Mittwoch, 24. August 2016

Das Troyanische Pferd

J. R. Nyquist

Die Kunst der strategischen Täuschung ist älter als die Geschichte. Um sich aus einem Patt zu befreien, um einen stärkeren Gegner zu bezwingen, bedarf es der List. Vielleicht denkt Amerika, es sei zu intelligent, zu aufgeklärt, um in eine Falle zu gehen. Viele Amerikaner mögen insgeheim über die Dummheit der antiken Trojaner lachen und glauben, daß Amerika gegen Täuschung immun ist, daß Amerikas Feinde außerstande sind, ihren eigenen Zusammenbruch zu simulieren – hart errungene Positionen aufzugeben, um [ins gegnerische Lager] ein Trojanisches Pferd einzuschleusen.

Aber warum sollte es heute anders als gestern sein? Warum sollten die Amerikaner anders sein als die Trojaner?

In Wahrheit ist Amerika genau wie das Troja aus der Legende. Es wähnt sich als Sieger des sogenannten Kalten Krieges. Und anstatt ein Trojanisches Pferd hereinzulassen, haben wir Tausenden Trojanischen Pferden Tür und Tor geöffnet – in Gestalt ungezählter chinesischer und russischer Tarnfirmen, die im Speditionswesen, in der Frachtschiffahrt sowie im Bankwesen engagiert sind; in Gestalt von sog. Joint Ventures mit China; unter dem Deckmantel des Freihandels und der angeblichen Aussicht auf Bereicherung.


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Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss!

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