Dienstag, 30. August 2016

Schutzengel Orga erklärt Rothschild und russische Zentralbank

Was würden die Leute bloß machen, wenn es keinen Rothschild gäbe? Nachdem Schutzengel Orga seine kurze Anti-Putin-Phase überwunden zu haben scheinen, kehrten die Bipolaren wieder Heim ins Sammelbecken der Putinisten. Mit dem Artikel: Durch die Zentralbank Russlands hat Rothschild Russland und jetzt Putin in der Klemme - entschuldigen sie Wladimir Putin's Kriegsvorbereitung, mit den finsteren jüdischen Machenschaften der Rothschilds. Nicht Neu, nicht originell - ich weiß - aber immer noch wirksam, insbesondere in den niederen Abgründen der deutschen Dunkellinken.

Bezogen wird sich auf poznavatelnoe.tv, ein Beispiel Bolschewistischer Propaganda und Feindgesteuerter subversiver Kriegsführung im deutschen Hippiestaat. Der unerschöpfliche Quell der Inspiration von Ein-Mann-Staaten, sonstigen Reichsbürgern, Kommunisten und Nationalbolschewisten. 
Worum es tatsächlich geht, ist es jedoch einen "plausiblen" Kriegsgrund für Putin zu geben, den die hiesige Querfront der Dunkellinken intellektuell noch verarbeiten kann und das ist für gewöhnlich: Die Juden sind schuld!

Schutzengel Orga übernimmt unhinterfragt die Vorgaben von poznavatelnoe.tv und kaut sie wieder:
"Russland steht seit 1917 unter Handelsrecht, die USA seit 1871 durch den Patriot Act. … Die Situation 1917 war das Bolschewiken das Land übernahmen und das mit Geld der Rothschilds über Warburg durchführten. Allerdings haben sie dann den Geldgebern zugesagt, dass sie die Zentralbank und deren Geschäfte in die Hand der Rothschilds geben."

Die Zentralbank der Russischen Föderation (Bank Rossii) wurde am 13. Juli 1990 gegründet und wird durch die russische Verfassung Artikel 75 sowie Bundesgesetzen der russischen Förderation geregelt. Und hat gar nichts mit Rothschild zu tun, sondern befindet sich im Eigentum des Staates.

Tatsächlich wird sie historisch und rechtlich als Nachfolger der Bolschewisten Bank Gosbank (Gosudarstvenny bank SSSR) gesehen. Wurde Oktober 1921 gegründet. Aber daran war auch nichts Rothschild, sondern befand sich ebenfalls im Staatsbesitz. Übrigens haben die Bolschewisten alle Privatbanken enteignet und in der Gosbank zusammengeführt. 

Also dann war wenigstens die Zaristische Bank (gegründet 12. Juni 1860) in Rothschild Besitz? Mitnichten, die Statuten der Staatsbank des Russischen Reiches weisen sie als im Staatsbesitz befindlich aus, dass meinte damals in erster Linie den Zaren Alexander II.

Mit der Lancierung dieses Schwachsinn zeigt uns Moskau wiedereinmal, wie willig auf altbewährten Antisemitismus zurückgegriffen wird in Moskau, immer dann wenn man selbst in Schwierigkeiten gerät. 


Den bevorstehenden Crash in Moskau, entschuldigt man mit den Machenschaften von Rothschild, der den Messias Putin in den unehrenhaften Bankrott treiben will.

Das logische Ergebnis ist folgendes:

"Was Putin - hoffentlich zum Wohl aller Russen zumindest - vorhat, ist genau identisch mit dem, was Hitler gemacht hatte und wodurch er innerhalb kürzester Zeit das Deutsche Reich zur Weltmacht (im positivsten, edelsten Sinne) Nummer eins gemacht hat, indem er die Macht der jüd. Banken aushebelte." (siehe Screen, anklicken zum vergrößern)

Ich weiß auch nicht wie weit der deutsche Michel noch weiter verblöden wird, immer, wenn ich denke, wir haben die Talsohle erreicht, kommt jemand daher und beweist, es geht noch weiter Bergab.
Was soll der arme Wladimir im Kreml auch tun, wenn ihm die bösen Juden keine Wahl lassen? Er wird doch zum Krieg regelrecht gezwungen!

Und ja, es wird dasselbe geschehen, wie bei Hitler, dessen sozialistische Wirtschaft vor dem Zusammenbruch stand, Krieg, um dem unerehrenhaften Bankrott zu entfliehen.

Die schwindende russische Kaufkraft im Ausland zeigt, dass Russland in einer ähnlichen Situation steckt. Folgerichtig bereitet man sich auf den Krieg vor. Und in Deutschland gibt es genug Schwachmaten, deren Geistesfunke die Leuchtkraft eines nassen Streichholz hat, die ihm dabei gern helfen möchten.

Die Staatsbank kam 2014 in schwere Probleme, nicht aber wegen jüdischer Machenschaften, oder, wie Die Linke meint, der Kapitalismus versagt, sondern weil die realisierten Interventionen falsch waren. So ist es eben im realexistierenden Sozialismus. 

Vom Anfang der Ukraine Krise bis November 2014, verlor der Rubel ein Viertel seiner Auslandskaufkraft. Die Bank reagierte mit Erhöhung des Leitzins auf 9,5 Prozent und mit Rubelaufkäufen. Das half aber nichts, der Rubel stürzte ab, im Dezember wurde der Leitzins norchmals erhöht, aber die Währung hatte dennoch 20% seines früheren Wertes verloren. In der Nacht des 15. zum 16. Dezember erfolgte erneut eine Leitzinserhöhung auf 17%, doch der Rubel verlor ein Viertel seines Wertes.

Ausgelöst wurde dieser Verfall im Eigenverschulden und basierend auf einem Irrglauben, der weitverbreitet ist unter Kommunisten: Tawarisch, nix Kohle? Tawarisch, sich drucken Geld!
So druckten sie 11 Millarden Dollar im Gegenwert von Rubel und brachten es in Umlauf, was den Kursverfall auslöste.

Wohin das führt kann man am realexistierenden sozialistischen Desaster sehen, welches früher, unter dem Namen Venezuela, einer der reichsten Staaten der Erde war.


Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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