Sonntag, 17. Mai 2015

Was Die Linke mit der AfD gemein hat.

Die Antifa der Montagsdemo hat den Schuldigen an den
vielen Asylanten gefunden.
Wir erinnern uns über das Problem der AfD-Genossen, die sich der NPD annähern wollen. Wie? Ich kann nicht von Genossen bei der AfD reden, denn das ist eine bürgerlich konservative Partei, oder gemäß der ewig gestrigen der Kommunistenfraktion, sind es gar Rechtsextreme oder Nazis?

Das ist das seltsame! Auch die NPD betreibt sozialistische Politik, nur will das keiner wahr haben. Schon gar nicht bei Die Linke, deren Wahlprogramm beinahe identisch ist, mit der NPD, läßt man mal den nationalen Aspekt und den Genderschwachsinn außer acht.

Schon Ende 2014 sagte Alexander Gauland, der Chef der Alternative für Deutschland (AfD) in Brandenburg, er könne sich eine punktuelle Zusammenarbeit mit der Linken gut vorstellen. Man habe ja schließlich einiges gemeinsam. Na da schau her!

In diesem Jahr erscheint diese Gemeinsamkeit weitaus grösser zwischen den Ex-SEDlern und den "Konservativen". Beide haben ein Antisemitismusproblem. Denn Die Linke wird immer mehr zur Plattform von Israelhassern und Holocaustrelativierer oder gar Leugner. Und beide Parteien gehen damit gleich um, sie schauen weg.

An das Flucht Video im Bundestag wird man sich noch erinnern...
Gregor Gysi brachte sich auf dem Klo vor Israelkritikern in Sicherheit. Einer dieser, David Sheen, warf ihm dann auch noch Stasimethoden vor. Ausgerechnet am 9. November waren Sheen und Publizist Max Blumenthal eingeladen worden, um im Bundestag zu reden. Verantwortlich dafür waren die Linken Abgeordneten Annette Groth und Inge Höger, die das super knorke fanden.

Annette Groth war wohl etwas beleidigt, denn der Staat Israel verweigerte ihr die Einreise. 2010 hielt sie sich wohl für den Roten Korsaren und wollte die Seeblokade von Gaza durchbrechen. Das wiederum fanden die Israelis ganz und gar nicht knorke.

"Was die israelische Regierung in Gaza gemacht hat, könnte sich kein anderer Staat erlauben", sagt Groth, und ein wenig klingt das nach den Rechtspopulisten, die dem Westen vorwerfen, Israel aus historischen Gründen zu schonen. Aus den Opfern von einst seien Täter geworden, sagt Groth, "in den Gefängnissen der Israelis sitzen Minderjährige".

Tja, Israel macht eben keine Weicheierpolitik, es ist ein Staat im permanenten Kriegszustand. Und auch Minderjährige können töten. Die Linke Abgeordnete meint wohl, das muss man in einer "Willkommenskultur" tolerieren von den zukünftigen Facharbeitern.

Niemand bei Die Linke will die Antisemiten Groth, Hänsel und Höger abmahnen. Gysi nahm eine Entschuldigung seiner Fraktionskolleginnen schnell an. Parteichef Bernd Riexinger erklärte lapidar, wenn jeder Abgeordnete ausgeschlossen würde, der mal eine Dummheit begehe, sei die Fraktion bald leer. Das allerdings glaube ich sofort! Aber gewiss leeren sich da die Reihen von Die Grünen sogar noch schneller.

Nur handelt es sich eben nicht um Dummheiten oder gelegentliche Ausrutscher. Die Geschichte antisemitischer Verirrungen von Linken ist lang. Selbst in Karl Marx’ Kapital gibt es judenfeindliche Passagen. Heute kommen antisemitische Äußerungen der Linken meist als harsche Israel-Kritik daher und ergeben sich aus ihrem Anti-Amerikanismus nach der Regel: Der (israelische) Freund der (amerikanischen) Imperialisten darf unser Freund nicht sein.

Außerdem wirkt das Verhältnis der einstigen DDR-Führung zu Israel nach. Die SED nahm für sich in Anspruch, im Gegensatz zur westdeutschen Politik mit dem Nazi-Erbe aufgeräumt zu haben. Ihr galt der Holocaust nicht mehr als Grund für Rücksichtnahmen. Nur aus dieser Logik ist die Forderung einzelner Vertreter des linken Parteiflügels zu verstehen, das Verhältnis zu Israel sei zu "normalisieren".

Das alles führt dazu, dass die Linke immer wieder durch Erklärungen mit antisemitischem Sound auffällt. Im Juli 2014 rief beispielsweise Solid, die Jugendorganisation der Linken in Nordrhein-Westfalen, mit einer derart einseitigen "Israel-Kritik" zu einer Demonstration auf, dass Neonazis mitmarschierten und die Facebook-Seite von Solid mit zustimmenden Kommentaren von rechts außen überschwemmt wurde. Die Abgeordnete Höger verteidigte den Aufruf. Vor drei Jahren ließ sie sich bei einer Veranstaltung einen Palästinenserschal umhängen, auf dem eine Landkarte eingezeichnet war, auf der Israel ausradiert war. Rot Front!

Siehe auch:
Die deutsche Linke und die Palästinenser
Juden oder Israel?
Angriff bei BAK-Shalom-Gründung
Türkische Rechtsextreme auf Linksdemo.
Wenn der Linke vom Zionisten spricht oder: Mythos von der entnazifizierten DDR
Der Judenmord ein sozialistisches Muss
Moderner Antisemitismus ist typisch Linksradikal
Linksradikal und Antisemit
Die Nazis sind Linke

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