Donnerstag, 15. September 2016

Wie sich die globale Revolution finanziert Teil 4: Ausländer in der FARC

Eine weitere Gefahr im Friedensprozess sind die ausländischen Terroristen, die in der FARC dienen. Wenn wir in Europa Glück haben, dann schließen diese sich nur der ELN an. Es sieht aber danach aus, das etwas ganz anderes geplant ist. 

In den letzten 9 Jahren bildete sich in der FARC eine neue Führungsriege heraus, die sich aus Ausländern formiert. Hauptsächlich lateinamerikanische Ausländer und Europäer. Sie stehen zwar nicht in der ersten Reihe der FARC-Kommandanten, zeichnen sich aber als Organisatoren des bewaffneten Kampfes aus.

Der kolumbianische Geheimdiens gelangte in den Besitz
von zwei Pässen für Santiago. In beiden fanden sich Visa
für die Europäische Union. Eines war ausgestellt durch
Spanien und das andere von Großbritannien.
Die Identitäten der Ausländer werden bewusst verborgen, und der kolumbianische Geheimdienst konnte trotz aller Gerüchte, die Existenz erst seit dem Angriff auf Reyes bestätigen. 
Eine Überläuferin deckte dann die Identität eines Chilenen auf, der Santiago genannt wurde und übergab dem Geheimdienst zwei Reisepässe und auch weitere Dokumente, die Santiago, der eigentlich José Roberto Carrasco Pizarro heißt, auswiesen als Teil des inneren Kreises und die Person, welche die Auslandskontakte und Finanzierung aus dem Ausland für die FARC führte. 

Santiago wird beschuldigt an der Front 21 [Rioblanco (Tolima)] Kriegsverbrechen an Zivilisten begangen zu haben. In einem Fernsehinterview der BBC bestreitet er alle kursierenden Informationen über ihn. Er behauptet eigentlich völlig unbedeutend gewesen zu sein und das ihm die FARC nie vertraute, da man ihn für einen Infiltranten hielt.

Clara und Santiago in einem Camp der FARC
Wenn dem jedoch so sein sollte, wundert sehr seine Liaison mit der FARC-Offizierin Clara. Alle bei der FARC arbeiten unter einem Codenamen.

Es ist auch seltsam, das die FARC - wenngleich Freiwillige natürlich immer geprüft werden - bei einem Studenten aus Chile davon ausgehen sollte, er sei ein Agent des kolumbianischen Geheimdienstes. 


Da der Friedensprozess eine Generalamnestie vorsieht, wird man in dieser Angelegenheit auch nicht weiterkommen. Nach Informationen des kolumbianischen Geheimdienstes arbeitet Santiago inzwischen an regen Kontakten in Spanien. Und dank seiner "reinen Weste", die man ihm unhinterfragt glaubt und der EU-Visa Freudigkeit, kann er zumindest seine FARC Kämpferin mitbringen. 

Natürlich sind ausländische Kämpfer wichtig, wenn man im Ausland infiltrieren will. Und natürlich stellt man entdeckte Identitäten der möglichen Infiltranten nicht in die sensibelsten Positionen, was aber dennoch nicht bedeutet, dass diese Personen ganz und gar wertlos sind.

Das kolumbianische Militär ging ursprünglich davon aus, dass die Anzahl der Ausländer in den Reihen der FARC zweistellig sei. Es muss gesagt werden, dass darüber keinerlei Informationen existieren. Insbesondere seit Hugo Chavez begann, eine massive Versorgung der FARC über Venezuela und der Zustrom an Kämpfer von dort, liegt im völligen Dunkel.

Erstaunlich ist jedoch auch diesmal, genauso im Rahmen der Perestroika, dass die Menschen in purer Naivität in der Aussicht nach Frieden, bereitwillig jedes Wort glaubt, von Leuten die ans Morden, Rauben, Foltern und Lügen gewöhnt sind.

Auf FARC.de finden sie die persönlichen Erlebnisse ehemaliger Geiseln.



Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss! 



siehe auch:
Wie sich die globale Revolution finanziert Teil 1: Medellin und die Kommunisten

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