Sonntag, 8. Januar 2017

Wagenknechtlingisch übersetzt

Wagenknecht zeigt sich verbittert, dass man sie mit der AfD in einen Topf wirft. Das geht ja nun mal gar nicht, schließlich sind die AfD doch "Rechte"!

Doch worüber regt sie sich auf? Sie spricht von Mainstream-Politikern verschiedener Parteien. Das bedeutet nicht nur das sie sich ja der Dialektik der AfD damit bedient, sondern sagt auch, dass die anderen Parteien gleichgeschaltet seien. Ja sogar die AfD gehöre dazu, weshalb sich aber die Frage stellt, warum die die AfD dann angreifen. 
Taubner sei "bekanntermaßen kein allzu großes Licht". Nun, ich will den Inhalt dieser Aussage gar nicht anzweifeln, halte aber fest, dass auch ihr dabei die AfD zustimmt. 
Mit Petry will sie nicht verglichen werden, benutzt aber dieselbe Dialektik.
Auch Lindner wird mit Gauland verglichen. Doch Gauland sah schon 2013 Punktuelle Scnittmengen mit Die Linke, ja mit ihrer ganzen Partei, nicht nur mit Genossin Wagenknecht. Außerdem arbeitet Gauland eng zusammen mit Jürgen Elsässer. Und das Genossin, tuen Sie nämlich auch. Worüber regen Sie sich also eigentlich auf?
Sie bezeichnen die Mainstreamparteien als Neoliberale und setzen die AfD hinzu. Das passt überhaupt nicht, da die AfD das ganze Gegenteil der Neoliberalen vertritt. Die AfD ist nicht Neoliberal, sie ist - bzw. wird Nationalbolschewistisch. Und genau das ist auch die Politik von Elsässers Neurechten, bzw. die von Ihnen. Die AfD sehen Sie als Konkurrent, dass ist ihr Problem.
Abbau des Sozialstaates sei die Politik dieser neoliberalen Parteien? Genossin, selbst da wo Die Linke an den Landesregierungen beteiligt ist, wurde immer und überall jede Hartz 4 Verschärfung durchgesetzt. Und dass macht Ihre Partei zu eben jenen Trägern neoliberaler Politik, die Sie jedoch nicht eingestehen wollen und bei anderen herbei fantastisieren.
Und bezüglich dieser Kritik an Waffentransporten. Denken Sie die Arbeiter in den Waffenfabriken werden Sie wählen, wenn sie vom Hartz 4 Leben müssen, den Ihre Partei überall unterstützt? Desweiteren, sind Sie ja so eine leidenschaftliche Putinistin, wie übrigens sehr viele AfDler auch, wer ist derzeit der größte Waffenexporteur der Welt? Genau! Russland! 
Sie machen Merkel für die zunehmende Terrorgefahr in Deutschland verantwortlich? Das macht auch AfD und Neurechte.
Öl und Gaskriege, so so! Ich erinnere mich auch am Gaskrieg Russlands gegen den Westen.
Aber die Kritiker in Ihrer eigenen Partei sind nur eine verschwindend geringe Gruppe? Ist Ihnen klar was Sie sagen? Die meisten von Die Linke sind demzufolge Nationalbolschewisten wie Sie, mit großer Schnittmenge zur AfD und Neurechten. 
Den wenigen Kritikern jedoch werfen Sie was vor? Ich muss mir nochmal die Lachtränen aus den Augen wischen: CSU-Nähe? Sie sagten doch, dass diese Kritiker die Mainstream-Politik von CDU, SPD und Die Linke unterstützen. Gemäss ihrer Definition also Neoliberale sind. Und die Regionalpartei CSU sind auch Neoliberale? Sie sind doch nicht mehr ganz dicht! Apropos nicht ganz dicht. Ihnen dürfte ja wohl geläufig sein, dass genau Ihre Partei mit den beiden neoliberalen Feinden Die Grünen und SPD eine Koalition eingehen will, um Merkel zu stürzen. Können Sie mal erklären, wie es zu einer besseren Politik kommen soll, wenn Ihre Partei sich mit Merkels Mittätern zusammen tut? Und das bringt uns zum Schluss Ihres Statements: "Feind, Erzfeind, Parteifreund... Ein Erfolgsrezept für eine linke Partei dürfte das allerdings nicht sein." Stimmt! Das Motto der Die Linke ist: Für eine Regierungsbeteiligung machen wir für jeden die Beine breit und sei es der Erzfeind.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen