Freitag, 26. Mai 2017

Zum Mafia-Netzwerk des Kremls in Europa

Regelmäßig erscheint in den deutschen Medien, die große "Neuigkeit", dass eine Kreml-Regierung die russische Mafia benutzt um geheimdienstliche Tätigkeit zu verbergen. Ich frage mich schon lange was das soll, dass ist seit über Hundert Jahren so. Der russische Geheimdienst entstand nach der Oktoberrevolution aus der Mafia der Kommunisten, die bereits über ein umspannendes Netzwerk zwischen Deutschland, Skandinavien und Osteuropa verfügte. Die russische Mafia ist der russische Geheimdienst! 

Die eigentlich interessante Frage ist, warum dieses Netzwerk nie zerschlagen werden konnte. Nun, am Anfang lag es an der Kumpanei der deutschen Monarchisten und Kommunisten. Das setzte sich in der Weimarer Republik fort, z. B. als Schwarze Reichswehr. Auch im 3. Reich gab es diese Beziehungen, abseits des Bildes, welches in der Öffentlichkeit gezeichnet wurde. Was sich selbstverständlich in der kurzen Phase der Feindschaft, nach dem Fall Barbarossa, nicht tatsächlich änderte, sodass das Netzwerk nach Ende des 2. Weltkrieges praktisch intakt war. 

Während des Kalten Krieges war es von viel größerer Bedeutung, zur Unterminierung des Westens und wurde unter Bezug der lokalen Kommunisten vergrößert und perfektioniert, zu einem bedeutsamen Faktor zur Manipulierung der Macht. 

Die gegenwärtigen Medienberichte über etwas das so alt ist, scheint daher, wie ein unverarbeitetes Traumatisches Erlebnis, dass versucht dies mit dem Glaube ans Ende des Kalten Krieges in Einklang zu bringen. 

Oder aber, es soll der Öffentlichenmeinung suggerieren, es sei eine völlig Neue Entwicklung, die nichts mit dem Kommunismus zu tun habe. 

Nach der Annexion der Krim gab es einen erneuten Entwicklungsschub, in dieses alte Netzwerk. Beide russische Geheimdienste, FSB und GRU, arbeiteten daran in ganz Europa, mit dem Schwerpunkt auf russisch sprachige Migranten. Wohlgemerkt ist das keineswegs das Netzwerk, wie es Medien suggerieren wollen, sondern die Erweiterung des traditionellen Netzwerkes des KGB. Wie es typisch war für die Sowjetunion ist auch Putins Russland, der das Netzwerk zwischen Leningrad/St. Petersburg und Deutschland persönlich ausbaute, ein typischer Mafiastaat, in dem das sichtbare Staatsgebilde eine Maske ist, die den Staat des organisierten Verbrechens verbergen soll. Die Kriminalität wurde hier nicht zerschlagen, sondern verstaatlicht.

Nachdem Wladimir Putin 2000 Präsident wurde änderte sich die Struktur des Netzwerkes und trat aktiv in enge Verbindungen mit global politischen Bezügen, wie das Aspen-Institut. In Deutschland war dies bezüglich der SPD besonders einfach, da Gerhard Schröder Bundeskanzler war und zu diesem Zeitpunkt längst zu diesem Netzwerk gehörte, ebenso wie Sigmar Gabriel. 

Die russische Mafia ist die größte Mafia in Europa und befasst sich nicht nur mit Cyberattacks, Menschenhandel, Drogenschmuggel, sondern auch mit Spionage und Auftragsmorde, auf Befehl des Kremls. Aber diese Mafia legt auch Schwarzgeldkassen an, wozu der Sachsensumpf gezählt werden muss. Damit können besonders heikle Finanzierungswege verschleiert werden. 

2010 erregte der Agentenring um Anna Chapman internationale Medienaufmerksamkeit, der von der US-Spionageabwehr aufgedeckt worden war. Sie und 9 andere russische Agenten wurden gegen 4 US-Agenten ausgetauscht. Der 11. russische Agent, Christopher Metsos, festgenommen auf Zypern, entschied sich dazu überzulaufen und mit der CIA zu kooperieren. Als er unter Auflagen frei gelassen wurde, wurde er durch die russische Mafia entführt und nach Moskau geschafft. Seit dem gibt es keine Spur mehr von ihm. 

Das Netzwerk ist eine sehr wichtige Quelle für Informationen des Kremls und stimmt an seiner Intensität mit der Population von russischen Gemeinden überein. Je größer diese ist, desto entwickelter auch das Netzwerk. Spitzenreiter sind Deutschland, Italien, Spanien, Lettland, Griechenland und Großbritannien. Der Menschenhandel beim Asylwahn über Spanien, Italien und Griechenland ist in den Händen dieses Netzwerkes und erfolgt in enger Kooperation mit internationalen NGO's, wobei es zur Zusammenarbeit mit lokalen Mafiaorganisationen kommen kann.

Als Organisationsplattform der Tätigkeiten des Netzwerkes und Kreml (im Bereich Drogenschmuggel, illegale Prostitution, Erpressungen, Morde und organisieren von Islamterror) ist Berlin und geht auf die Strukturen des Kommando Ljutsch (Berliner Apparat) zurück, dem Wladimir Putin seinerzeit in der DDR unterstellt war. 

Dieses Netzwerk ist im Bereich Terrorismus und Drogen vernetzt mit FARC und PKK und operiert auch als Versorger anderer kleiner Gangs mit illegalen Gütern. Mindestens ein Drittel des Heroins in europäischen Straßen kommt aus diesem Netzwerk (via PKK). 

Nach Ansicht von Walter Kegö (Institute for Security and Development Policy in Stockholm), spezialisiert auf die Kriminalität dieses Netzwerkes, arbeiten die russischen Strukturen im Hintergrund und lassen Arbeiten wie Auftragsmorde von lokalen Kriminellen ausführen um Spuren zum Kreml zu verbergen. 

Aber es baut die Einflussnahme auf die Politik ebenfalls ständig aus, durch spezielle Dienstleistungen für Politiker. Wobei natürlich besonders an Netzwerke von Kinderprostitution gedacht werden muss. Klassisches Beispiel für dieses Netzwerk ist das NSU-Märchen, wobei es um die Vertuschung der Machenschaften im Bereich Kinderprostitution und Drogenhandel ging. Ebenso eindeutig ist jedoch auch, dass hierbei Hilfe aus hohen Kreisen der Politik kam und mehr als einer der Schuldigen im Versagen der Aufklärung, eine interessante Karriere machen konnten.

Gemäss Dr. Mark Galeotti (European Council on Foreign Relations) ist der Ausgangspunkt des Netzwerken St. Petersburg, mit den Hauptachsen nach Berlin-Paris und eine zweite nach London. Andere Zentren wie Stockholm und Riga sind mit diesen Achsen verbunden. 

Ein weiteres Zentrum ist Odessa, dass eine Achse nach Istanbul, Zypern und Süditalien aufbaute und eine zweite nach Osteuropa, Norditalien, Österreich und Süddeutschland Schweiz. Dieses Netzwerk, welches im Verbund mit der FARC und PKK operriert, steckte hinter dem Amoklauf von Ali Sonboli und beschaffte die benutzte Waffe. 

Weitere Zentren sind in Athen (Griechenland) und an der Costa del Sol (Spanien) bekannt, nicht aber wie ihre Verbindung im Netzwerk genau aussieht. 

Erstaunlich wie exakt es der Struktur der KGB-Verbindungen aus dem Kalten Krieg ähnelt, es ist eigentlich nur eine Ausweitung dessen. Man glaube aber nicht, dass die Organisierung mit Europa endet. Im Gegenteil sie setzt sich über Miami, Kuba, Venezuela bis zur FARC in Kolumbien fort.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


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