Mittwoch, 9. August 2017

Wladimir Putins deutsche Seilschaften

Matthias Warnig (r) im Jahr 2013. Zu diesem Zeitpunkt war er bereits
mehr als 20 Jahre mit Wladimir Putin befreundet.

Über Gerhard Schröders Kremlverbindungen wird ja doch häufiger berichtet und er gibt sich auch keine sonderliche Mühe diese zu verbergen. Doch es gibt andere Feindagenten beim deutschen Michel, die sich aus dem Licht der Öffentlichkeit raushalten. Vor geraumer Zeit berichtete der The Guardian darüber.

Als Wladimir Putin Zeit in Berlin verbrachte, suchte er die Fuggerstrasse in Schöneberg auf. Ein Ort des Vergnügens, mit Bars, Restaurants und Cafés, geschmückt mit auffällig vielen Regenbogenfahnen - seltsam Wladimir Putin an so einem Ort.

Im Café Des Artistes, Gerhard Schröder (l), Chef Stefan Warnig (m) und Wladimir Putin (r)

Café Des Artistes war die bevorzugte dortige Einrichtung von Wladimir Putin. Ein Ort wo sich auffälliger weise sehr oft die Creme de la Creme des deutschen Hilfsrussentums versammelt.So eben der ohnehin bekannte Gerhard Schröder, Alias: Kurier des Zaren, und unser verehrter Atomschmuggler Frank-Walther Steinmeier, erst kürzlich auf ausdrücklichen Wunsch des Kremls zum deutschen Bundeskanzler ernannt.


Es ist kein Zufall, dass sich ausgerechnet hier die Kremlmafia die Klinke in die Hand gibt. Der Eigentümer und Chef des Establishment, Stefan Warning, ist ein lang bekannter Freund von Wladimir Putin. Putin kennt ihn bereit als Spielkameraden seiner beiden Töchter. Denn diese Freundschaft wurde vererbt vom Vater, Matthias Warnig.

Viele Deutsche glauben, dass niemand eine innigere Freundschaft zu Wladimir Putin habe und mehr sich dessen Vertrauen sicher sei, als Gerhard Schröder. Nun, dass ist weil man für gewöhnlich nichts von Matthias Warnig in der Öffentlichkeit hört. Warnig trifft sich viel häufiger mit Putin als Schröder, es wird nur nicht in den Medien berichtet. Die Freundschaft dieser beiden Männer ist viel älter als die zwischen Putin und Schröder. Warnig ist Putin rechte Hand in Deutschland, er besucht den Kreml regelmäßig (alle drei Wochen) und bekommt umgehend Audienz, selbst wenn Staatsoberhäupter Monate lang auf ein Treffen mit Putin warten. Die Freundschaft begründete sich zur Zeit des Kalten Krieges, als Wladimir Putin noch ein Offizier des KGB und Matthias Warnig der STASI waren.

Auffällig ist die verblüffende Verknüpfung beider Karrieren. Als Putin in der Kremlführung an die Spitze aufstieg, kam auch Warnig mit einmal zu überraschenden Reichtum und avancierte zu einem Top Manager der russischen Wirtschaft, ohne jegliche Erfahrung. Warnig ist auch die treibende Kraft hinter der Bewegung für keine Sanktionen gegen Russland. Alle Deutschen Politiker, die sich gegen die Sanktionen für Russland stellen, sind mit Warnig verbunden. 
Warnig ist auch eng befreundet mit Yuri Kovalchuk und Nikolai Shamalow, zwei Banker der Bank Rossiya, mit Hauptsitz in St. Petersburg und wegen des Überfalls auf die Ukraine von Sanktionen betroffen. Die Gründung dieses Kreditunternehmens geht noch auf die KPdSU zurück. 

Seit 2003 gehört Warnig zum Direktorium der VTB Bank, die auch den Alias Bank der Putinfreunde trägt. Warnig ist im Aufsichtsrat. 

Dass ist noch lange nicht alles. Warnig ist noch in viele anderen sinistren Seilschaften, speziell im Energiesektor (Gazprom) tätig. Er ist schon lange vor Gerhard Schröder in der Leitung von Rosneft tätig gewesen. Diese größte Energiefirma der Welt, die sich seit Hugo Cháves in Venezuela festkrallte, kontrolliert 5 % der Welt Erdölproduktion. Das Öl wird in Russland über das 70 000 KM Pipeline Netz der Firma Transneft transportiert, auch hier sitzt Warnig in der Firmenleitung. Er ist Direktor bei RusAl, dem größten Aluminiumhersteller der Welt. Putin persönlich setzte ihm auf diesen Posten, nach dem er gegen die aufmüpfigen Oligarchen vorgegangen war. Selbstverständlich ist er Manager der Nord Stream AG, wo Gerhard Schröder Vorsitzender Aktionärsversammlung ist.

Als Wladimir Putin am Abend des 28. April 2014, gegen 22.30 Uhr den Haupteingang des Yusupow Palastes in St. Petersburg erreichte, kam eilig eine schwarze Limousine herbeigerast. Gerhard Schröder stieg aus und wurde von Wladimir Putin in die Arme geschlossen.   

Vor dem Yusupow Palastes in St. Petersburg, 28. April 2014, äußert Links Matthias Warnig.

Die war zur selben Zeit als der Kreml die Krim annektierte. Doch das Foto zeigt noch jemanden anderes, der mit Schröder gemeinsam angereist war, Matthias Warnig ganz links.

Wie war er Matthias Warnig, aus der ländlichen Niederlausitz (* 26. Juli 1955 in Altdöbern), möglich gewesen, die Pol Position des deutschen Hilfrussentums zu erreichen? 

Als Matthias Warnig mit 18 Jahren Sekretär der Freien Deutschen Jugend (FDJ) wurde, arbeitete er bereits für die STASI. Er wurde ein Hauptamtlicher Mitarbeiter und begann seine Offizierslaufbahn. Wie das Wall Street Journal berichtete. Von diesem Moment an war ihm eine Kometenhafte Karriere vorherbestimmt, wie vielen anderen DDR-Kadern, von Erich Mielke handverlesen aus FDJ, STASI und SED, wobei Qualifikation für den Job nie eine Rolle spielten, sondern nur die völlige Hingabe zum Marxismus-Leninismus.

Die Stasi regelte alles für Warnig, er bekam eine gefälschte Reputation und Biographie, gefälschte Zeugnisse etc. pp. Er wurde eine komplette STASI-Marionette. Warnig wurde nie, wie sonst obligatorisch, zum Militärdienst bei der NVA herangezogen, sondern besuchte ein 6 Monatiges Spezialtraining der STASI. Er wurde dann kurz dem Wachregiment Feliks Dzierzynski zugeordnet. Dass ist aber nicht damit zu verwechseln, im preußischen Stechschritt vor den Kameras bei Empfang eines Staatschefs zu stolzieren. Diesem Wachregiment oblag der Schutz des militärisch-operativen Wach- und Sicherungsdienst (MOS) und Schutz der SED-Kader. Mehrere dieser Experten wurden nach der Wende als Schutzdienstes von Angela Merkels Haus in der Uckermark übernommen.

Am 1. April 1975 begann offiziell sein Dienst im Ministerium für Staatssicherheit, nun bei der Abteilung HVA (Hauptverwaltung für Aufklärung). Hier wurde die Auslandsspionage geleitet und Warnig wurde Offizier im besonderen Einsatz (OibE). Aus diesem Grunde benötigte er ein Tarnleben, was die STASI für ihn regelte. Wie viele Stasi-Agenten erhielt er gefälschte Diplome, in diesem Fall die einer ökonomischen Ausbildung in Ostberlin, sein Codename lautete damals Ökonom. Dann wurde er von der Stasi beim Ministerium für Außenhandel eingesetzt. Er sollte dann im Bereich Industriespionage tätig werden. Mit 24 Jahren heiratete er und bald wurden Sohn Stefan und später Tochter Claudia geboren. Kurz darauf wurde er erstmals im Ausland eingesetzt, die ganze Familie wurde von der STASI nach Düsseldorf verfrachtet. Sie bewohnten eine Wohnung im Ortsteil Bilk. Nun war seine Tarnung die eines Handelsvertreters und sein Codename Arthur. In der Folgezeit übermittelte er sensible Informationen von Krupp, Rheinbraun, Thyssen, BASF, Data Becker und Dresdner Bank. 

Nach der Wende erlebte die Karriere des STASI-Spions einen kometenhaften Aufstieg. Die große Wirtschaftskarriere in einem kapitalistischen System, aber mit der Ideologie die Bunderepublik Deutschland zu zerstören. Tatsächlich vermuteten die westlichen Sicherheitsbehörden in Warnig einen Spion und überwachten ihn. Dass Problem war, dass BND und Verfassungsschutz über ein öffentliches Funksystem kommunizierten (!!! unglaublich !!!), was selbstverständlich von der STASI abgehört wurde. Kurz vor der Wende wurde die Familie Warnig in die DDR zurückbeordert und Matthias Warnig arbeitet im STASI-Hauptquartier in Ost-Berlin. Am 7. Oktober 1989 wurde ihm die Medaille für treue Dienste in Gold, der Nationalen Volksarmee verliehen, auf Anordnung von Erich Mielke. 

Als Hans Modrow die Regierung der DDR antrat war Matthias Warnig dabei als Abteilungsleiter. Er arbeite an der wirtschaftlichen Umstellung der DDR auf das BRD-Modell und die Währungsunion mit, daran Beteiligt ein Mann der erst viele Jahre später sich in der Politik Deutschlands einen Namen machte: Bernd Lucke. In dieser Rolle entwickelte Warnig enge Kontakte zu Wolfgang Röller, dem Vorsitzen des Direktoriums an der Dresdner Bank, also genau da wo Warnig schon früher für die STASI spionierte. Die typisch deutsche Possenreißerei und Naivität nahm nun neue Züge an, als eben dieser Wolgang Röller dann Matthias Warnig zum Chef der Dresdner Bank für Ostdeutschland machte. Zu diesem Zeitpunkt war Warnig 35 Jahre alt und bekleidete den Rang eines Hautmann der STASI und trat seine neue Arbeit am 20. Mai 1990 an. Seine besondere Aufmerksamkeit galt den Aktionen der Treuhandanstalt. Seine Chef bei der Bank war Bernhard Walter, der nicht nur für die ehemalige DDR, sondern die ganzen Warschauer Pakt Staaten zuständig war. Er wurde später Nachfolger auf dem Posten von Röller. 

Für die Dresdner Bank war Matthias Warnig sehr wichtig, weil er über ein breites Netzwerk in den Ostblockstaaten verfügte, nur eben waren dass alle Offiziere der kommunistischen Geheimdienste gewesen. Ein Jahr später wurde er von der Bank mit den Beziehungen zur Sowjetunion beauftragt, durch Bernhard Walter. Dann baute er die Dresdner Bank in Russland auf. Auf seine Empfehlung hin wollte die Bank eine erste Filiale in St. Petersburg eröffnen. Und Warnig sollte der dortige Leiter werden. 

Das war im Oktober 1991 und trat umgehend in Kontakt zur Stadtverwaltung von St. Petersburg und traf dort auf den Angestellten Wladimir Putin. Und Putin war es der die Erlaubnis zum Aufbau einer Filiale der Dresdner Bank gab. Warnig sprach sehr schlecht russisch und hatte einen Dolmetscher bei sich, den Wladimir Putin nach einigen Minuten unterbrach, mit den Worten:

"Lassen Sie den Unsinn, Sprechen wir auf Deutsch. Ich habe keine Zeit für den Dolmetscher."

In seiner Zeit als KGB-Oberst hatte Putin die Sprache in der DDR erlernt.

Am 12. Dezember 1991 eröffnete die Dresdner Bank ein Büro in St. Petersburg. Doch Wladmir Putin lud von da an regelmäßig den ehemaligen STASI Hauptmann zum Wochenende auf seine Datscha ein.

1993 dann hatte Putins damalige Frau Ludmila einen lebensbedrohlichen Autounfall, der eine Spezialbehandlung erforderte, die es in Russland nicht gab, jedoch in der BRD. Warnig brachte Putins Frau nach Deutschland zur Operation. Alle Kosten jedoch bezahlte die Dresdner Bank. Warnig unterschlug aber kein Geld, alles geschah mit Einverständnis der Vorstandes in Frankfurt/M. Wall Street Journal berichtete davon.

Die Dresdner Bank war es auch, unter Federführung von Warnig, die die Teilnahme von Wladimir Putin in einem Seminar in Königsstein (bei Frankfurt) finanzierte, dass Thema lautete: Bankenregulierung. 

1993 war die Dresdner Bank das erste Kreditinstitut, die in Russland eine Universalbank einrichten durfte. Warnig feierte diesen Erfolg mit dem Spruch: 
"Es ist nicht schlecht gut Freund mit Jemanden zu sein!"
Die Wege beider Tschekisten waren nun unzertrennlich, selbst als Wladimir Putin seinen Posten in der Stadtverwaltung verlor, da dessen Gönner Anatoly Sobschak die Bürgerweisterwahl verlor (woran die Berichte über die KGB-Mafia von Putin schuld war). 

Putin war zuletzt Stellvertretender Bürgermeister gewesen. Nun ging er nach Moskau und wurde im Kreml angestellt, jedoch waren dafür seine immer noch existierenden Verbindungen zu seinem alten Arbeitgeber vom Geheimdienst verantwortlich. Im Winter desselben Jahre verbrachten Warnig und Putin, sowie beide Familien ihr Urlaub gemeinsam in Davos (Schweiz). 

Warnig entwickelte sich zum wichtigsten Banker der Kreml. Auch als Warnig 2005 als STASI-Offizier enttarnt wurde, änderte sich nichts an seiner Karriere. Er ließ sich, gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau der Russin Elena, in Freiburg nieder. Die Beide hatten sich Ende 1990 in St. Petersburg kennengelernt. Haben jedoch auch ein Apartment in Moskau. In Deutschland gründete er MW Invest GmbH & Co KG, bei der seine Kinder als Anteilshalter fungieren. 

Es sollte erwähnt werden, dass Warnig bei der Zerschlagung von Yukos eine wichtige Rolle hatte. 

Als dann der große Abhörskandal der NSA in den deutschen Medien in Szene gesetzt wurde, hieß es die deutsche Kanzlerin und wichtige deutsche Wirtschaftsunternehmer wurden ausspioniert. Es wurde dem deutschen Michel nicht einmal mitgeteilt worum es wirklich ging. Diese Abhörungen wurden zur Zeit von Gerhard Schröder angefangen und durch die Bush-Adminsitration angeordnet, die fest überzeugt davon war, das Schröder ein Kreml-Agent ist. Als Merkel dann nachfolgte, gingen die Abhörungen nur weiter. Aber bedeutsam ist, es war Barack Obama der dies beendete und sich präzise als das böse USA in Deutschland etablierte. Doch wer waren denn diese deutschen Wirtschaftsspitzen, die die NSA ausspionierte. Da finden sich neben Gerhard Schröder auch Matthias Warnig und viele der mit Russland verwickelten Feindagenten wieder. Was natürlich brisante Informationen sind, die man dem deutschen Michel vorenthält, weil er sonst begreifen könnte, was in Deutschland wirklich passiert.

Später war die offizielle Stellungsnahme der Dresdner Bank, sie wüssten nicht was Matthias Warnig im Dienst der STASI bei ihnen getan habe. Tatsache ist, dass damals, als die Dresdner Bank in Russland anfing dort ein KGB-Mafia Netzwerk gab, dass wertvolle Güter unterschlug und in Deutschland illegal verkaufte oder Geschenke an  den richtigen Stellen verteilte. Verantwortlich war dort Wladimir Putin. Dass Geld dieser Mafia wurde über die Dresdner Bank gewaschen. Und diente der Finanzierung des deutsch-russischen Netzwerkes unter dem Kommando Lijutsch.

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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