Freitag, 30. März 2018

Kreml fühlt sich von Japan bedroht

Sergei Lavrov, russischer Außenminister

"Bei allem Respekt für das Recht Japans, die Art und Weise zu wählen, wie es sein Territorium schützt, gehen wir von der Prämisse aus, dass jedes Handeln eines Landes auf der Regel der Unteilbarkeit der Sicherheit beruhen sollte. Niemand muss seine Sicherheit gewährleisten, indem er die Sicherheit anderer verletzt."
Sergei Lawrow, 21. März 2018

Anlass zur Besorgnis des Kremls ist, dass Japan, dass seit 2013 einen mobilen Raketenabwehrschild aufbaut, um seine Großstädte zu schützen, zusätzlich ein zweites Abwehrsystem bis 2023 installieren will. Es handelt sich dabei um das vom US-Militär entwickelte Aegis Ashore. Welches in zwei Ausführungen existiert, einmal auf Schiffen und eines für den Einsatz auf Land. Japan besitzt die Schiffsversion schon seit vielen Jahren, ohne das Russland dies reklamiert hätte.

Auf seiner Pressekonferenz am 21. März in Tokio sprach der russische Außenminister Lawrow, Japan zwar das Recht auf Verteidigung zu, schränkte dieses jedoch umgehend ein, indem er behauptete, dass Japans Verteidigung Russland bedrohen würde. Er warf Japan vor, Elemente des globalen Raketenabwehrsystems der USA aktiv einzusetzen. 

Für den jüngeren Leser sei erklärt, dass dieser globale Raketenabwehrschirm der USA einer Idee von US-Präsident Ronald Reagan entstammte. Aufgrund der Täuschung durch die Perestroika gelang es der Kremlführung spätere US-Präsidenten von der Umsetzung abzubringen. Der aktuelle Bedarf dieses Abwerhschirmes zeigt, wie vorausschauend die Reagan-Administration gewesen war.

Japan beabsichtigt, das Aegis Ashore-System einzusetzen, um sich vor Angriffen Nordkoreas zu schützen, die bereits Raketen nahe der japanischen Küste niedergehen ließen und drohten Atomwaffen gegen Japan einzusetzen. Dies war die Reaktion der kommunistischen Diktatur, auf eine simple und verbale Kritik aus Tokio, über einen damaligen Atomtest der Kommunisten.




Wladimir Putin besaß daraufhin die Frechheit, den Westen vor Provokationen gegen Nordkorea zu warnen:


Und das Beste, er sagte:


Nur durch Dialog könne "ein Konflikt großen Ausmaßes" in der Region vermieden werden.

Das heißt, Japan hatte einen Dialog eröffnet, worauf Nordkorea mit Raketen antwortete und mit der Anwendung von Atomwaffen provozierte.

Wladimir Putin beschuldigt jedoch den Westen, bzw. Japan, Nordkorea militärisch zu provozieren? Ob das eine Nebenwirkung von Botox ist? Na ja, soweit jedenfalls die Vorgeschichte.

Nun fühlt sich Russland selbst bedroht, weil Japan 2 Milliarden Dollar in ein zusätzliches Abwehrsystem investieren möchte.

Russische Regierungssprecher behaupten, das System sei offensiv und untergrabe Russlands nukleare Abschreckung. Na ja, ich weiß nicht wie Ihr das seht, aber ich für mein Teil denke, ein Raktenenabwehrsystem ist dafür konzipiert die nukleare Bedrohung durch den Feind zu untergraben. Was der Kreml jedoch offensiv an der Verteidigung betrachtet, kann nur dahin verstanden werden, dass vorrückenden russischen Truppen durch Japan ihr Vorteil durch den Einsatz der Raketen genommen wird. Genau das ist es dann, was der Kreml unter militärischen Provokationen durch Japan versteht, die besitzen doch tatsächlich die Frechheit sich verteidigen zu wollen.

Achtung nun kommt es! Der Kreml begründete seine Kritik, dass Japan zum Teil des globalen Abwehrschirmes der USA werde und Russland im Kriegsfall die Möglichkeit zum Angriff auf die USA nehme. Nanu, was denn los Wladimir? Was ist mit den Wunderwaffen passiert? Also die Wehrmacht hat davon immer als Durchhalteparole gebrauch gemacht, als der Krieg zu Ende ging, aber Radio Eriwan redet doch schon vorher von der Überlegenheit der russischen Waffen und das der US-Abwehrschirm nutzlos sei. Warum also die Aufregung?

Aegis Ashore kann ausschließlich zur taktische Verteidigung, niemals jedoch als Angriffswaffe genutzt werden, wie Russland behauptet. Als Reaktion auf Russlands Einwände gegen den Einsatz der US-amerikanischen Aegis-Ashore-Systeme in Osteuropa erklärte Brian McKeon, vom US-Verteidigungsministerium: 


"[Das Aegis Ashore-System] mag dem System auf einem Kreuzer sehr ähnlich sehen, aber es fehlen wesentliche Elemente für den Start einer Landangriffsrakete, einschließlich Software, Feuerkontrollhardware und zusätzlicher Hilfsausrüstung."



Laut dem US-amerikanischen Bureau of Arms Control ist das System "nur in der Lage, defensive Abfangraketen zu starten", da sich seine vertikale Startplattform von der maritimen Mark 41 VLS-Plattform unterscheidet, die auf seegestützten Aegis-Systemen installiert ist .

Michael Elleman, ein Senior Fellow für Raketenabwehr am Internationalen Institut für Strategische Studien (IISS), meinte dazu.


"Aegis Ashore in Japan (oder Europa) ist nicht in der Lage, russische oder chinesische strategische Raketen abzufangen. Es ist keine Bedrohung."

Darüber hinaus entwickelt Russland neue Atomwaffensysteme, die Putin am 1. März 2018 in seiner Rede vor dem Parlament vorstellte, um Russlands die Möglichkeit einer zweiten nuklearen Angriffswelle für den Krieg zu geben.

Dies wirft die Frage auf, warum Russland Einwände gegen den Einsatz erhebt, da es die japanischen Aegis-Systeme auf See akzeptiert, die Angriffswaffen einsetzen können. Experten zufolge ist Russland in der Tat mehr besorgt über die wachsende Wehrbereitschaft in Japan, Taiwan und Südkorea und die verbesserten operativen Fähigkeiten der USA zusammen mit ihren asiatischen Verbündeten.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!



1 Kommentar:

  1. Was haben Russen und Islamisten gemeinsam?

    Sie fühlen sich ständig durch die ganze Welt bedroht und sind dauerbeleidigt und wenn sie morden, oder andere Länder überfallen müssen, dann nur wegen der Selbstverteidigung.

    Die russischen Atomraketen an der polnischen Grenze sichern den Frieden.
    Die polnischen Abwehrraketen sind dagegen eine Bedrohung.

    Putin fühlt sich durch die polnischen "Patriots" so bedroht wie eins Genosse Hitler durch den Sender Gleiwitz.

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