Sonntag, 16. April 2017

Zur Entwicklung in Nord Korea


Einige Nachrichtenblätter, insbesondere die üblichen Verdächtigen, stellen ein Bild dar, als seien China und USA Verbündete gegen Nord Korea. Auch Boris Reitschuster, der mit Sicherheit tolle Infos über Russland preis gibt, sah in China einen Verbündeten des Westens, ja sogar gegen Russland selbst. Ich frage mich, wie man auf so einen Schmarrn kommen kann?

Die Leute vergessen, dass die US-Marine die künstlichen Inseln Chinas im Südchinesischen Meer blockiert und es dort eine ernste Konfrontation beider Supermächte gibt. Wohl hat Washington Peking Handelskonzessionen gebilligt, um ihr Wohlwollen in der Nord Korea Frage zu haben, doch sollte man dort nicht zu viel hineininterpretieren. China wird sein Wort sofort brechen, wenn es ihnen passt. Und genau das muss man verstehen, wenn Donald Trump gegenüber der Financial Times sagt, er sei bereit "unilaterale Aktionen zu ergreifen". Mit anderen Worten, er verlässt sich nicht auf Peking. Wobei ich das Gerede von Rot-China eh nur für Hinhaltetaktik halte, um einen Truppenaufmarsch zu beenden, an dem sich nun auch Russland beteiligt.

Russland ist wie im Fall Syriens, Sponsor der kommunistischen Diktatur von Nord Korea. US-Außenminister Rex Tillerson macht dies erst vor wenigen Tagen klar, dass Problem Syriens sei nicht in erster Linie Bashar al-Assad, sondern dessen Graue Eminenz der Kreml.

Die jüngsten martialischen Attacken aus Pyongyang begründete die kommunistische Regierung mit der US-Attacke in Syrien. Das macht deutlich, was hinter den Kulissen und dem diplomatischen Geschwafel für die Medien tatsächlich abläuft. Und genau da darf eben nicht vergessen werden, dass China im Syrienkrieg involviert ist und zwar an der Seite Russlands. Das China nun ein potentieller Alliierter der USA sein könnte entbehrt jeder Vernunft. Und klar, China hat längst Moskau beauftragt in der Nord Korea Krise tätig zu werden.

Damit ist Russland auf den Plan geholt und kann sich in die Krise als scheinbar "Neutraler" einschalten, da China es ja geradezu beauftragte. Nur ist Russland eben nicht neutral, sondern der Schutzpatrone von Nord Korea (gemeinsam mit China). China ließ verlautbaren, dass sie ausgiebig mit Pyongyang diskutiert haben um den Nachbarstaat vom 6. Nukleartest abzubringen. Nur wollte es Nordkorea dennoch tun und scheiterte vielleicht nur wegen der Hacker des CIA. Das China so wenig Einfluss habe auf seinen Nachbarn, für den China der wichtigste Handelspartner ist, ist kaum vorstellbar. 

Donald Trump bat, in diplomatischer Sprache, die Chinesen darum "mehr zu tun". Das bedeutet nichts anders, als dass Washington meint (und das sehen die wohl ganz richtig), dass Peking eben nicht alles in ihrer Macht stehende tut, um Druck auf Nord Korea auszuüben.

Worum es der kommunistischen Regierung in China tatsächlich geht, erfahren wir aus Japan. Der japanische Geheimdienst berichtete, dass die Chinesen und Russen Kriegsschiffe zusammen ziehen, die sich der US-Marine entgegenstellen sollen. China will nur Zeit gewinnen, um ein Handeln der USA, gemeinsam mit seinen Alliierten Süd Korea und Japan hinauszuzögern, bis die russischen Kriegsschiffe im Ostchinesischen Meer eintreffen. 

Natürlich sagte der russischen Außenminister Sergey Lawrow, man müsse die Krises friedlich lösen. Was soll er als Diplomat auch sonst sagen. Dass die Kriegsschiffe Chinas und Russland sich jedoch vereinen macht klar, dass hinter der diplomatischen Floskel für die Öffentlichkeit ganz andere Pläne geschmiedet werden.

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss! 

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