Freitag, 3. August 2018

Russisches Außenministerium verschweigt Folter an getöteten Journalisten

Zakharowa lügt wieder


Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Zakharowa, ließ gestern verlauten, dass die drei in der Zentralafrikanischen Repuplik (ZAR) getöteten russischen Journalisten nicht gefoltert wurden. Bei Tass wird sie zitiert:
"Nach Angaben der russischen Botschaft in der Zentralafrikanischen Republik haben die örtlichen Ärzte bei einer ersten Untersuchung keine Anzeichen von Folter gefunden, sondern nur Schusswunden."
Wie ich berichtete, wurden die drei russischen Journalisten, Orkhan Dzhemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorguev, am Abend des 31. Juli nahe der Stadt Sibut (ZAR) in einen Hinterhalt gelockt und getötet. Zu dieser Zeit untersuchten sie die Aktivitäten von russischen Söldnern der Wagner Group im afrikanischen Land.

Es zeigte sich von Anfang an, dass die russische Regierung sehr daran interessiert war, den Mord an drei Bürgern ihres Landes herunterzuspielen. Und ebenso log gestern das russische Außenministerium - unter Berufung auf ihre Botschaft in ZAR - als es hieß, die drei Journalisten seien nicht gefoltert worden, sondern nur erschossen. 

Regierung von ZAR deckt die Kremlaktivitäten


Das Kommunikationsministerium von ZAR gibt bei seiner Stellungnahme (Facebook 31. Juli) keine Details über den Zustand der Leichen preis:


Die Leichen der drei Russen wurden von der Gendarmarie von Sibut der lokalen Basis der UN-Truppen übergeben. Dies ist eigenartig. Ebenso ist es ausgesprochen merkwürdig, dass diese keine Informationen zu den Leichen herausgeben.

Hinweise in den Lokalnachrichten


Ein in den lokalen Medien veröffentlichtes Bild von zwei der drei Toten lässt hingegen mehr als Schusswunden erkennen und legt nahe, dass die drei Russen sehr wohl gefoltert wurden:

Alexander Rastorguyev (vorn) und Orkhan Dzemal (hinten)
Zwar zeigen die Leichname Schusswunden, aber nicht ausschließlich. Die Oberbekleidung ist hochgezogen, und bei Orkhan Dzemal (hinterer Leichnam) ist zu erkennen, dass sein Hemd auf dem Rücken zerrissen ist. Dies lässt vermuten, dass beide eine weite Strecke geschleift wurden. Beide haben ihre Arme über dem Kopf, so trat die Leichenstarre ein. Dzemal hat noch immer ein Bündel Gras in der Faust. Die Behauptung des russischen Außenministeriums, die Journalisten wären nicht gefoltert worden, erscheint mithin alles andere als glaubwürdig.

Mögliche Erklärung


Alexander Rastorguyev (vorderer Leichnam) hat bläulich verfärbte Lippen, was ein Indiz für eine kollabierte Lunge sein kann. Man findet derart verfärbte Lippen oft bei Folteropfern, die mit stumpfen Gegenständen auf den Brustkorb geschlagen wurden. Gebrochene Rippen perforieren dann die Lunge, die sich mit Blut füllt, und das Opfer ertrinkt an seinem eigenen Blut.

Die Position der Leichen, deren Zustand und das Fehlen von Merkmalen wie Reifenspuren lassen vermuten, dass die Journalisten nicht überfahren wurden. Vielmehr deutet alles darauf hin, dass sie von einem Fahrzeug geschleift wurden.

Orkhan Dzemal weist sehr viel Blut auf, welches aus dem Kopf, eventuell Hals, geflossen sein muss. Das Blut durchtränkte im erheblichen Maß sein Hemd, was unweigerlich darauf schließen lässt, dass er sich in einer aufrechten Position befunden haben muss. Wäre er lediglich ausgeraubt und erschossen worden, dann wäre sein Blut auf den Boden geflossen, nicht jedoch auf seinen Oberkörper.

Die Blutspritzer, die an den Seiten der Leichen gefunden werden können, stammen definitiv nicht von Schusswunden. Auch die Vielfältigkeit der verschiedenen Wunden deutet darauf hin, dass diese den Opfern keineswegs im selben Moment zugefügt wurden, was wiederum gegen einen simplen Raubüberfall und für eine Folter spricht. 

Da die Leichen keine Spuren von Handfesseln aufweisen, ist anzunehmen, dass die Täter ihre Opfer nicht verhörten. Vermutlich folterte man sie zum reinen Vergnügen zu Tode.

UNO und Russland


Die Frage ist, warum die UNO die russischen Märchen deckt. Es gibt immer häufiger Anzeichen dafür, dass die UNO die Interessen Moskaus vertritt. Wie etwa im Fall der CICIG in Guatemala. 

Auch in ZAR scheint es so, als wenn die UNO mit dem Mandat zur Ausbildung des Militärs von ZAR dem Kreml einen sonderlichen Gefallen tat, der es diesem ermöglichte, seine geopolitischen und imperialistischen Ziele mit einem UN-Mandat zu tarnen. Hier zeigt sich ein eklatanter Widerspruch: Der Kreml war der Regierung von Faustin Archange Touadéra eher feindlich gesinnt; nun allerdings sind russische Söldner für dessen Sicherheit verantwortlich, bilden dessen Armee aus und haben dadurch die Möglichkeit, Freunde Russlands nutzbringend in der Militärhierarchie zu positionieren.

Die Interessen Russlands


Im Oktober vergangenen Jahres reiste Touadéra nach Sotchi und unterschrieb dort einige sehr zugunsten Moskaus ausgelegte Verträge, in denen es um die Ausbeutung der ZAR-Bodenschätze ging. Und seitdem explodieren die russischen Aktivitäten im afrikanischen Staat.

2013 wurde die damalige Regierung von Rebellen gestürzt. Wie allgemein üblich, folgten noch mehr Korruption und der komplette ökonomische Kollaps. De facto ein anomischer Staat. Daraufhin Verbot die UNO jeglichen Verkauf oder Transport von Waffen zur ZAR. (CAR=ZAR, gemäß den Initialen im Englischen.)


Hunderttausende von Flüchtlingen im eigenen Land. Die UNO-Hilfen erreichten davon lediglich etwa die Hälfte. Gerade einmal die Hauptstadt und ein wenig des Umlandes wurden von der  Regierung kontrolliert. Der Rest lag in der Macht von vielen Warlords. Und dies war die Situation, in der die UNO ausgerechnet den Kreml als sinnvolle Ordnungsmacht zum Aufbau einer Demokratie erkannte. Die UNO gab ein Mandat an Moskau, das in Wahrheit den Status als De-facto-Kolonialmacht legalisierte.

Der Kreml betont stets seine humanitären Interessen an der ZAR. Für sich allein genommen schon recht lustig, aber es lohnt sich, einen genaueren Blick auf die von Präsident
Touadéra unterschriebenen Abkommen mit Russland zu werfen.
Es geht auch um politische und kulturelle Kooperation Einflussnahme, selbstredend im Interesse des russischen Imperialismus. Aber zudem um Förderung von Bodenschätzen. Und genau für diesen Aspekt interessierten sich die drei russischen Journalisten. Dies natürlich im Zusammenhang mit russischen Söldnern, die dafür bekannt sind, auf der ganzen Welt als Unruhestifter aufzutreten und Regierungen zu destabilisieren, wenn sie sich nicht Moskau beugen. 

ZAR ist reich an Diamanten, Gold und - für das nukleare Arsenal sehr interessant - Uranium. Seit vielen Jahren zeigt sich Russland ausgesprochen interessiert an Uraniumvorkommen in der ganzen Welt und ist im Moment der weltgrößte Produzent, obwohl Russland selbst keine verwertbaren Uraniumvorkommen hat. Zu Zeiten des Kalten Krieges war man diesbezüglich auf die DDR angewiesen.

Der Kreml bezeichnete die Abkommen mit ZAR zum "gegenseitigen Vorteil".


Die politische Opposition sieht dies allerdings ein klein wenig anders und vergleicht die Situation mit jener unter der früheren Kolonialmacht Frankreich.

Frankreichs Einfluss in ZAR


Apropos Frankreich, dieses Land ist nämlich noch immer die einflussreichste ausländische Kraft in der ZAR. Und dies bedeutet was? Dass der Kreml ein ganz natürliches Interesse am Informationsnetzwerk der Franzosen bzw. an jeglicher politischen Marionette von ihnen hat. Der neue Einflusssucher Kreml sieht die Franzosen daher entweder als Konkurrent oder - was viel wahrscheinlicher ist - als wichtige Verbündete. Und mithin ist es kein Wunder, dass die politische Opposition in ZAR annimmt, es gibt einen Bund zwischen der alten und neuen Kolonialmacht, um das Land auszubeuten. 

Und wen haben wir gerade an der Regierungsspitze Frankreichs? Den roten Emmanuel Jean-Michel Frédéric Macron. Dass dieser sich am Schlag gegen Syrien an der Seite der USA beteiligte, darauf gebe ich grundsätzlich keinen Pfifferling. Ich halte ihn - genauso wie seinen Vorgänger Sarkorzy - für einen Kremltroll. Bei dem Großteil der Sozis handelt es sich schlichtweg um hinterhältige Gauner - mit einem hochgradig kriminellen Talent und der Fähigkeit zum Täuschen der Öffentlichkeit. 

Der nützliche Idiot des russischen Imperialismus


Und wie immer sind die nützlichen Idioten in Europa dabei eine große Hilfe Moskaus. Sei es bei Moskaus UN-Mandat in ZAR oder dem Sozi-Humanismus-Wahn. Es  handelt sich um eine Täuschung, um eine mafiöse Ökonomie zu verbergen, die man genau aus diesem Grunde verschleiert; auch Sozialismus genannt. 

Der Sozi schreit in Europa: "Wir müssen den Menschen in der Dritten Welt helfen, weil wir sie ausbeuten." Daraufhin werden Spenden gesammelt sowie Steuergelder der europäischen Staaten genommen und als Entwicklungshilfe diversen korrupten Regierungen gegeben, weshalb der Wirtschaftsnobelpreisträger Angus Deaton die Auffassung vertritt, dass man die sogenannte Entwicklungshilfe abschaffen muss. Die Gelder wandern komplett in die korrupten Taschen der dortigen Regierungen, welche wiederum Konzessionen zur Ausbeutung der Bodenschätze an westliche Wirtschaftsunternehmen machen.

Das läuft in Frankreich so ab, in Deutschland oder Großbritannien. Unter Kampfbegriffen wie internationale Hilfe, eine bessere Welt, wir wollen ja helfen ... wird roten sozialistischen Spinnern in Europa das Hirn gewaschen, damit man ihnen Geld wegnimmt, um es mafiösen Ausbeutern in die Hände zu geben, die dann wiederum jenen mit Geld und Macht in Europa erlauben, die Bodenschätze auszubeuten und eventuell sogar Produkte herzustellen, welche es denselben roten Spinnern als Faire-Trade-Produkt teuer verkauft. 

Scheinkapitalismus


Da aber zwangsläufig irgendwann jemand die weiterhin existierende Ausbeutung bemerkt, stellt sich der Rote nun hin und erzählt den nützlichen Idioten, dies sei der Systemfehler des Kapitalismus. 

Wir haben es hier aber nicht mit der freien Wirtschaft, Kapitalismus, zu tun, sondern mit einer staatlichen Beeinflussung (via Entwicklungshilfe und Absprachen) durch Lobbyismus, Sozialismus. Doch ehe die Öffentlichkeit sich darüber klar wird, schreit der Sozi bereits nach mehr Hilfen für die Dritte Welt, um die vor der "kapitalistischen" Ausbeutung zu retten, die er selbst verursachte.

Tatsächlich praktizierter Kapitalismus käme ohne diese Entwicklungshilfe aus. Und es gäbe eine sehr simple Lösung, wie man der Dritten Welt dennoch und effektiver hilft: Freier Zugang zu Absatzmärkten ohne jegliche Zölle. Und exakt das wollen Sozis nämlich nicht. Dann würde so mancher nämlich unweigerlich merken, dass die Sozis plötzlich im Verbund mit der Großindustrie auftreten, und sich vehement dagegen wenden.

Der seltsame Macron


Noch interessanter allerdings wird es, wenn Europa Entwicklungshilfe gibt. Bleiben wir beim speziellen Fall der ZAR, wo diese Zahlungen (auch von der BRD) heraufgesetzt wurden und die Konzessionen dann an den Kreml gehen. Was zu allem Überfluss auch noch von allen Eurasiern unterstützt wurde.

In diese Sparte mafiöser Politiker ist ohne Zweifel auch Macron zu stecken, der zwar, wie zuvor schon Barack Obama, die sauberste aller Regierungen versprach, aber ich erinnere an den Skandal um Alexandre Benalla und dessen Beziehung zu Macron, was den französischen Tiefenstaat sehr deutlich machte. Der als Polizeischläger bekannt gewordene Benalla war oder ist der Geliebte von Macron, der ihm ein 300 m² großes luxuriöses Liebesnest aus Steuergeldern finanzierte. Ja, eine parlamentarische Untersuchungskommission geht sogar der Frage nach, ob Benalla die Nuklear-Codes von Macron bekam. Macron bestreitet natürlich sämtliche Vorwürfe. Was sollte er sonst auch anderes tun?!?

Benalla war im Sicherheitsteam um Macron, und zwar während dessen Wahlkampf. Aus irgendeinem Grund gehörte er plötzlich zum engsten Beraterkreis von Macron.

Macron führt Frankreich mit einer kleinen elitären Wirtschaftsgruppe, die ausschließlich der Achse Paris, Berlin, Moskau zuarbeitet. Macron hat dies aber nicht selbst getan, sondern er erbte diese von seinen Vorgängern. Die Achse wurde von der deutschen Regierung unter Gerhard Schröder aufgebaut. 

Frankreich und die ermordeten Journalisten


Doch was hat das nun mit Orkhan Dzhemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorguev zu tun? Gestern habe ich mich daran gesetzt, die meist französischsprachige Lokalpresse der ZAR zu durchstöbern, und es ergibt sich ein ganz klares Bild darüber, dass das Kollabieren des afrikanischen Staates durch Frankreich verursacht wurde - und damit Russland den Weg als Ordnungsmacht ebnete. 

Der französische Kanal "24" hat erst vor wenigen Tagen nahezu eine Ode an Abdoulaye Hisseine vorgetragen. Als das Franzosenteam in dessen Terrorhochburg Ndele ( Séléka-Terroristen) kam, schienen sie ungefähr so sehr in Gefahr zu sein wie Todenhöfer beim IS. 

Dieser französische Terroristen-Fanbeitrag, in den ZAR- Medien oft als verwunderlich oder mysteriös bezeichnet, wurde kurz vor einem Gipfel der Afrikanischen Union ausgestrahlt, wobei davon auszugehen ist, er werde im Sinne von speziell zwei ökonomischen Nutznießern des Kontinentes verlaufen: Frankreich und Russland. Welch ein Zufall!

Bitte bedenken Sie auch die bereits gemachten Ankündigungen, es werden mehr Asylanten aus dem zentralen Raum Afrikas nach Europa kommen! Die Merkel kündigt uns das tatsächlich an, was dann Frankreich und Russland verursachen. Sie nennt uns bloß nicht den wahren Grund, warum das so ist.

Machiavellistische Politik


Wer sich nicht auf die Propaganda bei "Bertelsmann" und rotem Staatsfunk verlässt, ebenso wenig auf die alternative Presse, denn beide beabsichtigen zu verhindern, dass die Öffentlichkeit erkennt, was vor sich geht, wird schnell dahinter kommen, dass Frankreich, Deutschland und Russland in Asien und Afrika gewaltige demografische  Umstrukturierungen vornehmen, die von der Politik des Eurasischen Reiches und wirtschaftsstrategischen Gesichtspunkten geleitet werden. 

Niemand im Dummvolk hat auch nur ansatzweise die geistigen Kapazitäten, dies zu verstehen. Die Internationalisten plärren davon, wir müssen die Asylanten akzeptieren, weil wir Nazis sind, Rassisten, Ausbeuter - oder weil die Leute schlicht Klimaflüchtlinge seien. Und die zugerauchte Alternative plärrt, schuld seien USA und Israel. Doch immer und überall wird man auf diesen europäisch-russischen Filz treffen, der grundsätzlich Chaos provoziert, aus welchem die russische Wirtschaft dann als Bevorteilter hervorgeht.

In der ZAR läuft nichts anderes ab. Frankreich trieb das Land - dank seines Netzwerkes - in den Zusammenbruch, und Russland geht als Sieger daraus hervor. Und damit kommen wir wieder zurück zu den drei getöteten russischen Journalisten, die nach allem, was wir wissen, etwas herausgefunden hatten, das im Zusammenhang mit russischen Schürfrechten, Waffenhandel und militärischer Ausbildung durch russische Söldner stehen muss, was nichts mit dem eigentlichen UN-Mandat zu tun hat. 

Séléka-Terroristen


Es sind selbige Séléka-Terroristen, von den französischen Medien so gelobt, unter dem Kommando von Nourrédine Adam, die das Dékoua-Gebiet, nördlich von Sibut kontrollieren. Noureddine Adam gehört zum Stamm der Runga, er ist der Sohn eines Imans. Die Séléka-Terroristen sind eine Koalition aus verschiedenen bewaffneten Gruppen. Jene von Adam nennt sich Volksfront zur Wiedergeburt der Zentralafrikanischen Republik - und wie der Name vermuten lässt, es sind alles Marxisten. Aber nicht nur, denn alle Séléka sind auch Musels. 

Die Terrorgruppe erscheint (unter dem gegenwärtigen Namen) erstmals um 2012 und ist mitverantwortlich für die Zerstörung der ZAR. Aufgebaut und bewaffnet wurden sie durch die Regierung von Edel-Sozi Nicolas Sarkozy, und zwar unter der Leitung von Jean-Pierre Thomas und Thierry Mariani. Beide gehörten dem Beraterstab von Sarkozy an und waren die grauen Eminenzen des Kremls in seiner Regierung. Beide waren auch Co-Organisatoren des 4. Internationalen Wirtschaftsforums von Jalta/Krim, auf dem die Eurasier versuchten, die europäische Wirtschaft an die russische zu binden. 

Nourrédine Adam kam in den Genuss einer elitären internationalen Ausbildung, Sudan, Ägypten. Er war  ursprünglich ein hochgelobter Polizist, der 1990 die Polizeiakademie von Kairo beendete. [Juan Fandos-Rius, Richard Bradshaw (27 May 2016). Historical Dictionary of the Central African Republic. Rowman & Littlefield. S. 56. ISBN 9780810879928.] 

Er erhielt eine sechsmonatige Spezialausbildung bei den israelischen Special Forces. Anschließend wurde er zur Terrorismusbekämpfung in die ZAR-Hauptstadt
Bangui geholt. Anfang der 2000er wurde er von Golfstaaten angeworben, zum Aufbau von Sicherheitsdiensten. Von 2003 bis 2009 finden sich Spuren von ihm in den Vereinigten Arabischen Emiraten, und er wurde dort sogar der Leibwächter von Zayed bin Sultan Al Nahyan. 

Im Jahre 2009 bricht er alle Beziehungen in VAE ab und kehrt in die ZAR zurück, wo er sich umgehend den sinistren Muselkommunisten der CPJC (Konvention der Patrioten für Gerechtigkeit und Frieden) nicht nur anschloss, sondern sogar deren Führer wurde. Diese CPJC wurde zur Basis der Séléka-Terroristen. 

Ab 2008 wurde CPJC von Charles Massi geführt, und dieser versuchte, die Regierung des Tschad zu destabilisieren, weshalb man ihm dort den Prozess machen wollte. Es ist zu erwähnen, dass bereits Massi vom französischen Botschafter in der ZAR gelenkt wurde. Die Nachfolge von Nourrédine Adam ist von mysteriösen Umständen begleitet und erweckt den Eindruck, als sei er auf den Posten "versetzt" worden. 

Über den Tod von Massi gibt es nur Gerüchte. Seine Ehefrau Denise behauptete am 16. Januar 2010, ihr Mann sei am 8. Januar im Gefängnis von Bossembélé zu Tode gefoltert worden. Sie beruft sich allerdings auf Hörensagen. Die Regierung der ZAR dementierte dies. So meldete es AFP am 16. Januar 2010. Am 21. Januar dementiert auch das Verteidigungsministerium der ZAR. AFP meldet dies am selben Tag. Inzwischen hat AFP beide Nachrichten aus ihrem Internetarchiv gelöscht, warum auch immer. 

Am 30. Januar 2010 bestätigte Präsident Bozizé den Tod von Massi, worauf der französische Botschafter intervenierte und es zu einer harten Konfrontation mit der Sarkozy-Regierung kam. Bozizé gab keine Details über den Tod von Massi preis und spottete über die französischen Menschenrechtler, die auffällig geschwiegen hatten, als Massi 15 Polizisten bestialisch abschlachtete. Des Weiteren forderte Präsident Bozizé den französischen Botschafter auf, der Witwe von Massi mitzuteilen, sie hätte besser ihrem Mann dazu raten sollen, keine Revolution gegen ihn anzuzetteln. 

Trotz der Worte von Präsident Bozizé kam eine offizielle Untersuchung im August 2010 zu dem Schluss, dass es nicht den kleinsten Hinweis auf den Tod von Massi gibt und man ihn deshalb rechtlich gesehen nur als vermisst - und möglicherweise sogar noch als lebendig betrachte.

Geiseln werden nur in Ausnahmen getötet


Es gibt eine sehr auffällige Besonderheit bei der Ermordung von Orkhan Dzhemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorguev. Es ist überaus untypisch in dieser Region Afrikas westliche Geiseln zu ermorden. Dafür gibt es in den vergangenen Jahren nur das Beispiel der französischen Journalistin Camille Lepage, die am 12. Mai 2014 in Gbambia (ZAR) getötet wurde. Im November 2013 hatte sich der Bürgerkrieg, über den Lepage berichtete, zugespitzt. Es machte die Runde, dass ein Genozid drohte. Im März war es losgegangen, als die Séléka-Terroristen bei Berbérati 150 Menschen massakrierten. Am 13. Mai 2014 wurde die Leiche von Lepage von französischen UN-Soldaten gefunden. 

In diesem Fall gab es einige interessante Umstände, denn Camille Lepage machte mehrmals deutlich, dass sie bei ihren Reisen durch ZAR die UN-Friedenstruppen vermeide. Aus irgendeinem Grund fühlte sie sich nicht sicher, was auch mit der Rolle Frankreichs im Genozid von Ruanda zu tun hatte. Die Ermordung der französischen Journalistin wurde den anti-balaka Rebellen zugerechnet. Doch zeigte sich später, dass der Auftrag dazu von der französischen Regierung gekommen war, die ein Problem mit der kritischen Journalistin hatte. 

Dass die Ermordung der drei Russen etwas mit französischen Verbindungen zu tun hat, ist gewiss. Aber die Lokalpresse in ZAR vermutet, Frankreich habe dies getan, weil dieses Land ein Feind der Kremlregierung sei. Doch warum sollte dann die französische Regierung ausgerechnet drei Kreml-kritische Journalisten ermorden lassen, die über die illegalen Machenschaften der Putinregierung in der ZAR berichten wollen? Warum deckt dann das russische Außenministerium die Franzosen?


Russische Söldner


Im April dieses Jahres war die französische Zeitung "Le Monde" die erste, die von russischen Söldnern in der ZAR sprach. Sie erwähnte russisch sprechende Männer in russischen Militäruniformen - ohne Hoheitszeichen. Wenn es sich also um offizielle Ausbilder, wie der Kreml behauptete, im Rahmen des UN-Mandats handelte, warum trugen diese Leute dann keine Hoheitszeichen?

Und exakt diesen Leuten war der Berengo-Palast als Quartier zugewiesen worden, wo die russischen Söldner ein Militärlager aufbauten. Genau diesen Ort versuchten die russischen Journalisten aufzusuchen, wenige Stunden, bevor sie ermordet wurden.

Die Russen ohne Hoheitszeichen traten zunächst als Leibwächter von Touadér auf; über weiterführende Aufgaben kursieren Gerüchte, so beispielsweise, dass die russischen Söldner die Terroristen unterstützten, während der Kreml offiziell die Regierungsarmee ausbildete, gemäß UN-Mandat.  

Le Monde identifizierte die russischen Söldner als angestellt bei Sewa Security Services und Lobaye Ltd. Beide sind Tarnfirmen der Wagner Group.

Die Absichten der russischen Journalisten


Anastasia Gorshakow, stellvertretende Chefeditorin von Center for Investigation erzählte gegenüber TV Rain, dass Orkhan Dzhemal, Kirill Radchenko und Alexander Rastorguev versucht hatten, genau dieses Lager zu betreten. Ihnen wurde mitgeteilt, sie müssten eine Erlaubnis des Verteidigungsministeriums einholen. Gorshakow sagte, sie wollten sich mit dem zuständigen Beamten treffen, der dies regeln sollte. Doch statt des Beamten trafen sie auf einen Hinterhalt. Eine abgekartete Sache.

Manipulation der russischen Medien 


Die russischen Medien wurden bereits am Dienstag angewiesen, in ihren Berichten jeden Bezug zur Wagner Group zu unterlassen, und man sagen solle, dass die getöteten russischen Journalisten einen Dokumentarfim über die ZAR gedreht hätten. Dies erfolgte in Russland über den Sinowjew-Klub, der in Russland wie in Deutschland als ein Medienkontrollrat agiert.

Die Zakharowa bekam bei der jüngsten Erwähnung der Wagner-Gruppe während einer Pressekonferenz einen Tobsuchtsanfall.

Es ist jedoch auffällig, wie sich marxistische oder islamische Terrorgruppen kontinuierlich in rohstoffreichen Gebieten von strategischer Bedeutung präsentieren - und dann alles mit der Kontrolle von Russland endet. Würde dies ein- oder zweimal passieren, könnte man noch von Zufall reden, doch hier manifestiert sich ein System dahinter. 

Unterstützung von Séléka durch den Kreml


Das ehemals von Séléka kontrollierte Gebiet im zentralen Norden der ZAR weist viele Diamantenvorkommen auf. Diese befinden sich nun in den Händen der russischen Firma Lobaye Invest. Eine Firma mit starken Verbindungen zur Wagner Group. 

CIT (Confict Intelligence Team) verwies darauf, dass die russischen Söldner vom Kreml als zivile Ausbilder bezeichnet werden. Das heißt grundsätzlich erst einmal, dass der Kreml seine Zusammenarbeit mit einer - nach russischem Gesetz - illegalen Firma nicht leugnet.

Der französische Analyst François Didier ist davon überzeugt, dass die russischen Söldner Geschäfte mit Séléka betreiben, aber auch mit deren Konkurrenten, den anti-balaka. Er führt den Zwischenfall vom April als Beispiel an, als eine russische Cessna auf dem Flugplatz von Kaga Bandoro festgesetzt wurde. Eine wütende Menge hatte das Flugfeld gestürmt und die Cessna am Abfliegen gehindert, denn sie transportiere Waffen für die Rebellen der Gruppe Patriotische Bewegung für Zentralafrika. Nur gingen sie davon aus, es handle sich um Franzosen. Überrascht stellte man fest, dass das Flugzeug für vier russische Militärberater bestimmt war, die aus der Stadt Ndele angereist waren. Da die aufgebrachten Leute sich nicht beruhigen ließen, vertrieb sie das Innenministerium mit Tränengas. Es wird berichtet, dass es unter den russischen Militär zu Panik gekommen sei. Moskau begann daraufhin mit gönnerischen Gesten und Geschenken an die ländliche Bevölkerung, um diese zu beruhigen kaufen. 

Die Regierung von ZAR behauptet, die Russen würden mit den Rebellen über einen Friedensprozess verhandeln. Doch in der Bevölkerung glaubt man, die Regierung versuche die russischen Aktivitäten zu decken.



Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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