Dienstag, 19. Mai 2015

Erste Synagoge in der Ukraine brennt.

Bereits zum Sabbat im Mai 2014, wurden durch Brandbomben die Giymat Rosa Synagoge, in Saporischschja 250 Meilen südöstlich von Kiew, in Brand gesetzt. 
Viele Juden sind bereits auf der Flucht oder verstecken sich, ohne noch Synagogen aufsuchen zu können. So das es diesmal zu keinen Toten kam. 
Der Tatzeitpunkt legt aber nahe, dass die "ukrainischen Faschisten" eine vollbesetzten Synagoge, als Ziel ausgesucht hatten. Die Täter ließen sich bei der Tat fotografieren und stellten ein Video ins Internet. Es ist davon auszugehen, dass diese Unruhen von Moskau organisiert wurden.

Die traditionsreiche Synagoge wurde erst 2012 wieder in Betrieb genommen. Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew und anderen Städte des Landes, durchlebten seit Wochen eine Welle von gewalttätigen Demonstrationen, die dieses Wochenende in dem scheinbaren Sturz von Präsident Viktor Janukowitsch gipfelten.

Die Regierung hat einen Haftbefehl für Janukowitschs Verhaftung ausgestellt, sie beschuldigte ihn des Mordes von etwa 100 Demonstranten, die während der Straßenschlachten in den vergangenen Woche ums Leben kamen.

Mehrere jüdische Gemeinden in Kiew, hatten ihre Sicherheitsvorkehrungen während der Unruhen verstärkt. Andere Gemeinden stellten ihre Aktivitäten aus Sicherheitsbedenken ein.

Die Ukraine hat eine jüdische Bevölkerung von etwa 360.000 bis 400.000 Personen, etwa ein Viertel der Juden lebt in Kiew, einer Untersuchung des European Jewish Congress zufolge.




Die Jewish Agency gibt jedoch die abweichende Zahl von 200.000, heute in der Ukraine lebenden Juden an.

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