Mittwoch, 14. März 2018

Deutsche verkennen Russlands wahre Ziele



Russland mag Europa nicht


"Deutsche verkennen Russlands wahre Ziele", betitelt der Chefkommentator von Die Welt, Jacques Schuster, seinen Artikel vom 10. März. Und beginnt, gleich mit der holen Phrase: „Russland mag Europa nicht“. So wahr der Titel auch ist, der Artikel selbst setzt sich mit oberflächlichem Geseier genauso fort, wie er begann.

Im Jahr 2001 war Schuster Ressortleiter für Außenpolitik bei Die Welt, Berliner Morgenpost und Welt am Sonntag. 1998 Redakteur von Die Welt. 1996 sogar politischer Berater des Berliner Oberbürgermeisters. 1991 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Zeitgeschichte und Internationale Beziehungen.

Man sollte meinen eine bessere politische Analyse erwarten zu können. Stattdessen erreicht er den Abyssal politischen Journalismus, mit einem Niveau, das sich an ein infantiles Publikum richtet. Nur Informationen werden nicht vermittelt, sodass zwangsläufig der Thälmann Pionier Journalismus eines Ken Jebsen den Wladimir Putin in ein besseres Licht stellen muss. Ein simpler pawlowscher Reflex. Was dazuführt, dass selbst politisch desinteressierte Deutsche flächendeckend die Meinung vertreten, gegen Russland wird nur Hetze betrieben. 


Der Schuldige wird uns von den Volkstribunen der Nationalbolschewisten verkündet. Wir hören es von Jürgen Elsässer genauso wie von Oskar Lafontaine und Bundestagsabgeordnete Sarah Wagenknecht, wenn sie nicht gerade zum Kommunismus aufruft, es sei USrael. Ein Kampfbegriff, der die alte Ostblockpropaganda wiedergibt. 

Gleichzeitig ist es selbige Presse, egal ob vonseiten der Medienkonglomerate von Bertelsmann, Burda etc. oder das Compact-Magazin, die im harmonischen Einklang ein Bild erwecken der Westen ziehe den Eisernen Vorhang gegen Russland wieder auf, ohne das eine Bedrohung vorlege. Überhaupt sei der Kalte Krieg aus dem Neid des Westens geführt worden, weil man dort das hohe Lebensniveau im real existierenden Sozialismus begehrte.

Betreutes Denken


Michel wird durch betreutes Denken der Nannymedien erzogen. Er entfernt sich von der westlichen Gemeinschaft und nähert sich Russland an. Wer vermittelt ihnen diese Weltsicht? Die deutschen Medien. Die Putinisten wachsen täglich in diesem Land, begünstigt durch inkompetente Politclowns, von denen sich Deutsche angewidert abwenden und eine Neuorientierung am Bären reitenden Wladimir Putin suchen.

Wenige Deutsche können strategisch denken, um so wichtiger eine qualifizierte Presse, die auf Vermittlung von Emotionen verzichtet, was auf praktizierte Manipulation hindeutet. Andere halten am Wohlfühl-Weltbild fest, was sich nach den ihnen umgebenden Menschen richtet und sich deren Meinung unterwirft, um nicht anzuecken. Da sind dann noch die Klugscheißer, die mit den KGB-Kampfbegriffen, Hoothen-Plan, zionistische Wall Street, USA besetztes Deutschland argumentieren. Nicht zu vergessen die Beratungsresistenten, die man 5 Minuten beschäftigen kann, indem man sie bis 10 zählen lässt. Deren komplettes Weltbild lässt sich übersichtlich an einer FDJ-Wandzeitung darstellen. Und da zeigt sich das Lenin recht hatte, als er die „nützlichen Idioten“ als die wertvollsten Verbündeten des Kremls bezeichnete.

Wladiwostok bis Lissabon


Vergessen Sie jedoch nicht, dass Eurasier der Wladiwostok bis Lissabon Fraktion in beiden angeblichen Polen des Meinungsspektrums vertreten sind und dies Russland mit einschließt. Wenn uns Jacques Schuster in seinem Artikel erklärt, Wladimir Putin hätte kein Interesse an der Europäischen Union, dann lässt sich das nur mit seiner Unwissenheit über das Thema erklären, vorsätzliche Täuschung oder darin, dass er zu Lenins wertvollsten Verbündeten in Europa gehört.

Alle Eurasier arbeiten mit deutschen Medien zusammen. Sei es die Internationalisten oder eben die völkische Linke, der Unterschied liegt nur in ihren Vorstellungen ihres sozialistischen Utopia. Doch das ist egal, weil beide falsch liegen. Am Ende läuft es auf venezolanische Zustände hinaus.

Wie aber sollten die Deutschen, die sich nahende Katastrophe erkennen, wenn Medien beider Meinungspole sich gegenseitig zuarbeiten? Ich kann mir nicht vorstellen, es liegt nur daran, dass es die Experten bei Die Welt nicht besser wissen, denn dann sollte man seine Fachkräfte austauschen.

Bereits der Beginn von Schusters Artikel „Russland mag Europa nicht“ scheint sich an eine Leserschaft mit Erstklässler Niveau zu richten. Abgesehen davon ist es völlig falsch. Der russische Dissident Wladimir Bukowski, ignoriert von deutschen Medien, hat ausführlich dargestellt und mit zahlreichen Unterlagen aus Moskauer Archiven belegt, dass der Aufbau der Europäischen Union von der Sowjetunion unterstützt wurde und man seine Agenten einschleuste. 


Vereinigte Staaten von Europa


Als Vereinigte Staaten von Europa wurde das Projekt bereits 1920 von der Sowjetunion propagiert und von Leo Trotzki öffentlich gefordert. Das Ziel war die Abschaffung der Nationalstaaten und Angliederung an die Sowjetunion. Was mit einem europäischen Zentralstaat viel einfacher zu erreichen ist, als in Verhandlungen mit vielen Staaten.

Sehen Sie sich die deutsche Wirtschaft an. Regelmäßig zitieren die Medien deren Vertreter, die beklagen, wie sehr sie unter den Russlandsanktionen leiden und dies der deutschen Wirtschaft schade. Russland hat das Bruttoinlandsprodukt von Spanien. Ist Deutschland von Spanien abhängig? Wäre es erstrebenswert, dass Deutschland sich nach der spanischen Leitwirtschaft ausrichtet oder eher umgekehrt? Genauso ist es mit Russland. Davon abgesehen sind von den Sanktionen, die ohnehin umgangen werden, in dem man die sanktionierten Produkte in die Türkei sendet und dort umlabelt nach Russland, Alltagsgegenstände gar nicht betroffen. Dieses Gejammer läuft auf eine üble Propagandashow hinaus.

Vereinigte Staaten von Europa


Statt auf die imperialen Interessen Russlands hinzuweisen, kippt Jacques Schuster Wasser auf die Mühlräder eurasischer Reichsbürger und gibt der NATO-Osterweiterung die Schuld. Den so oft erwähnten Vertrag, der die NATO-Osterweiterung verbietet, hat es nie gegeben. Abgesehen davon haben auch die Staaten Osteuropas ein Recht auf Souveränität. Absicht des Kremls war es zu Beginn der 1990er Jahre die Auflösung der NATO zu erreichen, wie es Die Linke/SED und Neurechte noch heute fordert.

Stattdessen wollte Moskau ein kollektives Sicherheitssystem der Europäer unter Einschluss Russlands erreichen, was den Forderungen des Lagers um Angela Merkel entspricht und von Gerhard Schröder initiiert wurde. Das Ziel Moskaus war dabei in erster Linie, die US-Amerikaner aus Europa zu vertreiben. Und das entspricht den Interessen der Reichsbürger. Insbesondere dann würde Europa unter die völlige militärische Kontrolle Russlands fallen. Ganz speziell wegen Verteidigungsministerinnen wie Ursula von der Leyen, die genauso wie Sigmar Gabriel, Christian Wulff und Gerhard Schröder der hannoveranischen Hilfsrussenseilschaft um Carsten Maschmeyer entsprang. Das zugrunde liegende Basiskonzept Moskaus geht bis zu Stalin zurück, wurde den aktuellen geopolitischen Entwicklungen angepasst.

Die Auflösung der NATO konnte Moskau nicht erreichen. Moskau ging dazu über einen Beitritt zur NATO zu bekommen. Das Ziel war es die Abwehr zu umgehen und die NATO von innen heraus zu zerstören. Wieder scheiterte dies an den USA. Weshalb man dazu überging, die europäischen Staaten zu entwaffnen, mit Verteidigungsministerinnen der transsexuelle Offiziere und Imame weitaus wichtiger sind als funktionierende Wehrbereitschaft. Und erst hier taucht die Mähre auf, es hätte ein Abkommen existiert, dass osteuropäische Staaten nicht der NATO beitreten dürfen.

Geopolitische Interessen in Europa


Es geht also nicht darum, wie Schuster uns glauben lassen will, dass jemand einen anderen mag oder nicht mag. Niemand interessiert sich für Hippieallüren, dass alle Menschen sich lieb haben. Es geht ausschließlich um geopolitische Interessen, die im russischen Panslawismus seinen Ursprung haben und von der Dominanz Russlands über romanische und germanische Völker sprechen. 


Panslawismus und Russifizierung waren die Mittel Moskaus zum Betreiben seines Imperialismus, seit den Anfängen der Sowjetunion. Auch gegenwärtig hat sich daran nichts geändert. Die Eurasier betreiben in deutschen Medien eine dialektische Strategie, um Europa unter den Einfluss des Kremls zu bringen und zur Herausbildung der neuen Sowjetunion von Wladiwostok bis Lissabon zu ermutigen.

Solange unsere Massenmedien den Zusammenhang zwischen der aktuellen russischen Politik und der sowjetischen Langzeitstrategie nicht erkennen wollen, werden die Deutschen Russlands wahre Ziele auch weiterhin nicht verstehen!


Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!



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