Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Montag, 11. Dezember 2017

Vorgeschichte des Russland - NATO Konfliktes


Entstehung des russischen Staates


Für sehr lange Zeit war Europa der Anschluss zur Zivilisation, die asiatische Wildnis blieb zunächst weitgehend unerschlossen.  Seit beginn als Staat kollidierte Russland mit Europa, wirtschaftlich, militärisch und geographisch. Dabei wurden die zwischen Russland und den jeweiligen Akteuren liegenden Pufferstaaten immer wieder als Ausgangspunkt von Rivalitäten genutzt. Der Fall Ukraine ist da nur klassisch zu nennen. Nach dem ersten Weltkrieg machte das aber auch das Deutsche Reich mit dem Baltikum, bezüglich seiner Ostpolitik.

Die Spaltung zwischen Russland und dem Westen begann, als das Königreich Kiewer Rus, der slawische Vorläufer des modernen russischen Staates, im neunten Jahrhundert in Osteuropa entstand. Mit einem Gebiet, das sich von der Ostsee bis zum Schwarzen Meer erstreckt, war Kievan Rus einer der größten Staaten des europäischen Mittelalters. Gegen Ende des 10. Jahrhunderts nahm das Königreich das orthodoxe Christentum als offizielle Religion an, was zu einer Kluft zwischen sich und seinen katholischen Nachbarn in Westeuropa führte und den Grundstein für zukünftige Konflikte zwischen Ost und West legte.

Einige Jahrhunderte später drangen die Mongolen in die Kiewer Rus ein und zerstörten sie, und das Machtzentrum des Staates verlagerte sich von Kiew nach Moskau. Die Stadt wurde zum Herzstück des Großfürstentums Muskovy, einer aufstrebenden orthodoxen und slawischen Macht, die im 14. und 15. Jahrhundert ihre Stärke und ihr Territorium aufbaute. In der Zwischenzeit wurde Kiew (und ein Großteil der heutigen Ukraine) Teil des katholischen Polens und Litauens, festigte eine dauerhafte Verbindung mit dem Westen und entfernte sich von Russland.


Aufstieg des russischen Staates


Das Großfürstentum Muskowy expandierte und verwandelte sich zunächst im 16. Jahrhundert in das russische Zarenreich und dann im frühen 18. Jahrhundert in das Russische Reich. Zwischen ihm und dem europäischen Festland gab es nur wenige geographische Grenzen, mit Ausnahme von weiten und leeren Ebenen. Und so erweiterte das Imperium seine Grenzen nach Westen und wetteiferte mit Polen, Schweden und Österreich um Gebiete in Ost- und Mitteleuropa. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war Russland so stark wie viele der stärksten Staaten Europas.

Aber das Fehlen geographischer Barrieren, die es umgeben, machte auch das russische Imperium anfällig. Es musste Raum zwischen sich selbst und anderen gewaltigen Mächten schaffen, indem es seinen Einfluss in den Gebieten seiner Peripherie ausbreitete. Und das betraf 3 Kontinente, da Russland sich auch in Nordamerika festsetzte. Das Reich übernahm schrittweise und systematisch die Kontrolle über Sibirien, den Kaukasus und Zentralasien. Dies brachte die Russen in Kontakt und Konflikt mit muslimischen und asiatischen Mächten wie den Osmanen und Persern, sowie den europäischen Mächten, die in diesen Territorien maßgeblichen Einfluss hatten und große Machtrivalitäten wie das Große Spiel hervorbrachten. Die Muslime waren damals bereits sehr wichtig, entweder als Feind der bekämpft werden musste, oder als Verbündeter gegen die Europäer. Mit der Entwicklung Russlands wuchs auch seine Rivalität mit Europa.


Russland im 20. Jahrhundert


Dann, zu Beginn des 20. Jahrhunderts, hat sich etwas geändert. Die Vereinigten Staaten traten auf der internationalen Bühne als neue globale Macht auf, und die Dynamik des Russland-Europa-Konflikts verlagerte sich. Russland begann um die Gunst der Europäer zu buhlen, gegen die neue Bedrohung und um die Amerikaner von Europa fern zu halten. Zum ersten Mal spielte eine Macht, die nicht von der Region war, eine wichtige Rolle in ihrer Politik, zuerst im Ersten Weltkrieg und dann wieder im Zweiten Weltkrieg. Die Konkurrenz zwischen Russland und dem Westen wurde zu einer internationalen, deren Bedeutung weit über ihre geografischen Grenzen hinausreichte.


Der Westen begnügte sich damit die militärische Konfrontation mit der Sowjetunion zu meiden. Ausnahme die Pläne Großbritanniens zu Intervenieren und das grausame System zu beseitigen. Was durch die neuen Krisenherde Hitler-Deutschland und faschistisches Italien verhindert werden konnte. Nach dem 2. Weltkrieg wurde nur noch konsequent blockiert, isoliert und der Spionagetätigkeit nachgestellt. Militärische Konflikte wurden nur als Stellvertreterkriege geführt.

Am Ende des Zweiten Weltkriegs hatte sich der territoriale Einfluss Russlands auf den Kontinent weiter als je zuvor ausgebreitet und reichte bis nach Berlin. Als Antwort darauf formulierte der Westen eine neue Strategie, um die Ausbreitung der Sowjetunion zu stoppen: Eindämmung. Die Strategie, die von den Vereinigten Staaten angeführt wird, bezieht sich nicht nur auf Russlands Präsenz in Europa, sondern auch auf seine Aktivitäten rund um den Globus. Was über Hilfe von Satellitendiktaturen wie Kuba und Venezuela funktioniert, oder Terrorgruppen. Der Wettbewerb nahm während des Kalten Krieges weltweite Ausmaße an. Die Teilnehmer teilten sich in zwei diametral entgegengesetzte politische und militärische Blöcke: den Warschauer Pakt und die NATO.


Russlands Unterlegenheit


Historisch war Russland im Vergleich zu Europa immer ein rückständiges Land. Es war das letzte Land Europas, indem die Leibeigenschaft abgeschafft wurde. Auch die gewaltigen Aufholaktionen und forcierte Entwicklungen änderten dies bis heute nicht, da die Ressourcen hauptsächlich auf militärische Sektionen verwendet wurden. Die tatsächliche Unterlegenheit wird jedoch bis heute mit reichlich Propaganda übertüncht.

In der Sowjetunion gewöhnte man sich an die Politik, das der Raub von wissenschaftlichen Erkenntnissen einfacher ist als mühselige und kostspielige Entwicklungsarbeit. Die Ressourcen für Entwicklung wurden nur aufgewendet, wo es nicht durch Aneignung von Wissenschaftsarbeit anderer ging. Die Sowjetunion bediente sich in diesem Fall gern der DDR um von Verbindungen zur BRD davon zu profitieren.

Die ökonomische Unterlegenheit der Sowjetunion wurde dort selbst frühzeitig erkannt. Bereits in den 1920er Jahren wusste man, dass die innovationslose Planwirtschaft nicht mit einer Wirtschaft der individuellen Anreize kompetieren kann. Ein schlechter Ausgangspunkt für die Rivalität der Sowjetunion, dessen Geist die Weltpolitik des Kreml bestimmt. Die Sowjetunion reagierte mit manipulativen Eingriffen, um die westliche Wirtschaft zu stören. 

Die Sowjetunion verstand sich als Weltmacht. Doch ebenso hatte man sich einzugestehen, nicht das entsprechende wirtschaftliche Fundament zu haben. Die Sowjetunion blieb immer im Vergleich zu Europa rückständig. Der Knacks im Ego dieser Weltmacht, drückte sich in einer übersteigerten Kompetenz aus, die von Militärstrategen organisiert und geplant wurde. Demzufolge wurde es wie ein Krieg geführt. 


Zur russischen Ideologie


Die kommunistische Ideologie und das Einreden, gegen irgend einem mächtigen Feind der die Weltversklavt kämpfen zu müssen, wirkte sich zur Mobilisierung dieses Krieges vorteilhaft aus. Der Feind war ganz klar der Westen, im Laufe der Zeit sich das de facto personifiziert in USA und Israel. Die Subversion des Kremls in Westeuropa richtete dann auch sich darauf aus, Sympathien der nützlichen Idioten zu gewinnen. Es wurde daher alles gefördert und benutzt um den Glauben zu verankern, Westeuropa liege unter der Knute der USA und Israel. Vereinfacht ausgedrückt durch die Wallstreetbanker, was die Ideologen als die Essenz der westlichen Wirtschaft verstanden und die war ja ihr Antrieb. 

Auch wenn die USA selbst keine Kinder der Traurigkeit waren, muss man sagen, dass es Dinge wie Vietnam- und Koreakrieg, ja selbst der 2. Weltkrieg, ohne die Sowjetunion nie gegeben hätte. Die nützlichen Idioten bemängeln stets, dass die USA Demokratie exportiert. Tatsache aber ist, das Moskau nur Diktatur exportierte. In dieser Dialektik der nützlichen Idioten trifft man sehr häufig auf diesen Whataboutism und infantiles Gut und Böse Denken, immer klassische Anzeichen für ideologische Bearbeitung.


Bedeutung der NATO


Da man sich hinter verschlossenen Türen seine eigene ökonomische Unterlegenheit eingestand, war ein kompetenzfähiges Militär nicht möglich. Die NATO wurde auch speziell darauf ausgerechnet, dass das westliche System zu sichern und den Ostblock einzudämmen. Was hervorragend funktionierte. Weshalb die Kremlideologen im Westen gegen die NATO furore machten. Man begründete alles freilich mit Pazifismus. Stichwort Friedensbewegung, Klassiker der nützlichen Idioten, aber alles vom Kreml gesteuert, denen es nur darum ging sich in eine militärisch überlegende Position zu manövrieren, um die militärische Lösung zu suchen. 

Die Kremlideologen gingen davon aus, dass ihre Subversivität den Westen bereits Ende der 1970-er Jahre zerstören wird. Was auch beinahe gelang, aber durch den Einzug Ronald Reagans ins Weiße Haus abgewendet werden konnte. Die Umstände damals waren sehr ähnlich zur Situation von Donald Trump. Die Sowjets verstärkten ihr subversives Wirken und perfektionierten das Arbeiten mit Kollektiven dafür. Den nützlichen Idioten ist oftmals nicht bewusst, dass sie von Moskau gefördert wurden. Ich denke mal "das habe ich doch nicht gewusst" war wohl die häufigste Entschuldigung, die die Spionageabwehr hörte. Diese Kollektive können sich durchaus feindlich gegenüberstehen, je nachdem welche Rolle sie im Rätesystem spielen. 


Rot-Grüne Bewegung


Ein Sonderfall war die Etablierung der rot-grünen Agenda. Auf dem Höhepunkt des kalten Krieges musste sich die Bewegung der Die Grünen betont von Moskau distanzieren, denn wurden sie von Anfang an von der CIA beobachtet. Diese Bewegung formierte sich international, gefördert durch Frankfurter Schule und der Columbia University in den USA. Es gibt natürlich dabei tatsächlich Leute die die Sowjetunion ablehnten, weil dieser faschistische Militarismus mit ihren Hippieverständnis nicht vereinbar war. Spielte in dem Sinne aber keine Rolle, weil ihnen die Aufgabe zu kam, Wirtschaft und Militär im Westen zu zerstören und der Freien Welt das Image von degenerierten Abschaum zu geben, der die Eroberung des Westens erleichterte.

Die Sowjetunion forcierte ihre Anstrengungen zum Leid seiner Satelitenstaaten, die ausgeplündert wurden zu Gunsten Moskaus. 


Erneute Rivalität


Mit der Perestroika endete die Feindseligkeiten gegen den Westen nicht und Moskau arbeitete grundsätzlich mit dem System der Sowjetunion weiter, gegen den Westen. Die Tarnungen änderten sich hier und da. Doch grundsätzlich wird uns mit der 4. Politischen Idee, nur der Bolschewismus als etwas Neues verkauft. Entstanden ist dieser Eurasianismus im Panslawismus Russlands und spekuliert auf die Russifizierung Europas. Auch heute geht es darum die Errungenschaften der Europäer an Moskau auszuliefern.

Zunächst jedoch schienen alles auf das Gegenteil hinzudeuten: Es gab Gespräche Russland in Europa und das westliche Bündnis einzubeziehen, dass war die Idee des Kremls. Dahingegen ist das Gerücht einer vereinbarten nicht Osterweiterung der NATO ein reines Gerücht der Propaganda für die nützlichen Idioten. Diese Gespräche wurden im Westen durch die 5. Kolonne tatkräftig gefördert, genauso wie jetzt von der Gazpromklique der Bundesregierung. Nun aber unter anderen Rahmenbedingungen: Rauslösung Deutschlands und Angliederung in den Ostblock, angeführt von Russland.

Moskau hatte sein eurasisches Imperium verloren, und die neue Russische Föderation hatte zumindest anfänglich Demokratie und Kapitalismus scheinbar angenommen. 


Neue Konfrontation


Aber der Übergang erwies sich für Russland als so chaotisch und schmerzhaft, dass das alte System innerhalb eines Jahrzehnts begann, die Macht zu übernehmen, als Boris Jelzin die Präsidentschaft verließ und Wladimir Putin sie übernahm. Die 1990er Jahre, die von den Vereinigten Staaten und Westeuropa als ein goldenes Zeitalter des russischen Wirtschaftswachstums und der Demokratie gefeiert wurden, wurden von russischen Führern und einem Großteil der Öffentlichkeit als eine Katastrophe beklagt.

Allerdings hat das Scheitern auch sehr viel mit der tief verwurzelten Kleptomanie und der gezielten Sabotage des altebn sowjetischen Machtapparates zu tun.

In seinem geschwächten Zustand musste Russland nicht mehr aktiv und offen vom Westen eingedämmt werden, und die Spannungen zwischen den beiden Staaten wurden vorübergehend abgebaut. Führte jedoch dazu, dass Russland sein subversives Netz ausbaute. Und gezielte Instalationen der 5. Kolonne in westlichen Medien, Politik oder Ökonomie vornahmen.

Der geopolitische Imperativ, der die Eindämmungspolitik der Vereinigten Staaten untermauerte - sie verhinderte den Aufstieg regionaler Hegemonen auf der eurasischen Landmasse, die die westliche Bündnisstruktur in Frage stellen konnten - verschwand jedoch nie. So sind die NATO und die Europäische Union weiter gewachsen. In der Zwischenzeit erholte sich Russland und Putin festigte seine Macht. Der Kreml arbeitete daran, seine Position in der ehemaligen sowjetischen Peripherie wiederherzustellen. So das Spekulationen über die Renovatio Sowjetunion immer lauter wurden und formel auch durch die Duma umgesetzt wurde. 

Die Stabilisierung des alten Machtapparates gelang durch in die Höhe manipulierte Preise für Öl- und Gaslieferungen in den Westen. Doch schon während des Irakkrieges profitierte vor allem Russland. Und folgerichtig kam es zur gegenwärtigen Wirtschaftskrise als Saudi Arabien die Ölpreise drückte. Angesichts einer steigenden Flut von hohen Energiepreisen und politischer Stabilität begann Russland, sich wieder zu einer regionalen Macht zu entwickeln.


Neue Blöcke


Russlands Wiederaufflammen ließ den Konflikt zwischen ihm und dem Westen neu entfachen. Die beiden kämpften für die Treue der Staaten in der ehemaligen sowjetischen Peripherie, am deutlichsten im Russisch-Georgischen Krieg 2008, als Russland in Georgien einmarschierte, nachdem es versucht hatte, sich der westlichen Allianzstruktur, insbesondere der NATO, anzuschließen. Die Europäische Union reagierte darauf mit dem Start des Programms der Östlichen Partnerschaft im Jahr 2009 mit dem Ziel, die wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zu den ehemaligen Sowjetstaaten zu verbessern. 2010 hat Russland mit einem eigenen Integrationsprogramm, der Zollunion, konterkariert.

Die rivalisierenden Blöcke versuchten, Länder in den eurasischen Grenzgebieten anzuziehen, von denen die Ukraine vielleicht am meisten umkämpft war. Als das von Moskauer Marioneten kontrollierte Kiew sich im November 2013 weigerte, ein EU-Assoziierungsabkommen, den Eckpfeiler des Östlichen Partnerschaftsprogramms, zu unterzeichnen, kam es zu Protesten, die sich schließlich in die Euromaidan-Revolution von 2014 umwandelten. Die Lage verschlechterte sich rasch, als Russland die Krim annektierte und die Europäische Union unterstützte pro-Russland Rebellion im Osten der Ukraine.


Seither haben sich die Feindseligkeiten zwischen Russland und dem Westen intensiviert und ein Ausmaß erreicht, das seit dem Kalten Krieg nicht mehr gesehen wurde. Mit einem Stellvertreterkonflikt in der Ukraine, westlichen Sanktionen und russischen Gegensanktionen sowie militärischen Aufrüstungen auf beiden Seiten ist klar, dass sich die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen erneut zuspitzt.


Künftige Entwicklung des Konfliktes


Weniger klar ist die Form, die die Russland-West-Konfrontation in den kommenden Jahren annehmen wird. Doch sicher ist, dass Russland immer mehr zum Bild der Sowjetunion zurückkehrt. Da die Ideologie sehr hilfreich ist, das ökonomische Manko auszugleichen.

Die geopolitischen Imperative, die die Grundlage des Konflikts bilden, werden ebenso intakt bleiben wie die kulturellen Unterschiede, die ihre Konkurrenz in den eurasischen Grenzgebieten angespornt haben. Aber es gibt auch viele Veränderungen am Horizont, von denen einige das Gleichgewicht der Kräfte zugunsten des Westens verschieben könnten.


Russlands Fähigkeit, den Westen durch Projektion seiner wirtschaftlichen und militärischen Macht herauszufordern, wird in den kommenden Jahrzehnten wahrscheinlich abnehmen. Dies ist wirtschaftlich bedingt. Dadurch allerdings werden die sozialen und kulturellen Bindungen, die Russland an seine Peripherie binden, weiter schwächer werden. Ganz zu Schweigen von der ökonomischen Bedeutung. 

Nicht zu vergessen, dass die Bevölkerung Russlands stark schrumpfen wird, die der USA deutlich ansteigt, was gewisse Rückschlüsse über die Entwicklungen der wirtschaftlichen Möglichkeiten zu lässt. 

Das soll nicht heißen, dass Russlands Einfluss in den eurasischen Grenzgebieten völlig verschwinden wird. Russland ist seit Jahrhunderten die dominierende ausländische Macht in der Region, und seine Position hat sich großen Herausforderungen und Zeiten dramatischer Umwälzungen widersetzt. Die wichtigste Herausforderung Moskaus in den nächsten 25 Jahren wird es daher sein, herauszufinden, wie man seinen Vorteil in der ehemaligen sowjetischen Peripherie erhalten kann, wenn seine Ressourcen sinken und die kulturellen und politischen Bindungen, die seiner Position zugrunde liegen, erodieren. 

Wir können daraus leicht erkenne, dass die Implatierung der Ideologie des Eurasischen Reiches, beziehungsweise als Wladiwostok bis Lissabon von der 5. Kolonne bezeichnet, hervorragend eine solche Kompensation für Russland darstellt. Russifizierung und Aneignung von Europa zum Eurasischen Reich. In dieser Hinsicht muss der Vorstoss von Martin Schulz gewertet werden, als er mit der Forderung nach den Vereinigten Staaten von Europa Leo Trotzki kopierte. Moskau macht Druck, denn der Machtverlust wird immer deutlicher bemerkbar. Gleiches gilt für Sigmar Gabriel, wenn er die deutsche Amerika Politik völlig neu ausrichten will. Der Schritt Großbritanniens die EU zu verlassen, war daher genau richtig und wurde nicht von Moskau gefördert. Zwar verachtet Moskau die EU genauso wie Washington, aber es dient ihnen als Mittel zum Zweck. Zwar unterstützt Moskau auch wirklich gewisse Bewegungen die sich Patriotisch nennen, allerdings sind es eben von Moskau kontrollierte und damit keine Patriotischen im ursprünglichen Sinn, sondern die üblichen nützlichen Idioten.

Europa steht eine Verschiebung hin zu einer stärkeren Regionalisierung bevor und wird sich wahrscheinlich in den nächsten 25 Jahren verstärken, da Gruppierungen von Staaten mit gemeinsamen politischen und kulturellen Merkmalen die Institutionen der Europäischen Union im Kalten Krieg und in geringerem Maße die NATO überholen . Dies bedeutet nicht, dass die beiden vollständig zusammenbrechen werden. Stattdessen werden sie sich stark umgestaltet. Ukraine, Polen, Ungarn, Rumänien, Tschechien und Baltikum werden als Verbündete der USA an Bedeutung gewinnen. Russland und Frankreich zu Feinden avancieren, wenn nicht ein Wunder das Ruder herumreißt und die 5. Kolonne in verplombten Eisenbahnwagons nach Russland geschafft wird.

In Russland selbst wird sich eine stärker werdende Bewegung gegen den Zentralstaat bemerkbar werden. Die eventuell zur realen Bedrohung für das Regime wird oder gar stürzt. 

In der Tat könnte es einigen europäischen Ländern ermöglichen, die russische Aggression besser abzuwehren. Dennoch wird sich das Format und die Art und Weise, in der der Westen Moskau herausfordern kann, mit Sicherheit ändern.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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