Sonntag, 17. April 2016

Warum sind Linke so besorgt um "Islamophobie"? (Beispiel Großbritannien)

Dieser Artikel basiert auf der Arbeit von Brendan O'Neill: Why does the left care more about Islamophobia than anti-Semitism? aus dem The Spectator.

Warum zeigen sich Linke besorgter um Musel, als über Juden? Wenn Sie sich wegen dieser Frage nun gekränkt fühlen, dann bedenken Sie folgendes: 
Als die Londoner Polizei im August 2015 die aktuelle die aktuelle Kriminalitätsstatistik bekannt gab, zeigte sich die Kategorie Hassverbrechen als recht aufschlussreich. Es zeigte sich nämlich, das antisemitische Straftaten bezüglich 2014 um 93% anstiegen. Aktionen gegen Muslime um 70%. Aber, sowohl die BBC, Gaurdian und Independet sahen sich aufgrund der Kriminalstatistik einen Artikel zu schreiben, über den die zunehmende "Islamophobie" zu schreiben. Das hingegen der Anteil der antisemitischen Taten nahe zu um 100 % anstieg, blieb unerwähnt.
Die BBC-Schlagzeile lautete: Islamophobiekriminalität steigt in London um 70%.
Im Guardian: Hassverbrechen gegen Muslime steigen in London.
The Independent: Hasskriminalität gegen Muslime steigen in London um 70 %.
Aber die Hassverbrechen gegen Juden, werden nicht mal angedeutet. 

Nun wird aber auch nicht gesagt, dass diese "Hassverbrechen" gegen Muslime oftmal bereits in einem unerwünschte Bemerkung zum Kopftuch beinhalten. Man weiß bei Motzlem eh nicht mehr, wie man was sagen soll, alles beleidigt ihn. Klar ist also, dass die großen Leitmedien einen gekränkten Muslim für eine wichtigere Meldung ansehen, als zusammengeschlagene Juden.

Diese Entwicklung wird in den Medien immer selbstverständlicher. Offenbar als Teil der Umerziehung in der Bevölkerung. Es ist auch auffällig das hauptsächlich Akteure des linken politischen Spektrums, bei dieser Entwicklung agieren. (Daher kommt es wohl, wenn gesagt wird, dass jemand gelinkt wird.) Die Twitteraccounts der Linksaktivisten von Yasmin Alibhai-Brown, Diane Abbott beklagen ständig wie schwer es Muslime in dieser rassistischen Gesellschaft haben und verbrüdern sich ständig mit Akteuren, die den Tod von Juden fordern. Jeremy Corbyn verkehrt ständig mit Holocaustleugnern. 

Jede Lappalie wird in den Medien aufgebauscht, dass ein rassistischen Europa die Muslime hasst. Körperliche Angriffe auf Juden werden, wenn überhaupt, im Kleingedruckten erwähnt. In Manchester wurde ein Jugendlicher verprügelt, weil er verdächtigt wurde Jude zu sein. Ein spanischer Jude wurde tätlich angegriffen, man ritzte ihn ein Hakenkreuz in den Arm. Zwei Holocaustüberlebende wurden Amsterdam überfallen und als "schützige Juden" betitelt. Aber keiner dieser Fälle gelangte auf die Titelseite der großen Medien. Stattdessen kreiert man da den Glauben, es gäbe irgendeine gezielte Politik gegen Muslime. Und daraus ist erkenntlich welche Politik tatsächlich betrieben wird: Angriffe auf Juden sind nicht wert das man darüber berichtet.

Der Zenit dieser Heuchelei wurde erreicht, als kurz nach dem Charlie Hebdo Massaker vier Juden in einem Pariser Geschäft ermordet wurden. Aber alle links orientierten großen Medien berichteten besorgt über die Gefahr einer Zunahme der "Islamophobie", wegen Charlie Hebdo.
Am nächsten Tag wurden die Leichen via Flugzeug nach Israel gebracht. Im Fernsehen erschien George Clooney und redete bestürzt über die Islamfeindschaft in Europa. Sowas ist doch nicht mehr normal! Mögliche Angriffe auf Muslime sollen die Europa besorgter stimmen, als ein realer Mord an Juden.
Und genau in diese Kerbe schlagen auch die britischen Medien, wenn sie von der Zunahme der Islamophobie, um 70 % reden. Wenn der Brandanschlag von zwei Muslime auf eine Synagoge nicht mehr als antisemitisch motiviertes Verbrechen gesehen wird, von der Justiz in Wuppertal, dann steuern wir auf eine sehr beängstigende Entwicklung zu, die von der europäischen Linken vorangetrieben wird.

Die Linken in Europa sagen nun, dass sie vielleicht die aufgebrachten Gemüter beruhigen wollen, damit es nicht dazu kommt, dass unkontrolierte Horden durch die Strassen laufen und Muslimslynchen. Doch damit tun sie unbedachterweise den Multikultiwahn als gescheitert erklären. Wenn die Situation inzwischen derart Instabil geworden ist, dann doch wohl, weil die Lunte am Pulverfass beinahe abgebrannt ist.

Ein weiter Grund zu diesem Verhalten liegt jedoch darin, dass die Linken jedes antisemitisch motivierte Verbrechen, als Widerstand gegen die Politik Israels rechtfertigen. Die Irre Karen Armstrong predigte ihren Lesern, dass der Mord an den Juden in Paris nichts mit Antisemitismus zutun habe, sondern die Christen Schuld seien. Und Linke erklärten dann den Antisemitismus zur logischen und gerechtfertigten Gegenwehr auf die Politik Israels. Das führte nämlich dazu, dass insbesondere in der Riege der Landplage Gutmensch, Verbrechen an Juden als nebensächlich betrachtet werden.

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