Sonntag, 30. Dezember 2018

López Obrador: Die Enttäuschung

Nein, keine Nazis! Lediglich die Vereidigung von Andrés Manuel López Obrador (AMLO)

Mexikaner bezeugen jeden Tag (manchmal mit Spott, andere mit Wut oder Resignation), dass die neue Regierung eine Katastrophe ist.
Nicht das man in Mexiko nicht an katastrophale Entscheidungen gewöhnt sei, doch Andrés Manuel López Obrador (AMLO) stellt dennoch einen neuen Negativrekord auf.

Nach nur drei Wochen im Amt wäre es ganz natürlich auf fehlende Erfolge und wenige Aktionen zu verweisen, doch erstaunlich ist, dass die rote Regierung Mexikos von vielen, vielen Schlamasseln und Enttäuschungen begleitet wird.

Mexikanische Medien bieten täglich neue Beweise für die falschen, wie verlogenen, Entscheidungen der roten Regierung, entlarvende Äußerungen der Beamten und Politiker. Angefangen hat es hingegen ganz anders, AMLO präsentierte sich während des Wahlkampfen als patriotisch und nationalistisch, einmal an der Macht warfen sie das ganze Wahlprogramm um und beschritten den Weg einer internationalen Linken. Natürlich beruft man sich darauf, durch die Wahlen einen Bürgerauftrag bekommen zu haben, um das Land umzukrempeln. Nur eben beruhte dieser Bürgerauftrag auf ganz anderen Erwartungen. Im Grunde genommen tat AMLO nichts anderes als Hugo Chavez in Venezuela oder Sahra Wagenknecht und Björn Höcke in Deutschland. Und ich kann es nur immer wiederholen, noch nie haben völkisch Linke irgendwann eine Alternative gebracht!

Im Nachhinein nennen viele Mexikaner den zuvor so kritisierten Präsident Peña Nieto einen umsichtigen Staatsmann.

Angesichts dessen scheint die Regierung von López Obrador nur entschlossen zu sein, die Errungenschaften früherer Regierungen (wie den Texcoco Airport, die Volksversicherung, die Bildungsreform, die Ölreform, die Autonomie und die Professionalität vieler Institutionen) zu zerstören. In dieser Hinsicht spricht man sogar von einem möglichen Staatsstreich in seinen Kinderschuhen, dem ersten in der langen institutionellen Geschichte Mexikos. Die Parallelen zu dem was Chavez in Venezuela tat sind auffällig.

Im klassischen Sinn ist die Politik der mexikanischen Kommunisten als neoliberal zu bezeichnen. Ein kürzen der Löhne im Staatsdienst und Abbau von Stellen sieht auf dem ersten Blick als lobenswert aus. Doch was der Öffentlichkeit verschwiegen wird ist, dass es so zu Massen von Kündigungen kommt, da man versucht in der freien Wirtschaft unterzukommen, und die Kommunisten die Stellen im Staatsdienst mit ihnen loyal ergebenen Personen besetzen. Wir werden es beobachten, dass nach der Transformation, die Löhne der Staatsdiener eklatant angehoben werden und die Verfassung umgebaut wird, nämlich hin zur Diktatur. Ebenso greift AMLO bereits die Gewaltenteilung an, wir haben dazu Beispiele in vielen roten Regimen finden, auch bis hin zu Merkel. Wenn jemand versucht die Demokratie zu beseitigen und eine Diktatur aufzubauen, laufen die ersten Schritte (neben Umbau des Staatsapparates mit ihm ergebenen Mitläufern und Überzeugungstätern, Angriff der Pressefreiheit) immer auf Beseitigung der Gewaltenteilung hinaus. Dies ist als eiserne Regel zu betrachten. López Obrador möchte Loyalität aller Staatsdiener und vollständige blinde Bürokratie, die ihm widerspruchslos gehorcht.

Dazu addieren wir die wirtschaftlichen Verluste, die sich bereits, nach nicht einmal einen Monat im Amt, aus der neuen Regierung ergeben. Allein die Annullierung des Flughafens von Texcoco kostet beispielsweise mindestens 13,5 Milliarden US-Dollar, ohne die Kosten der Rechtsstreitigkeiten für die ungerechtfertigte Annullierung, die Zahlung der vom Projekt genutzten Kreditlinien, die Instandsetzung des derzeitigen Grundstücks und am Ende die Kosten für die Anpassung der Flughafenalternativen. Am Ende wird es sich als billiger herausstellen, Texcoco abzuschließen, als in Narreteien von AMLO zu vertrauen, hauptsächlich wegen dessen Arroganz und ökonomischen Selbstmordes. Es ist schon jetzt eindeutig, dass Mexiko den Weg Venezuelas gehen wird, wenn die Mexikaner nicht aus dem Beispiel lernen und schnellstmöglich dem Spuk ein Ende bereiten, indem sie den Roten des Hals umdrehen.

Das Vertrauen der Anleger, in das kurz- und mittelfristige Geschehen, im Land ist bereits verloren, was zu einem dauerhaften Anstieg des Dollarkurses, abrupten Marktrückgängen, Kapitalabflüssen, Zinserhöhungen und dem Anstieg der Zinssätze im Schuldendienst geführt hat, Investitionszurückhaltung und Verlust wirtschaftlicher Möglichkeiten und Arbeitsplätze, und zwar sehr viele Arbeitsplätze. Die Situation wird durch die bevorstehende Erhöhung des Mindestlohns durch Dekrete erschwert, wodurch die Inflationserwartungen und Arbeitslosenquote unter Druck geraten. Viele dieser wirtschaftlichen Konsequenzen werden das Land weiterhin belästigen, selbst wenn Lopez Obrador sein Amt 2024 verlassen sollte.

Die Unfähigkeit der neuen Regierung, ihre Ziele besser zu kommunizieren, eine positive Agenda zu präsentieren und ihre Kritiker und Gegner nicht mehr zu dämonisieren, hat zu einer größeren sozialen Spannung geführt. Der jüngste Versuch eines physischen Angriffs auf Mitglieder des Obersten Gerichtshofs zusammen mit dem Vorschlag dieses verfassungschützende Gremium abzuschaffen, verschärfte die Rhetorik gegen die roten Putschisten. Doch in Mexiko haben die Roten, im Gegensatz zum Beispiel Deutschland, die Medien noch nicht gleichgeschaltet. Der Zustand der öffentlichen Alarmierung über den schlampigen und irreführenden Umgang mit wichtigen politischen Faktoren wird immer bedrohlicher.

Auffällig ist, dass AMLO, der in beiden Kammern die Mehrheit die Mehrheit hat, keinen Widerspruch aus den etablierten Parteien erfährt und dieser wie Blockflöten wirken. Heute geht die einzige wirkliche Opposition gegen López Obrador von einigen Medien und von einer außerparlamentarischen Opposition aus, die in mehreren Aktivistengruppen agieren, zu denen die einzige Einheit, die sie verbindet, darin besteht, mit demokratischen Methoden eine Rückkehr in die autoritäre Vergangenheit zu vermeiden.

Mexiko erlebt unter López Obrador eine politische Regression und läuft auf den Autokratie, Repression mit dem Ziel Totalitarismus hinaus, von dem gedacht wurde, derartige reaktionäre Entwicklungen seien illusorisch. Es besteht noch Uneinigkeit darüber, ob diese autoritäre Restauration die Form eines korrupten Populismus annehmen wird, wie der des PRI der 70er Jahre, oder noch destruktiver, wie der bolivianische Chavismo, ich tippe jedoch auf Letzteres. Die sogenannte Vierte Transformation von López Obrador ist vorerst ein amphibisches Regime zwischen beiden Szenarien.

Die Wahl von AMLO hat der mexikanischen Öffentlichkeit klar gemacht, dass sie Opfer einer Massenmanipulation wurden. Partei A gelang es B zu überreden ihn zu unterstützen, um C zu "bestrafen" und C in Hilflosigkeit zu lassen. Nach der Wahl erkannt B, dass er der nützliche Idiot war, nicht mehr gebraucht wird und nun die Konsequenzen bezahlen wird. Was in Mexiko geschah, war kein demokratischer Vorgang gewesen, sondern ein Massenangriff gegen das Volk als Souverän des Staates.

Wenn eine Partei, speziell eine rote, sich tarnt, um unter Vorspiegelung falscher Tatsachen an die Macht gebracht zu werden und dann sofort beginnt den Staat autokratisch Umzubauen, mit aufkommender Repression Reformen dem Volk aufzuzwingen, dann kann man davon ausgehen, dass man es mit Personen zutun hat die sich für eine Wiederwahl gar nicht interessieren, weil sie sich Gedanken machen Wahlen zu umgehen. Und genau dies ist es auch, was die inzwischen überall auftauchenden "politischen Kommissare" anzutreiben scheint. (Und zwar als Gesinnungspolizei.)

Daher erkennen heutzutage immer mehr Bürger, dass unverantwortliche oder einfache Protestentscheidungen echte Konsequenzen in Form von schlechten Regierungen und schlechteren Machthabern haben, wie Ludwig von Mises gewarnt hatte (in der omnipotenten Regierung: Aufstieg des gesamten Staates und totaler Krieg ): 


"Der Staatskult ist der Gewaltkult. Es gibt keine gefährlichere Bedrohung für die Zivilisation als eine Regierung inkompetenter, korrupter oder gemeiner Männer. Die schlimmsten Übel, die die Menschheit erleiden musste, wurden von schlechten Regierungen verursacht."
In Mexiko herrscht eine Atmosphäre der Enttäuschung und Besorgnis. Viele von ihnen haben sich bereits davon überzeugt, dass López Obrador eine schlechte Regierung sein wird. Die Spekulationen beziehen sich nur noch aus das Ausmaß der der roten Pest. Hoffentlich folgt diese Enttäuschung der Bürger aktive Maßnahmen zur Verteidigung ihrer Freiheiten und Rechte, so dass der Schaden begrenzt ist.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

Freitag, 28. Dezember 2018

Überschallrakete, die neue Wunderwaffe

Es stand heute in BILD, ein Bericht über die neue Wunderwaffe aus RuSSland, die Überschallinterkontinentalrakete. Es ist unglaublich, wie die deutsche Presse jede Propaganda von Agitprop unhinterfragt übernimmt.

Wladimir Putin sagte über die Wunderwaffe:
"Der Avangard ist unverwundbar für alle potentiellen Gegner und das Abfangen  mit potenziellen Raketenabwehrmitteln."
Doch das sind Dinge, die man schon oft über diverse Wunderwaffen aus RuSSland hörte, hinter her scheiterte die Propaganda an der Realität der Korruption im Staatsapparat.

Am Mittwoch, dem 26. Dezember, gab der russische Präsident Wladimir Putin bekannt, dass das russische Verteidigungsministerium den letzten Test der Überschallrakete Avangard (beziehungsweise Objekt 4202) durchgeführt habe, eines neuen interkontinentalen ballistischen Raketensystems, das im nächsten Jahr in Betrieb gehen soll.

Putin sagte:
"Der Test war absolut erfolgreich: Alle technischen Parameter wurden überprüft."
Und nannte es ein "hervorragendes Neujahrsgeschenk für die Nation".



Nach Angaben von RT hieß es, die Rakete sei vom Startplatz der Dombarovsky Air Base in Südrussland abgefeuert worden und habe ein Ziel in der Kura-Raketenteststrecke auf der Halbinsel Kamtschatka im Fernen Osten Russlands getroffen.



Eine militärische diplomatische Quelle sagte der russischen Regierungsbehörde Sputnik im März, dass der Avangard, der angeblich aus neuen Verbundwerkstoffen hergestellt wurde, die Temperaturen von bis zu 3.632 Grad Fahrenheit standhalten können, interkontinentale Flüge durch dichte Atmosphären mit Geschwindigkeiten von bis zu Mach 20 ermöglicht. "Damit ist es für bestehende oder zukünftige Flugabwehr- oder Raketenabwehrsysteme unverwundbar."

Alexey Leonkov, ein ehemaliger Angestellter des 30. Zentralforschungsinstituts der russischen Luft- und Raumfahrttruppe, erklärte gegenüber Sputnik , Avangard werde die US-Raketenabwehrsysteme "völlig nutzlos" machen.


Brauchen würden sie es ja, denn bisher versagen russische Abfangsysteme ständig.

Putin, realitätsfremd wie immer, erklärte im März diesen Jahres, den Versuch das Wettrüsten anzuheißen für gescheitert (vermutlich ist sein Rüstungsprogramm eine Ode an den Frieden), ebenso wie der Versuch, sich Vorteile gegenüber RuSSland verschaffen zu wollen.

In dieser Simulation, des russische RU-RTR-Fernsehen vom 1. März 2018, zeigt eine Computersimulation, wie das Avangard-Überschallfahrzeug die Raketenabwehr umgeht;



Die Neue Missile ist einer der Gründe, warum sich die USA aus den Kontrollverträgen über Missiles zurückziehen wird, unter dem Hinweis, dass RuSSland neue Typs von Raketen entwickelt. Seltsamerweise wird das vom Kreml abgelehnt, obwohl sie es parallel feiern. 

Wie so oft erzählt der Kreml eine Menge Tobak und die Öffentlichkeit ist viel zu eifrig willig, jedes russische Märchen zu glauben.

Auch einige falsch interpretierte Äußerungen in den USA sorgten dafür, dass die Öffentlichkeit der Agitprop glaubte. So als General John Hyten, Befehlshaber des Strategic Command der USA, im März sagte, dass man einer solchen Waffe nichts entgegenzusetzen habe.

James Inhofe, ein hochrangiges Mitglied des Senate Armed Services Committee, meinte: "Im Moment sind wir hilflos."

Der Bericht des US Government Accountability Office vom Dezember 2018 mit dem Titel "Long Range Emerging Threats Facing the United States" spricht von einer Bedrohung der USA durch russischen und chinesische Überschallwaffen. Im Bericht heißt es: "Es gibt keine Gegenmaßnahmen."

Nur wird hier etwas übertrieben, was logisch ist. Nur weil es eine Gegenmaßnahme im Moment nicht existiert, heißt es nicht, dass man keine entwickeln und herstellen könnte. Die Mittel dazu müssen vom Kongress bewilligt werden und das gelingt besonders gut, wenn man die Kongressisten vor eine dramatische Situation stellt.

Tatsächlich wird der Begriff von Überschallraketen vom Pentagon seit langem verwendet. Und zwar für Boost-Glide-Waffen. 

Bei den russischen Raketen geht es hauptsächlich darum, dass der Teil der Interkontinentalrakete, der im Orbit abgetrennt wird und wieder in die Atmosphäre eintritt, manövrierfähig bleibt, Abfangraketen somit ausweichen kann und sich ansonsten eher wie ein Marschflugkörper verhält.

Nur ist es für das Pentagon keine sonderliche Herausforderung so etwas ebenfalls zu bauen. Die Russen zeigten, dass sie selbst bei ihren S-300 Raketen seit Jahren vergeblich versuchen eine zuverlässige Lenkung hinzubekommen und das Treffen sehr viel mit Glück zutun hat. Es ist anzunehmen, dass es sich mit Avangard nicht anders verhält. Dies ist ein Problem, welches das Pentagon nicht lösen müsste.

Doch auch dann bleibt die Rakete gefährlich und eine US-Version zu bauen stellt natürlich keine Abwehr dar. Der Tech-Autor Mike Wehner sprach von US-Militärexperten, die die Fähigkeiten von Putin neuer Wunderwaffe bereits infrage stellten.

"Dieser neue Test und das Videomaterial der Einführung zeigen nicht unbedingt, dass Avangard so unschlagbar ist, wie Russland es sagt. Aber die Waffe in Aktion zu zeigen, ist offensichtlich ein Schritt in diese Richtung", schrieb er.

Im März sagte der scheidende US-Verteidigungsminister James Mattis, Avangard und andere von Russland entwickelte Waffensysteme würden die "Abschreckungshaltung" der USA nicht ändern.

"Als ich die Clips von dem angesehen habe und durchgegangen bin was (Putin) in den Videos gezeigt hat ... Ich habe keine Änderung der militärischen Fähigkeiten Russlands gesehen und jedes dieser Systeme, über das er spricht, sind noch Jahre (von echten Einsatz) entfernt, ich sehe nicht wie sie das militärische Gleichgewicht veränderten", zitierte AFP Mattis.

Im Oktober sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, Eric Pahon, gegenüber CNBC, er sei skeptisch gegenüber der Entwicklung der Ultraschallraketen in RuSSland.

"Es ist selbstverständlich, dass russische Versuche, High-Tech-Waffen zu entwickeln, genau beobachtet werden. Bis jetzt haben wir jedoch mehr grandiose Erfolgsansprüche gesehen als tatsächliche Beweise", sagte Pahon. "Wir entwickeln unsere eigenen Verteidigungsfähigkeiten weiter und verbessern die Bereitschaft sowohl für sich selbst als auch für unsere Verbündeten, den Bedrohungen der Russen entgegenzuwirken."

Noch im Oktober berichtete CNBC, Russland habe Schwierigkeiten, eine Quelle kritischer Kohlefaserkomponenten zu finden, die für die Herstellung von Avangard benötigt werden. Dies dürfte einer Serienproduktion außerordentlich hinderlich im Weg stehen.

"Die Ummantelung des Hyperschallgleitfahrzeugs kann der Hitze bei (atmosphärischem) Wiedereintritt nicht standhalten, und daher versagen die internen Systeme", und damit eben auch die Lenkung, die aus Avangard erst die angekündigte Wunderwaffe macht. "Die Russen brauchen daher ein besseres Material, weil sie einen bevorstehenden Test haben und nicht der Meinung sind, dass das Material, das zur Konstruktion des Körpers verwendet wird, einen ausreichenden Wärmeschutz bietet", zitierte CNBC eine Person mit direktem Wissen eines US-Geheimdienstberichts über das System. 


Unbeabsichtigterweise gibt uns Agitprop selbst einen kleinen Hinweis. RT wies am 27. Dezember daraufhin, dass der Gleiter beim Wiedereintritt in die Atmosphäre gar nicht gezeigt wird. Das vom russischen Militär herausgegebene Material zeigt lediglich die Startphase von Avangard. Nur, dass RuSSland Raketen starten kann wird gar nicht bezweifelt. Aus dem eigentlichen Moment, der Avangard als Wunderwaffe bestätigen würde, Flug, Wiedereintritt des Gleiters und erreichen des Zieles, wird auffälligerweise gar nichts gezeigt. Warum nicht? Weil es sich um die übliche Agitprop Propagandainszenierung handelt.

Der Öffentlichkeit sind definitiv nur mehrere katastrophale Fehlstarts bekannt und nun wird uns ein Erfolg versichert, will aber kein bestätigendes Material liefern. 

Angeblich will RuSSland Avangard schon 2016 sogar zweimal erfolgreich getestet haben, doch im Oktober 2017 brach das Gleitfahrzeug noch vor erreichen des Zieles in sich zusammen.

Im Grunde genommen können die USA, aufgrund ihrer massiven Aufklärung, schon jetzt den größten Teil der russischen Atomwaffen während der Startvorbereitung aufspüren und durch Killersatelliten zerstören. Diese Trabanten im Orbit setzen ein konventionelles Projektil ein, dass durch die Erdanziehung selbst Überschallgeschwindigkeit erreicht und die Missiles noch am Boden zerstört. Auch die russische Abwehr hat dagegen keine Abwehrmöglichkeit.

Im Grunde genommen kann jedes herkömmliche Abwehrsystem für mobile Ziele als Grundlage dienen, eine Abwehr gegen Avangard zu bauen. Es müsste aber aus Material bestehen, dass die höhere Belastung aushält und schneller fliegen. Doch eine große Herausforderung ist das nicht. Wenn die Russen darauf spekulieren, ihre Wunderwaffen sei unschlagbar, nur weil es (angeblich) Abfangraketen ausweicht. Dann müssen im Prinzip die Abfangraketen nur in der Lage sein ihren Kurs anzupassen. 

Stellen Sie sich dabei nicht vor, dass Abfangraketen der Avangard hinterher fliegen, sie fliegen ihr entgegen. Und in Syrien stellten wir fest, dass das russische Militär große Probleme mit der Erdkrümmung hatte.

Es gibt sogar eine theoretisch noch simplerer Abwehrmöglichkeit, die in relativ kurzer Zeit und billiger als Avangard-Raketen von den USA gebaut werden können: Laserkanonen. Mag die Avangard 20 Mach fliegen, lass sie 40 Mach schnell sein, schneller als das Licht wird sie garantiert nicht. Derartige Kanonen gibt es eigentlich schon, um im Ernstfall Satelliten abzuschießen.


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

Was bringt uns das Jahr 2019?

Der Dezember 2018 geht zu Ende, wie es mehr und mehr hier im Ostblog scheinbar zur Tradition wird, ein Blick auf das, was uns im nächsten Jahr bewegen könnte (sowohl im Hinblick auf Wirtschaft, als auch Politik).

Wundern Sie sich nicht, wenn ich in diesen geopolitischen Prognosen auffällig wenig vom "besten Deutschland aller Zeiten" dieser "Weltkanzlerin" spreche. Die Merkelfans wird dies überraschen, doch sei diesen versichert, sie leben in einer Seifenblase und die reale Welt sieht deutlich anders aus.


Kurze Zusammenfassung

Angesichts des psychologischen Zustandes von Wladimir Putin, der in eine kritische Phase eintrit, wird sich die Lage in Osteuropa zuspitzen und die Konkurrenz zur USA einen raueren Ton annehmen. Die USA werden ihre strategische Offensive gegen China mit Zöllen, Sanktionen, regulatorischen Puffern für aufstrebende Technologien, einer stärkeren Unterstützung für Taiwan und ihre militärische Präsenz im Südchinesischen Meer verschärfen. Zur gleichen Zeit wird der Misserfolg der Rüstungskontrollpakte ein Wettrüsten zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China beschleunigen. Das geopolitisch günstigere Klima wird überraschend gute strategische Möglichkeiten für verwundbarere Grenzmächte wie Polen und Taiwan schaffen, aber für mittlere Mächte, die neutrales Terrain suchen, wie die momentan die Türkei, aber auch Indien und Vietnam, die Situation dramatisch verschlechtern.

Das geopolitische Risiko für die Wirtschaft wird sich insgesamt erhöhen. Unter Berufung auf nationale Sicherheitsbedrohungen werden sich die Vereinigten Staaten stark auf Europa, Japan, Australien, Kanada, Südkorea und Taiwan konzentrieren, um stärkere Barrieren für chinesische Investitionen zu schaffen. Dies wirkt sich auf Forschung und Handel in strategischen Bereichen aus, von der künstlichen Intelligenz bis hin zum 5G-Netz-Rollout ab 2019. Chinas Aufholbedarf in kritischen Bereichen wie der Luft- und Raumfahrt und der Entwicklung von High-End-Halbleitern wird Cyberbedrohung für Unternehmen erhöhen und die USA zu einer Offensive, bezüglich Cyberspace, zwingen. Darüber hinaus müssen sich Unternehmen mit Unterbrechungen der Lieferkette sowie mit höheren Geldbußen und Gerichtsverfahren wegen Datenverstößen  und Sanktionen auseinandersetzen.

Messung der Handelsvolatilität in der Weltwirtschaft. Eine US-amerikanische Auseinandersetzung mit der Welthandelsorganisation könnte den Streitbeilegungsprozess der Körperschaft lahmlegen und Länder zu einen weniger vorhersehbaren bilateralen Weg zwingen, um ihre Handelsdefizite zu lösen. Kanada, Mexiko, Japan und Südkorea haben bessere Chancen, über Quoten zu verhandeln, um die Gefahr von Autotarifen in den USA zu mildern, aber die Handelsgespräche der Europäischen Union mit den Vereinigten Staaten sind zum Scheitern verurteilt. Und während zusätzliche US-Zölle für China zur Handelsunsicherheit beitragen werden, wird der globale Einfluss der Handelspolitik des Weißen Hauses im Jahr 2019 auf die Weltwirtschaft eher milde ausfallen.

Szenarien für die Wirtschaft in Italien und im Brexit. Eine trotzige italienische Regierung wird 2019 die größte Bedrohung für neugermanische Superstaatbestrebungen in der Eurozone darstellen, da die Sorgen über die steigende Verschuldung des Landes und den fragilen Bankensektor zunehmen. Die Finanzmärkte und die gefährlich breiten Spreads bei den Anleiherenditen - und nicht die Bedrohung durch Brüssel - werden sich als die größten Herausforderungen in Rom erweisen. Brüssel wird gleichzeitig daran arbeiten, ein Brexit-Szenario ohne Abkommen mit dem Vereinigten Königreich abzuwenden, aber ein britisches parlamentarisches Veto ist nach wie vor das größte Hindernis für einen Austritt aus der Europäischen Union im Sinne der Apparatschiks in Brüssel. 


Die nächsten Schritte in der Anti-Iran-Kampagne. Mit weitreichenden sekundären Sanktionen werden die Vereinigten Staaten ihre Kampagne zur regionalen Isolation des Iran und zur Schwächung des Landes von innen her vorantreiben. Dies wird die Reibung zwischen Washington und Teheran erhöhen und die ohnehin geringe Wahrscheinlichkeit einer Verhandlung verringern. Eine gemeinsame Agenda gegen den Iran wird dazu beitragen, strategische Beziehungen auf hoher Ebene zwischen den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien zu isolieren, auch wenn die königliche Familie und ausländische Regierungen wegen der Führung des saudi-arabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman belastet werden.

Ein wachsendes Angebot in globalen Energiemärkten. Saudi-Arabien und Russland werden die Ölproduktion sorgfältig steuern, um einen Preiseinbruch zu verhindern, da sie die Auswirkungen restlicher iranischer Exporte auf den Markt überwachen. Es besteht auch die Möglichkeit eines Produktionswachstums aus dem Irak und Libyen und eine deutliche Lockerung der Exportkapazitätsbeschränkungen für die Vereinigten Staaten im weiteren Verlauf des Jahres. Die globalen Märkte für verflüssigtes Erdgas werden neu verteilt, insbesondere wo Brasilien aus der Russischen Hegemonie ausbrach. Die USA wird 2019 zu den drei größten LNG-Exporteuren der Welt gehören.

Aktive militärische Maßnahmen, diverser regionaler Mächte (Brasilien, Kolumbien, USA) als auch überregionaler (Rot-China und RuSSland)werden Bewegung in die festgefahrene Situation, des "karibischen Stalin", Nicolas Maduro, in Venezuela bringen. Die Bemühungen Brasiliens, den Handelsblock des Mercosur zu verbessern und zu reformieren, werden auf ein politisch schwaches Argentinien treffen. Die Macht des Referendums wird inzwischen in Mexiko auf die Probe gestellt, wo eine aggressive marxistische Agenda das Anlegerrisiko erhöht und aus Mexiko ein zweites Venezuela zu machen droht.

Äthiopien betreibt eine große Wende am Horn von Afrika. Äthiopiens ehrgeizige Agenda weckt wirtschaftliches Interesse und zieht externe Mächte an das Horn von Afrika. Interne Herausforderungen an die derzeitige Führung und die ethnischen Konflikte könnten jedoch dazu führen, dass die Dynamik von Addis Ababa nachlässt und die Regierung sich übernimmt.

Globale Trends


In der heutigen Welt werden Nationen zunehmend durch Luft, Land, Meer und Cyberspace miteinander verbunden. Durch die Annäherung der Länder und Kontinente durch die Globalisierung sind die Grenzen der Karte und die geografischen Barrieren in gewisser Weise überholt. Ereignisse in einer Region können nun leichter anderswo Konsequenzen haben, manchmal sogar auf der ganzen Welt.


Höhepunkte


Eine große Machtkonkurrenz zwischen den USA, China und RuSSland wird ein Rüstungswettlauf mit hohen Einsätzen beschleunigen und den Wettbewerb im Cyberspace erhöhen. 

Die globale Dominanz in Bezug auf Bedrohungen wird sich als schwer fassbar erweisen, und die Spaltungen im internationalen System sich vertiefen. Dies wird im Westen durch die 5. Kolonne Moskaus angeheizt werden, die es darauf ablegt den inneren Zwist zu nutzen, um ein entschlossenes Vorgehen gegen Putins Reich des Bösen zu verhindern.

Merkels Reich wird mit einer Scharade von RuSSlandsanktionen fortfahren, die tatsächlich überhaupt nichts bewirken und lediglich Merkel vor der Entlarvung als Kremltroll schützen sollen.

Auch wenn die USA eine strategische Offensive gegen China mit zusätzlichen Zöllen und Regulierungssperren, Sanktionen, verstärkter Unterstützung für Taiwan und den maritimen Herausforderungen im Südchinesischen Meer eskalieren, wird Peking sich seiner realen militärischen Schwäche, gegenüber USA und deren Verbündete, bewusst bleiben und sich vorsichtig auf die Wirtschaft verlassen und so die Konfrontation mit den USA+Alliierten umgehen. Agitprop wird uns dies versuchen als bedachtsames Handeln zu verkaufen, beruht tatsächlich jedoch auf Schwäche.

Da die iranischen Ölexporte aufgrund von Sanktionen nachlassen, wird die US-Produktion voraussichtlich steigen. Da die Weltwirtschaft 2019 schwächer wächst, werden Saudi-Arabien und Russland weiterhin stark von den globalen Ölmärkte abhängen, und versuchen einen steilen Preiseinbruch zu verhindern. Die globalen Märkte für Flüssiggas werden unterdessen wettbewerbsfähiger, da die Vereinigten Staaten ihren Platz unter den weltweit führenden LNG-Exporteuren im Jahr 2019 ausbauen.

Eine neue und unbequeme globale Realität

Im vergangenen Jahr wies ich darauf hin, dass sich der verschärfende Wettbewerb zwischen den USA, China und Russland als bestimmendes Merkmal des internationalen Systems herausstellen würde, was zu einem Rätsel für die mittleren Mächte führen könnte, die in der Rivalität zu den Großmächten stecken. Es dauerte nicht lange, bis Handelskriege, Cyberangriffe, Verteidigungsstrategien und Wettrüsten anliefen, um die Welt davon zu überzeugen, dass dies die neue und unbequeme globale Realität ist.

Der starke Machtwettbewerb wird sich 2019 verschärfen. Das Weiße Haus wird seine Versuche verdoppeln, Chinas Fortschritte in einer Reihe strategischer Bereiche zu sabotieren. Peking wird auf dem Weg einige Schläge hinnehmen, aber China hat immer noch die Mittel und mehr Motivation als je zuvor, seinen Zeitplan und seine Bemühungen um die Gleichstellung mit den Vereinigten Staaten zu beschleunigen. Und obwohl zwischen China und RuSSland die Harmonie besteht, wird das Potenzial für eine engere Ausrichtung im Jahr 2019 wahrscheinlich auch bestehende Reibungspunkte in ihrer unruhigen Partnerschaft überwinden.

Diese neue globale Dynamik bereitet mittelständischen Unternehmen und global exponierten Unternehmen, die sich in einer immer komplexer werdenden Landschaft bewegen, massive Kopfschmerzen.

Das Jahr wird die Grenzen aufzeigen, mit denen die Vereinigten Staaten konfrontiert sind, China zu isolieren, sowohl in eng miteinander verflochtenen Lieferketten als auch vor den verlässlichsten Verbündeten der USA, die zwischen der Aufrechterhaltung einer engen Sicherheitsbeziehung zu den Vereinigten Staaten und einer wachsenden wirtschaftlichen Expansion stehen Beziehungen zu China. Negativ werden sich dabei die pseudowestlichen Regierungen von Emmanuel Macron und Angela Merkel behaupten und die Bemühungen der USA überall sabotieren, wo es ihnen möglich ist.

Diese globale Dynamik wird mittelgroße Unternehmen und global exponierte Unternehmen, die versuchen, sich in dieser komplexen Landschaft zurechtzufinden, massiv belasten. Auch wenn die europäischen Großmächte versuchen, die Souveränität der EU auf globaler Ebene durchzusetzen, um Kollateralschäden zu vermeiden, werden sie dem breiteren Wettbewerb weitgehend entgegenstehen und Schaden nehmen. Für diejenigen Mächte, die an den Grenzgebieten von Polen über die Türkei bis nach Taiwan liegen, wird ein geopolitischeres Klima in einigen Fällen zu strategischen positiven Optionen führen, wen sie rasch darauf reagieren, Sicherheitsallianzen aufzubauen und besondere lokale wirtschaftliche Vorteile zu nutzen.

Disruptive Technologien und gebrochene Verträge werden die militärischen Arsenale in den kommenden Jahren auf eine neue Ebene heben.

Die rasante Entwicklung disruptiver Waffentechnologie, in Verbindung mit der fortschreitenden Verschlechterung der Rüstungskontrollpakte, wird den Rüstungswettlauf zwischen den Vereinigten Staaten, Russland und China beschleunigen. Washingtons voraussichtlicher Austritt aus dem Atomwaffenvertrag für Mittelstreckenraketen und eine wackeligere Verhandlung über den Vertrag über die Reduzierung der neuen strategischen Rüstungen werden, unter zersetzendem Einfluss der 5. Kolonne, in dem sie versuchen werden die militärisch notwendige Aufrüstung zu vermeiden, während Staaten an der Front mit Russland wie Polen, die baltischen Staaten und möglicherweise auch Rumänien die Rüstung steigern werden. Gleichzeitig werden sich die Vereinigten Staaten ein enormes Arsenal aufbauen, welches China und RuSSland herauszufordert.  Peking unterdessen wird strategisch den Zugang zu solchen Rüstungen weitgehend verpassen und zurückfallen in seinen geopolitischen Zielen, wenngleich die Militarisierung im westlichen Pazifik fortschreitet.

Die ideologische Dimension des Großmachtwettbewerbs wird subtiler ausfallen für die allgemeine Öffentlichkeit, auch die 5. Kolonne wird in diesem Bereich vorsichtiger agieren. Es ist sogar mit weiteren Showeinlagen gegen Linke zu rechnen, insbesondere Frankreich und Deutschland. Realpolitisch werden diese jedoch völlig bedeutungslos sein.

Die Vereinigten Staaten stellen sich der Herausforderung, mit einer China-Russland-Deutschland-Frankreich Achse zu konkurrieren, aber sie werden unorthodoxe Taktiken wählen, um ihre Feinde zu verwirren. Was selbstverständlich auch Verwirrung in der Öffentlichkeit unter Alliierten bewirken wird, da diese den Sinn nicht verstehen. Wir sahen so etwas bereits diesen Monat bezüglich des Abzuges aus Syrien, was kaum jemand verstanden hat. (Hand auf's Herz, wer der Leser stellte sich die Frage, warum man will, dass die USA die PKK - als Teil der Allianz in Nordsyrien - bewaffnen soll.) Dies wird einem Publicity Verlust riskieren, denn die "alternativen Medien" der Neurechten insbesondere anheizen werden, weil die völkische Linke traditionell von Politik gar nichts versteht und eher Schaden anrichtet, als Hilfreich ist.

Mit der geteilten Front in Europa und den Vereinigten Staaten, die nicht mehr aktiv das auf der Nachkriegsordnung basierende System der Verwaltung der globalen Ordnung verteidigen will - und in einigen Fällen dennoch aktiv kämpft -, wird China unter den mit ihm konkurrierenden Mittelmächten eine erhöhte Aggressivität spüren. Wir reden hierbei in erster Linie von Japan, Südkorea, Taiwan, Idien, aber auch - als wahrscheinliche Überraschung - Vietnam, dessen eigenen Ziele mit dem bisherigen Mandat aus Peking zusammenprallen.

Darüber hinaus bietet die technologiegetriebene Form des digitalen Autoritarismus, die China für die Verwaltung der Angelegenheiten im Inland und für den Export ins Ausland nutzt, eine überzeugende Alternative zu den Mächten mit autokratischen Neigungen (einschließlich Deutschland), die angesichts der liberalen politischen Bedingungen, die traditionell mit einer westlichen Partnerschaft verbunden sind, wachsende Bedenken auslösen. Die Frage zur Demokratie wird sich in Deutschland dramatisch verschlechtern, wenn nicht massive Schritte erfolgen, etwa die Aufstellung als Kanzlerkandidat und spätere Wahl eines Friedrich Merz, der nicht zum System Gerhard Schröder - Angela Merl gehört.

USA übertrumpft China


2019 wird der Wettbewerb zwischen den USA und China praktisch an allen Fronten eskalieren. China wird nicht nur einem erhöhten wirtschaftlichen Druck durch Zölle und Regulierungsblockaden gegenüber chinesischen Firmen ausgesetzt sein, sondern die USA werden auch Sanktionen anwenden, um die Angriffe auf Peking wegen möglicher Probleme, einschließlich Cyberattacken, zu verschärfen und Menschenrechte zu erzwingen. (Pekings Behandlung der Uiguren und anderer Minderheitengruppen zum Beispiel wird ein vorrangiges Ziel für die Sanktionspolitik der USA darstellen.)

Im Sicherheitsbereich werden die Vereinigten Staaten China direkt im Südchinesischen Meer und über Taiwan offensiver kompromittieren, was möglicherweise zu mehr Abstände und engen Verbindungen zwischen US-amerikanischen und chinesischen Streitkräften in maritimen Hot Spots führt. Demgegenüber stehen die wirtschaftlichen Bemühungen der USA, Chinas Gürtel- und Seidenstraßeninitiative direkt zu begegnen, mit weitaus größeren Einschränkungen konfrontiert, da Peking einen gemeinsamen wirtschaftlichen Zugang und Partnerschaftsabkommen mit großen und kleinen Mächten zur Verwässerung der US-Allianzen nutzt.

Trotz der Einführung von Zöllen auf chinesische Importe von rund 250 Milliarden US-Dollar kann das Weiße Haus China mit einer weiteren Zollrunde treffen, wenn Zugeständnisse aus Peking nicht eintreten.

Im Handel werden zeitweilige Rückschlüsse zwischen Washington und Peking möglich sein, da beide Seiten eine wirtschaftliche Aufhebung verhandeln, aber das Schlüsselwort ist vorübergehend: Die Kluft zwischen den Forderungen der USA nach tiefgreifenden Strukturreformen in Chinas Wirtschaft und der Realität, die Peking will zu bieten, ohne seine kritische industrielle Technologiestrategie und Stabilität zu Hause zu beeinträchtigen, ist einfach zu weitreichend, um ein umfassenderes und dauerhafteres Geschäft zwischen ihnen zu ermöglichen. Die Vereinigten Staaten haben bereits Einfuhrzölle für rund 250 Milliarden US-Dollar eingeführt. Durch die begrenzten Zugeständnisse, die Peking ausbauen kann, kann das Weiße Haus China mit einer weiteren Zollrunde, die auf die verbleibenden Importe von 267 Milliarden US-Dollar abzielt, immer noch mitreißen.

Potenzielle Exportkontrollen für Ziele mit doppeltem Verwendungszweck werden sich für viele Unternehmen als äußerst störend erweisen.

Der wirtschaftliche Druck der USA gegen China wird auch weit über die Zölle hinausreichen. US-amerikanische Technologiefirmen werden einer stärkeren behördlichen Aufsicht unterliegen, da die USA versuchen, den Zugang Chinas zu Technologien mit doppeltem Verwendungszweck einzuschränken und die Lieferkette zwischen USA und China hinsichtlich nationaler Sicherheitslücken zu hinterfragen. Potenzielle Exportkontrollen für Ziele mit doppeltem Verwendungszweck, von Hochleistungs-Chips bis zur allgemeinen Forschung über künstliche Intelligenz, werden für viele Unternehmen äußerst störend sein. Die Vereinigten Staaten haben bereits Barrieren für chinesische Investitionen und Forschung in strategischen Sektoren errichtet, aber sie werden auch andere Länder - insbesondere Japan, Kanada, europäische Nationen, Australien, Neuseeland, Südkorea und Taiwan - stark dazu auffordern, ihre chinesischen Beziehungen zu untergraben, insbesonde bezüglich chinesischer Tech-Unternehmen wie Huawei und ZTE, die in ihren Ländern als kritisches nationales Sicherheitsrisiko eingestuft werden.

Timing ist der Schlüssel: 2019 markiert die Einführung der revolutionären Telekommunikationstechnologie der fünften Generation in den Industrieländern. Entweder wird Merkel-Regime die Industrie 5.0 verpassen, was für Deutschland katastrophal sein wird, nämlich hin zu unterentwickelten Land. Worauf der Schwachsinn von "dringend benötigten Facharbeitern" hindeutet. Oder man stellt fest, dass Industrie 5.0 weniger Arbeitsplätze erfordert und gerade deshalb bezüglich Muselschwemme in der Bunten Republik Absurdistan die Lage des Proletariats katastrophal verschlechtert und marxistische Verteilungskämpfe anheizt, was vermutlich auch Merkels Ziel ist, um den Polizeistaat auszubauen und Deutschland ins Moskaulager zu führen.

Die nächsten zwei Jahre werden ein rasantes Maß an Geschwindigkeit und Konnektivität bringen, um transformative Technologien wie das "Internet der Dinge", virtuelle und erweiterte Realität, künstliche Intelligenzverarbeitung, autonome Fahrzeuge und Telemedizin zu unterstützen, die bereits Gebiete intensiver Forschung in USA sind. Und da Huawei und ZTE zwei von wenigen Technologieunternehmen sind, die die technologische Infrastruktur und Standards für 5G entwickelt haben, wird die US-Regierung alles tun, um ihren größten strategischen Konkurrenten China daran zu hindern, sich tief in das wirtschaftliche Nervensystem einzubetten. Dieser wachsende Imperativ wird natürlich zu einem bereits bestehenden Brand zwischen dem Staat und Wirtschaft in mehreren fortgeschrittenen Volkswirtschaften beitragen, da multinationale Tech-Unternehmen mit tief geschichteten Lieferketten versuchen, den zunehmenden regulatorischen Nachteilen bei Geschäftsmodellen zu widerstehen, die auf offenen Handel und grenzübergreifenden Beziehungen angewiesen sind.

Jeder globale Konsens über die Prioritäten und Methoden, die zur Steuerung des Cyberspace erforderlich sind, wird 2019 schwer konkret erkennbar sein für die breite Masse der Öffentlichkeit.

Die Intensivierung des Großmachtwettbewerbs im Cyberspace wird die Reibung von Staat und Unternehmen über die Politik nur noch verschlimmern. Als größtes Angriffsziel von Cyberangriffen gehen die Vereinigten Staaten offensiver vor, wobei China und RuSSland im Visier sind. (Im Vorfeld der US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2020 wird die Cyberthreat-Aktion insbesondere in China zusätzlich beachtet.) Ein wachsender Trend ist in den westlichen Ländern zu beobachten, in denen die Regierungen auf hohe Geldbußen und den Aufbau von Verbraucherrechtsstreitigkeiten gegen 
Unternehmen angewiesen sind, die für Verstöße gegen große Datenmengen verantwortlich sind (gerade aktuell Facebook und Amazon). Aufrufe unter den Großmächten zur Entwicklung globaler Normen für den Cyberspace werden immer dringlicher gefordert, aber Konsens und Durchsetzung für eine solche Agenda werden schwer zu fassen sein, da die USA, Europa, RuSSland und China hinsichtlich der Prioritäten, Ziele und Methoden völlig widersprechen.


Der globale Gegenwind der US-Handelspolitik


Abgesehen von dem engen wirtschaftlichen Fokus der USA auf China werden die drohende Gefahr der US-Autotarife und ein Showdown zwischen den Vereinigten Staaten und anderen Großmächten der Welthandelsorganisation (WTO) in der gesamten Weltwirtschaft nachhallen. Die Wirtschaftspolitik des Weißen Hauses, die zwar den Machenschaften rivalisierender ideologischer Lager ausgesetzt ist, ist nach wie vor stark von dem Interesse getrieben, Handelsdefizite durch bilaterale Verhandlungen abzubauen. Die US-Regierung hat auch keine Angst davor, heftige Taktiken als Hebel einzusetzen. Auch wenn das Weiße Haus im Namen der nationalen Sicherheit Zölle auf Autoimporte erhebt - ein wichtiger Faktor für das US-Handelsdefizit -, wird es sich nicht auf Handelsabkommen einigen, die keine signifikanten Zugeständnisse in Märkten wie der Landwirtschaft enthalten, wo die US-Exporteure mehr wettbewerbsfähig sind. Die Vereinigten Staaten werden auch bilaterale Handelsabkommen nutzen, um US-Handelspartner davon abzuhalten, Freihandelsabkommen mit China zu unterzeichnen (Kanadas Verfolgung eines solchen Abkommens wird die Glaubwürdigkeit dieser Taktik prüfen).

Der Abschluss des Abkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada (USMCA), das bereits einen stärkeren Schutz für US-amerikanische Automobilhersteller und Quotenbestimmungen beinhaltet, wird Mexiko und Kanada weitgehend vor der Gefahr der US-Autotarife schützen. Eine verminderte wirtschaftliche Bedrohung für den nordamerikanischen Handel wird die Dringlichkeit des US-Kongresses verringern, gesetzgeberische Kontrollen der Handelspolitik des Weißen Hauses durchzusetzen.

Deutschland hat am meisten an einem Handelskrieges mit den USA zu verlieren, kann aber Frankreich - nicht dazu zwingen, Zugeständnisse in der Landwirtschaft zu machen, da der Wegfall von Subventionen zum definieren Sturz des Macron-Regime führen wird.

Japan hat aufgrund der begrenzten Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten angesichts der in seinem Freihandelsabkommen mit Kanada und des Comprehensive and Progressive Trans-Pacific Partnership im Jahr 2018 eingegangenen landwirtschaftlichen Zugeständnisse eine gute Chance, die Gefahr von Autotarifen der USA zu mildern. Südkorea wird wahrscheinlich auch Quoten akzeptieren, um Autotarife abzuwehren. Im Gegensatz dazu sehen die Aussichten für eine umfassende US-EU-Handelslösung im Jahr 2019 geradezu düster aus. Abhängig davon, welche Verwaltung von Handelsdolken und Pragmatikern das Ohr des Präsidenten zu dieser Zeit hat, wird das Weiße Haus wahrscheinlich wählen, ob es einen Waffenstillstand ablehnen, und Autotarife auferlegen, in der Hoffnung, dass Brüssel letztendlich zu einem Deal bereit ist. Oder man wird seine Ambitionen mildern und stattdessen auf laufende Verhandlungen über Vorschriften und Standards fokussieren, die formellen Freihandelsgesprächen nicht genügen.

Parallel zu diesen unruhigen Handelsverhandlungen findet eine wachsende Konfrontation zwischen den großen Wirtschaftsmächten und der WTO statt.

Die Welthandelsorganisation verhandelt derzeit eine Reihe von nationalen sicherheitsbezogenen Fällen, darunter auch eines, das die US-Begründung für die Einführung von Zöllen auf Stahl und Aluminium Anfang 2018 vorschlägt. Das Weiße Haus wird ein Beispiel für diese Fälle geben, um zu argumentieren, dass das multinationale Gremium keinen Anspruch auf den Status eines Schiedsgerichts hat. Sollte das Weiße Haus dieses Argument durchsetzen, könnte es anderen Staaten erleichtern, im Namen der nationalen Sicherheit protektionistische Barrieren gegen den Globalismus zu errichten.

Sollte das Weiße Haus verlieren, wird der Globalismus gewinnen und mehr Macht der WTO zuerkennen. Es ist klar, dass der US-Kongress die Autorität hat, einen direkten Austritt der USA aus der WTO zu verhindern, der die Weltwirtschaft nämlich verbessern würde. Die Vereinigten Staaten haben die Mittel, um den Streitbeilegungsprozess der Organisation zu lähmen. Aufgrund der fortgesetzten Neueinstellungssperre der Vereinigten Staaten besteht die Gefahr, dass das Berufungsgremium bis Dezember 2019 die für die Entscheidung von Fällen erforderlichen drei Mitglieder unterschreitet.

Diese Form der Protestaktion der Vereinigten Staaten, die der Präsidentschaft von Donald Trump vorausgegangen ist, soll die Unterstützung der WTO-Reformen durch die Europäische Union, Japan, Kanada und andere wichtige Handelspartner vorantreiben, die ihre Entscheidungen beschleunigen und die Zuständigkeitsbereiche der Vereinten Nationen klarstellen würden. Die Staaten versuchen zu verhindern, dass das Gremium in souveränes Handelsgebiet tritt. Sie soll auch die WTO dazu bringen, China und einige Entwicklungsländer für Handelsmissbrauch, einschließlich staatlicher Subventionierung und Diebstahl geistigen Eigentums, zur Rechenschaft zu ziehen. Ein WTO-Panel zu einem Fall, der von China gegen die Europäische Union eingereicht wurde, wird 2019 abgeschlossen werden. Wenn die Europäische Union diesen Fall verliert, wird die USA argumentieren, die WTO sein nicht fähig China im Handel zu regulieren.

Eine wachsende Zahl einflussreicher Länder drängt auf WTO-Reformen, um die Entscheidungen der Organisation zu beschleunigen und die Zuständigkeitsgrenzen zu präzisieren, um Streifzüge in souveränes Handelsgebiet zu begrenzen.

Aber die Forderungen der USA nach Reformen werden von der sich langsam entwickelnden und zersplitterten multinationalen Organisation, die von einem Konsens regiert wird, viel verlangen. Es besteht die reale Gefahr, dass die Vereinigten Staaten den Streitbeilegungsprozess zum Stillstand bringen, ein Szenario, das die Wirtschaftsmächte wieder zu bilateralen Verhandlungen zwingt, um ihre Differenzen wie im Rahmen des Allgemeinen Zoll- und Handelsabkommens (vor der WTO) zu regeln System, das den Welthandel in einem geopolitischen, von Unsicherheit geprägten Klima regelte.

Energiepolitik


Ein Zusammenbruch der Ölmärkte ist in der ersten Hälfte des Jahres 2019 unwahrscheinlich, da die iranischen Ölexporte durch Sanktionen gemindert werden und die Pipeline-Beschränkungen das Wachstum der USA einschränken. Dieses Bild wird sich in der zweiten Jahreshälfte erheblich ändern, wenn die Kapazität der US-Pipeline steigt. Saudi-Arabien und RuSSland werden weiterhin auf Anzeichen eines Überangebots reagieren, das die Ölpreise in einen Abschwung versetzen könnte. Der Iran wird noch immer in der Lage sein, rund eine Million Barrel pro Tag in den nächsten fünf Monaten unter beschränkten Sanktionsbefreiungen zu exportieren, und Libyen und der Irak haben das Potenzial, interne politische Differenzen lange genug auszuräumen, um den Markt spürbar zu beeinträchtigen. Gleichzeitig wird das Potenzial eines internen Zusammenbruchs, der die Produktion in Venezuela verringert, und Zwietracht im Persischen Golf, der den Tanklastverkehr in der Straße von Hormuz behindert, auf akutere Versorgungsunterbrechungen aufmerksam beobachtet.

Inzwischen bereiten sich die Vereinigten Staaten darauf vor, die Märkte für Flüssigerdgas (LNG) aufzulockern. Bis Ende 2019 werden die Vereinigten Staaten als einer der weltweit größten LNG-Exporteure Katar und Australien einholen. Die umfassenderen geopolitischen Auswirkungen werden mehrere Jahre in Anspruch nehmen, da ein wettbewerbsfähigerer LNG-Markt zu kurzfristigen Verträgen und Gas-on-Gas-Preisen führt, insbesondere in asiatischen Märkten mit stark wachsender Nachfrage. US-amerikanische Handelspartner, die vom Weißen Haus belagert werden, werden versuchen, vermehrte US-amerikanische LNG-Käufe zu nutzen, um Handelsfriktionen zu mildern, während osteuropäische Mächte US-amerikanische LNG-Käufe nutzen werden, um sich besser von RuSSland zu lösen.

Langsam und stetig für die Weltwirtschaft


Wenn wir einen Schritt zurücktreten und alle Faktoren betrachten, die die Weltwirtschaft voraussichtlich im Jahr 2019 instabil machen, besteht Anlass zu Besorgnis, aber nicht unbedingt zu Panik. Die zunehmende Verschuldung von Unternehmen und Staaten, das langsame Wachstum der Arbeitseinkommen, die demografische Belastung und die Schaffung politischer Zwänge für die Strukturreform bilden einen besorgniserregenden Hintergrund für die längerfristigen wirtschaftlichen Aussichten. Die größte Bedrohung für die US-Wirtschaft durch die Handelspolitik des Weißen Hauses - der Zusammenbruch der NAFTA - wurde gemildert. Das Potenzial für weitere US-Zölle auf chinesische Importe und für US-Autoimporte aus dem Ausland außerhalb Nordamerikas wird zu lokalisierten sektoralen Schmerzen führen, wird jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf die US-Wirtschaft und die Weltwirtschaft insgesamt haben. Das Weiße Haus wird auf ein stabiles Wirtschaftswachstum in den USA hinweisen, um einen aggressiven Handelsansatz zu rechtfertigen, obwohl die stimulierenden Auswirkungen der US-Steuersenkungen und der Staatsausgaben in den nächsten Monaten nachlassen werden und die geldpolitische Straffung der USA auf einem relativ moderaten Kurs halten wird.

Solange das Wirtschaftswachstum in den USA relativ stabil ist, haben die US-Importeure Schwierigkeiten, billige Alternativen zu chinesischen Produkten zu finden, und die amerikanischen Konsumenten dulden weiterhin etwas höhere Preise für chinesische Waren. China wird den wirtschaftlichen Schlägen aus seinem anhaltenden Wettbewerb mit den Vereinigten Staaten standhalten können während sie sich zu Hause stärker auf fiskalische Anpassungen stützt, um die Stabilität zu erhalten.

In Europa kann ein No-Deal-Brexit-Szenario immer noch abgewendet werden, auch wenn es eng ist. Auch wenn die italienische Regierung und die Europäische Kommission es vermeiden werden, ihre Konfrontation in eine Systemkrise zu eskalieren, bleibt die Anfälligkeit des italienischen Bankensektors das größte Risiko für die Stabilität der Eurozone. Die Europäische Zentralbank wird ihre Verschiebung hin zu einer geldpolitischen Straffung langsam und vorsichtig umsetzen, da das italienische Risiko in der Eurozone hängt und sich die wirtschaftliche Expansion in Europa insgesamt verlangsamt und gegen Null tendiert.

Die aufstrebenden Märkte werden weiterhin von einem starken Dollar, schwachen Währungen, hoher Inflation, hohen Importrechnungen und innenpolitischen Zwängen bei der Wirtschaftsreform belastet.

Ein Rettungsabkommen mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) verhindert den Zusammenbruch der argentinischen Wirtschaft, erhöht aber auch das Risiko für ein peronistisches Comeback bei den Wahlen vom Oktober. 

Die Türkei wird ein wenig mehr politischen Spielraum haben, um leichte Reformen im Jahr 2019 voranzutreiben, während versucht wird, zu verhindern, dass die umstritteneren Aspekte ihrer Außenpolitik die wirtschaftliche Stabilität im Inland verschärfen. Pakistan schraubt IWF und ausländische Hilfe zurück, um eine Zahlungsbilanzkrise zu vermeiden. Die indische Regierung wird sich auf Frühjahrswahlen vorbereiten, indem sie große Handelszugeständnisse vermeidet und die Zentralbank unter Druck setzt, die Geldpolitik locker zu halten. Mexikos neue Regierung wurde von einem NAFTA-Alptraum verschont, wird jedoch das politische Risiko für Anleger mit einer aggressiven populistischen Agenda erhöhen. Während sich kleinere Volkswirtschaften im asiatisch-pazifischen Raum, darunter Thailand, Vietnam, Malaysia und Taiwan, im Fadenkreuz der US-chinesischen Handelsschlacht befinden werden, gehören sie auch zu den ersten Orten, an denen US-amerikanische Unternehmen in China eine Diversifizierung der Lieferketten anstreben wird berücksichtigen, wie der Wettbewerb zwischen den wirtschaftlichen Riesen verläuft.

Inmitten eines Wettstreits um technologische Vorherrschaft werden sich die globalen Mächte mit der Herausforderung der Einführung von Governance für künstliche Intelligenz und ethischer Normen auseinandersetzen.

Die Vereinigten Staaten, China und RuSSland werden die Bemühungen zur Militarisierung des Internets beschleunigen, wenn keine internationalen Standards zur Regelung des Internets bestehen.

Selbst als die Rivalität der Großmächte mit China und RuSSland die Vereinigten Staaten dazu drängt, ihre militärischen Verpflichtungen in Afrika und im Nahen Osten herabzusetzen, wird eine US-Kampagne gegen den Iran zusammen mit dem anhaltenden Terrorismus und der Sorge um die Verbreitung der USA für die Aufmerksamkeit und Ressourcen der USA kämpfen.

Korruptionsbekämpfung ist eine immer populärer werdende und mächtige politische Waffe, die von westlichen Regierungen und starken Männern genutzt werden kann, um die Politik im In- und Ausland zu gestalten.

Großmächte werden sich um lukrative Waffenverträge auf der ganzen Welt behaupten. 

Ein gespaltener und weniger zuvorkommender Kongress wird gemischte Ergebnisse für die US-Außenpolitik haben.
Eine längerfristige globale Energiewende hin zu erneuerbaren Energieträgern wird sich auch 2019 fortsetzen, wobei die Unternehmen bei dieser Verschiebung mehr Führungsrolle übernehmen werden .

Mittlerer Osten und Nordafrika 


Der Nahe Osten und Nordafrika ist die Kreuzung der Welt. Es umfasst die Arabische Halbinsel, die Berge des Iran, die Ebenen der Türkei, die Wüsten der Levante, die Länder nördlich der Sahara und alle Küsten dazwischen. Die Geschichte der Region ist, wie so oft bei Orten, die zwischen ausländischen Akteuren stecken, die Geschichte von Handel, Austausch und Konflikt. Die traditionellen Mächte der Region sind die Türkei und der Iran - Saudi-Arabien und Ägypten. Ihr Wettstreit um Einfluss auf die schwächeren Staaten der Region macht den Nahen Osten und Nordafrika zu einer Arena der Gewalt und Instabilität.

Der US-Iran-Kollisionskurs

Die von den USA angeführte Sanktionskampagne wird Iran schaden, aber nicht zum Zusammenbruch der iranischen Regierung führen, selbst wenn die Wirtschaft des Landes kämpft. Durch die Erhöhung der Sanktionen hoffen die Vereinigten Staaten, den Iran zu zwingen, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Das wird nicht funktionieren. Während der Iran für seine politische Feindschaft bekannt ist, werden seine Parteien der Stabilität des Regimes Vorrang vor den üblichen politischen Entscheidungen geben. Darüber hinaus haben Sanktionen die Unruhen in der Bevölkerung verstärkt, wodurch das politische Kapital von Konservativen und Hardlinern gegen die Regierung des Präsidenten Hassan Rouhani gestärkt wird. Darüber hinaus wird der durchsetzungsfähige Geheimdienst und der Sicherheitsapparat des Iran durch die Notwendigkeit gestärkt, die Verteidigungsstrategie des Iran angesichts des zunehmenden Drucks zu vertiefen.

Der Iran wird alles in seiner Macht stehende tun, um sich gegen seine Angreifer zu rächen, und kurz vor einer konventionellen militärischen Reaktion stoppen - zumindest vorerst.

Teheran wird versucht sein, Rache zu üben, indem er amerikanische und verbündete Schiffe im Persischen Golf belästigt, ballistische Raketentests durchführt oder seine nuklearen Aktivitäten intensiviert. Dies wird er jedoch nur dann tun, wenn es absolut notwendig ist. Stattdessen wird Teheran eher Cyber-Krieger und Terrorismus einsetzen, verdeckte Operationen durchführen oder seine wichtigsten regionalen Stellvertreter einsetzen, um die Vereinigten Staaten, Israel und die Golfstaaten zu belästigen. Der Iran will es vermeiden, einen konventionellen Militärschlag gegen sich selbst zu provozieren. Da jedoch die politische Unterstützung der Europäischen Union über 2019 nachlassen wird und die wirtschaftlichen Garantien durch politische Rhetorik ersetzt werden, wird Teheran eher zu schärferen Vergeltungsmaßnahmen bereit sein.

Die Vereinigten Staaten stärken regionale Alliierte


Bei der Verwirklichung ihrer regionalen Strategie, die von der Eindämmung des Iran abhängt, stützen sich die Vereinigten Staaten auf zwei Bündnisse von Verbündeten mit ähnlich ausgerichteten Zielen. Der erste Bund umfasst Verbündete, die am meisten besorgt über den Iran sind und bereit sind, hart gegen die iranische Politik zu kämpfen: Israel, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. Diese Länder überwinden rasch jahrzehntelanges Misstrauen und Konflikte, um sich im Cyberspace gegen Teheran besser zu koordinieren, Sanktionen durchzusetzen und sogar militärische Auseinandersetzung.

Die Vereinigten Staaten werden sich auf ihre Verbündeten im Persischen Golf verlassen, um Washington bei der Eindämmungsstrategie des Iran zu unterstützen.

Die zweite Gruppe von Staaten, Kuwait, Oman und Katar, ist eher locker ausgerichtet und weniger bereit, eine harte Position gegenüber dem Iran einzunehmen. Diese Länder können den Vereinigten Staaten in bestimmten regionalen Konflikten und Krisen strategischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Wert verleihen. Eine verbesserte Angleichung zwischen ihnen könnte die Intensität der Katar-Blockade verringern, aber der zugrunde liegende Konflikt zwischen Mitgliedern des Golf-Kooperationsrates wird anhalten.

Spotlight über Saudi-Arabien


Saudi-Arabien wird sich im Laufe des Jahres 2019 mit der wachsenden Besorgnis über den Kronprinzen Mohammed bin Salman auseinandersetzen müssen. Nach dem Mord an dem im Exil lebenden saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi werden die Aktionen des Kronprinzen unter wachsende internationale Kontrolle gestellt. Obwohl er weiterhin in der saudischen Monarchie fest verwurzelt ist, hängt die beherrschende Stellung von Kronprinz Mohammed immer noch von der Unterstützung seines Vaters, König Salman, ab, und in der königlichen Familie wird sich ein ruhiger Widerstand aufbauen. Einige der wichtigsten Verbündeten von Riad werden die militärische Unterstützung und ausländische Direktinvestitionen auf Saudi-Arabien beschränken, aber wichtige Beziehungen werden sich wahrscheinlich nicht ändern.

Riad wird seine Ziele für Reformen bis 2030 im kommenden Jahr weiter vorantreiben und die Sparmaßnahmen als Reaktion auf die positiven wirtschaftlichen Anzeichen abschwächen - höhere Ölpreise im Jahr 2018, die Möglichkeit, den Rückgang der iranischen Ölexporte auszugleichen, und eine relativ erfolgreiche Strategie bezüglich Einnahme durch Erdöl. Dies bedeutet, dass das Königreich es vermeiden kann, die saudische Wirtschaft, insbesondere die Arbeitsmärkte, stark zu belasten. Beschwerden über Wohnraum, Gehälter und Lebensqualität werden den Staat dazu zwingen, seine königliche Geldbörse zu nutzen, um Beschwerden mit Bargeld abzubauen.

Der syrische Konflikt könnte überlaufen


In der Schlussphase des syrischen Bürgerkriegs kämpfen fünf Schlüsselmächte - die Türkei, RuSSland, der Iran, die Vereinigten Staaten und Israel - um Einfluss und Kontrolle. Moskau und Teheran unterstützen den syrischen Präsidenten Bashar al Assad nachdrücklich, unterscheiden sich jedoch nicht nur in der Unterstützung, sondern auch in ihren allgemeinen Zielen. RuSSland hat den syrischen Konflikt genutzt, um seine Präsenz im Nahen Osten auszudehnen, und wird seine Gewinne und sein Material schützen, obwohl Moskau wenig Interesse an einem offenen Konflikt mit der Türkei, oder den Vereinigten Staaten hat. Der Iran hingegen wird in seiner Unterstützung für Damaskus aggressiver sein, insbesondere gegen Ankara, Israel und Washington. Teheran wird auch weiterhin seine Streitkräfte in Syrien aufbauen, um Israel abzuschrecken und die Hisbollah, ihren mächtigen Verbündeten im nahe gelegenen Libanon, zu versorgen. Israel wird versuchen, die Pläne des Iran zu vereiteln, läuft jedoch Gefahr, in einen Konflikt mit RuSSland zu geraten.

Die Türkei und die Vereinigten Staaten sind weiterhin gegen die Regierung Assads, aber obwohl sie NATO-Verbündete sind, werden sie ihre eigene Agenda in Syrien verfolgen. Die Vereinigten Staaten konzentrieren sich auf die Ausrottung der Überreste des islamischen Staates im Land, obwohl Washington im Rahmen seiner Anti-Iran-Strategie breiter versucht, den Einfluss Irans auf Syrien abzubauen. Den Iran in Syrien herauszufordern schafft Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten und RuSSland - Moskau kann und wird den Iran nicht kontrollieren. Trotz der Bemühungen um einen Konflikt zu vermeiden, ist die Möglichkeit eines militärischen Vorfalls mit US-amerikanischen und russischen Militärs möglich.

Die Möglichkeit eines Ausbruchskonflikts, an dem die Großmächte beteiligt sind, die den Syrienkonflikt überwachen, ist 2019 denkbar. In diesem Fall wird sich der Rückzug der US-Truppen diesen Monat als wohlüberlegte Frontbegradigung herausstellen.

Die Türkei wird sich weiterhin auf die Eindämmung kurdischer Truppen in Syrien konzentrieren. Dies ist problematisch für die Vereinigten Staaten, die die kurdischen Volksschutzgruppen (YPG) einsetzen, als Verbündeten gegen den Islamischen Staat und gegen den Iran betrachtet. Im Nordwesten Syriens könnte die Zusage der Türkei, die Provinz Idlib zu schützen, Ankaras Glaubwürdigkeit als lokaler Partner beeinträchtigen, insbesondere angesichts des von Damaskus erklärten Ziels der totalen Wiedereroberung. Idlib könnte zu einem Brennpunkt zwischen der Türkei, dem Iran, den syrischen loyalistischen Kräften und vor allem Russland werden. Angesichts der widersprüchlichen Interessen in Syrien ist die Gefahr einer versehentlichen Eskalation oder sogar einer Konfrontation im Jahr 2019 höher als je zuvor, obwohl jede der Macht dies verhindern will.

Umgang mit der fragilen Wirtschaft der Türkei


Die größte Herausforderung für die Türkei im Jahr 2019 wird die angeschlagene Wirtschaft sein. Recep Tayyip Erdogan wird nicht nur die Rekordinflation in den Griff bekommen müssen, sondern auch mit einer privaten Unternehmensschuldenrechnung, die ungefähr einem Viertel des Bruttoinlandsprodukts des Landes entspricht - und gleichzeitig eine weitere Lira-Krise auslösen kann. Erdogan wird politisch gezwungen sein, seine Unterstützungsbasis vor den Kommunalwahlen im Frühjahr zu verbreitern und finanziell besorgte Türken aus dem gesamten Wahlspektrum anzuwerben, von denen einige von der nationalistischen Politik des Präsidenten abgeschreckt wurden. Die spröde Wirtschaft der Türkei schwächt auch Ankaras Position im Umgang mit wichtigen Partnern im Westen. Das Verhältnis der USA zur Türkei wird zunehmend destabilisiert, unter anderem weil Ankaras wachsende Beziehungen zu RuSSland und Washingtons Unterstützung für die YPG in Syrien gewachsen sind.

Aufgrund ihrer Anfälligkeit für den wirtschaftlichen Druck der USA wird die Türkei versuchen, ausländische Investitionen zu stützen und stabile Wirtschaftsbeziehungen zu Europa aufrechtzuerhalten. Die historisch komplexen Beziehungen der Türkei zur Europäischen Union werden diese Bemühungen jedoch erschweren. Neben der Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation wird Ankara auch im Jahr 2019 weitere Kernanliegen verfolgen, darunter die Eindämmung autonomer kurdischer Bewegungen in den ehemaligen osmanischen Gebieten der Türkei. Ankara wird jeden möglichen Einfluss in Nordsyrien ausüben und militärische Angriffe gegen die Positionen der Arbeiterpartei Kurdistans im Nordirak fortsetzen.

Saudi-Arabien wird seine Bemühungen um den Aufbau eines eigenen Verteidigungssektors fortsetzen, damit es nicht auf ausländische Waffenlieferanten angewiesen ist. 

Die algerische Regierung wird 2019 vor den Präsidentschaftswahlen, die die Destabilisierung des fragilen Erbfolgeplans des Landes riskieren könnten, die Tore 2019 dicht machen. 

Israel wird weiterhin nach Investitionen für seine Infrastrukturentwicklungsprojekte suchen, aber die Akzeptanz von chinesischem Geld wird Folgen für die USA haben.

Die Khashoggi-Affäre könnte die Vereinigten Staaten dazu veranlassen, ihren Beitrag zum von Saudi-Arabien geführten Krieg im Jemen zu überdenken, mit Konsequenzen, die die saudische Politik beeinflussen. 

Eine unpopuläre Steuergesetzgebung trug zu den jüngsten wirtschaftlichen Protesten Jordaniens bei, aber es gibt keinen Mangel an Themen, die eine nächste politische Krise im Haschemitischen Königreich auslösen könnten.

Das iranische Raketenarsenal stellt eine zentrale Bedrohung für die israelische Sicherheit dar - insbesondere angesichts der Neigung Teherans, Waffen für regionale Verbündete bereitzustellen - und Israel wird alles unternehmen, um das Risiko zu mindern.

Die neue irakische Regierung wird sich bemühen, ein Gleichgewicht zwischen den konkurrierenden äußeren Einflüssen, einschließlich des Iran, herzustellen. 

Der Wettbewerb zwischen Frankreich und Italien erschwert Libyens ohnehin erheblichen Kampf um die Vereinigung seiner rivalisierenden Fraktionen.

Asien-Pazifik 


Der asiatisch-pazifische Raum beherbergt mehr Menschen als jede andere Region. Diese Region liegt am westlichen Rand des Pazifischen Ozeans und umfasst die östlichsten Länder des kontinentalen Asiens sowie die Archipele, die die Küste umgeben. Einige dieser Länder, vor allem China, erlebten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ein rasches Wirtschaftswachstum, das der Region ein neues Gefühl der globalen wirtschaftlichen Bedeutung gibt, das bis heute anhält. Diese Relevanz hängt jedoch weitgehend von China ab, einer im Übergang begriffenen Macht, deren Aufstieg das Netz von US-Allianzen, die die Region längst beherrschen, testet. Wie effektiv Peking seinen Übergang bewältigt, wird das regionale Gleichgewicht der Macht in den kommenden Jahrzehnten prägen.

China trotzt dem Handelssturm


Peking wird versuchen, seine Kommunikationswege mit Washington offen zu halten, indem es den Kauf weiterer US-Waren anbietet und die Investitionsbarrieren selektiv senkt, aber seine Zugeständnisse werden den Forderungen der USA nach strukturellen Wirtschaftsreformen nicht gerecht. Trotzdem wird China nur auf US-amerikanische Maßnahmen zugunsten chinesischer Unternehmen und Organisationen in gleicher Weise reagieren und keine generellen Strafmaßnahmen gegen US-Unternehmen ergreifen. Peking wird auch die Reformen des öffentlichen Sektors durch Anreize für ausländische Investitionen im Finanz-, Auto- und Energiesektor vertiefen. Darüber hinaus werden Beschränkungen in Sektoren gelockert, die Chinas Hauptinteressen entsprechen, wie medizinische Dienstleistungen und Ausbildung. 

Chinas Weigerung, den Forderungen der USA nachzugeben, wird den laufenden Handelsstreit verlängern.

Die Vereinigten Staaten werden an ihrer Forderung festhalten, dass China die Unterstützung seines Technologiesektors durch den Staat erleichtert. Dies wird Peking jedoch nur dazu zwingen, seine Bemühungen um eine Lockerung der Abhängigkeit Chinas von ausländischen Technologien und die Diversifizierung seiner Lieferkette zu beschleunigen, wodurch der Sektor stärker staatlich gestützt werden muss. Es ist unnötig zu erwähnen, dass Chinas Weigerung, sich dem Druck der USA auf Tech zu beugen, ihren Handelsstreit verlängern wird. Gleichzeitig wird sich China darum bemühen, Technologie zu erwerben und bei branchenspezifischen Aktivitäten mit fortgeschrittenen Technologiemächten wie Japan, Israel, Taiwan und der Europäischen Union zusammenzuarbeiten. Diese Aktivitäten werden jedoch einer verstärkten Prüfung der Besorgnis über chinesische Investitionen und Industriespionage ausgesetzt sein.

Peking taktiert 


Da der ausgedehnte Handelskrieg die Wirtschaft in Chinas Küstenregionen (und damit auch die soziale Stabilität) bedroht, wird Peking seine strengen Auflagen zur Eindämmung der Verschuldung und zum Schutz der Umwelt verringern, gleichzeitig die Infrastruktur verbessern, Kredit generieren und direkte Subventionen zur Förderung des Wachstums anbieten. China wird auch den Wert des Yuan sorgfältig verwalten, um den Exportschaden zu mildern und ein geringeres Wachstum zu bewältigen. Eine Anhäufung von Schulden und die Anfälligkeit des Immobilienmarktes werden jedoch die Fähigkeit Pekings einschränken, massive Kreditströme und starke Währungsabwertungen als Mittel zur Stimulierung der Wirtschaft zu nutzen.

China muss sich mehr auf fiskalische Anreize stützen - einschließlich der Senkung der Steuern -, um den Konsum und die Aktivitäten des privaten Sektors zu fördern.

Es wird auch die verstärkte Verwendung des Yuan in Währungsswaps und im Handel mit Ländern, die an der Belt and Road-Initiative teilnehmen, fördern, um die Währungsschwankungen zu mildern. Um sich weiterhin gegen den US-amerikanischen Handelsdruck abzusichern, wird Peking bilaterale und regionale Freihandelsabkommen wie die regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft im Indopazifikraum und trilaterale Verhandlungen mit Japan und Südkorea verfolgen, während gleichzeitig neue Verbindungen zu neuen Exportmärkten hergestellt werden der Gürtel- und die Seidenstraße Initiative und in Afrika. Die aufstrebenden Volkswirtschaften Südostasiens werden indes bereit sein, Fabriken aufzunehmen, die sich inmitten des Handelskrieges aus China absetzen. Die Bedrohung der gesamten regionalen Lieferkette und die externe Finanzvolatilität könnten auch Länder mit höheren Schulden oder Leistungsbilanzdefiziten wie Malaysia, Indonesien und die Philippinen vor Herausforderungen stellen. 


Großmachtwettbewerb im asiatisch-pazifischen Raum


China versucht, die regionale Bündnisstruktur der USA einzudämmen, und wird seine versöhnlichen Kontakte nach Japan, Indien und zu den Mitgliedsstaaten der Vereinigung Südostasiatischer Nationen (ASEAN) fortsetzen, indem es die Streitbeilegungsbemühungen und Wirtschaftspartnerschaften bevorzugt und gleichzeitig Vorbereitungen für Australien trifft, dessen Wahlen im April für eine gewisse Annäherung sorgen könnten. Gleichzeitig wird Washington seine Marinepräsenz im Südchinesischen Meer und in der Taiwanstraße verstärken und das One China-Prinzip weiter herausfordern, indem es den Status Taipehs bei internationalen Verbänden erhöht und Waffenverkäufe, Marinepatrouillen und Besuche auf hoher Ebene reguliert.

Die US-Marine wird im Südchinesischen Meer und in der Taiwan-Straße stärker vertreten sein, was China zu einer robusteren militärischen Haltung veranlassen wird.

Als Reaktion darauf wird China härtere Marine- und Luftstellungen einnehmen, um seine Territorialansprüche geltend zu machen, wodurch die Wahrscheinlichkeit von Unfällen mit Beteiligung des US-Militärs erhöht wird. Die Vereinigten Staaten erwägen, in Taiwan einen Seehafen einzurichten - ein Ereignis, das eine direktere Reaktion des chinesischen Militärs auslösen würde. Japan, Indien und Australien werden die Sicherheitskooperation mit Washington verstärken, sie werden sich jedoch nicht der US-amerikanischen Freiheit der Schifffahrt im Südchinesischen Meer oder der Patrouillen in der Taiwanstraße anschließen. In anderen Teilen der Region werden die militärischen Übungen der USA und des ASEAN sowie die vietnamesisch-vietnamesische Verteidigungskooperation die Bemühungen Chinas zur Begrenzung der weiteren regionalen Ausdehnung des US-Einflusses erschweren.

Konsens über Nordkorea


Die Vereinigten Staaten beabsichtigen, 2019 greifbare Zugeständnisse aus Nordkorea zu gewinnen. Aber dies ist auch das Jahr, in dem Pjöngjang das Beste aus der Trump-Präsidentschaft herausholen will, bevor die Vereinigten Staaten von ihrem Wahlzyklus abgelenkt werden. Angesichts der offensichtlich hohen Einsätze eines offenen Krieges wird der Dialog auch nicht bewusst geschwächt. Nordkorea wird sorgfältig greifbare Zusagen machen, erwartet jedoch auch konkrete Fortschritte bei der Sanktionsentlastung oder bei einem Friedensabkommen. Während des gesamten Prozesses wird verschleiert und verzögert, wo es möglich ist. Pjöngjang wird auch auf der Zusicherung bestehen, dass ein bilateraler Deal über die derzeitige Verwaltung hinaus bestehen bleibt.

Die Vereinigten Staaten werden zögern, Nordkorea durch Aufhebung der Sanktionen eine wirtschaftliche Lebensader zu geben, aber die Zeit ist auf Pjöngjangs Seite, da sich der internationale Konsens über die Aufrechterhaltung von Sanktionen entwickelt.

Das Vetorecht Washingtons im UN-Sicherheitsrat wird es vorläufig erlauben, jegliche Bemühungen zur Aufhebung der multilateralen Maßnahmen zu unterbinden, auch wenn China und Russland die internationale Gemeinschaft drängen, Nordkorea für seine Zusammenarbeit zu belohnen. Gleichzeitig werden die Vereinigten Staaten andere dazu drängen, die Sanktionen in Einklang zu bringen, indem sie Übertreter beschimpfen und sekundäre Sanktionen gegen diejenigen, die mit Pjöngjang verhandeln, drohen. Um die Angelegenheit zu komplizieren, erreicht die interkoreanische Entspannung den Punkt, an dem sie ohne Sanktionsausnahmen nicht mehr weitermachen kann - etwas, das die Vereinigten Staaten nur nach sorgfältiger Überlegung genehmigen werden. Die wachsende Diskrepanz zwischen dem Tempo des interkoreanischen Dialogs und dem Tempo der US-nordkoreanischen Diskussionen wird China Raum lassen, seinen Einfluss auf die koreanische Halbinsel auszuweiten. Insgesamt wird es zwar während des gesamten Jahres zu Durchbrüchen und Ausfällen kommen, Nordkorea wird jedoch auch Ende 2019 über viele Elemente seines hart gewonnenen Nuklearprogramms verfügen.

Gürtel und Seidenstraße ausbauen 


Mit dem verwehrten Zugang zu den US-amerikanischen Märkten wird Peking seine Anstrengungen zur Erschließung neuer Exportmärkte und -partner über die Belt and Road-Initiative verstärken. Washington wird hauptsächlich mit Japan und Australien zusammenarbeiten, um alternative Infrastrukturinvestitionen anzubieten, um Chinas Ambitionen im Indo-Pazifik zu begegnen. Peking wird jedoch die Bedenken potenzieller Partner hinsichtlich finanzieller Nachhaltigkeit, politischem Einfluss und nationaler Sicherheitsbedrohung durch die Anziehung von Drittinvestoren mildern. Es wird auch daran arbeiten, Washingtons regionale Initiativen durch gemeinsame Projekte mit mittleren Mächten, darunter Japan, der Europäischen Union und Indien, zu unterminieren.

Ein japanisches Erwachen


Der japanische Premierminister Shinzo Abe, der bis 2021 in seiner Position fest verankert ist, wird vor Ende 2019 Verfassungsreformen durchsetzen und dabei die wirtschaftlichen Auswirkungen einer Verbrauchssteuererhöhung durch öffentliche Bauarbeiten, Anreize für Investitionen des privaten Sektors und Steuerbefreiungen für bestimmte Produkte ausgleichen. Auch wenn Russland und Japan weiterhin über die umstrittenen Kurilen verhandeln werden, wird eine größere Distanz zwischen Moskau und dem Westen jegliche Hoffnung auf einen Deal zunichte machen.

Wenn es um Handel geht, haben die Vereinigten Staaten und Japan vorerst eine Vereinbarung, aber es wird viel davon abhängen, wie weit Washington Tokio vorantreibt.

In der Zwischenzeit wird Tokio Zugeständnisse gewähren, die die US-Handelsbedenken teilweise beschwichtigen werden - solange der US-Vorstoß für den Zugang zu landwirtschaftlichen Produkten die im Vertrag über umfassende und progressive Vereinbarung für die Transpazifische Partnerschaft (CPTPP) und zwischen EU und Japan festgelegten Grenzen nicht überschreitet. Wenn Washington weiter voranschreitet, wird Tokio von seiner mächtigen Landwirtschaftslobby belagert sein. Allerdings wird es schwerer werden, seinen Agrarsektor zu opfern, um US-Zölle auf den kritischen Automobilsektor zu vermeiden. Darüber hinaus wird Tokio den Versuchen der USA widerstehen, zukünftige japanische Handelsabkommen mit China einzuschränken.

Der Handelskrieg zwischen den USA und China könnte Vietnam in wirtschaftlicher Hinsicht zugute kommen, wird jedoch das schwierige Gleichgewicht zwischen Hanoi und Peking erschweren.
Chinas hohe Schuldenanhäufung wird Pekings Bemühungen zur Ankurbelung der Wirtschaft behindern.
Chinas Tech-Sektor wird für die Vereinigten Staaten zu einer zunehmenden Besorgnis, insbesondere im Kampf der beiden um künstliche Intelligenz.

Europa 


Westlich von Eurasien liegt Europa, eine Region, die zur Spaltung neigt. Es ist auf fast allen Seiten von Inseln und Halbinseln umgeben, die das Zusammenleben Europas erschweren. Die nördliche Hälfte des Kontinents liegt zudem in einer Ebene, deren kurze, sich schlängelnde Flüsse dazu neigen, Länder zu isolieren, ohne sie dazu zu zwingen, mit anderen zusammenzuarbeiten. Die südliche Hälfte liegt auf bergigerem Gelände, das die Schaffung starker, einheitlicher Volkswirtschaften historisch behindert hat. Infolgedessen ist Europa ein Kontinent, der durch Gräben verschiedener Kulturen gespalten wird, deren Unterschiede allzu oft unvereinbar sind.

Risiko in der Eurozone


In der Eurozone bleibt Italien weiterhin die Hauptquelle für finanzielle Risiken. Rom könnte kosmetische Änderungen an seiner Haushaltspolitik vornehmen, um die Sanktionen der Europäischen Kommission über das Budget für 2019 hinauszuzögern. Die tatsächliche Bedrohung für die finanzielle Stabilität des Landes wird jedoch nicht von Brüssel, sondern von den Finanzmärkten ausgehen. Die Finanzpolitik Roms wird bei den Anlegern Unsicherheit über die Nachhaltigkeit ihrer Schulden schaffen.

Wenn Italiens politische und finanzielle Turbulenzen anhalten, könnten die südeuropäischen Länder unter erhöhten Kreditkosten leiden.

Die Milliarden Euro in italienischen Schulden, die von ihren Banken gehalten werden, machen sie anfällig. Wenn diese Banken Unterstützung benötigen, hat Rom möglicherweise keine andere Wahl, als ein Rettungsprogramm mit der Europäischen Union auszuhandeln. Gleichzeitig könnten Streitigkeiten innerhalb der italienischen Koalitionsregierung zu vorgezogenen Wahlen führen und die politische Unsicherheit erhöhen. Italiens politische und finanzielle Turbulenzen werden die Chancen auf höhere Kreditkosten und Bankunsicherheit in anderen südeuropäischen Ländern erhöhen.

Das Jahr des Brexit


Während es an dem Brexit-Prozess keinen Mangel an Störfaktoren gibt, werden London und Brüssel daran arbeiten, die wirtschaftlichen Auswirkungen des Austritts des Vereinigten Königreichs aus dem Block zu minimieren. Londons erste Wahl wird es sein, mit einem umfassenden Austrittsabkommen abzureisen, aber es kann mehr als eine Stimme benötigen, um das britische Parlament davon zu überzeugen, es zu genehmigen. Wenn der Gesetzgeber das Abkommen ratifiziert, wird das Vereinigte Königreich 2019 auf dem EU-Binnenmarkt bleiben. Aber selbst wenn das Parlament es ablehnt, werden London und Brüssel immer noch vorübergehende Vereinbarungen treffen oder in einigen Fällen alleine handeln, um die wirtschaftlichen Störungen so weit wie möglich einzudämmen. Zu diesen Maßnahmen könnte die Verlängerung des Verhandlungszeitraums gemäß Artikel 50 gehören, um den Austritt Großbritanniens zu verzögern. Ein britisches Veto gegen das Parlament würde jedoch die Logistik der bilateralen Beziehungen (vom Handel über kommerzielle Flüge bis hin zur Migration) in Bewegung bringen.

Um den Brexit noch interessanter zu machen, könnte die amtierende britische Regierung zu jedem Zeitpunkt der Verhandlungen fallen und eine Neuwahl könnte nötig werden.

Unabhängig davon, wie der Brexit abläuft, werden das Vereinigte Königreich und die Europäische Union eine dauerhafte Handelsvereinbarung nach dem Rückzug diskutieren, und London wird Freihandelsgespräche mit anderen Ländern, einschließlich den Vereinigten Staaten, führen. Angesichts ihrer Komplexität werden diese Verhandlungen wahrscheinlich über 2019 hinausgehen.

Handel im Fokus


Die Europäische Union wird 2019 kein umfassendes Freihandelsabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnen, wird jedoch bereit sein, über ein bescheideneres Abkommen, das Industriegüter abdeckt, zu diskutieren. Brüssel wird auch offen sein, um über die Beseitigung einiger nichttarifärer Handelshemmnisse zu sprechen. Mit diesen Gesten wird der Block versuchen, die Vereinigten Staaten davon abzuhalten, höhere Zölle auf in der Europäischen Union produzierte Fahrzeuge einzuführen. Sollte das Weiße Haus die Zölle erhöhen, würde die EU mit ihren eigenen Gegenmaßnahmen zurückschlagen. Gleichzeitig wird es versuchen, die Vereinigten Staaten in multilateralen Foren wie der Welthandelsorganisation zu engagieren, und es wird sich dem Weißen Haus anschließen, wenn es China unter Druck setzt, wenn es um staatliche Subventionen und Beschränkungen für ausländische Investitionen geht.

Die EU wird weiterhin nach Gelegenheiten mit Ländern wie Australien und Neuseeland, dem Handelsblock Mercosur in Südamerika, suchen und sogar nach neuen Exportmärkten in Süd- und Ostasien suchen.

Brüssel wird Peking auch als Gegengewicht zu den Vereinigten Staaten sehen, wenn es um die Verteidigung ihrer Weltmachtfantasien geht. Große Volkswirtschaften wie Deutschland und Frankreich werden vom Eindringen Chinas in Europa - insbesondere in sensiblen Bereichen wie Technologie und Infrastruktur - benachteiligt werden, während kleinere Staaten die chinesischen Investitionen als Chance zur Belebung ihrer Volkswirtschaften begrüßen werden. Probleme wie die Landwirtschaft und geografische Deskriptoren für Lebensmittel werden sich als schwer zu lösen erweisen, die EU wird jedoch versuchen, bei ihren Handelsgesprächen so weit wie möglich Fortschritte zu erzielen.

Der Kampf um die EU-Führung


Die Wahlen zum Europäischen Parlament im Mai werden zu einer zersplitterten Gesetzgebung führen. Die EU-Parteien werden die Kontrolle behalten, aber nationalistische und euroskeptische Kräfte werden eine starke Anhängerschaft haben. Diese Spaltungen werden wiederum die Verabschiedung von Gesetzen erschweren. Die Auswahl des neuen Präsidenten der Europäischen Kommission wird folgen und zu ideologischen Auseinandersetzungen innerhalb des Blocks führen. Eine konservative Kommission würde sich wahrscheinlich auf Themen wie Handelsabkommen und die Verringerung der Zuwanderung von außerhalb des Blocks konzentrieren, während sich eine rote Kommission eher auf einen eine Vermehrung der sozialen Unruhen konzentrieren würde.

Südeuropa wird auf eine Kommission drängen, die höhere Ausgaben und eine tiefere Risikoteilung im gesamten Block fördert, während Nordeuropa auf eine Einrichtung drängen wird, die die Haushaltsdisziplin und die Risikoreduzierung fördert. Die EU-Regierungen werden auch einen neuen Präsidenten der Europäischen Zentralbank auswählen. Der Süden wird die expansive Geldpolitik der Bank fortsetzen, und der Norden wird einige von ihnen umkehren. Die regionalen Meinungsverschiedenheiten werden das Tempo der politischen Entscheidungen verlangsamen und die Chancen für bedeutende Reformen verringern.

Ärger in Deutschland und Frankreich


Da sich die deutschen Regierungsparteien bemühen, möglichst nichts zutun außer den repressiven Apparat auszubauen, wird die Politik des Landes weiter gen Eurasisches Reich und Moskau driften. Die Politik wird sich noch mehr als zuvor mit leeren Phrasen begnügen. Konflikte innerhalb der Regierung werden die Wirksamkeit verringern und zu vorgezogenen Wahlen führen. Eine erneute Abstimmung würde erneut zu einem fragmentierten Parlament führen und zu komplexen Koalitionsgesprächen führen, wodurch die Führungsrolle der EU in Berlin weiter eingeschränkt wird. In Frankreich wird der Drang der Regierung zu einer Reform der Institutionen und der Wirtschaft, einschließlich einer Reform des Rentensystems, zu Protesten führen, von denen einige die Wirtschaft stören werden. Paris wird es gelingen, die meisten seiner Pläne umzusetzen, aber die Bürger werden immer deutlicher die Politik ihrer Regierung ablehnen. Inländische Probleme und Frankreichs Abhängigkeit von Deutschland, wird den Einfluss von Paris auf die kontinentalen Angelegenheiten einschränken.


Die Ost-West-Kluft


Die Länder Mittel- und Osteuropas werden die globale Situation nutzen, um ihre politischen und militärischen Beziehungen zu den Vereinigten Staaten zu erhalten und möglicherweise zu vertiefen. Das Weiße Haus wird sich auf Polen und Rumänien konzentrieren, um seine Präsenz zu erhöhen oder sogar als Standort für amerikanische Raketensysteme dienen, da sich das Wettrüsten mit RuSSland verschärft. Gleichzeitig werden Polen, Ungarn und Rumänien die EU-Institutionen und -Regeln gezielt herausfordern und gleichzeitig sicherstellen, dass nichts unternommen wird, was ihre Mitgliedschaft im Block gefährdet. Sie werden dafür sorgen, dass die USA immer einen Fuss in der EU-Tür haben. Diese Länder werden sich auch bemühen, die Zusammenarbeit mit ihren Nachbarn in Fragen zu vertiefen, die von der Energiediversifizierung bis zur Infrastruktur reichen. Sie werden sich zusammenschließen, um Einschnitte bei den EU-Agrar- und Entwicklungsfonds zu verhindern.

Der Drang nach Autonomie


Die EU-Länder werden die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich durch Initiativen wie die ständige strukturierte Zusammenarbeit und den Europäischen Verteidigungsfonds verstärken. Frankreich wird den Anstoß geben, die militärischen Fähigkeiten Europas zu verbessern, aber Unstimmigkeiten zwischen den Mitgliedstaaten könnten den Fortschritt verlangsamen. Um die Entscheidungsfindung zu rationalisieren, wird der Block versuchen, sein Wahlsystem umzustellen, sodass eine Änderung der Außen- und Steuerpolitik die Zustimmung der Mehrheit anstelle der Einstimmigkeit erfordern würde. Dies wird jedoch wahrscheinlich scheitern, da die Änderung des Wahlmechanismus einstimmig genehmigt werden muss und mehrere Länder ihr Vetorecht beibehalten wollen.

Der Block wird auch ehrgeizige Pläne zur Schaffung internationaler Zahlungskanäle unabhängig von den Vereinigten Staaten erörtern, den Dollar durch den Euro als Reservewährung der Welt ersetzen und die Kapitalmarktintegration zwischen den Mitgliedstaaten erhöhen. Ein Führungsvakuum auf kontinentaler Ebene und die Komplexität ihrer Umsetzung werden diese Ziele zum Scheitern bringen.

Pläne zur Einführung von Strukturreformen in Südeuropa werden zu wirtschaftlichen und politischen Störungen führen.

Die europäischen Regierungen werden weiterhin Initiativen zur Förderung von Innovationen in den Bereichen künstliche Intelligenz und Robotik forcieren, aber die gemachten Interventionen werden eher ein Chaos verursachen, bestenfalls im Sande verlaufen.

Die baltischen Länder werden sich bemühen, enge Beziehungen zur NATO und zu den Vereinigten Staaten aufrechtzuerhalten, um eine mögliche russische Aggression zu verhindern.

Südasien 


Alles, was die Geopolitik beeinflusst, ist in Südasien zu finden: anspruchsvolle Demografie, geografische Vielfalt und umstrittene, schlecht definierte Grenzen. Die Himalaya-Berge bilden die nördliche Grenze Südasiens, deren zwei Hauptflüsse, der Indus und der Ganges, die großen Bevölkerungszentren der Region unterstützen. Indien ist das dominierende Land der Region mit der am schnellsten wachsenden Wirtschaft der Welt. Aber die Rivalität mit dem benachbarten Pakistan, hat Südasien zu einem der gefährlichsten Nuklearpunkte der Welt gemacht. Die Region ist auch ein Beweis dafür, wie Militanz und Militarismus die regionale Integration untergraben können, die für ein höheres Wirtschaftswachstum erforderlich ist.

Indien und das US-RuSSland-Gleichgewicht


Indien wird seine Verteidigungspartnerschaft mit den Vereinigten Staaten trotz Handelsstreitigkeiten und Sanktionen vorsichtig vorantreiben. Ihre gemeinsame Rivalität mit China macht die amerikanisch-indische Partnerschaft für beide Seiten vorteilhaft. Gleichzeitig wird Neu Delhi, um seine strategische Autonomie zu maximieren, die Beziehungen Indiens zu RuSSland sichern, von denen es für die Waffen abhängig ist. Um die indigene Produktion zu unterstützen, wird Premierminister Narendra Modi den Technologietransfer von wichtigen amerikanischen und russischen Waffenlieferanten betonen. Währenddessen wird er dem Druck der USA auf niedrigere Tarife - insbesondere bei Milchprodukten und medizinischen Geräten - widerstehen und vor den Wahlen von 2019 einen erweiterten Zugang für den indischen Dienstleistungssektor suchen, da er versucht, Arbeitsplätze im Rahmen seiner Kampagne "Make in India" zu schützen.

Umgang mit China und Pakistan


Indien und China werden ihre Phase der kontrollierten Spannung im Jahr 2019 beibehalten. Indien ist die reaktive Kraft in der Beziehung, und Modis Fokus auf Wiederwahl bedeutet, dass Neu-Delhi Peking nicht provozieren wird. Seine Haltung schließt jedoch keine Scharmützel oder Einfälle entlang der umstrittenen Grenze aus. Dies bedeutet jedoch, dass keines der Länder die Spannungen absichtlich bis zu einer Auseinandersetzung mit Doklam-Ausmaß anheben wird.

Solange die Vereinigten Staaten im Jahr 2019 Chinas Hauptziel bleiben, wird Peking bestrebt sein, stabile Beziehungen zu den Mächten an seiner Peripherie, einschließlich Indien, aufrechtzuerhalten.

Sobald die indischen Wahlen im Mai abgeschlossen sind und die Wahlen in Pakistan 2018 stattgefunden haben, werden die beiden Rivalen seit 2016 die Möglichkeit haben, die Verhandlungen wieder aufzunehmen, selbst wenn die Verhandlungen nicht zu einer Lösung ihres Streits über Kaschmir führen. Insbesondere Pakistan will die Spannungen auf ein handhabbareres Niveau bringen, da sich sein Militär auf die Sicherung der unbeständigen Grenze zu Afghanistan konzentriert und die Regierung von Imran Khan die Möglichkeit von Handelsgesprächen mit Neu-Delhi untersucht.


Der indischen Ozean


Auch wenn Indien auf taktischer Ebene mit China Spannungen bewältigt, wird sich der strategische Wettbewerb mit Peking um Grundrechte, Infrastrukturprojekte und Verteidigungspartnerschaften über den Indischen Ozean auswirken. Um seine Position im Indopazifik zu festigen, wird Indien die Beziehungen nicht nur zu den Vereinigten Staaten, sondern auch zu Japan und Australien stärken, indem es einen bilateralen, mehr als einen multilateralen Ansatz verwendet, mit besonderem Schwerpunkt auf dem Aufbau seiner Beziehungen zu Japan. Neue Regierungen in Bhutan, auf den Malediven und in Bangladesch, die alle an Chinas Gürtel- und Straßeninitiative unterzeichnet haben, werden Indien dazu bringen, sein Engagement mit ihnen zu erneuern.

Das Highlight der Wahlen in Indien


Die indische politische Opposition wird sich darauf konzentrieren, Modi und seine Bharatiya Janata-Partei (BJP) von der Macht zu entfernen. Modi wird zwar den Vorteil bei den Land- und Parlamentswahlen haben, aber die BJP wird keine so große Mehrheit gewinnen wie 2014, da die Frustration der Wähler über die Probleme der Wirtschaft und der Schaffung von Arbeitsplätzen zunimmt. Vor den Wahlen wird die Partei die nationalistischen Probleme der Hindus betonen. Unterdessen bedeutet ein stärkerer Dollar, dass die Rupie schwach bleibt, und die anhaltende Inflationsgefahr wird die Reserve Bank of India dazu zwingen, eine geldpolitische Straffungspolitik aufrechtzuerhalten, die ein entscheidender Streitpunkt zwischen der Regierung und der Zentralbank sein wird.

Wenn die indische Regierung nach den Wahlen eingeschränkte Arbeitsreformen anstrebt, wird die Opposition ihr Bestes tun, um sie zu vereiteln. Dies bedeutet, dass wichtige Gesetze zu diesem Thema nicht in Kraft treten werden.

Schließlich wird Indien den Abschluss eines Abkommens über die regionale umfassende Wirtschaftspartnerschaft (RCEP) bis nach den Wahlen verzögern. Indien weist ein Handelsdefizit mit 10 der 16 RCEP-Länder auf - China macht den größten Anteil aus -, und New Delhis Annahme eines Vertrags wird davon abhängen, Konzessionen zu verdienen, die seine Industrie vor einem Anstieg chinesischer Importe schützen können, der lokale Arbeitsplätze gefährden könnte. Indien wird auch einen erweiterten Marktzugang für seinen IT-Dienstleistungssektor anstreben, um das Handelsungleichgewicht zu überwinden, ein Schlüsselelement seiner offensiven Handelsstrategie. Erfahren Sie mehr über die Strategie der Regierungspartei im Hinblick auf die Wahlen.

Der Status Quo der USA in Afghanistan

Trotz des bisher geringen Erfolges werden die Vereinigten Staaten ihre derzeitige Strategie in Afghanistan beibehalten, indem sie eine Mischung aus militärischer und diplomatischer Kraft einsetzen, um die mit Moskau kooperierenden Taliban auf dem Schlachtfeld unter Druck zu setzen, und Pakistan auffordern, die Taliban zu Verhandlungen zu bringen. Der Druck der USA wird Pakistan weiterhin zu einer stärkeren Sicherheitspartnerschaft mit Russland und dem Iran als Teil seiner regionalen Außenpolitik bewegen. Wir könnten es nun erleben, dass der Islamische Staat unerwartet wieder erstarkt. sodass Islamabad, Moskau und Teheran diese Bedrohung als Begründung heranführen um sich als Sicherheitsgarant aufzuspielen, aber unter diesem Deckmantel ihren Imperialismus ausdehnen. Diese Variante haben wir schon mehrmals in Irak und Syrien erlebt, wobei man immer wieder massenhaft auf russische Pässe stieß. Doch da es beginnt zwischen Moskau und Ramsan Kadyrow bezüglich höheren Subventionszahlungen zu kriseln, könnte es auch sein, dass spontan eine bisher unbekannte Terrorgruppe auftaucht, die vermutlich noch schlimmer als IS ist.

Es ist unwahrscheinlich, dass sich die Lage in Afghanistan im kommenden Jahr drastisch ändern wird.

Da den Vereinigten Staaten die Taktik des Mitteldrucks (z. B. Abschneiden der Finanzierung, Rücknahme der Ausbildung von pakistanischen Offizieren und Eindämmung der Verteidigungsverkäufe) nicht zur Verfügung steht, ist es wahrscheinlicher, dass härtere Maßnahmen ergriffen werden, wie etwa der Widerruf von Pakistans Nicht-NATO-Verbündeten. Die Taliban werden ernsthaftes Interesse an Verhandlungen bekunden, aber die Verhandlungen werden nur dann beginnen, wenn sich die NATO zu einem Drawdown verpflichtet, was im nächsten Jahr unwahrscheinlich ist, da die afghanische Armee nicht in der Lage ist, allein mit der Sicherheit umzugehen.

Pakistans Handelsdefizit und verlangsamtes Wachstum


Da der Premierminister Sparmaßnahmen zur Stärkung der pakistanischen Wirtschaft umsetzt, wird sich das Wachstum verlangsamen und die Arbeitslosigkeit steigen, sodass er sich auf Antikorruptionsmaßnahmen konzentrieren muss, um die Fortschritte seiner Regierung zu demonstrieren. Er wird auch China dazu drängen, landwirtschaftliche Projekte im Wirtschaftskorridor China-Pakistan zu betonen, die Schaffung von Arbeitsplätzen vorantreiben und Drittländer zu Investitionen in das Land einladen.

Der Fokus des pakistanischen Premierministers Imran Khan auf das Wirtschaftswachstum wird seine Ehrerbietung gegenüber dem Militär des Landes nicht beeinträchtigen.

Ein starker Dollar bedeutet jedoch, dass auf Dollar lautende Käufe das Handelsdefizit weiter unter Druck setzen werden. An der politischen Front wird Khan es vermeiden, die Armee zu manipulieren, was bedeutet, dass seine Außenpolitik gehalten wird. Wenn der Premierminister versucht, seine Autorität gegenüber dem Militär geltend zu machen, wird die Armee entweder parlamentarische Absetzung beantragen, die zum Zusammenbruch seiner Koalition führt, oder es werden plötzlich Korruptionsfälle gegen Mitglieder seiner Regierung publik.

Neu-Delhi wird versuchen, seine Schifffahrtsrouten im Indischen Ozean zu schützen und China einen militärischen Vorteil der Region zu verweigern.
Auch wenn Indien seine Verteidigungspartnerschaft mit den Vereinigten Staaten stärkt, werden Doktrinen der strategischen Autonomie Vertragsallianzen vermeiden und versuchen, die Beziehungen zwischen den Großmächten auszugleichen.
Afghanistan wird zu einem Raum für große Machtzusammenarbeit und Wettbewerb, da die Großmächte versuchen, den Islamischen Staat daran zu hindern, ihn als Basis zu nutzen.

Eurasien 


Eurasien ist die expansivste Region der Welt. Sie verbindet den Osten mit dem Westen und bildet eine Landbrücke, die an Europa, den asiatisch-pazifischen Raum, den Nahen Osten und Südasien grenzt. Die Grenzen dieses gewaltigen Bodens bilden die nordeuropäische Tiefebene, die Karpaten, der Südkaukasus, das Tien Shan-Gebirge und Sibirien. Das Herzstück von Eurasien ist RuSSland, ein Land, das im Laufe der Geschichte mit unterschiedlichen Erfolgen in ganz Europa versucht hat - eine Strategie, der Hegemonie zu betreiben. Diese Strategie führt jedoch zwangsläufig zu Konflikten in den russischen Grenzgebieten, wodurch Eurasien in einen nahezu konstanten Zustand der Instabilität gerät.

Militärische Zentren und ein sich verstärkendes Wettrüsten


Die Entscheidung der USA, sich aus dem Atomwaffenvertrag der Intermediate Range (INF) zurückzuziehen, wird die fortgesetzte militärische Aufrüstung der Vereinigten Staaten und RuSSlands bis 2019 bestimmen, insbesondere in den europäischen Grenzgebieten. Polen, Rumänien und die baltischen Staaten werden am meisten bereit sein, weitere US-Vermögenswerte zu beherbergen, obwohl es mindestens ein weiteres Jahr dauern wird, bevor die Vereinigten Staaten Raketen mit mittlerer Reichweite in der Region einsetzen. Russland wird seinerseits seine militärische Präsenz und sein Ostpreußisches Territorium, Westrussland, auf der Krim erweitern. Die Verhandlungen zwischen Washington und der polnischen Regierung über den Aufbau einer dauerhaften US-Militärbasis im Land werden voranschreiten, auch wenn der Bau voraussichtlich nicht 2019 beginnen wird.

Neben seinem Säbelrasseln wird RuSSland seine militärische Präsenz in der ehemaligen sowjetischen Peripherie bis 2019 physisch stärken. Insbesondere in Weißrussland, das sich zwar nicht 2019 aber in wenigen Jahren mit RuSSland unter einem Präsidenten vereingen könnte.

Im Gegenzug wird RuSSland seine eigenen Anstrengungen vorantreiben, um seine militärische Präsenz und Infrastruktur in Belarus zu erhöhen, einschließlich der Eröffnung eines Luftstützpunkts. Eine weitere Front im anhaltenden Konflikt zwischen der Ukraine und Russland wird sich im Asowschen Meer weiter entwickeln. Beide Länder werden Marineinvestitionen tätigen, und die Vereinigten Staaten werden die Sicherheit der Ukraine unterstützen. Der Austritt der USA aus der INF wird andere Rüstungskontrollvereinbarungen unter Druck setzen, wird jedoch nicht zu einem vollständigen Bruch zwischen RuSSland und den Vereinigten Staaten führen, den 2010 unterzeichneten strategischen Rüstungsvertrag, der die Anzahl der nuklearen Sprengköpfe begrenzt, die jedes Land einsetzen kann.

Die Hybridkriegsaktion wird intensiver


Russland wird seine Hybridkampagne gegen westlich und westlich orientierte Länder energisch fortsetzen, indem es sich in die nationale Politik einmischt, Propaganda verbreitet und Cyberangriffe und verdeckte Operationen startet, um die Einheit der Europäischen Union und der NATO zu untergraben. Die Parlamentswahlen der EU im Mai werden RuSSland die Möglichkeit geben, völkisch Linke zu fördern und versuchen Anti-Sozi-Parteien und Bewegungen in ganz Europa zu unterwandern, insbesondere in Ungarn, Italien und Frankreich. Deutschland haben sie ja bereits in der Tasche und müssen es nur noch einsammeln. RuSSland wird auch auf die Balkanstaaten, insbesondere Serbien, Mazedonien und Montenegro, mit einer Mischung aus politischer Einmischung, Desinformationstaktik und wirtschaftlichen Anreizen zielen. RuSSland wird am effektivsten in seinen hybriden Kriegsführungsbemühungen in der Republik Moldau sein, wo Parlamentswahlen im Februar wahrscheinlich politische Vorteile für die pro-Moskauer Sozialistische (!!!) Partei bringen werden. Dieses Ergebnis würde dazu führen, dass Moldawien seinen Drehpunkt nach Russland vertiefen und gleichzeitig die Integrationsbemühungen mit der Europäischen Union einfrieren oder gar umkehren wird.

Der Westen wird der russischen Hybridtaktik entgegentreten, indem er den Sanktionsdruck erhöht und die Strategien für Cybersicherheit und Gegenpropaganda intensiviert und koordiniert.

Es ist zu erwarten, dass die Vereinigten Staaten Sanktionen gegen mehr russische Beamte und Entitäten verhängen, die Handelswege abschneiden und möglicherweise die diplomatischen Beziehungen herabstufen. Der US-Kongress könnte das Weiße Haus unter Druck setzen, die extremere Option zu ergreifen, russische Staatsanleihen zu sabotieren oder Dollar-Transaktionen mit seinen größten Staatsbanken zu verbieten. Sanktionen werden in der Europäischen Union auf massiven Widerstand stoßen, die Kremtrolle, insbesondere in ihrem deutschen Zentrum, sitzen fest im Sattel.

Russlands Bemühungen, sich gegen Sanktionen durch den Aufbau von Devisenreserven und Vermögensfonds zu schützen, die Handelsbeziehungen zu diversifizieren und das Engagement und die Abhängigkeit von Dollartransaktionen zu verringern, werden es ihm ermöglichen, eine bedeutende Wirtschaftskrise im Jahr 2019 zu vermeiden. In den westlichen Staaten, als auch der Ukraine und Georgien, wird sich Washington auch gegen den russischen Einfluss in den näheren Umlaufbahnen Moskaus gelegenen Staaten wie Armenien und Usbekistan wehren.


Die USA herausfordern


RuSSland wird sich bemühen, seine Beziehungen und sein Engagement auf der ganzen Welt auszubauen, um die westliche Hegemonie zu erlangen und die von den USA geführte Weltordnung herauszufordern. Ein Schwerpunkt der Bemühungen RuSSlands wird China sein. RuSSland und China werden in diesem Jahr ihre wirtschaftlichen und energetischen Beziehungen ausbauen. Peking wird auch seine Investitionen in den Bau von Fabriken, Pipelines, Straßen, Eisenbahnen und anderen Infrastrukturprojekten in Russland, insbesondere im Fernen Osten, erhöhen. Die Länder werden auch die militärischen Beziehungen stärken und wahrscheinlich den Umfang ihrer gemeinsamen militärischen Übungen sowohl auf bilateraler als auch auf multilateraler Ebene erhöhen, beispielsweise durch die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit.

Moskau und Peking werden ihren Waffenhandel trotz Sanktionsdruck der Vereinigten Staaten und ihres Wettbewerbs um dieselben Waffenmärkte fortsetzen.

In anderen Teilen Asiens wird RuSSland versuchen, seine Wirtschaftsbeziehungen zu Japan zu stärken, obwohl die anhaltende territoriale Auseinandersetzung mit den Kurilen die Ausdehnung der Beziehungen einschränken wird. Russland wird die politische und wirtschaftliche Unterstützung für Nordkorea aufrechterhalten, einschließlich interkoreanischer Infrastrukturprojekte, und die US-Sanktionen gegen Pjöngjang ablehnen und umgehen. Im Nahen Osten wird RuSSland seine militärische Unterstützung für den syrischen Präsidenten Bashar al Assad aufrechterhalten und die Beziehungen zum Iran als Quelle der Hebelwirkung gegen die Vereinigten Staaten ausbauen.

Russlands innerstaatliche Herausforderungen


Unpopuläre Wirtschaftsreformen wie die Anhebung des russischen Renteneintrittsalters und die Mehrwertsteuer werden zu Protesten im Land führen, die von Oppositionellen wie Alexei Navalny angetrieben werden. Der Kreml wird auf Demonstrationen mit einer Mischung aus Razzien, politischen Umbesetzungen, demonstrativen Schauhinrichtungen und selektiven Zugeständnissen gegenüber öffentlichen Forderungen reagieren. Die herrschende Stellung der Putin-Partei wird als systemische (oder Kreml-freundliche = Blockflöten) Oppositionsparteien wie die Kommunisten, die Liberal-Demokratische Partei RuSSlands und das Gerechte RuSSland im September bei regionalen Wahlen antreten. 

RuSSland kann 2019 mit anhaltenden Turbulenzen im Inland rechnen, aber die politischen Parteien, die sich gegen die Regierung von Präsident Wladimir Putin stellen, werden schwer kämpfen, ihn ernsthaft herauszufordern.

Die Oppositionsparteien werden ihre Zusammenarbeit untereinander verstärken, um eine stärkere Herausforderung für das Vereinigte RuSSland (Putin Partei) zu bilden, ein Schritt, den Präsident Wladimir Putin vorsichtig zulassen wird, um den Aufstieg nichtsystemkonformer Oppositionskräfte zu verhindern. Im Sicherheitsbereich wird RuSSland die Führung des militärischen Geheimdienstes GRU nach einer Reihe umstrittener Operationen im Ausland umstrukturieren und einige seiner Verantwortlichkeiten und Vermögenswerte unter den anderen Sicherheitsorganen auflösen, insbesondere dem Federal Security Service (FSB) und dem Foreign Intelligence Service ( SVR).

Unabhängig davon, wer die Präsidentschafts- und Parlamentswahlen gewinnt, wird die Ukraine ihre breitere Außenpolitik in Bezug auf die Integration mit dem Westen beibehalten.
Die Beziehungen Aserbaidschans zum Iran werden unter Druck geraten, da sich die Regierung auf die Strategie der US-amerikanischen Eindämmung konzentriert .
RuSSland und China werden bei der Terrorismusbekämpfung in Zentralasien, insbesondere in Tadschikistan und im tadschikisch-afghanischen Grenzgebiet, zusammenarbeiten .
Russlands Wiederaufnahme der Erdgasimporte aus Turkmenistan, um einen länger anhaltenden wirtschaftlichen Abschwung zu mildern und die Aufholjagd des Westens im Zusammenhang mit dem Projekt der transkaspischen Erdgaspipeline zu stoppen .

Amerika 


Die Amerikas erstrecken sich vom Polarkreis in Kanada bis zur Südspitze Chiles. Diese geografisch, kulturell und politisch vielfältige Region ist die Heimat der Vereinigten Staaten, einer Nation, deren Geografie sie zur wichtigsten Wirtschafts- und Militärmacht der Welt gemacht hat - ein Aufstieg, der zum Teil durch die Einbeziehung von Mexiko und Kanada in seinen Einflussbereich unterstützt wurde. Weiter südlich sind die Nationen Südamerikas wie Inseln, die durch weite Flächen undurchdringlicher Berge, Flüsse und Dschungel voneinander getrennt sind. Versuchen Sie, obgleich diese Länder möglicherweise enger zusammenwachsen, tiefere Bindungen, wie sie sich für Nordamerika als schwer fassbar erweisen.

In Nordamerika stehen inländische Probleme im Vordergrund


Nachdem sie nun das Abkommen zwischen den USA, Mexiko und Kanada (USMCA) abgeschlossen haben, werden die drei Mitglieder des Pakts 2019 einem geringeren Umbruchrisiko ausgesetzt sein. Die geteilte politische Kontrolle des US-Kongresses wird ein entscheidender Faktor sein Die politische Agenda von Präsident Donald Trump. Der Gesetzgeber wird die Befugnisse des Präsidenten im Außenhandel, insbesondere im Zusammenhang mit der Autoindustrie, nicht wesentlich einschränken, da die Maßnahmen des Weißen Hauses weniger Auswirkungen auf den inländischen Fahrzeugsektor haben werden. Das Repräsentantenhaus, angeführt von der Demokratischen Partei, wird jedoch nicht mit den Plänen der Regierung für Außenpolitik, Militärausgaben, Einwanderung und Steuersenkungen zusammenarbeiten. Gridlock wird die Politik behindern, was bedeutet, dass das Weiße Haus wenig Fortschritte bei der Einwanderungsreform oder bei Steuersenkungsplänen machen wird.

Ein gespaltener US-Kongress reduziert die Fähigkeit von Trump, als Reaktion auf die illegale Einwanderung aus ihren Ländern die Außenhilfe der zentralamerikanischen Regierungen zu reduzieren.

Dementsprechend wird der Erfolg Mexikos, die Menschenströme aus Honduras, Guatemala und El Salvador in die Vereinigten Staaten einzudämmen, von entscheidender Bedeutung für die Einwanderungspolitik der Regierung. Um eine politische Konfrontation mit den Vereinigten Staaten zu vermeiden, wird der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador die Politik seines Landes zur Bekämpfung der illegalen Einwanderung oder seiner inneren Sicherheitspolitik gegen die organisierte Kriminalität nicht wesentlich ändern. (Heißt: Tag der offenen Tür)

Die Vereinigten Staaten, Kanada und Mexiko werden auch 2019 unverändert bleiben.

In Kanada wird die "liberale" Partei von Premierminister Justin Trudeau bei den Bundestagswahlen im Oktober einer harten Konkurrenz der oppositionellen konservativen Partei ausgesetzt sein. Während des Jahres wird Trudeau versuchen, ein Handelsabkommen mit China zu besiegeln, obwohl dies sowohl Washington als auch die kanadische Opposition ärgern wird, zumal sich die amerikanischen, kanadischen und mexikanischen Gesetzgeber auf die Ratifizierung der USMCA vorbereiten. Obwohl diese Verhandlungen Washington ärgern werden, ist es weitgehend ohnmächtig, Ottawa und Peking an den Verhandlungen zu hindern.

AMLO in Mexikos


Nachdem Lopez Obrador - allgemein als AMLO bekannt - die Macht formell übernommen hat, wird er 2019 seine Aufmerksamkeit auf die Umsetzung seiner populistischen nationalen Agenda richten. Er hatte den Wahlkampf gewonnen, in dem er sich den Mexikanern als nationalistische Kraft präsentierte, nach Muster von Hugo Chavez. Nun wird Mexiko den Weg Venezuelas beschreiten. Nicolas Maduro hatte AMLO mit 20 Millionen Dollar gefördert. Die Koalition von Lopez Obrador wird sich bemühen, die Unterstützung des Kongresses zu erhalten, die erforderlich ist, um die Löhne anzuheben, die Energieregelung anzupassen und die Rechtsvorschriften zum Ändern der Verfassung. Auch wird man dem Kreml die Tore weit öffnen. Seine vorgeschlagenen Änderungen der Energiegesetzgebung, wie zum Beispiel die Zunahme lokaler Inhalte, werden mexikanisches Öl und Erdgas für ausländische Unternehmen weniger attraktiv machen. 

Die brasilianische Regierung wird mit anderen Mitgliedstaaten auf dem Gemeinsamen Markt des Südens (Mercosur) verhandeln, um die Beschränkungen des bilateralen Handels zu beseitigen und die gemeinsamen Außenzölle des Blocks zu senken. Um die gewünschten Änderungen in Kraft zu setzen, bedarf es einer einstimmigen Abstimmung der Mitglieder des Blocks.

Die innenpolitischen Sorgen der Mitgliedsstaaten des Mercosur werden auch im kommenden Jahr das Verhalten des Handelsblocks beeinflussen.

Argentinien und Uruguay werden offen für die Liberalisierung der Handelsbeschränkungen der Union sein, aber die Aussicht auf eine knappe Präsidentschaftswahl in Argentinien wird Präsident Mauricio Macri dazu bringen, einer Einigung zuzustimmen. Wenn Macri zögert, werden die Verhandlungen wahrscheinlich bis 2020 andauern. Wenn ein Kandidat einer argentinischen populistischen peronistischen (sozialistischen) Partei Macri besiegt, wird er oder sie eine protektionistische Handelspolitik bevorzugen - was zu einem Kollisionskurs mit Brasilien führt,

In seinem Kampf ums Überleben verärgert sich die venezolanische Regierung mit ihren Nachbarn


Die venezolanische Regierung braucht dringend Geld, und die Regierung benötigt dringend überall Bargeld, wo sie es finden kann. Die Notlage des Landes wird Caracas dazu zwingen, Einnahmen aus unerlaubten Wegen, wie dem illegalen Abbau von Gold und anderen Mineralien, sowie zwielichtigen Finanztransaktionen einzuholen. Die Verschiebung wird illegalen Bergarbeitern Anreize geben, ihre Aktivitäten in Ost- und Süd-Venezuela sowie in den Westen von Guyana und Nordbrasilien auszuweiten. Die Ausbreitung solcher Aktivitäten in Brasilien wird jedoch die Aufmerksamkeit der neuen Präsidentenregierung auf sich ziehen und Brasilia einen direkten Einfluss auf die wirtschaftlichen Interessen Venezuelas geben. Um eine stärkere Ausstrahlung der Krise in Venezuela zu verhindern, wird sich Brasilia mit Washington und der neuen Regierung in Kolumbien abstimmen, um den finanziellen und politischen Druck auf Caracas zu erhöhen, möglicherweise durch Sanktionen oder eine stärkere Kontrolle der venezolanischen Finanzströme.

Die Fähigkeit von Venezuela, sich gegen interne Bedrohungen wie etwa Putschversuche oder Proteste zu verteidigen, wird im Laufe des Jahres rapide nachlassen. Umso komplizierter wird die Verschiebung von den Öleinnahmen hin zu illegaler Finanzierung den Wettbewerb zwischen den politischen Eliten Venezuelas verstärken, die um ihren Anteil am nationalen Wohlstand kämpfen werden. Die Regierung wird versuchen, mehr Geld für die Befriedigung der Eliten zu generieren, indem sie einige Öllieferungen an zahlungspflichtige Kunden umleitet, anstatt das Geld zur Tilgung ihrer Schulden zu verwenden. Dies macht es sicher, dass Caracas bei der Rückzahlung der Schulden an RuSSland und China in Zahlungsnot gerät. Als Reaktion darauf werden diese Kreditgeber die Finanzierung für Caracas verlangsamen, den Rückgang der Ölproduktion in Venezuela verschärfen und zu größeren Konflikten und Wettbewerb zwischen den politischen Eliten beitragen, die darauf abzielen, einen Teil der rasch schrumpfenden Einnahmen der Regierung zu gewinnen.

Brasiliens neuer Präsident macht sich bereit, Sicherheit und Investitionen zu reformieren


Jair Bolsonaro, der am ersten Tag des Jahres 2019 die brasilianische Präsidentschaft antreten wird, bereitet große Änderungen in der Politik seines Landes in Bezug auf chinesische und russische Investitionen und innere Sicherheit vor. Die Regierung von Bolsonaro wird sich bemühen, chinesische Investitionen in strategischen Sektoren wie Bergbau und Energieinfrastruktur zu sabotieren oder einzudämmen. Der Präsident wird auch anfangen, Kongressstimmen vor Gericht zu stellen, um Sicherheitsrichtlinien umzusetzen, z. B. die Verringerung der strafrechtlichen Verantwortung. Aber auch wenn die neue brasilianische Regierung die Stimmen für Sicherheitsreformen nicht finden kann, wird sie die Streitkräfte und die Polizei einsetzen, um kriminelle Aktivitäten einzudämmen, was kurzfristige Sicherheitsvorteile in Rio de Janeiro und Sao Paulo bietet.

Der schwierige Weg des argentinischen Präsidenten zur Wiederwahl


Der argentinische Staatspräsident Mauricio Macri steht vor einer ernsten Schlacht, wenn er im Oktober 2019 wiedergewählt werden will. Obwohl er genügend Popularität hat, um in die zweite Runde vorzustoßen, sieht er sich in einer Stichwahl ungewissen Erfolgsaussichten gegenüber. Da die Zustimmung von Macri in der Öffentlichkeit gering ist, wird jede weitere Abwertung der Währung oder das Unglück der Inflation die Möglichkeit eröffnen, dass ein populistischer Herausforderer ihn in einer zweiten Runde im November besiegt.

In Mexiko und Brasilien werden neue Führungspersönlichkeiten nach Möglichkeiten suchen, um Wahlversprechen zur Beseitigung der Korruption in ihren jeweiligen Ländern zu erfüllen. 


Äthiopiens Aufstieg in einer sich wandelnden Region


Der Frieden zwischen Äthiopien und seiner ehemaligen Küstenprovinz Eritrea ermöglicht die Wiedereröffnung von Transportwegen und die Erhöhung der Möglichkeiten für ausländische Investitionen. Äthiopien ist der aufstrebende Wirtschaftsriese der Region, und seine reformorientierte Regierung beabsichtigt, staatliche Unternehmen teilweise zu privatisieren, um Geld aus Ländern wie den Vereinigten Arabischen Emiraten und China zu gewinnen .

Äthiopien ist ein aufstrebender Stern am Horn von Afrika, aber wirtschaftliche und ethnische Faktoren könnten 2019 zu einem entscheidenden Jahr für Addis Abeba machen.

Viel hängt vom Grad der Transparenz im Prozess ab - sowie von den Ertragsrenditen abgeschlossener Megaprojekte. Darüber hinaus wird das Bedürfnis des Landes nach weiteren strukturellen Wirtschaftsreformen sowie der Mangel an Devisenreserven kurzfristig das Wachstum behindern. Der äthiopische Premierminister Abiy Ahmed wird diese wichtigen Themen sorgfältig behandeln und ethnische Spaltungen durchhalten müssen, wenn sein Land zu einem starken Treiber für den Wandel in der Region werden soll. Schauen Sie sich das Versprechen und die Gefahr der äthiopischen Wirtschaft genauer an.

Äthiopiens Aufstieg weckt in China, RuSSland und den USA Interesse für das benachbarte Eritrea, Somalia, Dschibuti und den Sudan. Somalia und die abtrünnige Republik Somaliland werden versuchen, dieses Interesse zu nutzen, um Handels- und Lieferketten zu stärken. Für Eritrea bedeutet Frieden mit Äthiopien, dass es seiner Wirtschaft mehr Ressourcen zur Verfügung stellen kann als in den letzten Jahrzehnten, wobei Industrie, Bergbau und Tourismus am ehesten Investitionen anziehen. Die Aufhebung der UN-Sanktionen wird das Investitions- und Sicherheitsinteresse von Washington und anderen erhöhen, aber Menschenrechtsbedenken verhindern jeden Investitionsschub.

Mächte wie RuSSland dürften die Beziehungen zu Eritrea stärken, und Moskau verspricht, in einem der beiden Häfen des Landes ein Logistikzentrum zu errichten. In der Zwischenzeit wird der sudanesische Präsident Omar al Bashir bei der Bekämpfung von Terroranschlägen mit Washington zusammenarbeiten, um sich selbst einzuschmeicheln, da er versucht, seine Amtszeit über 2020 hinaus zu verlängern. Trotzdem wird er die Balance halten, indem er die Beziehungen zu Moskau und Peking vertieft, die nach mehr Einfluss in ganz Afrika streben. Dschibuti wird seine geostrategisch wichtige Position in der Meerenge Bab el-Mandeb weiterhin für Einfluss und finanziellen Gewinn nutzen. China hält jedoch rund 80 Prozent der Djibouti-Auslandsverschuldung, was Peking einen maßgeblichen Einfluss verleiht. Lesen Sie mehr über die Vereinigten Staaten wachsendes Interesse am strategischen Horn von Afrika.



Südafrikas ANC vor Wahlen


Vor den Parlamentswahlen in Südafrika im Jahr 2019 wird eine schwache Wirtschaft Präsident Cyril Ramaphosa zwingen, populistische Politik wie Landenteignung ohne Entschädigung zu betreiben, um die Wahlunterstützung unter den traditionellen Stützpunkten des afrikanischen Nationalkongresses zu sichern. Die Auswirkungen werden ausländische Investitionen abschrecken, die Währungsvolatilität erhöhen und Ängste über die Richtung des Landes auslösen.

Bestrebungen zur Bekämpfung der Korruption, insbesondere in staatseigenen Unternehmen, werden im Wahlkampf Südafrikas einen wichtigen Platz einnehmen.

Die Regierung von Ramaphosa wird sich auf die Reform von Unternehmen wie das staatliche Machtmonopol Eskom konzentrieren, um gegen die endemische Korruption vorzugehen und die Dienstleistungen zu verbessern. Wenn Pretoria die wichtigsten staatlichen Unternehmen jedoch nicht überholt, wird dies letztendlich nach innen gerichtet und behindert die Bemühungen, Einfluss auf den gesamten Kontinent zu ziehen. 


Buharis letzter Stand?


Wenn die Nigerianer im Februar wählen, werden sie zwischen zwei Nordländern wählen, die sich um das oberste Amt des Landes streiten - eine Entwicklung, die diese Region über die lukrative Ölindustrie des Südens verfügt. Präsident Muhammadu Buhari wird seine Bemühungen um die Institutionalisierung des Kampfes gegen Korruption im Land fortsetzen, aber sein Herausforderer Atiku Abubakar wird die Frage wahrscheinlich zurückstellen, wenn er gewählt wird. Regional wird der nächste Präsident endlich das afrikanische Kontinentale Freihandelsabkommen unterzeichnen, dessen größter Nichtunterzeichner Nigeria ist. Trotz des Drucks der einheimischen verarbeitenden Industrie und der Gewerkschaften, sich von der Vereinbarung abzuwenden, befürchtet Abuja, es würde zurückfallen, wenn es die Vereinbarung nicht ratifiziert, was den innerafrikanischen Handel erheblich ankurbeln wird.

Die Parlamentswahlen in Nigeria Mitte Februar werden von großer Bedeutung sein, aber unabhängig von der Ernennung des Präsidenten müssen 2019 Dinge getan werden, die das Land tun muss.

Im Sicherheitsbereich wird die westafrikanische Provinz Islamischer Staat, die 2018 Anzeichen eines Wiederauflebens um den Tschadsee zeigte, Angriffe außerhalb Nigerias Nordosten im Jahr 2019 durchführen müssen, da die Versorgungslinien nach wie vor ausgedehnt sind und die Regierung effektivere Strategien zur Bekämpfung der Gruppe vorbereitet. Unterdessen schlummern Militante im erdölproduzierenden Niger-Delta dank Abujas erfolgreicher Appeasement-Strategie. Buhari und Abubakar werden Aggressionen gegen die Kämpfer vermeiden, um den Frieden in der lukrativsten Industrie des Landes zu erhalten. Lesen Sie mehr über die Themen, die die bevorstehenden Wahlen in Nigeria bestimmen .

Das Kabila-System kämpft ums Überleben

Was auch immer ihr Ergebnis sein mag, die Wahl der Demokratischen Republik Kongo am 23. Dezember wird fehlerhaft sein, da der scheidende Präsident Joseph Kabila ein System aufrechterhalten will, das die politische und wirtschaftliche Beute seiner Familie maximiert und die Schwächen seines handverlesenen Nachfolgers Emmanuel Ramazani Shadary minimiert. Die Kontrolle der Sicherheitsdienste und anderer staatlicher Institutionen durch das Regierungsbündnis wird es ihm ermöglichen, trotz des Drucks der Opposition einen streng kontrollierten Wettbewerb zu gewinnen. Die spätere Stabilität des wichtigsten Rohstoffherstellers wird letztendlich von der internen, regionalen und internationalen Reaktion auf die Abstimmung abhängen.

Da die Ergebnisse wahrscheinlich zweifelhaft sein werden, wird es bei Protesten der Opposition zu Gewalttaten und zu einem harten Vorgehen der Regierung kommen, das die Europäische Union und die Vereinigten Staaten veranlassen wird, gezielte Sanktionen zu verhängen. Andernorts wird Kinshasa an den harten Maßnahmen gegen internationale Bergbauunternehmen im Jahr 2018 festhalten. Die Regierung, die einen erheblichen Teil des weltweiten Kobaltangebots kontrolliert, behält den Vorteil - und die chinesischen Hersteller sind nur zu bereit, einzusteigen, wenn die westlichen Produzenten zu weit gehen.





Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!