Freitag, 23. Februar 2018

Russische Söldner greifen US-Truppen an

Wladimir Putin (M) verlieh 2016 Militärorden an die höchsten Repräsentanten der
Warner Group. Links Prigoschin

Vor etwas mehr als einer Woche griffen russische Soldaten US-amerikanische in Syrien an. Die Medien schwiegen darüber meist. Eventuell haben die Nationalbolschewisten jedoch das Gejammer im Compact-Magazin mitbekommen. Das Pentagon bereitet sich auf einen Krieg gegen Russland und China vor. 

Als die Türkei die Kurden in Syrien angriff, welche von den USA unterstützt werden, beteiligte sich daran Russland als Waffenbruder von Erdocan. Allerdings auch reguläres Militär von Assad, als auch Iran.

Der Vorfall ereignete sich in der Nacht am 7./8. Februar bei Deir al-Zor. Während der Kreml lakonisch verlautbaren ließ, die daran beteiligten Russen seien durchweg Söldner gewesen. Musste man beim Lesen der New York Times über diesen Vorfall schon zwischen den Zeilen lesen. Da wurde gemeldet, dass die US-Streitkräfte einen Angriff mit Luftwaffe und Drohnen abwehrte und sich unter den Getöteten Dutzende von Russen befinden. Gleichzeit versicherte der Sprecher des Pentagons, dass es keine Chance gäbe, dass US-Truppen und russisches Militär direkt zusammenstoßen könnten.

Die Stellungsnahme des Kremls scheint den Vorfall als nicht mit der russischen Regierung involviert zu erklären. Das Problem ist, die in Syrien befindlichen russischen Söldner, werden alle von Wagner Group angeheuert. Diese Firma arbeitet ausschließlich für das russische Verteidigungsministerium, niemals für die syrische oder iranische Regierung.  

Und das Problem mit der amerikanischen Aussage ist, dass das Pentagon uns sagt, dass Dutzende von Russen nicht durch die Bomben getötet wurden, die es gerade fallen ließ, sondern durch jemand anderen ... oder vielleicht durch spontane Herzinfarkte oder eine katastrophale Reihe von Fahrzeugunfällen.

Erst am folgenden Tag berichteten darüber die Journalisten Henry Meyer und Stepan Kravchenko ( beide von Bloomberg News). Die beim Angriff verwundeten Russen wurden vom russischen Verteidigungsministerium in Militärkrankenhäuser in Moskau und St. Petersburg geflogen. Dies berichtete Eli Lake (Bloomberg News).

Einer der Chefs der Wagner Group ist Dmitry Utkin, der sehr eng mit Jewgeni Wiktorowitsch Prigoschin (alias: Koch des Kremls) verbunden ist, einem Protegé von Wladimir Putin. Er ist auch einer der 13 Russen, die gerade von FBI-Sondergesandten Robert Mueller wegen Manipulation ausländischer Politik im Dienst des Kremls angeklagt wurden. 

Die Wagner Group waren auch die Organisation der "grünen Männer" während der Krim-Besetzung 2014. 2016 verlieh Wladimir Putin persönlich Orden an die Repräsentanten der Wagner Group.

Verwunderlich die sorgfältige Ausdrucksweise von Verteidigungsminister James Mattis:


"Ich habe keine Ahnung, warum [die Russen] dort [Deir Ezzor] angreifen."

Berichtet das US-Verteidigungsministerium. Und weiter:


"Es war bekannt, dass die Streitkräfte da waren, natürlich wussten das die Russen. Wir haben immer gewusst, dass es Elemente in diesem sehr komplexen Kampfraum gibt, die die Russen nicht hatten. Ich würde es Kontrollübernahme nennen."

Dann behauptet er jedoch, der Kreml habe keinerlei Kontrolle über die Wagner Group. Was definitiv nicht stimmt. 

Eli Lake vermutet in Mattis Verhalten eine "noble Lüge", um die Öffentlichkeit nicht zu beunruhigen.

"Wenn Mattis das Offensichtliche anerkennt", so Lake, "dass der Kreml einen direkten Angriff auf eine von den USA unterstützte Basis durch nicht-uniformiertes Personal autorisierte - er riskiert eine Eskalationsspirale in Syrien. Es ist besser, die Verwirrung auszudrücken und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Chance zu geben, sich zurückzuziehen und die Schuld abzustreiten, die er trotz der schweren Niederlage seiner Söldner erlitt."

Bei dem Angriff hatten die US-Soldaten keine Verluste zu tragen, ein weiterer Punkt für Mattis die Sache unter den Tisch fallen zu lassen. Allerdings starben 200 Russen und würde dies von der US-Regierung allgemein publik gemacht werden, dann würde das dem installierten Heldenmythos einer dissozialen Persönlichkeit einen gewaltigen Sprung geben und eventuell außer Kontrolle geraten lassen. REUTERS berief sich sogar auf 300 getötete und verwundete Russen, wie man von 3 unterschiedlichen Quellen bestätigt bekam.

Und im Übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen