Montag, 20. Juni 2016

Ukraine und die Faschisten

Die Genossen, die gerne auf Faschisten in der Ukraine verweisen und ihre moralische Dauerempörung äußern, huch, nein, wie kann man nur diese Regierung unterstützen, sollen sich mal an die Geschichte der Ukraine erinnern. Wieder einmal bolschewistische Dampfplauderei!

Diese Bewegungen, an Stepan Banderas angelehnt, gehen zurück auf die antirussischen Bewegungen der 1940-er Jahre als die Wehrmacht (die Nazis charakterisierten die Ukrainer zu Untermenschen), zunächst als Befreier begrüßt wurden. Von allen Regionen der Sowjetunion hatte die Ukraine am schwersten unter dem Kommunismus zu leiden. Der Holodomor unvergessen und der schuldige Diktator immer noch am Ruder. Und auch beim Eintreffen der Wehrmacht liefen die Gulags auf Hochtouren.

Was muss dieses Volk für Leid erlitten haben, dass sie die anrückenden deutschen Truppen für Retter hielt? Und dieser Teil der Geschichte ist in der Ukraine nicht vergessen, wo man sich sagt, alles ist besser als von Moskau aus regiert zu werden.

Dass ach so große Leid Russlands im Zweiten Weltkrieg… Pustekuchen! Die deutschen Truppen hielten vor allem Baltikum, Ukraine und Weißrussland besetzt. Nur war Weißrussland ein Teil Polens gewesen, in dessen Besitz das Arbeiter- und Bauernparadies gelangt war, weil man Hitler zuvor super knorke fand. Abgesehen davon, waren nur sehr weniger russische Territorien besetzt.

Davon abgesehen sollten gerade die im Glashaus sitzenden Genossen zu diesem Thema lieber schweigen. Nicht nur wegen der Unterstützung einer Kommunisten-Neonazi Regierung in Griechenland. Sogar die Rosa-Luxemburg-Stiftung verlinkte im unterstützenden Sinn auf ihrer Facebookseite die Stepan Banderas Bewegung.

Die Rosa Luxemburg Stiftung unterstützt auch die Linke Opposition, die sich im April 2014 mit Sachist Prazi zur Sozialen Bewegung zusammenschloss. Diese „Neue Linke“ versteht sich als ukrainische Version von Syriza und ist genauso wie das Vorbild vom Kreml gelenkt. Mit dabei Oleg Wernik, ehemals Sachist Prazi, und Sascha Popowitsch. Dass beide 2003 aus dem trotzkistischen Komitee der Internationale rausflogen, wegen Unterschlagung, stört die Rosa-Luxemburg-Stiftung nicht.

Diese Neue Linke versucht nun gezielt antirussische Nationalistenbewegungen in der Ukraine zu unterwandern. Damit das klappt scheut man sich nicht entsprechende Positionen zu beziehen, wie etwa sich Pro NATO zu präsentieren. Es sind sehr eindeutig U-Boote, die das anti-russische Lager unterwandern, um sie zu kontrollieren und umzulenken.

Fedor Ustinov, Mitglied des Organisationskomitee von der Sozialen Bewegung trat sogar in das inzwischen aufgelöste Freiwilligenbataillon Schachtarsk ein und schmückte sich mit faschistischen Symbolen.

Andrij Ischtschenko war, bevor er zur Linke Opposition kam, Mitglied der Nationale Selbstverteidigung (UNA-UNSO) in Odessa. 2004 wurde er dort rausgeworfen. Diese Organisation wird von Die Linke zu den Ukrainischen Faschisten gezählt. Auf der Internetseite der Rosa-Luxemburg-Stiftung wird Ischtschenko als linker Aktivist aufgeführt. Bis heute grüßt Ischtschenko seine Ex-Kollegen der Nationale Selbstverteidigung als Kameraden.

Kaum vorstellbar, dass dies Nelia Vakhovska, die Projektkoordinatorin in der Ukraine, und Ivo Georgiev, vom Zentrum für Internationalen Dialog und Zusammenarbeit der Stiftung, unbekannt sein sollte. Im Artikel Linke Aktivisten in der Ukraine leben gefährlich, nennen sie den Autonomen Widerstand eine Bürgerbewegung, obwohl ihre Die Linke sie als die Faschisten anprangert, wegen denen man Russland und nicht die Ukraine unterstützen sollte.

Und im übrigen bin ich der Meinung, dass die sozialistische Bewegung zerstört werden muss! 

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