Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Montag, 6. August 2018

Wagner Group und der Bergbau

Abgesehen von rot-grünen Ländle von Europas schärfsten Putinkritikerin, Angela Merkel, sorgte die Ermordung von drei kremlkritischen russischen Journalisten, in der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) für reichlich mediales Interesse. Und es kam etwas Licht in die Angelegenheit, durch die zahlreichen Lügen des russischen Außenministeriums, die darauf abzielen den Tod von Orkhan Dzhemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorguev zu vertuschen.

Bevor der Kreml in der ZAR Fuß fasste, versuchten es bereits die Rot-Chinesen, Milliarden ließen sie es sich über Jahrzehnte kosten und mussten eingestehen alles verloren zu haben. Russland geht nun viel aggressiver vor und setzt rohe Gewalt an, neben kleinen Geschenken und viel gefressener Kreide. 

Die drei russischen Journalisten untersuchten die Verwicklungen, zwischen den, den Russen zugestandenen, Schürfrechten bei der Förderung der ZAR-Bodenschätze und russischen Söldnern der Wagner Group. Die Söldnerfirma ist nach geltendem russischen Recht illegal und gehört
Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin, der auch als Putins Koch bekannt ist und offiziell als Catering-Unternehmer aus St. Petersburg auftritt. Er hat direkte und enge Verstrickungen zu Wladimir Putin. Wagners Söldner traten schon mit ihren Einsätzen in der Ostukraine, Syrien und Sudan in Erscheinung.

Bereits im März berichtete das russische Außenministerium, Russland arbeite mit der Regierung des Präsidenten der ZAR, Faustin-Archange Touadera, zusammen, um die natürlichen Ressourcen des Landes auf Konzessionsbasis abzubauen. Gleichzeitig teilte das Ministerium mit, dass Russland zusammen mit fünf militärischen und 170 zivilen Ausbildern Waffen zur Ausbildung der Streitkräfte des Landes geschickt habe. Das afrikanische Land, in dem sich christliche und muslimische Gruppierungen bekämpfen , steht unter einem von den Vereinten Nationen verhängten Waffenembargo, aber Russland erhielt eine offizielle Dispens mit der Begründung, dass die Waffen - 5200 Kalaschnikow-Maschinenpistolen und kleinere Stückzahlen von Handfeuerwaffen, Granatwerfern und anderer Gerät - seien für das von den Vereinten Nationen unterstützte Regime.

Die Bergbaukonzessionen und die "zivilen Ausbilder" scheinen jedoch enger verwoben zu sein, als das Außenministerium eingesteht. Africa Intelligence, ein in Paris ansässiges Untersuchungs- und Forschungsunternehmen, berichtete im Juli, die Regierung der ZAR habe mithilfe einer Firma namens Lobaye Invest begonnen, Diamanten an einem Schwemmland unweit der Hauptstadt Bangui zu gewinnen. Das Unternehmen, so Africa Intelligence, ist eine Tochtergesellschaft der St. Petersburger Firma M Invest, die von Prigoschin gegründet wurde. Africa Intelligence berichtete, dass Wagner-Söldner in gepanzerten Lastwagen Minenausrüstung an den Ort brachten. Gleichzeitig sollen, nach offizieller Angabe, die russischen Söldner für Touadera dem Präsidenten einen Waffenstillstand mit verschiedenen Gruppen aushandeln, die zur muslimischen Terrorbewegung Seleka gehören.

Dies ist ein Geschäftsmodell, das Wagner bereits in Syrien verwendet hat, wo es seine privaten Truppen dem Regime von Präsident Bashar Al-Assad verleiht und im Gegenzug einen Teil der Einnahmen aus den Ölquellen und Raffinerien erhält, die die Truppen von Regimegegnern erobern. Im Februar stießen Wagner-Söldner beim Versuch, eine Raffinerie zu beschlagnahmen, mit US-Truppen aneinander und erlitten große Verluste. 

Wie das syrische Öl sind Diamanten aus der ZAR eine Ware, auf die kein gewöhnliches Unternehmen zugreifen kann. In den 1960er Jahren exportierte das Land jährlich eine halbe Million Karat Diamanten, ein Volumen, das es heute zum siebtgrößten Exporteur der Welt machen würde. Im Gegensatz zur benachbarten Demokratischen Republik Kongo, die auf Industriediamanten spezialisiert ist, sind Diamanten der Zentralafrikanischen Republik meist Edelsteinqualität. Aber das enorme wirtschaftliche Potenzial der Industrie wurde durch Bürgerkriege und staatliche Gier untergraben. Viele Diamanten werden immer noch illegal abgebaut und aus dem Land geschmuggelt, und die Diamantenexporte werden teilweise verboten. 

Eine weitere wichtige Ressource des Landes ist Gold, und die drei russischen Reporter waren an ZAR Goldminen sehr interessiert, offenbar um dort die russische Präsenz zu überprüfen.

Auffällig schnell lehnte der Kreml jede Verantwortung für den Tod der Journalisten ab. Die Sprecherin des Außenministeriums, Maria Zakharova, sagte, es gäbe kein Geheimnis bei den russischen "zivilen" Ausbildern in ZAR, dies sei offiziell bekannt gemacht worden. Doch damit lenkt sie von Problem ab, denn das Interesse liegt nicht darauf, dass russische Ausbilder in der ZAR sind, sondern das es viel mehr sind als vom Kreml zugegeben. Russland hat auch keine Verbindung zwischen den "Ausbildern" und den Bergbaukonzessionen eingeräumt. 

Diese Abkommen machen Russland zu einem Anwärter auf Ressourcen, an die Rot-China, das seit 2007 in der ZAR präsent ist, seit langem interessiert ist. China war bisher weniger erfolgreich als Russland, obwohl es Milliarden von Schulden der Zentralafrikanischen Republik abgeschrieben und ein Programm zur Ausbildung von Regierungsbeamten aufgelegt hatte. Ihr Ölprojekt stagnierte im vergangenen Jahr, und China konnte vor Kurzem keine ähnliche Konzession wie Russland erhalten. Frankreich, der ehemalige Kolonialherr der ZAR, gibt sich offiziell zwar besorgt über die Ausbreitung der nichtwestlichen Mächte, inoffiziell unterstützte Paris allerdings Moskau und war damals der Schlüssel zum russischen Erfolg, der den Chinesen verwehrt geblieben war. 

Putins Russland hat versucht, den Einfluss der Sowjetzeit in den Entwicklungsländern wiederherzustellen, und seine Aktivitäten in Afrika beschränken sich nicht auf die ZAR. Es lohnt sich, Berichte über russische Zugeständnisse in anderen Ländern wie Sudan, Tschad, Ruanda, Süd Afrika und Gabun zu sehen. Das Geschäftsmodell von Wagner passt gut in die Region, in der eine starke Präsenz die Voraussetzung für ein erfolgreiches Geschäft sein kann. 

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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