Sonntag, 29. Juli 2018

Als die Sozis das Gold für Moskau raubten

Warum beteiligte sich die Sowjetunion am spanischen Bürgerkrieg? Um den Faschismus zu bekämpfen, so die übliche Mähr. Ist aber wieder mal roter Revisionismus, es ging nur um die Plünderung Spaniens.



Der spanische Bürgerkrieg


Der spanische Bürgerkrieg (Spanienkrieg) begann im Juli 1936 und endete im April 1939. Für gewöhnlich ist die Erklärung für den Krieg recht einfach gestrickt und damit ideologisch vorbelastet. Die Beseitigung der Monarchie war Spanien noch nicht lange her und die Krisen Anfang des 20 Jh. scheinbar unlösbar. Grob gesehen gab es in Spanien einen Verfall, wie beim Ende der Weimarer Republik. Nur kamen hier nicht die Nationalsozialisten an die Macht, sondern die Kommunisten (die sich als Sozialdemokraten tarnten) die die PSOE (Spanische Sozialistische Arbeiterpartei) unterlaufen hatten. 

Der Umstand, dass Nazi-Deutschland den Putschisten General Franco unterstützte, die Sowjetunion hingegen die Leichen und Friedhöfeschändenden Roten, führte die heutigen Ideologen zur simplen Erklärung eines Kampfes von Gut gegen Böse. Als wäre an Stalin irgendetwas gut gewesen. 

Die Motive des Krieges


In der damaligen Zeit stellte sich die Situation etwas differenzierter dar. Das Leute, wie George Orwell, im spanischen Bürgerkrieg gegen die Frankisten gekämpft hätten, dient den Kozis heute dazu, sich mit diesen Leuten zu maskieren. Orwell war ein Libertärer nicht ein Unterstützer der Kommunisten, der Mann der sich später immer mehr mit dem sozialistischen Element der Nazis befasste und seine Farm der Tiere als Parabel über die Sowjetunion schrieb, hatte für die Kozis nicht viel übrig. 

Genau genommen gab es nicht zwei Kriegsparteien, wie heute vereinfachend angenommen wird, sondern vierzehn, deren Existenz zeitlich variierte. Soll hier jetzt nicht weiter ausgeführt werden, denn es soll erklärt werden, dass der Aufstand gegen die PSOE ausbrach, weil die Roten Spanien zu plündern begannen, um allen Reichtum nach Moskau zu transferieren. Genau das ist der Sinn des Sozialismus, der sich als Maske der Sozialdemokratie bedient.

Die beiden sich formenden Allianzen Republikaner und Nationalisten im Bürgerkrieg, waren jeweils Konglomerate aus Gruppen mit verschiedenen Interessen. Die Anhänger der Zweiten Republik verbündeten sich mit den Kommunisten. Daraus ist aber nicht zu schließen, dass die Kozis dieselbe Einstellung zur Demokratie gehabt hätten, wie die Republikaner, sondern sie wussten, dass sie allein keine Chance gehabt hätten. Die Kozis haben sehr oft merkwürdige Allianzen geschmiedet, immer mit der Absicht ihre Alliierten als nützliche Idioten zu benutzen. 

Die unterstützenden Parteien


Die Seite der Republikaner wurde unterstützt von den Freiwilligen der internationalen Brigaden, wo dann Leute wie Ernest Hemingway und George Orwell auftauchen, aber vom militärischen Standpunkt her kaum ins Gewicht fielen. Ein weiterer Unterstützer war Mexiko, Frankreich, Portugal und die USA und die aus dem rahmenfallende Gulagdiktatur Sowjetunion. Heutzutage kann man den Eindruck erlangen, die Sowjetunion sei es allein gewesen. Stalin ging es nur darum, auf der internationalen Bühne mitzumischen und sich bei der USA einzuschleimen, damit die das Embargo gegen sie, wenn möglich aufheben. 

Irland, Italien und das Deutsche Reich waren die Unterstützer der Gegenseite. Doch auch sie verfolgten ihre eigenen Interessen und hat kein Interesse am spanischen Nationalismus. Hitler ging es darum, seine neuen Waffen in einem Einsatz testen zu können, doch ideologisch hatte er mit Franco nichts gemeinsam, darum verweigerte er sich auch einem Bündnis während des Zweiten Weltkrieges.

Die Konfrontation Deutschlands und der Sowjetunion auf der anderen Seite, wurde von den Linksintellektuellen in Europa als Disharmonie innerhalb des sozialistischen Lagers verstanden. Verbohrt wie sie sind, haben die alle anderen beteiligte Parteien außer Acht gelassen und den gesamten spanischen Bürgerkrieg auf die Konfrontation Faschismus gegen Sowjetunion reduziert. Punkte wie, dass dem zufolge die USA ein Verbündeter der Sowjetunion gewesen sei, obwohl die harte Sanktionen gegen sie verhängt hatten, werden, wie es bei den Beschränkten üblich ist, einfach ignoriert und fallen in die Bewertung der Gesamtsituation nicht mit ein, ist denen zu kompliziert.

Die Sozis der PSOE


Es war Indalecio Prieto, Führungspolitiker der PSOE, zu jener Zeit des Bürgerkrieges Außenminister, der Stalin die gesamten Goldbestände Spanien auslieferte. In seinen Erinnerungen schrieb er:

"Ein sozialistischer Minister (Anmerkung, meint in diesem Fall: der PSOE) bat um Erlaubnis, frei zu handeln; die Regierung, der fünf andere Sozialisten angehörten, inklusive die den Vorsitz führten, gewährten es (Auslieferung des Goldes), und die Sozialisten waren auch die Bankiers, die sowohl in Spanien als auch in Russland sich zur Verfügung stellten, als es angeordnet wurde, ebenso wie die Zivilisten, die die Fracht zwischen Madrid und Cartagena transportierten."

Ein bis heute gängiges Verhalten Moskaus ist es (siehe Venezuela), Sozialisten in Schlüsselpositionen der ihnen freundlich gesinnten Regime zu installieren (die dann Kommunisten nachziehen), deren Aufgabe es ist, die Wirtsländer finanziell auszusaugen und dem Kremlparasiten zu übergeben. Die dumpe Masse spricht von einem gescheiterten sozialistischen Experiment, was den Kozis die Chance gibt unter dem Motto "es war gut gemeint aber nur falsch umgesetzt" wieder von vorn zu beginnen. Herrschaften es muss Euch klar werden, dass die sozialistischen Experimente nie falsch umgesetzt wurden, sondern genau das ist Sozialismus (das hat nichts mit Sozialdemokratie zutun). Er funktioniert als System der Ausbeutung zum Wohle des Moskauer Imperialismus.

Die spanischen Sozialisten, die ununterbrochen mit ihren Durchhalteparolen ihre Leute aufstachelten, bis zur letzten Kugel Widerstand zu leisten, bereiteten gleichzeitig nicht nur die Übergabe des staatlichen Goldschatzes an Moskau vor, sondern bereiteten sich selbst bereits ein goldenes Exil vor. Natürlich nicht in der Sowjetunion, sondern, im Falle Indalecio Prieto etwa in Mexiko. Was ebenfalls ein typisches Verhalten zu nennen ist, man sehe sich hierzulande all die Verteidiger Kubas an, die wollen aber dort nicht leben, sondern die kubanischen Zustände hierherbringen.

Goldraub war von Anfang an geplant


Im Gegensatz dazu sehe man sich den Generalstab von Francisco Franco an, kein einziger dieser Generäle und Offiziere beschlagnahmte Geld oder Juwelen für den Fall, dass sie den Krieg verlieren und exilieren müssten. 

Die Sozis hatten von Anfang an die Absicht, sich des Goldes zu bemächtigen. So drängten sie auf einen Angestelltenwechsel, in dessen Folge vermehrt Angestellte der kommunistischen Madrider Gewerkschaft übernommen wurden, die sich mit den Begebenheiten vertraut machen sollten. Am 4. August 1936, wurde der Anti-Sozi Pedro Pan Gómez, auf seinem Posten als erster Gouverneur der Goldreserven, gegen den Sozi Julio Carabias ausgetauscht. Gómez flüchtete zu den Nationalisten, die ihn sofort beauftragten, in Burgos eine alternative zur Bank von Spanien aufzubauen. 


Der Raub


In einer Nacht und Nebel Aktion drangen Carabineros (Polizisten) und bewaffnete Kommunisten vom 13. zum 14. September 1936 um Mitternacht in die Nationalbank ein. Autorisiert direkt vom Finanzministerium, zusammen mit den Komitees der UGT (Sozialisten) und der CNT (Anarchisten). In Begleitung waren sie von 50 oder 60 Metallarbeitern und Schlossern und einer Gruppe von Bankangestellten der Madrider Gewerkschaft. 

Der im Dienst befindliche Chefkassierer begriff, dass man hier versuchte, das spanische Volk zu berauben, und erschoss sich selbst in seinem Büro, um nicht als Komplize zu gelten.

Es muss sich um eine gewaltige Summe gehandelt haben. Erst im Mai 1936 war der Goldschatz Spaniens als der viertgrößte der Welt eingeordnet worden. Und die Räuber beeilten sich mit dem Abtransport. Obwohl der Bürgerkrieg erst vor lediglich zwei Monaten begonnen hatte, war die sozialistische Regierung von ihrer Niederlage überzeugt. 

Die Schuldigen


Die Hauptverantwortlichen, dieser "Umverteilung des Reichtums" (so hatten sie die nützlichen Idioten der Komitees nämlich zur mithilfe gebracht), waren Juan Negrin (PSOE), Finanzminister (später Premierminister) und der bereits erwähnte Indalecio Prieto, der uns heute gern als "waschechter Demokrat" glorifiziert wird, aber tatsächlich pflegte mit einer Waffe in der Hand durch den Kongress zu laufen und Abgeordnete zu bedrohen. Die zeitgenössischen Zeitungen berichteten davon:




Der Überweisungsauftrag und seine Motivationen

 

Am 13. September 1936 erließ der neue Finanzminister, der Sozialist Juan Negrín, auf eigene Initiative ein "reserviertes" Dekret (d. h. der Inhalt war geheim zu halten):

"Finanzminister HE. Sr:

Durch Seine Exzellenz des Präsidenten der Republik und mit Datum des aktuellen 13. wurde folgende reservierte Dekret unterzeichnet: Die Unnormalität die in diesem Land produziert wurde durch den Militäraufstand, veranlasste die Regierung zu einem besseren Schutz der Reserven durch Vorsorgemaßnahmen die unbedingt beachtet werden müssen, durch die Bank von Spanien, als Grundlage des öffentlichen Kredits. Die Art der Maßnahme und der Grund für ihre Annahme erfordern, dass diese Vereinbarung vertraulich bleibt. Aufgrund dieser Erwägungen erteile ich, unter Verschwiegenheit, im Einvernehmen mit dem Ministerrat und auf Vorschlag des Schatzamtes folgende Maßnahmen mit:

    
Artikel 1 :. Des Finanzministers wird ermächtigt, wenn er es für angebracht hält, den Transport zu ermächtigen, unter den höchsten Sicherheitsmaßnahmen, an den Ort der höchsten Sicherheit für die Existenz des Goldes, Silbers und Banknoten. Die die Regierung zu dieser Zeit in der zentralen Einrichtung der Bank von Spanien hält.
    
Art. 2:
Die Regierung wird dem Gericht über dieses Dekrets zu seiner Zeit Rechenschaft ablegen.

 Madrid, 13-9-36." 

Auch hier ein ganz typischer Charakterzug des Sozialisten. Alles sieht legal aus und der dumpe Trottel meint, ok kommt von der Regierung und wird schon richtig sein. Doch Obacht, dass Geschwätz des Sozis gilt es genau zu analysieren, denn die spielen mit der Dummheit des nützlichen Idioten.

Vorbereitung von langer Hand


Das seiner Zeit gemachte Dekret ist tatsächlich ein Blankoscheck für die Sozis, mit dem Staatsschatz willkürlich zu verfahren. Sie dürfen, wann immer sie es für richtig erachten, den gesamten Staatsschatz an einen Ort ihrer Wahl bringen. Die Rechenschaft müssen sie darüber und dem wieso erst hinterher den korrespondierenden Tribunalen ablegen. Begründet wird diese Maßnahme, wie immer, mit einer Notsituation, damals war es eben der Militäraustand. Es sollte jedem einleuchten, dass die Verlegung des Goldschatzes autorisiert wird, wenn beispielsweise die Nationalisten die Macht übernehmen sollten. Und dann nun die große Preisfrage, vor welchen Tribunalen sollen die Verantwortlichen dann Rechenschaft ablegen? Wenn die Aufständischen gewinnen, erkennen die Sozis deren Regierung nicht an, denn schließlich ist das  nicht mehr die 2. Republik, sondern eine Putschregierung. Verlangen sie also die Beachtung der gewählten Regierung, welchen korrespondierenden  Tribunalen sollten sie dann aber Rechenschaft ablegen? Ihren Eigenen! So was bezeichnet man als eine Win-win-Situation.

Es ist anzumerken, dass damals die spanische Bank eine Privatgesellschaft, Sociedad Anonima (GmbH), war und keine öffentliche Körperschaft, wie sie es heute ist. So gelang es den Sozis, sich die Hilfe der Kozis zu versichern, denn denen wurde das als Umverteilung und Enteignung von Privatvermögen erklärt und da die Kozis von Ökonomie eh nichts verstehen, viel dies auch sehr leicht. Der arme Chefkassierer aber verstand es und beging Selbstmord.


Verstrickung bis zum Präsidenten


Das Dekret wurde vom Präsidenten der Volksfrontregierung, Manuel Azaña, unterzeichnet, der nicht informiert wurde, wann das Dekret angewendet werden würde, noch über das Schicksal des Verbleibes. Die Ausrede, den Präsidenten nicht zu informieren in dieser Sache, war sein "geistiger Zustand". Heißt also, wenn der Präsident selber intervenieren sollte, sie würden ihn für geisteskrank erklären und das Problem war gelöst.

Nach dieser präsidialen Maßnahme ordnete Negrín am 25. Oktober die Überweisung des gesamten, in den Gewölben der Bank von Spanien eingelagerten Goldes von Madrid in den Hafen von Cartagena an. Es waren "siebentausendachthundert Kisten voller Gold, geprägt und in Barren, Gold, das die meisten Reserven der Bank von Spanien ausmachte", sagte Indalecio Prieto, der später behauptete, erst im Nachhinein von der Aktion erfahren zuhaben. Ein Viertel des Goldschatzes wurde nachr nach Paris geschafft.

Laut Largo Caballero wurde der Präsident aufgrund seines "emotionalen Zustands" und der "Diskretion der Operation" erst viel später informiert:

"War es denn gut, über diese Aktion viele Leute zu informieren? Nein. Eine Indiskretion wäre der Anstoß eines internationalen Skandals [...] Es wurde entschieden, dass der Präsident der Republik, der damals in einem beklagenswerten geistigen Zustand war, es nicht erfuhr, daher wusste nur der Präsident des Ministerrates [das bedeutet bei dem Schlitzohr: er selbst], der Finanzminister [Negrín] und der Minister für Marine und Luftfahrt [Indalecio Prieto]. Aber die ersten beiden waren die einzigen, die mit der Regierung won Russland verhandelten [übersetzt aus Sozi-Sprech: er selbst]."

 

Durchführung des Bankraubes


Sobald die Gauner sich der Schlüssel bemächtigten, wurden die Kisten und Kammern, in denen die Reserven bewacht waren, geöffnet, und einige Tage lang entnahmen Regierungsagenten das gesamte dort deponierte Gold. Das Edelmetall wurde in Holzkisten verpackt, die normalerweise für den Transport von Munition verwendet wurden und die nicht nummeriert waren, oder zumindest irgend eine schriftliche Quittierung des Empfanges beigefügt hatten. Es war nicht mehr oder weniger als ein Bankraub, begangen von Sozis für Stalin, der einst selbst als Bankräuber in Russland seine Karriere beging. Den nützlichen Idioten wird das freilich als Umverteilung erklärt, damit sie mitmachen. Doch für Menschen mit gesundem Rechtsverstand ist die Sache eindeutig, der Sozi im Dienste des Kremls, hat zur Aufgabe andere Länder zu plündern und das Geld nach Moskau zu schaffen. 

Noch nie hat irgendein roter Diktator sich von seinem Besitz für die Armen getrennt, genommen wird immer anderen und genau das nennt sich Plündern. Und ist absolut mit dem zu vergleichen, was die gesamte 5. Kolonne der Gazprom-Huren und durch alle Parteien hindurch gegenwärtigen in Deutschland abziehen.

Die Kisten wurden in Lastwagen zum Bahnhof Mediodía und von dort nach Cartagena transportiert, wo sie in den Magazinen des Marinestützpunktes La Algameca deponiert wurden. Der Transfer mit der Bahn nach Cartagena wurde von der "Motorisierten Brigade" der PSOE überwacht, eine Truppe, die für ihren Kadavergehorsam bekannt war.

Die Aktion geschah weniger als 24 Stunden nach der Übergabe des Dekretes und zeigt, dass es sich hier keineswegs um eine Notregelung handelte, sondern einem geplanten Bankraub, der durch eine Notsituation nur verschleiert wurde.

Leiter der Operation


Geleitet wurde die Aktion vom Generaldirektor des Schatzamtes, Francisco Méndez Aspe, der später von Negrin dafür zum Finanzminister ernannt wurde. Immer dann, wenn man sieht das Gauner eine politische Karriere machen, dann deutet dies auf das Wirken der 5. Kolonne hin, das kommt durch diese Mafiaidentität der Kremlstrukturen zustande und dem gestörten Rechtsverständnis der Roten. Ebenfalls etwas das bis heute so praktiziert wird.

Méndez hatte dabei die Unterstützung des Hauptmanns Julio López Masegosa. Wie gesagt wurde der Raub der Sozi durch eine Delegation der Bankangestellten aus dem Kozi Tarnunternehmen der Madrider Gewerkschaft unterstützt. Der Präsident der Gewerkschaft war Amaro del Rosal, der anschließend zum Leiter der Allgemeine Kasse zur Reparatur von Kriegsschäden und Verfolgung (Caja General de Reparaciones de Daños y Perjuicios de la Guerra) ernannt wurde. Man lasse den irreführenden Namen außer acht, es handelte sich dabei, um ein Instrument der PSOE mit der sie Enteignungen vornahmen, die zur regelrechten Plünderung der Allgemeinheit ausarteten und in den Taschen der Sozi-Mafia landeten. Dies wurde freilich getarnt, in dem man den Enteigneten vorwarf, die Nationalisten zu unterstützen. Sollten Sie da nun erschreckt zusammenfahren und gewisse Parallelen zur Gegenwart vermuten, dann sei Ihnen versichert, dass das Vorgehen der Roten immer gleich ist, sie verändern nur immer die Namen.

Aussagen von Zeugen


Die Berater des sich selbst tötenden Bankleiters, Martínez Fresneda und Álvarez Guerra, traten von ihren Ämtern zurück und machten den Bankraub der Sozis publik:


"... am 14. September 1936 drangen Truppen der Carabineros und Milizen in die Bank ein, die vom Finanzministerium im Einvernehmen mit den Komitees und insbesondere mit jener Gewerkschaft, die in derselben Bank von Spanien arbeiteten, geschickt wurden. Die beschlagnahmende Operation leitete der spätere Generaldirektor des Finanzministeriums, Francisco Méndez Aspe, zusammen mit Mitarbeitern der Bank ... Platzierte das Gold in Holzkisten, diese wurde mit dem LKW zum Bahnhof Mediodía transportiert, und von dort nach Cartagena ..."
"... holten die Metallreserven der Bank von Spanien. Sie gingen  systematisch vor, bei der Beschlagnahme von Geld, Devisen, Wertpapiere und Eigentumseffekte von Personen, die auf Kaution und in Paketen versiegelt in der Privatbank verwahrt wurden. Dafür wurden einstweilige Verfügungen erlassen, wie die Dekrete vom 3., 10. und 16. Oktober 1936 [...] in der Nacht des 13. September präsentierte sich bei der Bank von Spanien, mit dem damaligen Generaldirektor des Finanzministeriums, Francisco Méndez Aspe, eine Person mit dem Titel Hauptmann der Carabineros, Julio López Masegosa, der eine Person von Negríns Vertrauen war und als Assistent des Sekretärs des Finanzministeriums agierte [...] Als der Chef der Miet- und Kautionskassen in dieser Bank benachrichtigt worden war, wurde ihm mitgeteilt, dass der Finanzminister die Öffnung der Kisten angeordnet habe, die dringend ausgeführt werden mussten."
"Das gleiche Glück hatten die Kisten der Kautionen und Einlagen der Privatbank. Ebenfalls im September 1936 autorisierte Méndez Aspe im Einvernehmen mit der Roten Regierung den Kommandanten der Carabineros, Federico Angulo, den Inhalt der Sicherheitskisten und Depots nach Valencia zu bringen. Zu den schüchternen Einwänden einiger technischer Elemente der Bank, die behaupteten, dass es notwendig sei, Kunden zu haben, antwortete der marxistische Agent auf bedrohliche Weise, dass er keine Verzögerungen akzeptieren wollte. Carabineros-Kräfte dringen in die Räumlichkeiten der Privatbank ein, verletzen Kisten und Depots und griffen den Inhalt an ".

"... Am 25. Oktober 1936 erschien Francisco Méndez Aspe in Cartagena und bestellte für Negrín, in der Nacht siebentausendachthundert Kisten Gold mit einem Gewicht von ungefähr 75 Kilo (510 Tonnen), die lautlos aus den Magazinen herausgeholt wurden unter Aufsicht von Vertrauenspersonen wie José Velasco und Arturo Candela (die bei der Ankunft in der Sowjetunion verhaftet wurden), wurden in Lastwagen transportiert und auf die Schiffe Kine, Neve und Volgoles verladen, die in Richtung Odessa segelten, ..."

Also ein klassischer Bankraub, in großen Stil, durch die Sozis und Kozis, mit der Tarnung der Gefahr durch die Nazis (Legion Condor wollte Cartagena bombardieren). Und das war auch der Grund warum Stalin sich in Spanien involvierte, schauen was sich abgreifen lässt. Es handelte sich um 72,6 % der kompletten Goldreserven Spaniens.

Kurz nach dem Goldraub verfuhren dieselben Beamten genauso mit dem Silber der Bank von Spanien. Und zwischen Juni 1938 und Juli 1939 verscherbelten sie es an die Regierungen von USA und Frankreich. Es waren ja Beamte auf Ministerebene, alles schien zunächst legal. Frankreich beschlagnahmte einen Teil des Geldes.

Am 3. Oktober erließ die Sozi-Regierung auch ein Dekret, das alle Spanier zur Auslieferung ihres privaten Goldes verpflichtete. (Was dann in den Sozis Taschen selbst verschwand.)

Alexander Orlow 


Alexander Orlow
Am 20. Oktober 1936 wurde der Major des KGB Vorläufer, NKWD, Alexander Orlow, von Stalin persönlich via Telegramm beauftragt, die Überführung des spanischen Goldschatzes zu organisieren. Er wurde aufgefordert, sich mit dem Sozi-Finanzminister Negrin abzusprechen, wie dies zu bewerkstelligen sei. 

Stalin schreibt:


"Diese Operation muss in absoluter Geheimhaltung durchgeführt werden. Wenn die Spanier eine Quittung für die Sendung benötigen, lehnen Sie ab. Ich wiederhole, ich lehne es ab, irgendetwas zu unterschreiben und sage, dass die Staatsbank eine offizielle Quittung in Moskau vorbereiten wird."

Er war eigentlich in Spanien, um dort für Stalin gewisse Säuberungen vorzunehmen. So exekutierte er viele Kozis der katalanischen POUM (Arbeiterpartei der Marxistischen Einheit), weil diese zu Leo Trotzki hielten. Seine weiteren Aufgaben beinhalteten aber natürlich das Ermorden von Anarchisten, Repräsentanten der katholischen Kirche und selbstverständlich Francos Leute.  

(siehe dazu: Costello J, Tsarev O (1993). Deadly Illusions: The KGB Orlov Dossier. Crown. ISBN 0-517-58850-1.)


Der Abtransport des Goldes


Alexander Orlow antwortete umgehend, er werde die Operation, mit den gerade in Spanien eingetroffenen sowjetischen Tankern durchführen. Diese Tanker wurden vom Kommunisten Valentin Lasarte, Alias der Milizsoldat geführt. Später erklärte dieser Folgendes: 

"Ich möchte betonen, dass die spanische Regierung zu dieser Zeit die Situation nicht vollständig kontrolliert hat. Ich sagte offen zu Finanzminister Negrin, dass, wenn jemand davon erfuhr, wenn die Anarchisten meine Männer abfangen, Russen, mit Lkw-Ladungen mit spanischen Gold, sie würden sie töten und es würde ein enormer politischer Skandal um die Welt gehen, man könnte sogar eine innere Revolution provozieren. Deshalb fragte ich ihn, ob die spanische Regierung auf Anmeldeinformationen unter einem fiktiven Namen als Vertreter der Bank of England oder die Bank of America gehen könnte, denn dann könnte man sagen, dass Gold wurde aus Sicherheitsgründen nach Amerika transportiert. Negrin hatte keine Einwände. Er hielt es für eine gute Idee. Ich spreche relativ gut Englisch und konnte als Ausländer durchgehen. Deshalb erweiterte er die Referenzen eines Mannes namens Blackstone und ich wurde der Vertreter der Bank of America."

Ein bis zur Gegenwart gebräuchliches Mittel der Kommunisten, die eigenen Verbrechen dem ideologischen Gegner anzulasten.


Nach Odessa


Mit dem Goldvorrat an einem sicheren Ort, Hunderte von Kilometern von der Front entfernt, schien das Mandat des Dekrets vom 13. September erfüllt zu sein. Die Bürger, die sich des Goldtransfers bewusst waren, beschrieben die Tatsache der "Plünderung" und protestierten international. Viñas glaubte, dass sein endgültiges Ziel noch nicht entschieden wurde: 

"Tatsächlich wurde unmittelbar nach der Ankunft in Cartagena beschlossen, die Menge der nach Frankreich versandten Sendungen zu erhöhen."  
Doch am 15. Oktober erteilten die Sozis Negrín und Largo Caballero den Befehl, das Gold von Cartagena nach Russland zu bringen.

Orlow zufolge: 
"Eine sowjetische Panzerbrigade war zwei Wochen zuvor in Cartagena gelandet und war jetzt in Archena, 40 Meilen entfernt, stationiert. Es wurde von Oberst S. Krowoshein befohlen, den die Spanier als Méle kannten. Krovoshein stellte mir zwanzig Militärlastwagen und so viele seiner besten Tankwagen zur Verfügung (...). Die sechzig spanischen Seeleute waren mit einer Stunde oder zwei im Voraus in das Pulverfass geschickt worden. (...) Am 22. Oktober, in der Abenddämmerung, folgte ich von einer Karawane von Lastwagen zum Munitionslager (...) Méndez Aspes Gesundheit war etwas sehr Ernstes. Er war ein sehr nervöser Mann. Er sagte uns, dass wir die Ladung unterbrechen sollten oder wir [wegen einer deutschen Bombardierung] umkommen würden. Ich antwortete, dass wir es nicht tun könnten, weil die Deutschen weiterhin den Hafen bombardieren würden und das Schiff sinken würde, also mussten wir weitermachen. Dann floh er und hinterließ einen Assistenten, einen sehr netten Spanier, der für das Zählen der Goldkästen zuständig war."
Es nahm drei Nächte in Anspruch, das Gold zu verladen und am 25. Oktober waren es dann 4 Schiffe, die sich auf den Weg nach Odessa machten. Das vierte, die Kursk kam aber aufgrund technischer Probleme erst nach den drei anderen an. 


Ankunft in der Sowjetunion


Diese Expedition wurde begleitet von vier Vertrauenspersonen der spanischen Bank: Arturo Candela, Abelardo Padín, José González und José María Velasco. Es sollte auch bemerkt werden, dass Orlow 7.900 und Méndez Aspe 7.800 Kästen überprüft hatte; der endgültige Beleg war lediglich für 7.800, und es ist nicht bekannt, ob es ein Fehler war oder 100 Goldkisten verschwanden.

Bei der Ankunft in Odessa wurde das ganze Gebiet vom 173 Regiment des Geheimdienstes hermetisch abgeriegelt.


Kritik von Largo Caballero ans Management von Negrín:
"Wie viel Gold wurde Russland gegeben? Es wird nie bekannt sein, weil Herr Negrín sich systematisch geweigert hat, über seine Verwaltung Rechenschaft abzulegen. Später erfuhr man in Berichten der Bank von Spanien vom 30. April 1938, daß die Bank 1.592.851.906 Millionen in Gold und 307.630.000 in Silber in Verwahrung gebracht hatte. Abgesehen davon beschlagnahmte das Finanzministerium alles, was in Sicherheitsschachteln offizieller und privater Banken existiert, deren Wert wahrscheinlich auf viele Millionen ansteigt. All das und die Juwelen, die im Nationalpalast, in reservierten Räumen und in denen vieler Individuen existierten, wurden es für Waffen ausgegeben? Als der Krieg endete, wieviel Gold blieb in Russland übrig? Haben Sie es mit der Regierung namens Negrín liquidiert? Dies kann niemandem außer ihm bekannt sein, weil (...) er sich immer geweigert hat, über die wirtschaftliche Situation Rechenschaft abzulegen. (...) Herr Negrín hat sich systematisch immer geweigert, Rechenschaft über sein Management abzulegen, (...) tatsächlich ist der Staat eine schwarze Kasse geworden. Liegt es daran und an anderen Dingen, dass Negrin es ablehnt, irgendjemanden über die wirtschaftliche Situation zu informieren? Das unglückliche Land, das von denen beherrscht wird, die alle Skrupel (...) vor einer unsensiblen und kriminellen Politik verloren haben, hat das spanische Volk zur größten Katastrophe geführt, die in der Geschichte Spaniens bekannt ist. Der ganze Hass und der Wunsch, den Verantwortlichen für eine so große Niederlage eine vorbildliche Strafe aufzuerlegen, werden wenig sein."

Francisco Largo Caballero, März 1939


Die Ziel des Goldes von der Bank von Spanien

 

Vier Mitarbeiter der Bank stiegen an Bord. Ihnen wurde noch immer nicht gesagt, wohin das Gold gebracht wird. Sie waren im Glauben gelassen worden, die Reise ginge nach Frankreich und das sie Port Vendres, Sete oder Marseille anlaufen, doch dann der Schock es gehe nach Odessa. Ihr Irrglaube basierte auf der Vermutung, dass es ähnlich verlaufen werde, wie die frühere Goldüberführung am 26. Juli nach Paris (was erst im März 1937 realisiert wurde), doch davon hatten die Nationalisten Nachricht erhalten und versuchten die französische Regierung zur Beschlagnahmung zu bewegen, was diese auch mit einem Teil des Goldes tat. Der Rest wanderte in die Taschen der Genossen der französischen KP.

Am 5. November gelangten die Bankangestellten mit dem spanischen Gold nach Moskau. Stalin hatte am Abend zuvor ein Banquett im Kreml gegeben, um die Ankunft des spanischen Goldes zu feiern. Die kommunistischen Funktionäre der Grosbank (die sowjetische Staatsbank) beobachteten und untersuchten minutenlang jedes Stück und wogen es und wiegten es gegen. Die Spanier genervt von diesem Gezeter befürchteten, die Sowjets werden Monate zum zählen benötigen. Doch die Sowjets machten dies mit Absicht, als Hinhaltetaktik. Die Angehörigen begannen in Spanien unruhig zu werden, sie wussten nichts über den Verbleib der vier Bankangestellten. Als nette Geste boten die Sowjets nun an, die Familienangehörigen auf ihre Kosten ebenfalls in die Sowjetunion zu bringen, damit sie nicht solange getrennt seien. Und so geschah es.

Stalin legt die Maske ab


Es kam der Tag, an dem die Grosbank endlich ihre Überprüfung beendete. Die Spanier glaubten nun ihre Mission beendet und sie können nach Hause zurück. Doch der spanische Botschafter, Don Marcelino Pascua, verweigerte ihnen die Heimreise. Stattdessen wurden sie de facto zu Gefangenen der Kremlregierung, einschließlich die angereisten Familienangehörigen. Erst nach zwei Jahren bemühte sich der Geschäftsführer der spanischen Bank,
Manuel Martínez Pedroso, diese Art von Arrest zu brechen. Doch die Kozis erlaubten ihnen nicht, das Land zu verlassen. Man wollte ihnen nicht erlauben den Verbleib des spanischen Goldes bekannt zu geben. Die Knochen der Spanier tauchten in verschiedenen Teilen der Welt auf, Buenos Aires, Washington, Stockholm und Mexiko Stadt.

Gleichzeitig ließ Stalin die involvierten Bankiers der Grosbank beseitigen, Finanzminister Grinko, Marguliz, Kommissar der Grosbank, sein Stellvertreter Cagan der Vertreter des Finanzministeriums in der genannten Kreditanstalt, Ivanoski; der neue Leiter der Grosbank, Martinson. Die meisten verschwanden im Gulag, Grinko wurde erschossen. So wollte Stalin das Geheimnis seines Bankraubes wahren. Gleichzeitig berichteten sowjetische Medien vom Anwachsen der Goldreserven, was der besseren Ausbeutung der nationalen Lagerstätten zugerechnet wurde. Eine perfekte Tarnung, die Geschichte schien plausibel. 

Martín Almagro Gorbea bezifferte 2010 den Wert des von den Sowjets geraubten Goldes, nach heutigem Verständnis, auf 12,2 Milliarden Euro. Es könnten aber bis 20 Milliarden sein. 

Gerüchte kommen auf


Am 15. Januar 1937 veröffentlichten die katalanischen Anarchisten, in ihrer Zeitung Solidaridad Obrera, einen Artikel über die Auslieferung des spanischen Goldes durch die Sozis an Moskau. Am 20. Januar publizierte die Regierungsagentur Cosmos eine Gegendarstellung, in der behauptet wurde, das Gold befinde sich immer noch in Spanien. 

(siehe dazu: Olaya Morales, Francisco (2004a). El expolio de la República. De Negrín al Partido Socialista, con escala en Moscú: el robo del oro español y los bienes particulares. Barcelona: Belacqua. ISBN 84-95894-83-1.) 

Der Streit zwischen den Sozis und den Anarchisten spitzte sich zu und führte zu den Ausschreitungen der Barcelona Mai Tagen, bei der Sozis und Anarchisten über sich herfielen und dies dann von der katalanischen Bourgeoisie und den Nationalisten zu ihrem Vorteil genutzt wurde.


Der Vertrag


Die Sowjets beendeten die Inventur am 5. Februar 1937. Es unterschrieben der spanischen Botschafter der Sozis und die verantwortlichen Kozis, Finanzkommissar G. F. Grinko, dessen Adjutant für ausländische Angelegenheiten N. N. Krestinsky, das Dokument der Goldübergabe, abgefasst auf Russisch und Französisch. Orlow wurde in diesem Monat zum Chef des NKVD in Spanien befördert.
vgl. dazu: Francisco Olaya Morales, (2004a). El expolio de la República. De Negrín al Partido Socialista, con escala en Moscú: el robo del oro español y los bienes particulares. Barcelona, Belacqua. ISBN 84-95894-83-1.
und: Ángel VIÑAS,  (1976). El oro español en la Guerra Civil. Madrid, Instituto de Estudios Fiscales. ISBN 84-7196-009-5.
Paragraf 2, Abschnitt 4 dieses Dokuments legte fest, dass es der spanischen Regierung freigestellt war, ihr Gold zurückzuholen oder zu entsorgen, und der letzte Punkt enthielt eine Klausel, nach der die Sowjets jegliche Haftung für die von den spanischen Repräsentanten verwendete Kaution ablehnten. In dieser Klausel heißt es: 
"Für den Fall, dass die Regierung der Republik die Ausfuhr des von der UdSSR eingezahlten Goldes oder, falls es auf andere Weise entsorgt wurde, die im vorliegenden Gesetz vom Volkskommissariat für Finanzmittel werden automatisch ganz oder teilweise gemäß den Bestimmungen der Regierung der spanischen Republik gekürzt." 
Dies bedeutet, dass es sich um eine Lagerstätte handelte, die die spanische Republik frei nutzte, zum zurückholen oder verkaufen des Goldes, wobei die sowjetischen Behörden keine Verantwortung für das Schicksal dieses Goldes übernahmen, welches sie einlagerten. Es sei darauf hingewiesen, dass die UdSSR dem spanischen republikanischen Staat und nicht der Bank von Spanien, eine Privatbank der das Gold geraubt wurde, als Eigentum zusprachen. Das heißt, die Sozi Regierung Spaniens klassifiziert sich hier als der eigentliche Räuber. Das Dokument ist einzusehen im historischen Archiv der Bank von Spanien. 

Wer hatte den Plan?


Doch diese Urheberschaft wirklich den spanischen Sozis zuzuschreiben ist unklar. Laut dem britischen Militärhistoriker Antony Beevor folgte Nerín lediglich den Anweisungen des sowjetischen Agenten Arthur Stashevski. 

(siehe dazu: Beevor, Antony (2005). La guerra civil española. Barcelona: Crítica. ISBN 978-84-8432-665-6.)

Gabriel Jackson and Víctor Alba starteten hingegen, in ihrem Buch Juan Negrín den Versuch, die Sowjetunion von allen Vorwürfen rein zu waschen und übertrugen alle Schuld Negrín selbst, der angeblich habe den sowjetischen  Botschafter sogar überreden müssen. Dessen Freund Mariano Ansó hingegen bestreitet dies. Er beschreibt Negrín als Bückling, Untertan und Lakai des PSOE Politikers  Luis Araquistáin, der seinerzeit als der Arm Stalins in Spanien galt. Martín Aceña nennt Stashevski als die graue Eminenz des Goldraubes. 

(siehe dazu: Martín Aceña, Pablo (2001). El Oro de Moscú y el Oro de Berlín. Madrid: Taurus. ISBN 84-306-0448-0.)  

Motivation Stalins


Walter Krivitsky, ein General der Roten Armee, der das Bündnis zwischen Hitler und Stalin noch vor dem offiziellen Pakt an westliche Geheimdienste verriet, machte klar, dass es Stalin bei seiner Beteiligung am Krieg in Spanien in erster Linie um die Chance zur Plünderung des Landes ginge.

Während Adolf Hitler später bedauerte, Franco unterstützt zu haben, statt der Rotspanier, so erzählt Krivitsky, dass Stalin eigentlich mit den Frankisten liebäugelte, weil er glaubte, mithilfe der Sowjetunion aus Spanien eine Potenz zu machen, die das British Empire bedrohe. Doch waren es nun einmal die Sozis gewesen, die in der Gewalt über das Gold hatten.

Stalin ließ nun das spanische Gold wegschließen und sagte dazu, nach Aussage von Orlow (Antony Beevor,  The Spanish Civil War. S. 124. ISBN 0-911745-11-4):

"Die Spanier werden ihr Gold nie wieder sehen, so wie man seine eigenen Ohren nicht sehen kann."

Der sowjetische Betrug


Umgehend nach der Ankunft des Goldes übersendete
Stashevski der Regierung in Madrid eine Rechnung von 51 Millionen Dollar, für eine Waffenlieferung, die zuvor als Geschenk entrichtet worden war. 

Oder um es mit den Worten von María Ángeles Pons zu sagen:
"Die Republikaner erhielten nichts von ihren russischen Freunden."
Nach Gerald Howson lieferten die Sowjets zwar Material an die spanische Regierung, allerdings zu überzogenen Preisen.


Beseitigung der Mitwisser


In den folgenden Monaten erlitten die involvierten Personen ein dramatisches Ende. Stashevski wurde 1937 vom NKVD erschossen. Auch der spanische Botschafter wurde beseitigt. Der sowjetische Außenminister Rosenberg wurde Opfer von Stalins jüdischer Säuberung 1938. Orlow, der für die Tat den Leninorden erhielt, nun aber das gleiche Schicksal erwartete, bat um Asyl in den USA. Seine Memoiren Die Verbrechen Stalins ließ er erst nach dessen Tod publizieren, weil seine Angst vor dem Diktator zu groß war. Grinko, Krestinsky, Margoulis y Kagan wurden am 15. März 1938 erschossen oder verschwanden mit unbekannten Schicksal. 

Den spanischen Geiseln wurden Oktober 1938 erlaubt, an verschiedene Orte der Welt auszureisen, wenn sie nie wieder nach Spanien zurückkehren würden. 

Der Rest des spanischen Goldes


Das restliche in Spanien verbliebende Gold (193 Tonnen) der Reserven, war von den Sozis der PSOE nach Paris und in die Obhut der dortigen kommunistischen Partei gegeben, die es verprassten. Hinzu kommen Sachwerte wie 12 spanische Schiffe, die die spanischen Sozis den französischen Kozis gaben um ihre sozialistischen Anhänger nach Chile zu evakuieren. Doch die Kozis machten etwas sehr erstaunliches und zogen eine Asylindustrie auf und verlangten als Schlepper horrende Preise von den Asylanten. Die Schiffe gaben sie Spanien nie wieder und bezeichneten sie als ihr Eigentum. 

Negrín verschleierte den Raub, in dem er 19 Kaufaufträge ausstellte um angeblich Material für den Krieg zu kaufen. Praktischerweise gingen alle Aufträge an die sowjetische Rüstung, auf diese Weise deckte einer den anderen. Doch die gekauften Waffen und Utensilien kamen nie in Spanien an.

Aufstieg des Faschismus


Der Aufstieg des Faschismus in Europa, war begleitet, von einem Machtgewinn der Sowjetunion und dies rührt nicht von deren Opposition her. Totalitäre Systeme werden untereinander erstaunlich schnell einig. Immer da, wo der Kreml sich involvierte, und er tat es eben in der Weimarer Republik besonders gern, sorgte er stets dafür, dass seine Leute in wichtige Positionen und Ämter gelangten (Ämter Patronage). José Giral verwies darauf, dass die Sowjetunion, selbst wenn die Zahlungen für Waffen und Waffen erfüllt worden wären, keine Lieferungen geschickt hätten, wenn die Regierung der Republik "nicht bereit gewesen wäre, wichtige Kommunisten zu Polizei- und Militärposten zu ernennen"

[vgl. Olaya Morales, Francisco (2004a). El expolio de la República. De Negrín al Partido Socialista, con escala en Moscú: el robo del oro español y los bienes particulares. Barcelona: Belacqua. ISBN 84-95894-83-1]

Spanische Finanzkrise 1937


Wenn es tatsächlich stimmen würde, wie die Freunde der Sowjetunion behaupten, dass mit dem spanischen Gold Waffen und Material in Europa gekauft worden wäre, so gibt es merkwürdigerweise keinerlei Hinweise auf Transaktionen der Grosbank diesbezüglich mit der europäische Handelskammer Nord in Paris, Dokumente mit diesem Bezug wurden weder bei Sowjets noch Spaniern gefunden. 

Wäre das Gold in Moskau sicher gewesen, wäre es nicht noch 1937 zu einer Finanzkrise in Spanien gekommen, während der Rubel an Wert gewann. 

Da die Regierung der Republik keine Goldreserve zur Verfügung hatte, um die republikanischen Banknoten zu sichern, und bereits unter erheblicher Abwertung litt, begann sie, immer mehr Banknoten ohne Rückendeckung in Gold oder Silber auszugeben, wodurch mehr Papiergeld insgesamt in Umlauf kam und eine Inflation angeheizt wurde.

Der Krieg verschlechtert natürlich im Allgemeinen die wirtschaftliche Lage (außer Rüstung natürlich), doch während der Preisanstieg in den Gebieten der Nationalisten immerhin 40 % erreichte, war die Teuerungsrate im Soziterritorium 1500%. Metallmünzen wurden immer seltener, dann wurde die Papiergeldproduktion durch Pappkreise ersetzt, was schon recht bizarre ist. 

1937 wurde in Europa allgemein davon ausgegangen, dass Franco den Krieg in Spanien gewinnen wird. Und auch im Kreml war man darüber keineswegs besorgt und glaubte, sich mit Franco schon arrangieren zu können, tatsächlich sabotierten die Sowjets nun die Sozialisten immer öfter in Spanien, um deren Zusammenbruch zu beschleunigen. 

Die Nationalisten beschuldigten die PSOE, den Wirtschaftskollaps selbst zu provozieren. Tatsächlich versuchten die den wirtschaftlichen Zusammenbruch auf den Druck des freien Marktes (der ominöse Systemfehler der Kozi-Kapitalismuskritik) zu schieben und beabsichtigten darauf mit Enteignungen zu reagieren. Ein Bericht von José Díaz Ramos aus dem März 1937 zeigte, dass hinter diesem Plan die kommunistische Partei stand. Und alle KPs Europas wurden stramm von Moskau aus geführt. 


"Alle unsere Energien müssen mit aller Härte gegen die wahren Feinde gerichtet sein, gegen die großen Industriellen, gegen die großen Geschäftsleute, gegen die Piraten des Bankwesens, die natürlich in unserem Gebiet schon größtenteils gewesen sind liquidiert, aber es bleiben noch einige, die schnell liquidiert werden müssen, weil diese die wahren Feinde sind und nicht die kleinen Industriellen und Geschäftsleute."
Als der Ex-Finanzminister der Monarchie, aber in der internationalen Finanzwelt immer noch einflussreiche Francesc Cambó, bekannt gab, dass die sozialistische Regierung sich zu einer kommunistischen Diktatur entwickle, verlor Madrid jede internationale Unterstützung.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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