Samstag, 2. Juli 2016

Russland will reagieren, wenn Finnland der NATO beitritt

Wladimir Putin (l) mit finnischen Präsidenten Sauli Niibustro
in der Kultaranta Sommeresidenz in Naantali, Finnland am
1. Juli 2016 (Quelle: REUTERS)
Gestern brachte Wladimir Putin eine Truppenverlegung, der russischen Armee an die Grenze zu Finnland ins Gespräch. Auslöser dafür war die Annäherung des skandinavischen Staates an die NATO.

Natürlich geht es der NATO dabei um eine Komplettisierung einer Konfrontation vom Kaukasus bis zur Arktis. 

Doch Vorsicht bei einseitigen Betrachtungen. Das Engagement Putins in Syrien wird zwar mit ISIS begründet, es geht aber um eine Erweiterung des Machtbereiches. Es ist eben nicht nur die NATO die sich nach Osten ausdehnt. Die Aggressionen gegen die Ukraine sind Putins Werk. Moskau rückte mit China, Indien und Iran zusammen und dehnt sein Ambitionen im Nahen Osten weiter aus. Und mit der gegenwärtigen Präsenz in Venezuela und Kuba, steht Russland genauso an der Tür der USA wie umgekehrt. 

Erst kürzlich drohte Putin mit Angriffen auf Polen und Rumänien, wegen der Aufstellung von Abfangraketen, die gar nicht gegen ihn zielen, sondern gegen Iranischen Langstrecken Raketen mit Nuklearsprengköpfen, die gegen Europa zielen. Das Engagement der NATO im Baltikum war nur ausgelöst worden, weil Russland die territoriale Integrität der baltischen Staaten infrage stellte. Russische U-Schiffe drangen in norwegisches und britisches Hoheitsgewässer ein. Und Russland hatte vom Einmarsch in Schweden gesprochen. Die Erfahrungen Schwedens mit russischer Aggression sind eine ständige Größe in der Geschichte Finnlands.

Nach Darstellung von Wladimir Putin am vergangenen Freitag, sind die russischen Truppen gegenwärtig 1 500 Km von Finnland entfernt. Dies lässt sich aber auch nicht unbedingt für bare Münze nehmen. Doch versicherte der russische Präsident seinem finnischen Kollegen, bezüglich des Auslösers - russische Militärjets über der Ostsee - künftig Finnland im Vorfeld zu informieren. 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen