau verzichtet auf die Kurden


Masud verfügt über glänzende Kontakte in den Kreml, das schien Moskaus Mann, der die Erdgas- und Erdölfelder für den großen Bruder sicherte. Doch seine großspurigen Bestrebungen zur Abspaltung vom Irak und Ausrufen eines unabhängigen Kurdenstaates riefen die sonst rivalisierend gegenüberstehenden Regionalmächte Türkei und Iran auf den Plan. Russland kollidierte nun mit den Interessen des Irans und Türkei. Und am Ende arrangierte man sich und Russland ließ die Kurden fallen, machte seinen Deal mit Ankara und Teheran. 

Erdocan revanchierte sich und kaufte der maroden russischen Wirtschaft 2017 Waffen ab. Da wollte sich auch das Merkel-Regime nicht lumpen lassen und zog gekonnt nach, kurz vor dem Massaker im syrischen Afrin, genauer im Dezember 2017 und Januar 2018 schloss das Berliner Volkskommissariat für zerebrale Diminuierung sage und schreibe 31 Waffendeals mit der Türkei ab.

Das merkwürdige ist, dass die russische Waffenindustrie boomt. Da geht es um große Rüstungsaufträge der Regierung, die bereiten sich auf einen großen Krieg vor. Und seit Anfang des Jahres wurde nochmals zugelegt. Warum die noch Waffen aus Russland und Deutschland benötigen ist fraglich.


Kurden in Syrien


Kurz um, den Moskau freundlichen Regime um Barzani-Kurden gibt man Waffen, um den Islamischer Staat zu bekämpfen. Und der Türkei gibt man Waffen, damit sie Kurden abschlachten, die in Syrien gegen den Islamischer Staat kämpfen. Na das hat unsere Weltkanzlerin (Achtung Spiegel Rhetorik) doch sauber eingefädelt.

Aber warum das? Die syrischen Kurden haben einen Fehler gemacht, den Masud Barzani im Irak nicht beging. Die syrischen Kurden verbündeten sich mit den USA und damit landete Barsani zwar (nach dem Verlust der Kontrolle über die Ölvorkommen) auf dem Abstellgleis, aber immerhin lässt  man ihn am Leben, aus Dankbarkeit für treue Dienste. 

Was dort in der Region gerade geschieht, ist neue Machtstrukturen zu schaffen, die die USA aus dem Nahen Osten fern halten sollen und zur Existenzbedrohung für Israel und Saudi-Arabien geworden ist. Und Urheber ist die arische Achse Berlin-Moskau-Teheran unter Rücksichtnahme (zumindest im Moment) auf dem kranken Mann am Bosporus, dessen Großmacht-Allüren vom Osmanischen Reich ihn zum Kampf gegen Israel und Saudi-Arabien prädestinieren. 


Verbindung zur Kanzlerin


Der Bruder von Masud, Dilschad Barsani, fungiert als Botschafter der kurdischen autonomen Region des Iraks in Deutschland. Er war es, der 2014 den Waffendeal mit dem Kanzleramt machte. Doch 2014 galt Kurdistan im Irak auch noch als Energiegroßmacht, was die herzlichen Beziehungen zu unserem damaligen Gazprom Außenminister Frank-Walter Steinmeier erklärt. 

Dilschad Barsani trifft sich regelmäßig mit Angela Merkel. Gegenüber der Die Zeit sprach er allerdings schlecht von der PKK:


'Die PKK', sagt er und räuspert sich fast angewidert, 'ist immer links gewesen, das sind wir nicht. Sie setzt ihre Ziele mit Gewalt durch, das tun wir nicht. Sie hat im Irak nichts verloren. Wir haben ihr lediglich erlaubt, ihre Flüchtlingslager bei uns zu schützen.'

Nur weil dies jedoch behauptet wird, muss es nicht stimmen, insbesondere, wenn man im Auftrag für jemand anderes eine Scheinalternative etabliert.


Der Irak und die Stasi


Dilschad und Angela Merkel haben einiges gemein, beide durften in der DDR studieren. Und Dilschad war ein Protegé der STASI, die ihn sogar schützte, als ihn Saddam Hussein in die Finger bekommen wollte. Und das will was heißen, denn der irakische Geheimdienst galt jener Zeit als Außenstelle des KGB. 

Die Stasi hatte Saddam das Foltergefängnis von  Amna Suraka, als ein irakisches Lubjanka, geplant und finanziert. Im Gegenzug wurden hier STASI-Leute in Foltertechniken praktisch geschult. Hauptsächliche Probanden? Irakische Kurden. 

Im Zuge der al-Anfal Kampagne 1986-87 war dort das Zentrum des vom irakischen Sozialismus geplanten Genozids an den Kurden, finanziert vom sozialistischen Bruderstaat DDR. 

Ali Hassan al-Majid (alias: Chemical Ali) fungierte als die irakische Version von Adolf Eichmann, er wurde von der "bösen" USA exekutiert. 

Heute ist Amna Suraka ein Museum über die Grausamkeiten des Baath-Sozialismus und Islamischer Staat. Die heutige Ausstellung beschränkt sich hauptsächlich auf den früheren Verwaltungskomplex. Bei Eintritt passiert man einen langen Gang, der mit Spiegelscherben bestückt ist. Jede Scherbe symbolisiert einen der hier ermordeten, es sind 180 000.

Ich frage mich wie oft wohl die Linksfaschisten der Die Linke SED, die sich aus der DDR rüber retteten, ihre Moralkeule gegen sich selber schwingen und bekennen:
"Unser sozialistischer Bruderstaat hat Kurden im Irak vergast und wir haben mit vergast!"

Doch jedem nun feixenden Wessi, der sich "typisch Ossis" denkt, möchte ich an die rot-grüne Regierung von Gazprom-Schröder und Taxifahrer Fischer (!!! - das ist ja wie bei Kafka) erinnern, der Syrien "Zahnpastakomponenten" lieferte, mit dem dann dort Kurden vergast wurden. Angela Merkel hat später, selbst bereits an der Regierung, diese Lieferung von Sozi Schröder verteidigt und nochmals mitgeliefert.

Ich möchte hier aber noch einmal betonen, dass der Barsani Clan eben mit jener STASI paktierte, die der intellektuelle  Konstrukteur des kurdischen Genozids im Irak war.

Übrigens, im kurdischen Autonomiegebiet, arbeiteten die Linksextremen und Islamisten in einer gemeinsamen Wahlliste zusammen nennt sich dann "Reform und gottgefälliges Werk" (es ist wirklich wie bei Kafka, nichts ist bizarrer als die Realität).


Kurden in der BRD


In der Bundesrepublik Deutschland leben über 800 000 Kurden, diese stammen allerdings in Mehrheit aus der Türkei und kamen als Gastarbeiter und nicht als Flüchtlinge. Und bei denen dominiert eine Unterstützung für die PKK.

Die Frage nun lautet, warum ist das kurdische Volk derart zerstritten und widersprüchlich? Wieso gibt es Kurden, die ihre Unterdrücker unterstützen und so unterschiedliche Gruppen, die vorgeben sie befreien zu wollen.

Nun grundsätzlich ist es mit den Kurden genauso wie bei jedem anderen Volk auch, ein Haufen Bekloppter schart sich um Machtmenschen und hören den wenigen Stimmen der Vernunft nicht zu.

Intensivieren wir das etwas. Das von Kurden bevölkerte Gebiet ist geopolitisch sehr interessant. Mit Schätzungen von bis 30 Millionen ist die Ethnie auch an Masse sehr bedeutsam. Diverse Regionalmächte haben um ihre Existenz zu fürchten, bei einer kurdischen Energiegroßmacht. Es besteht daher ein natürliches Interesse dieser Mächte, allerdings auch verschiedener äußerer regionaler Mächte, mit Ambitionen auf das Gebiet, die Kurden zu kontrollieren. Das Interesse schwankt dabei von Erhaltung der eigenstaatlichen Integrität (was durch einen Kurdenstaat bedroht wäre), bis zur Kontrolle über Bodenschätze. Einen Nutzen an einem existierenden Kurdenstaat hätten hauptsächlich Saudi-Arabien und Israel, da dies ihre regionalen Feinde (hauptsächlich Iran und Türkei) in eine Zwangslage brächte.

Traditionelle Fremdmächte, die sich in die Region mit großer Aufmerksamkeit einmischen, sind Russland, USA allerdings auch Frankreich und die üblichen Verdächtigen Deutschland.


Bedeutung sozialistischer Ideologie


Jede dieser Parteien, sofern sie nicht auf die Mittel der brachialen Unterdrückung setzen, gibt sich erst einmal als Freund des kurdischen Volkes aus. Früher neigte man dazu einfach die bestehenden Diktaturen zu hofieren, wie es Sowjetunion und beide Deutschlands bei Saddam Hussein z. B. taten. Es geht dabei nicht um Ideologie. Die Diktatoren des Baath-Sozialismus war es stets egal, woher das Geld kam, aus dem Westen oder Ostblock man hielt die Hand auf und lebte wie ein König aus tausend und einer Nacht. Die sozialistische Ideologie diente dafür dem Pöbel den Kopf zu waschen, damit sie die Machthaber nicht infrage stellten. Und auch im Ostblock war man da pragmatisch eingestellt und sah den sozialistischen Brüdern so manchen ideologischen Fauxpas und Anbiederung an den Klassenfeind nach, wo die SED ohne lange zu fackeln einen Bürger wegen mangelnder Einstellung zum real existierenden  Sozialismus im Gulag verschwinden ließ. 

Ideologie tritt immer dort auf, wo Machtmenschen versuchen Massen zu beeinflussen. Keine Ideologie hat dies so sehr zur Perfektion getrieben, wie der Marxismus, der ja auch in der gegenwärtigen Bundesrepublik mit alarmierenden Anzeichen eines oppressiven Regimes hofiert wird. 

Aus Ideologie ist noch nie etwas Gutes erwachsen, auch wenn es gerade das ist, was Ideologie behautet zu erstreben. Ideologie dient einzig und allein dazu, dass sehr perverse Menschen, sehr dumme Menschen dazu zu bringen, sehr böse Dinge zu tun und sich dabei gut fühlen. Das am meisten dazu verwendete Ziel ist nichts Geringeres als die Welt retten zu müssen. Wenn die Welt von etwas befreit werden muss, dann Ideologie. 


Alle marxistisch-leninistische Ideologie geht vom Kreml aus 


Alle marxistisch-leninistischen Bewegungen die zu Bedeutung gelangten, wurden von der Sowjetunion zumindest unterstützt, wenn nicht gar initiiert. Es gibt dafür viele Beispiele, FARC in Kolumbien, Leuchtender Pfad in Peru, PKK in der Türkei, um nur einige zu nennen. 

Bei der Bildung dieser Bewegungen griff der Kreml auf zwei Methoden zurück. Handelte es sich um bereits existierende Bewegungen, wie zum Beispiel die FARC, holte Moskau die Rädelsführer zur Ausbildung in die Sowjetunion (vgl.: Timochenko) oder entsendete KGBler zur Ausbildung vor Ort. 

Hier geht es uns hauptsächlich um die PKK und das bringt die zweite Methode ins Spiel, die Migration. Beide Methoden werden aber auch vom gegenwärtigen Regime in Moskau weiterhin angewendet. 

Es ist den Urhebern der Manipulation auch unwichtig, was sie selber denken. Diese interessiert nur die Kontrolle über das Denken anderer, die genau das tun sollen, was einem selbst nutzt. Bilden sich mögliche Alternativen, dann setzt man alles daran, diese durch das Einschleusen von U-Booten zu kontrollieren und zu lenken.


Migration als Waffe


Die türkischen Kurden haben eine Besonderheit. Es gibt eine Häufung von Nachnamen, die nicht kurdische Wurzeln aus dem Kaukasus erkennen lassen. Armenier, Aserbaidschaner, Georgier. Alles Migration aus der ehemaligen Sowjetunion. Natürlich kann man nicht alle Migranten über einen Kamm scheren, das macht die Sache auch so schwierig die U-Boote herauszusuchen. 

Recep Tayyip Erdoğan selbst stammt aus einer georgischen Migrantenfamilie. Das allein ist freilich kein Beweis, aber ein Umstand, der aufhorchen lassen muss. Ich erinnere da an den früheren Diktator von Nord Korea, Kim Jong-il. Das ist allerdings nicht sein wahrer Name, der lautet Juri Irsenowitsch Kim. Geboren am 16. Februar 1942 im  Geheimlager Paektusan, wo er speziell als Machthaber von Moskaus Gnaden erzogen wurde.

Der Führer der PKK, Abdullah Öcalan, gab einmal bekannt, dass seine Mutter eine Türkin gewesen sei und sein Vater Kurde. Aber sein Bruder Osman widersprach dem, die Herkunft der gemeinsamen Mutter sei unbekannt. Und der Vater Ömer Öcalan stammt aus dem armenischen Dorf Amarli. 

Nachdem die Türkei der NATO beigetreten war, war dies für die Sowjetunion ein großes Problem. Man hetzte gezielt Armenier zu Maßnahmen gegen die Türkei auf unter Verwendung der in der Geschichte begangenen Verfolgungen der Armenier durch Türken. Aber natürlich nach Jahrzehnten dieser von Moskau erzeugten Migrationsbewegungen vermischte und verselbständigte sich alles und wurde zu einem undefinierbaren Brei. Dies fällt umso leichter, da man in den sowjetischen Teilrepubliken Armenien, Georgien und Russland selbst auf tatsächlich existierende kleine kurdische Gemeinden zurückgreifen konnte, deren Hintergrund dem KGB sehr gut bekannt waren.

Viel wahrscheinlicher ist es, dass sowohl Vater als auch Mutter von Abdullah Öcalan, der sich Serok (Führer) nennen lässt, armenische Waisenkinder sind, deren Eltern von den Türken ermordet wurden. Die Mutter wurde von einer türkischen Familie aufgenommen und der Vater von Kurden. Und das wollte Ömer Öcalan andeuten, als er meinte, dass die Herkunft seiner Mutter ungeklärt sei. Beide Eltern wuchsen in der Kleinstadt Cizre auf, wo sich noch heute alte Bewohner daran erinnern. Das die Eltern von Abdullah Öcalan nur Armenisch sprachen.

Ganz klassisch in solchen Fällen, Universitäten als Plattform zum Anwerben und Radikalisieren, ist in Deutschland nicht anders. Bei Öcalan erfolgte diese Anfang der 1970er Jahre während seines Politikstudiums in Ankara. Erst hier beginnt er auf der Basis von Marxismus-Leninismus zu argumentieren. Allerdings bekam er auch Hilfe vom griechischen Geheimdienst, nicht nur von den Sowjets.


Israel für den Kurdenstaat


Am 29. Juni 2014 sprach sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu für einen unabhängigen Kurdenstaat aus. Für Israel spräche nichts dagegen, eher würde es Israel dienlich sein. Israel sieht sich bedroht durch Iran, Türkei und Syrien. Der Irak scheint jeden Moment zu zerfallen und der Iran gewinnt dort immer weiter an Einfluss. Ein unabhängiger Kurdenstaat würde sich sowohl die Unterstützung Israels, als auch Saudi-Arabien sicher sein. Die Saudis haben denselben Feind und keine territorialen Interessen im Nordirak. Ein Kurdenstaat würde sich selbstverständlich zur Bedrohung der Feinde Israels und Saudi-Arabiens entwickeln. 

Umgehend nach der Erklärung von Netanyahu machte der Kreml einen verblüffenden Zug, Moskau beschloss noch am selben Tag Militärexperten und Kampfflieger in den Irak zu entsenden, um der Regierung in Bagdad beizustehen. Viele Personen zeigten sich nicht nur überrascht, sondern geradezu verwirrt. Einige vermuteten, dies sei ein Zeichen der herzlichen Beziehungen zwischen Israel und Russland. Der Kreml schickt Truppen, um die Erklärung von Netanyahu zu realisieren. Bestürzung auch unter den Nationalbolschewisten, die befürchteten Wladimir Putin sei ein Zionist geworden. Umgehend machte die europäische Linke eine Kehrtwende und unterstützte das Eingreifen Russlands.

Die irakische Regierung wurde zu dieser Zeit von den USA unterstützt und der FSB versuchte bereits die Bevölkerung gegen die Besatzer aufzuwiegeln. Dabei wurden sie vom Iran unterstützt.

Zur selben Zeit trommelte Radio Eriwan dann los, das der Islamischer Staat ein Produkt von Saudi-Arabien, USA und Israel sei und machte damit klar, dass die Beziehungen beider Staaten nicht sehr gut sein konnten. Moskau fütterte diverse Medien im Nahen Osten, auch Al Jazeera. Diese griffen nur allzu gern jeden antisemitischen Unsinn auf. Danach brachte dann Russia Today diese Berichte unter Berufung auf die arabische Presse. 

Wie soll man den Zug Moskaus verstehen? Dafür kann es nur eine Erklärung geben, Angst vor Kontrollverlust. Moskau hatte unter großen Aufwand die Position der USA geschwächt und genau dafür hatte Moskau, Iran und Türkei den Islamischen Staat selber unterstützt. Wer damals den Islamischer Staat bekämpfte waren USA und die Regierung in Bagdad, natürlich auch die Kurden, aber die hatten noch nicht diese enormen Schwierigkeiten. Russland hatte, was es wollte, das Öl und Gas der Kurden, dank ihrer Marionette  Masud Barsnai. 


Konfrontation wie im Kalten Krieg


Beachten Sie hier, dass Saudi-Arabien, Israel und USA die traditionellen Feinde der Kreml Propaganda um die Vormachtstellung im Nahen Osten sind. Da hatte sich also seit dem Kalten Krieg nichts geändert, auch die aggressive Propaganda von Radio Eriwan folgte dem altbekannten Muster der Sowjetunion. 

Der Vorstoß von Netanyahu erweckte im Kreml die Befürchtung, dass Israel und Saudi-Arabien die USA im Irak unterstützen könnten und die Kontrolle über die Region erlangen. 

Was würde geschehen, wenn USA, Saudis und Israel zu Schirmherren eines Kurdenstaates avancieren? Es galt zu befürchten, dass die Kurden nicht so dumm wie die Deutschen sein könnten und zu fragen beginnen, warum ihr Land eigentlich an Gazprom ausverkauft wird. Bei der Hilfe zum Aufbau einer Öl- und Gasförderung könnte Saudi-Arabien ohnehin besser behilflich sein, wenn man sich einmal die Schundtechnolgie maroder Anlagen in Russland ansieht.

Der größte Teil der Kurden sind sunnitische Muslime, wie die Saudis aber auch wie der Islamische Staat der auffallend beharrlich und trotz großspuriger Worte schiitische Ziele verschonte und außer Jesiden und Christen hauptsächlich eben Sunniten bekämpfte. Auch dies ein Umstand, der den Einfluss der Saudis unter den Kurden festigen könnte. 


Moskau als Islamterror Sponsor


Moskau begründete sein Eingreifen gegen den Islamischer Staat damit, aus eigener Erfahrung zu wissen was islamischer Radikalismus bedeutet, schließlich habe Saudi-Arabien einst radikale Geistliche in den Nordkaukasus geschickt, um die Bevölkerung aufzuhetzen.

Das ist eine geradezu unverschämte Vermischung von Halbwahrheiten. Putin bezog sich hier auf Ereignisse kurz nach dem Abzug der Roten Armee aus Afghanistan, wo die Sowjets nur aus einem Grund waren, nämlich ein bestialisch marxistisch-leninistisches Regime zu schützen, dass die Absicht hatte die Bevölkerung in KZs auf 1 Million zu reduzieren. 

Es liegt in der Natur des Menschen in Zeiten großer Kalamität Zuflucht in der Religion zu suchen. USA und Saudi-Arabien unterstützte damals die Taliban, aber radikalisieren war da nicht nötig, denn dies erreichten die Gräueltaten der Roten Armee ganz alleine. 

Kaum abgezogen brach die kommunistische Regierung in Kabul schnell zusammen. USA und Saudis misstrauten nicht nur den Sowjets, sondern es gab handfeste Beweise, dass die imperialistische Politik in der Region von Moskau nicht aufgegeben wurde. Mit 40 Millionen Muslimen auf dem Gebiet der Kernteilrepublik Russland glaubte man den Djihad in die Sowjetunion hineintragen zu können und die rote Bedrohung so von innen heraus zu zerstören. 

Dies funktionierte jedoch nicht, weil der allgegenwärtige KGB nicht nur die Kirchen überwachte, sondern insbesondere ihre muslimische Bevölkerung in einem Rätesystem überwachte. 

Am ersten November 1991 erklärte Dschochar Dudajew die Unabhängigkeit der Tschetschenen, einem Volk, das von den Russen unterjocht wurde und von Stalin deportiert. Es war ihre Geschichte der Unterdrückung, die die Tschetschenen dazu führte, sich gegen Moskau zu erheben. Radikaler Islam spielte da eine untergeordnete Rolle.

Dudajew, der auf Anweisung von Putin ermordet wurde, war auch kein verrückter Islamist, sondern ein vernünftig handelnder Mann, der schließlich 1996 zum Ausgleich mit Boris Jeltzin kam. 

Wem das nicht passte, war Wladimir Putin und sein alter Machtapparat. 1999 löste er den 2. Tschetschenienkrieg aus, mit der Zielsetzung Dudajew zu beseitigen. Dieser Krieg dauerte beinahe ein Jahrzehnt und wurde gekennzeichnet von barbarischen Exzessen der russischen Armee gegen die Zivilbevölkerung und ethnischen Säuberungen. 

Auf dem folgenden Video sehen sie tapfere russische Soldaten in Tschetschenien wie sie sich wagemutig den gefährlichen und von USA, Saudi-Arabien und Israel bestens trainierten Islamterroristen entgegenstellen:



Erst nach dem 2. Tschetschenienkrieg taucht erstmals die Bezeichnung Islamischer Staat im Norden auf, allerdings für Tschetschenien unter Wladimir Putins Statthalter Ramsan Kadyrow. 

Der Islamische Staat im Norden steht fest unter der Kontrolle Moskaus und wurde außerdem erst vom Kreml ermöglicht.

Zudem Zeitpunkt, 2014, als Putin davon sprach, er wisse schließlich, was Islamterror ist, schließlich habe man ihn erlebt, tut er das in der vollen Erkenntnis, dass Taliban und Al Qaida längst vom FSB unterlaufen sind und Russland das größte Kontingent an Freiwilligen für den Islamischen Staat im Irak und Syrien stellt.

Als Moskau dann Kampfflieger in den Irak entsendete, war das garantiert nicht, um die Gründung eines kurdischen Staates zu unterstützen. Das hätte ihn ja nicht nur gegen die irakische Regierung aufgebracht, sondern auch die guten Beziehungen zwischen Russland und der Türkei bedroht. Tatsächlich hatte die Unabhängigkeitserklärung früher durch Masud Barsani den Kreml schockiert. 

Moskau wollte nicht einen Kurdenstaat unterstützen, sondern verhindern, dass es die Kontrolle im Nordirak verliert, dies wäre durch eine Vielzahl von Situationen möglich. Was auch immer die Russen da taten im Irak, sie haben jedenfalls nicht den Islamischer Staat bekämpft.

Die Kurden waren für Moskau immer nur eine Spielfigur in ihren globalen Spielen gewesen. Die PKK sollte den NATO Staat-Türkei destabilisieren, ein Kurdenstaat jedoch hatte den Kreml nie interessiert. Inzwischen versteht man sich mit Ankara und das macht die Kurden für Moskau verzichtbar.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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