Eine kleine Hilfe zum Erkennen und Ausstieg aus der sozialistischen Matrix.

Dienstag, 5. Januar 2016

7. Deutschlands Querfront: Stalin und Hitler, Brüder im Geiste


(Dieser Artikel ist stark gekürzt, siehe dafür ausführlich im Buch)


Es steht außer Frage, dass Stalin seinerzeit über die Vorgänge in Deutschland bestens unterrichtet war. Wahrscheinlich gab es einen regen Gedankenaustausch und einer inspirierte sich am anderen.

Das sie zusammenarbeiteten, schon vor dem Hitler-Stalin Pakt, dass geht hervor aus dem Umstand, das Stalin Befehle gab, woraufhin Molotow die Kommunistische Partei Deutschlands anwies, sie müssen für die Sache der NSDAP stimmen, bezüglich deren Volksentscheid gegen die sozialdemokratische Regierung in Preußen. (Die Komintern und Stalin. Sowjetische Historiker zur Geschichte der Kommunistischen Internationale, Berlin 1990, S. 106)

Es besteht Veranlassung anzunehmen, dass Stalin Hitler gegenüber Achtung, Sympathie, möglicherweise sogar Freundschaft empfand. Anders jedenfalls kann man die folgende Äußerung Valentin Bereshkows auf einer Rundertisch-Diskussion nicht verstehen. Der Dolmetscher Stalins sagte nämlich:

„Meiner Meinung nach spielte auch die Tatsache eine Rolle, dass, obwohl sich Stalin und Hitler nie trafen, zwischen ihnen eine persönliche Beziehung bestand. Als in Deutschland die Nacht der langen Messer' stattfand, fragte Stalin auf der ersten Sitzung des Politbüros: 'Haben Sie gehört, was in Deutschland passiert ist? Hitler, das ist ein toller Bursche! So muss man mit politischen Gegnern umgehen.' Darüber berichtete mir Anastas Iwanowitsch Mikojan, der an dieser Sitzung teilnahm." (zitiert in: Bühl, Achim (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Die sowjetische Debatte. Köln 1989)
Die ganze Zeit über machte die KPD der NSDAP keine Probleme, sondern befasste sich mit der SPD, ebenso wie die NSDAP. Sehr interessant!
Gemäß der Aussage des sowjetischen Historikers Daschitschew unterstützte Stalin die Machtübernahme der NSDAP 1933.
Der Nichtangriffspakt vom August 1939 war von Litwinow ausgearbeitet worden. Zum Endgültigen Abschluss kam aber Molotow. Litwinow war Jude und deshalb im Mai 1939 weggeschafft worden.
Unzweideutig dagegen ist der Toast, den Stalin anlässlich des Abschlusses des Nichtangriffspaktes im Beisein Ribbentrops (Außenminister Deutschlands) mit folgenden Worten aussprach:

„Da das deutsche Volk seinen Führer so sehr liebt, wollen wir auf die Gesundheit des Führers trinken.“ (zitiert in: Bühl, Achim (Hrsg.): Der Hitler-Stalin-Pakt. Die sowjetische Debatte. Köln 1989. S. 9)
Stalin hatte Mein Kampf gelesen, wie sein Biograph Wolkogonow berichtet. Stalin wusste also um Hitlers Ziele. Offenbar aber faszinierten ihn sein Programm und seine Vorgehensweise. Die spontanen Äußerungen zu Mikojan und im Toast auf Hitler, sowie der unbedingte Versuch, sich Hitler anzunähern und später engere Kontakte zu Hitlerdeutschland herzustellen, deuten doch wohl auf ein offensichtliches Faible Stalins für Hitler hin. Diese subjektive Neigung fand dann auch in die große Politik Eingang.

Auf dem 18. Parteitag der Kommunistischen Partei der Sowjetunion am 10. März 1939 wurden England und Frankreich als Hauptkriegstreiber dargestellt, die Deutschland bedrohen. Der Botschafter Graf Werner von der Schulenburg schrieb deshalb, verwundert in seinem Bericht, „dass sich die Ironie und Kritik Stalins erheblich schärfer gegen England, d.h. die regierende englische Reaktion wendete als etwa gegen die sogenannten Angreiferstaaten und insbesondere Deutschland.“ (Hass, Gerhard: 13. August 1939. Der Hitler-Stalin-Pakt. Dokumentation. Berlin 1990., S. 27)

Und der Militärattaché General Köstring schreibt am 13. März 1939 an General von Tippelskirch überrascht:

„Man muss sich fragen, welchen Zweck befolgt Stalin damit dass er uns ausgesprochen milde, wenn nicht gar wohlwollend behandelt? Andererseits, England, Frankreich und die USA als Hetzer zu einem Kriege Russland Deutschland anprangert. Letztere Staaten kommen entschieden schlecht weg.“ (Hass, Gerhard: 13. August 1939. Der Hitler-Stalin-Pakt. Dokumentation. Berlin 1990., S. 96)
Am 28. September 1939, nach der Niederwerfung Polens, wird ein deutsch-sowjetischer Grenz- und Freundschaftsvertrag ausgehandelt, der der UdSSR die Besetzung, der nach 1918 zu Polen gekommenen Gebiete bis zur sog. Curzon-Linie erlaubte und auch ihre Interessen im Baltikum, sprich Einverleibung der seit 1918 selbständigen Staaten Estland, Lettland und Litauen, wahrzunehmen.
Hier springen Parallelen zu Hitlerdeutschland in die Augen. Hitler hatte sich mit Billigung bzw. Duldung der Westmächte Österreich und einen Teil der Tschechoslowakei einverleibt, letztere war auch erst nach 1918 selbständig geworden. Was tat eigentlich Stalin mit Hilfe Hitlers anderes als Hitler mit Hilfe der Westmächte?
Oder wie ist es zu erklären, dass es am 22. September 1939 eine gemeinsame Truppenparade deutscher und sowjetischer Truppen in Brest-Litowsk, abgenommen von Brigadegeneral Kriwoschein und General Guderian, gab? Dieser symbolische Akt ist sicher als Höhepunkt der Annäherung an Hitlerdeutschland anzusehen.

In der Folgezeit wird die Annäherung der Sowjetunion an Hitlerdeutschland auch in Stalins Innenpolitik erkennbar. Der bisherige Kurs antifaschistischer Propaganda wurde aufgegeben. Die antifaschistische Zeitung Die Deutsche Zeitung von Exilanten in der UdSSR herausgegeben, wurde verboten und ihre Leitung verhaftet.
Hitlerreden wurden auszugsweise in der Prawda veröffentlicht, und Wolfgang Leonhard weiß zu berichten, dass in der Bibliothek für ausländische Literatur Nazizeitungen auslagen, und in der Öffentlichkeit konnte man manchmal Worte hören wie: Hitler Molodez (Prachtkerl). (Leonhard, Wolfgang: Der Schock des Hilter-Stalin-Paktes. München 1989, S. 76-79)

Nach der Niederwerfung Polens und dem Vorrücken der Roten Armee bis zur Curzon-Linie wurden weitere Übereinkünfte mit Hitlerdeutschland Realität. So wurden in der Folge von Stalin Hunderte von Kommunisten, die in der Sowjetunion unter falscher Anschuldigung mit und ohne Urteil in die Arbeitslager gesperrt worden waren, im Zuge der „Repatriierung“ an die Gestapo ausgeliefert und umgehend in Zuchthäuser oder (sehr wenige) in KZs geschafft. Margarete Buber-Neumann möge hier als Beispiel dienen. Sie kam aus einem Gulag in Karaganda ins Frauen-KZ Ravensbrück. (Buber-Neumann, Margarete: Gefangene bei Hitler und Stalin. Köln 1952) Dies allerdings wegen ihrer jüdischen Abstammung.
Wie konnte es dazu kommen, wenn die Sowjetunion kommunistisch war und Deutschland das Gegenteil? Der erste finnische Staatspräsident nach 1945, Paasikivi, weist in seinen Memoiren, auf die Ähnlichkeiten der Systeme Hitler-Deutschlands und der Sowjetunion hin, die diese Zusammenarbeit erleichtert hätten. (vgl. Leonhard, Wolfgang: Der Schock des Hilter-Stalin-Paktes. München 1989, S. 48)

Der Glaube das Adolf Hitler Rechter gewesen wäre, beruht auf der Anweisung Moskaus, in den Ländern Europas dafür zu sorgen. Wofür sich die linken Intellektuellen auch bereitwillig prostituierten. Es war Stalin peinlich, dass Hitler ihn so sehr hatte täuschen können, dass er nicht an den Angriff auf die UdSSR glauben wollte. Hitler wollte eben keine Marionette Moskaus sein, aber dennoch, es war die KPD die seinen Aufstieg unterstützte.
Als dann Hitler im April 1945 Selbstmord begann, war er mit der Roten Arme konfrontiert und ihm war klar das Stalin sich rächen würde. Die anderen Alliierten waren nicht daran interessiert Hitler politisch zu zuordnen. Die UdSSR hingegen war sehr daran interessiert, dass man Hitler nicht mit ihnen in Verbindung brachte. Marxistische Historiker waren fleißig bemüht aus Hitler einen Rechten zu machen. Dies war bereits teil der Propaganda des aufbrechenden Kalten Krieges, weshalb man Hitler zum Produkt des Gegners machte. Die Rote Armee war eifrig bemüht verräterische Dokumente in Berlin zu vernichten.
Aber dennoch tauchten einige Dokumente auf, oder man übersetzte Bücher und wertete sie anderswo aus. Aussagen der Verhöre wurden in Zusammenhang gesetzt. Es gab die Memoiren von Albert Speer, die bekannt wurden. Die zuvor vernachlässigten Aussagen von Hermann Rauschning's Hitler spricht aus dem Jahre 1939 wurden mit einbezogen. Da waren die unbekannten Aufzeichnungen des da schon Toten Otto Wagener und die Aufzeichnungen von Goebbels.

Es gibt zwar durchaus Antibolschewistische Reden, besonders gegen die UdSSR, aber das war die Propaganda. Sogar bei der frühen KPD (gegen die Bolschewisten) gab es das. Das sollte die Unabhängigkeit suggerieren. Auch in der UdSSR war man keineswegs noch Bolschewisten, dass war inzwischen nur noch ein Kampfbergriff. Bei denen handelt es sich um eine spezielle Gruppe innerhalb der sozialistischen Koalition, die sich an der Oktoberrevolution beteiligte. Lenin entfernte die Bolschewisten aus der KPdSU und zwar wegen deren militanten und offenen Antisemitismus, der Lenin zu dieser Zeit nicht ins politische Konzept passte. Doch änderte sich das nur wenige Jahre darauf wieder. Und was sollte das für Entschuldigung sein, wenn nationalsozialistische Politiker gegen kommunistische Antisemiten schimpfen? Es handelt sich also nicht um ein Argument, sondern um einen Kampfbegriff. Aufgrund all dieses Materials ist es nicht mehr leugbar das Hitler nichts anderes war, als ein Sozialist, in seiner eigenen Variation, dennoch aber gefördert von den Kommunisten.

Die NSDAP hatte zunächst genauso agiert wie jede andere Sozialistische oder Kommunistische Partei. Der Erfolg blieb jedoch aus. Paul Joseph Goebbels sah dafür Adolf Hitler verantwortlich und strebte ein Parteiausschlussverfahren gegen diesen an. Der spätere Propagandaminister, der während des Kapp Putsch eben nicht die Rechtsradikalen, um Kapp, sondern die Rote Ruhrarmee unterstützte, sah Hitler nicht radikal genug für die Probleme der Arbeiterklasse. Goebbels strebte die Revolution an. Hitler den Langenmarsch durch die Institutionen. (vgl.: Höver, Ulrich: Joseph Goebbels. Ein Nationaler Sozialist, Bouvier, Bonn 1992, S. 38 f., 41-46; Reuth, Ralf Georg: Goebbels, Piper, München/Zürich 1990, S. 46-47)
Es gilt zu bedenken, dass die KPD, von den Demokraten deshalb bekämpft wurden, weil sie aus Moskau gesteuert waren. Was läge also näher, als eine sozialistische Partei zu gründen, die sich betont National präsentierte, darum das Hakenkreuz verwendete, und von den Kommunisten unterstützt wurde. Insgeheim freilich, damit die neue Partei nicht auch mit Moskau in Verbindung gebracht wurde. Und dies geschah auch nachweislich so. All das Gefasel von Tradition und christliche Werte, waren die Propaganda, genauso verwendet wie es die Linken von heute tun. Hitler machte sehr wohl klar, dass sein Hauptfeind die Christen waren. Die Juden jedoch konnte er als Fremdkörper darstellen, nicht jedoch die deutschen Christen. Was wäre sonst übrig geblieben, hätte er die Christen so behandelt wie die Juden? Aber er wollte das Christentum zerstören, wie es heute selbst von Kirchenvertretern getan wird. Letztlich also siegt Hitler. 

Das Eintreten für Minderheiten dient dem Bündeln von Kleingruppen zu einer gemeinsamen Macht. Die NSDAP tat das genauso. Doch als sie die Macht errungen hatten, taten sie das ganze Gegenteil. Zerstörten die deutschen Traditionen und versuchten das Christentum gegen eine Neureligion auszutauschen, die sich der Elemente von Islam und etwas Buddhismus bediente. Die Naturreligion der Germanen kannte keinen Führermythos, wie Hitler es wollte und war den Nazis daher unbrauchbar.

Als Hitler sich dieser nationalen Taktik bediente setzte der Aufstieg ein, aber es war der falsche Patriotismus, den wir heute wieder finden. Teil des Planes war gewiss auch, vom Lebensraum im Osten zu reden. Darum wurde er auch von Westeuropa unterstützt, mit der Zielsetzung ein Bollwerk gegen die Russen zu sein. Denn Stalin war mit der These vom Volk ohne Raum vertraut, dennoch kam es zum Pakt zwischen ihnen. Doch schon zuvor waren Soldaten der damals noch Reichswehr in der UdSSR ausgebildet worden, insbesondere Panzerwaffe und Luftwaffe, um den Versailler Vertrag zu umgehen. Bezüglich des Einfall in Polen konfrontieren Hitler zwar die westlichen Staaten, griffen aber nicht an, es war die Wehrmacht die invasierte.

Später griff man zwar wirklich die UdSSR an, aber weil Hitler stets die Möglichkeiten nutzte, bis er meinte, er brauche seine Gönner nicht. Er ging auch in den eigenen Reihen gegen jene vor, die zu mächtig wurden. Zum Beispiel in der Langen Nacht der Messer, wegen der ihn gerade Stalin lobte. Auch Che Guevara empfahl diese Strategie.

Joseph Goebbels sprach hingegen immer wieder mal vom „heiligen Russland“. Dieses würde auch einen Neuen Menschen erschaffen, er benutzt dafür die Formulierung „kommender Mensch“. Dieses Geschehen sollte in einer engen Wechselwirkung mit Deutschland ablaufen, möglicherweise auch in einer kriegerischen Auseinandersetzung. Aber nicht um Land oder Macht sollte gekämpft werden, sondern „um die letzte Daseinsform“. Also den wahren Weg zum Kommunismus. (Zelle,Karl-Günter: Hitlers zweifelnde Elite: Goebbels - Göring - Himmler - Speer, Schöningh Padderborn, 2010)

Goebbels verstand sich als Sozialist. Er verherrlichte den Arbeiter und wollte sich innerlich mit ihm verbunden fühlen. Sein Abscheu galt der „Bourgeois“, also den Rechten, so wie jedem sonstigen Linken auch: Dies meinte nicht den Kapitalist, denn das ist der Imperialist, sondern das Bürgertum. Der erste Feind war also die Mittelschicht. An Kommunisten gefiel Goebbels ihr revolutionärer Eifer und der Hass auf das Bürgertum. Sozialdemokratie und Liberalismus waren die gemeinsamen Gegner. Trennend war für ihn die internationale Ausrichtung des Kommunismus, während er selbst einen nationalen Sozialismus zu errichten gedachte. 
Noch 1925 wollte Goebbels das Eigentum breit streuen, so wie Die Linkspartei heute, es in die Hände dessen geben, „der daran schafft mit Hirn und Hand“. Wovon Hitler ihn im April 1926 überzeugte, war etwas anderes:
„Gemischter Kollektivismus und Individualismus. Boden, was drauf und drunter dem Volke. Produktion, da schaffend, individualistisch. Konzerne, Truste, Fertigproduktion, Verkehr etc. sozialisiert. Darüber lässt sich reden. Er hat das alles durchgedacht.“
Hitlers Ansicht unterschied sich da von den Kommunisten, aber, weil er sah was nach der Oktoberrevolution in Russland passiert war: „Warum sollten wir die Menschen enteignen? Wir sozialisieren einfach den Menschen.“ Wie im Sozialismus und Kommunismus stand also die Gleichheit der Menschen auf dem Programm, wie damals in der Französischen Revolution, oder heute bei der deutschen Linken. Gleichheit bedeutet Faschismus und Totalitarismus, in einer freien Gesellschaft muss es ungleiche Menschen geben und das ist dann Vielfalt und Bunt. Nichts der Schwachsinn von Die Grünen und Linkspartei.

Wie in Russland erkannte Goebbels im erreichen der Sozialismus den Juden als das Problem, aber als Teil der Ausbeuter der Arbeiterklasse. (Antisemitismus politisch korrekt)

Der Aufstieg der NSDAP kam, als man die offenen Bezüge zum Kommunismus sein ließ, denn das schreckliche Walten der Kommunisten in der UdSSR war allen bekannt, und so präsentierte man sich betont National. Doch dahinter steckt eine politische Strategie, die Verbindungen zur UdSSR blieben unverkennbar.

Bewusst verweigerten sich viele Historiker, da selbst Marxisten, mit der Natur von Hitlers Geist ehrlich zu befassen und zu analysieren. Im Eigeninteresse präsentierten sie den Nationalsozialismus als Kreuzzug gegen den Kommunismus, eingefädelt von den kapitalistischen Staaten Europas und USA, aus dem simplen Grund, dass dies der Propaganda des Kalten Krieges entsprach. Auch die Westdeutschen Linken Historiker waren auf der Gehaltsliste der Stasi.

Hermann Rauschning, um ein Beispiel zu nennen, selbst Kommunist aus Danzig wurde zum Nazi, wegen Hitlers Idee zu einer kompletten sozialistischen Revolution. Er sagte zur Frage, wie er zum Nationalsozialismus kam:

„Ich habe den größten Teil vom Marxismus gelernt und zögere nicht das zuzugeben.“
Seine Aussagen musste ich aus dem Englischen ins Deutsche zurückübersetzen. Es ist nahezu unmöglich in Deutschland derartige Quellen aufzutreiben und bin deshalb auf Publikationen des nicht von Linken kontrollierten Marktes und Medienwesens angewiesen.
Er wies darauf hin, dass niemand den Nationalsozialismus verstehen kann, wenn er nicht Marx gelesen habe. Für ihn war die Oktoberrevolution 1917 keine russische Angelegenheit, sondern der Beginn einer sozialistischen Weltrevolution, die noch immer in Gang ist. Hitler war nur Teil des Planes der Sowjetunion zur Eroberung Europas. Daher griff Deutschland zunächst nur den Westen an.
Rauschning sagte, das die Unterschiede zu den Kommunisten nicht ideologisch waren, sondern auf einer Taktik beruhten. Deutsche Kommunisten waren in den Plan eingeweiht, durch Molotow. Sie unterstützten den Aufstieg der NSDAP, auch durch Propaganda mündlich wie schriftlich. 
„Ich sah erst bei Hitler in die Tat umgesetzt, was ihre (die Kommunisten) Schreiberlinge und Propagandisten zaghaft begannen. Der ganze Nationalsozialismus beruhte auf Marx.“
Alle Reden von Hitler oder gar Mein Kampf, lassen den Marx durchblicken. Ich habe Experimente gemacht und Reden und Aussagen Hitlers bei Politikern und Parteien der Sozialisten und Marxisten gepostet: Die Linkspartei, MLPD, Antifa, namentlich bei den Politikern Gregor Gysi, Anja Kipping, Sarah Wagenknecht, Christine Buchholz, Claudia Roth, Jutta Dittfurth. Alle Kommentare fielen durchweg positiv aus. Niemand merkte, das ich lediglich komplette Reden von Hitler zitierte.
Der Nationalsozialismus, wie der Marxismus waren eine Ideologie, nicht wie die Sozialdemokratie eine Ansammlung von Legislaturanträgen. Der Nationalsozialismus war eine Ideologie über die Menschheit, nicht nur über Deutsche. Genauso wie der Marxismus. Aber die Punktation war eine andere, mehr nicht. Davon abgesehen, hatten beide Ideologien das Problem, was machen mit jenen, die nicht zum Neuen Menschen dienten? Und beide Linien kamen zur gleichen Antwort: KZ oder Gulag.

Widerstand erhielt Hitler nie von den Linken. Georg Elser war ein Einzeltäter aber kein Kommunist (er war lediglich 3 Monate im Roten Frontkämpferbund). Die anderen gefeierten Persönlichkeiten, Schindler, ein Industrieller, oder von Stauffenberg, der Graf, waren Rechte. Immer misstraute Hitler der Wehrmacht, weil dort die Konservativen waren. Die Waffen SS war kontrolliert von Leuten, die aus den sozialistisch/kommunistischen Bewegungen kamen.
Und so sagte es Hitler selbst: „Die Zukunft des Sozialismus liegt im Volk.“, nicht im Internationalismus. Das war seine Unterscheidung zu Marx, nicht mehr. Gemäß Hitler sollte die unternehmerische Klasse, die Rechten also, „verwendet werden, nicht zerstört“. Und das in dem Sinne, dass man durch Ausbeutung der Mittelschicht den Sozialismus finanziere. Ich weise daraufhin, das dies genau gegenwärtig in Deutschland erneut geschieht. Die Mittelschicht wird ausgebeutet, was zu einer erhöhten Arbeitslosigkeit der Arbeiterklasse und Verarmung der Mittelschicht und Zerstörung der Wirtschaft führt. Gleichzeitig zu einer Zunahme des Reichtums der Oberschicht. Hier ist es, wo Neoliberale und Sozialisten auf einen gemeinsamen Nenner kommen. Und warum Neoliberale die Linken unterstützen. Danach kommt freilich die notwendige Auseinandersetzung zwischen Oberschicht und den verarmten Massen, die sozialistische Revolution.

Hitler hatte seine eigenen Lehren aus der russischen Revolution gezogen. Hier in der Tat kam es zum Bürgerkrieg der Rechten (Weißgardisten) gegen die Linken (Rotgardisten). Der Bürgerkrieg war lang und Blutreich und schwächte das russische Reich. Hitler wollte das im Falle Deutschlands unbedingt vermeiden.

Harold Nicolson, Sozialdemokrat und nach 1945 Mitglied des britischen Unterhaus, studierte im Januar 1932 politische Schriften in einem Hotelzimmer in Rom. Er klassifizierte danach den italienischen Faschismus als einen militarisierten Sozialismus. Dabei waren hier die Unterschiede zur Sowjetunion sehr viel größer, als der deutsche Nationalsozialismus sie aufwies. „Es ist ein sozialistisches Experiment, das den Individualismus zerstört“, sagte Nicolson: Alle sind eben Gleich im Sozialismus.
Moskau hingegen nannte den italienischen Faschismus die letzte Phase des Kapitalismus, die den Übergang zum Sozialismus vorbereitet.
Die BBC berichtete 1934 von Studenten in Nazi-Deutschland, im Bezug auf die Erlebnisse und Veränderungen nach Hitlers Machtübernahme. Man kam zum Resultat es sei „der Aufbau eines neuen deutschen Sozialismus“.

Im Bezug auf den spanischen Bürgerkrieg 1936 zeigt sich, das sehr viele westeuropäische Linke Intellektuelle die Auffassung vertraten, das Stalin falsch lag und Hitler recht hatte. Daran endet auch kein Hemingway etwas. Der Abschluss des Hitler-Stalin-Paktes wurde gesehen, als die Beilegung der Differenzen innerhalb des europäischen Sozialismus.

Die Stimmung der Linken Intellektuellen begann um zuschlagen als Hitler in Polen einfiel. Doch da wo das Nazi Regime gegen Kommunisten vorging, war dies eine Angelegenheit der Polizei, heißt von untergeordneter Bedeutungen. Ebenso wurden Linke nur dann in Vernichtungslager eingeliefert, wenn sie noch andere Gründe vorwiesen, etwa eine jüdische Herkunft. Nicht jedes KZ war auch ein Vernichtungslager, was viele gern vergessen zu erwähnen. Auch in Auschwitz gab es Teile, die unter weitaus weniger gespenstigen Umständen existierten.
Kurz nach dem Fall von Frankreich 1940, bezeichnete Orwell in The Lion and the Unicorn genau diesen Kriegsverlauf als „physischen Entlarvung des Kapitalismus“, die „Planwirtschaft ist stärker als eine planlose.“ Obwohl er Hitlers Sieg als Tragödie betrachtete. Die Planwirtschaft war Hauptmerkmal des Sozialismus. Orwell war sich sicher, dass der Nationalsozialismus aus dem Sozialismus kam, „nur solche Eigenschaften machten es effizient für Kriegszwecke“. (Vergleiche die Bedeutung von Sparta, für die Sozialismus/Kommunismusidee) Hitler war zu diesem Zeitpunkt bereits am Punkt der kompletten Sozialisierung Deutschlands. „Tatsächlich, Deutschland hat sehr viel gemeinsam mit einem sozialistischen Staat.“ schrieb Orwell noch kurz vor dem, Falls Barbarossa, dem Angriff auf die Sowjetunion.

Die Juden, gemäß Hitler und Stalin, waren der Errichtung des Sozialismus grundsätzlich im Wege, da sie nicht reformierbar seien. Gemäß Wagener hatte auch Hitler eine Sicht über den Sozialismus der Völker. Genauso wie Marx und Lenin. Und seine Morde dienten der Schaffung des Neuen Menschen im Sinn des Sozialismus. Hitler war nur ein unorthodoxer Marxist. Der versuchte diesen zu reformieren, wo Marx seiner Meinung nach irrte.

Goebbels notierte in sein Tagebuch am 16 Juni 1941, dass der Angriff auf Russland, der 5 Tage später erfolgte, notwendig sei, da der Bolschewismus von Juden unterwandert sei. Eine Paranoia die er mit Stalin teilte, auch wenn der dachte sich dieses Problem durch ethnische Säuberungen der Partei zu entledigen. Die Nazis glaubten, das die Infiltrierungen zu weit fortgeschritten war und das die Juden ihnen von dort aus in den Rücken fallen würden. Goebbels war sich aber sicher, der echte Sozialismus würde der Nationalsozialismus sein.
Interessant zu diesem Thema ist The Lost Literature of Socialism von George Watson erschienen bei Lutterworth.

In den 1930-er reiste der Kommunist Shaw in die Sowjetunion (Wer erfand das Vergasen?), wegen der Verlegung seiner Werke auf Russisch. Wie bereits erwähnt, in On the Rocks verteidigte er die Zwangsenteignungen und Morde in der Ukraine. Die russischen Gulag beschrieb er im Westen mehrmals als eine Art Feriencamps, „aus denen es schwer ist hinaus zu kommen“. Wahrhaft ein Zyniker! Shaw war nicht der einzige Linke im Westen, der Stalin als den netten Kerl beschrieb, der zu harten Maßnahmen gezwungen wurde. Und im Prinzip lügt die Linke heute noch wie damals.
Zur selben Zeit gründete der NSDAP Politiker Gregor Strasser, er leitete die Partei in Norddeutschland einschließlich Berlin, die „Schwarze Front“ (heute redet man bei der Antifa vom Schwarzen Block, ist aber die selbe Politik) innerhalb der NS-Bewegung. Die allerdings weniger Schwarz war, sondern ironischerweise „Rot“. Sie plädierten zu einem Bund mit den nationaldenkenden Kommunisten in der UdSSR. Sein Sekretär war dabei Joseph Goebbels. Im Süden Deutschlands etablierte sich eine Strömung innerhalb der NSDAP, die von der Schwarzen Front als reaktionäre und konservative Antwort gesehen wurde.
Im gleichen Jahr gab die KPD die "Programmerklärung zur nationalen und sozialen Befreiung des deutschen Volkes" heraus. (Marx-Engels-Lenin-Stalin-Institut, 1973, S. 275-281, Dieses Manifest ging auf eine Initiative der Komintern zurück. Ein Entwurf war dem ZK der KPD vom EKKI am 23. Juli 1932 übermittelt worden. Am 24. August veröffentlichte die KPD diese Deklaration mit kleineren Änderungen.) Darin bekräftigte die deutsche Linke auf den Sturz des Kapitalismus zu zu arbeiten und den Sozialismus einzuführen. Doch davon abgesehen stellte das Programm ein „ganz von nationalen Gefühlen durchtränktes Selbstbildnis“ (Spiegel, 1986, S. 146) dar. Das Hauptanliegen der KPD wurde als „nationale Befreiung Deutschlands“ bezeichnet. Der NSDAP warf man „nationalen Verrat“ vor und propagierte sie zur subversiven Kreation angelsächsich-jüdischer Finanzkreise. Deren Agitation sei lediglich Demagogie, um die Bevölkerung von ihren „wahren Interessen“ abzulenken. Wenn Sie das nun mit der Geschichtsdarstellung der heutigen Linken Historiker vergleichen, werden Sie feststellen, dass die immer noch das selbe sagen. Es war aber Wahlkampfpropaganda der KPD gewesen, nicht mehr.
Tatsächlich war die KPD damals gegen den Young Plan, gegen jede Reparationszahlungen Deutschlands und lehnte den Versailer Vertrag komplett ab. Und mit diesen Forderungen stand die KPD ganz dicht an der Ideologie der NSDAP, nur warf man der NSDAP Missbrauch der nationalen Frage vor und betonte seine eigene patriotische Aufrichtigkeit. Tatsächlich wurden die Reparationszahlung schon 1931 eingestellt, aber nur, weil hier KPD und NSDAP zusammenarbeiteten. Beide Parteien nannten den Versailler Vertrag einen Garanten für „Raubfrieden“ und Versklavung der Arbeiterklasse. Zur Macht gelangt, werde die KPD „alle sich aus dem Versailler Frieden ergebenden Verpflichtungen für null und nichtig erklären“.
Die KPD, die sich bereits Dezember 1918 unter russischer Federführung aus dem Spartacusbund bildete, war strikt auf Lenin fixiert. Die Ansichten von Liebknecht und Luxemburg waren dort eine Minderheitenmeinung. Es kam zu einem Aufstand nach russischem Vorbild, der aber niedergeschlagen wurde und Liebknecht und Luxemburg wurden exekutiert. Die deutschen Arbeiter schlossen sich nicht an, der Kommunismus war in Deutschland nicht beliebt. Schon 1923 gab es einen erneuten Putsch der KPD gegen die Weimaer Republik, die von einer SPD-Regierung blutig niedergeschlagen wurde. 1925 wurde der extrem-radikale Hamburger Ernst Thälmann Parteichef, der blind Moskau hörig war. Er war früher 14 Jahre SPD Mitglied gewesen. 1920 war er in die KPD eingetreten. Im Jahr darauf reiste er nach Russland und lernte Lenin kennen. Die sozialdemokratische Tageszeitung Volkswacht nennt im Februar 1932 Thälmann einen Agenten Moskaus, der dem selben Agenten-Stall entsprungen sei wie auch Fritzi Friedländer aus Wien, die sich in Deutschland Ruth Fischer nannte und in den Parteivorstand der KPD gehoben wurde. Die sozialdemokratische Volkswacht berichtete:

„Es kamen Heinz (Felix) Neumann, der später als der kommunistische Tschekamörder Schlagzeilen machte, der unter der Zentrale von Ruth Fischer-Thälmann den angeblichen Spitzel Rausch ermordete, und der eine Tschekatruppe leitete, die mit Bomben und Cholerabazillen ausgerüstet war. Dieser tschekistische Vertrauensmann Thälmanns wurde von den Nationalsozialisten mit offenen Armen aufgenommen und hielt Propagandareden für den Faschismus und für Adolf Hitler.“
Und jetzt wird es spannend:
„Wählt Thälmann!“ So ruft die Kommunistische Partei den Arbeitern zu. Sie könnte ebenso gut rufen: Wählt Hitler! Denn jede Stimme für Thälmann kann Hitler auf sein Konto buchen. Er kann die ganze Kommunistische Partei auf sein Konto buchen. Ohne den Wahnwitz und die Verbrechen der KPD, ohne die systematische Schwächung und Spaltung der deutschen Arbeiterschaft durch die Kommunisten könnte die faschistische Welle von heute nicht existieren, könnte sich kein Hitler und keine SA halten!“
Der hier angesprochene „Felix“ Heinz Neumann, war auch Mitglied der SA gewesen. SA-Sprecher traten vielfach bei KPD-Kundgebungen auf. (London Socialist Historians Group - The official blog of the LSHG - Email Keith Flett at keith1917@btinternet.com für mehr Information: Tuesday, 7 February 2012, Merilyn Moos on researching the KPD, 1929-37, From the personal to the political. Researching the KPD 1929-37 by Merilyn Moos http://londonsocialisthistorians.blogspot.de/)

Zur Verdeutlichung dieser Formulierungen das Wahlergebniss von 1932: Am 6. November bekam die SPD 21,6% der Stimmen, die KPD 16,9% und das Zentrum 11,9% zusammen 50,4% gegenüber 33,1% Stimmen für die NSDAP. Man fragt sich, warum die KPD mit der SPD kein Bündnis einging, um so Hitlers Wahlsieg zu verhindern.
Den Grund lesen wir in der Programmerklärung des Zentralkommitees der KPD vom 24. August 1930:

Alle Handlungen der verräterischen, korrupten Sozialdemokratie sind fortgesetzter Hoch-und Landesverrat an den Lebensinteressen der arbeitenden Massen Deutschlands. Geholfen hat diese Erklärung nichts, trotz der ideologischen Nähe der KPD zu den Nazis. KPD-Mitglieder wie rechte sozialdemokratische Volkswacht Redakteure mussten 1933 untertauchten, oder verschwanden in einem KZ Hitlers.
Der Kreuzzug der KPD gegen die SPD galt als die deutsche Parallele zur sowjetischen Auseinandersetzung zwischen Stalin und dem gemäßigteren Bukharin-Flügel der KPdSU; er sollte etwaige Sympathisanten des Bukharin-Tomsky-Rykov-Lagers bekämpfen.
Stalins und Hitlers Massenmorde kommentierte Kommunist Shaw, insbesondere auf das Umgehen mit Juden, wie folgt:

„Wir können uns nicht leisten, moralisch zu denken, wenn unsere kühnsten Nachbarn ... human und vernünftig eine Handvoll Ausbeuter und Spekulanten liquidiert...“
Vertiefen wir die Sicht auf die Kooperation von Kommunisten und Nationalsozialisten. Und das am besten mit einem konkreten Beispiel aus Deutschland. Lediglich zwei Tage vor den Reichstagswahlen von 1932 marschierten KPD und NSDAP gemeinsam in der Hauptstraße von Schöneberg, um einen Streik in der BVG zu unterstützen und gingen gemeinsam gegen Streikbrecher vor. Es kam dabei auch zu gemeinsam koordinierten Angriffen auf die Berliner Polizei. Eine Szene die sich in dieser Zeit an vielen Punkten in Berlin wiederholte. Der Tag ging als „roter Freitag“ in die Geschichte ein. Nicht wirklich ungewöhnlich für die Zeit in der die Weimarer Republik ihrem Ende zuging. Leider ein Spiel das sich gegenwärtig wiederholt. Hunderte starben 1932 in Straßenkämpfen, allerdings nicht KPD gegen NSDAP, sondern gemeinsam als Genossen.

Moment, mag da jemand sagen. Aber der berühmte Horst Wessel, SA-Mann und Kompositor von Die Fahnen hoch war doch von einem Kommunisten ermordet worden? So einfach war die Geschichte aber nicht. Es waren die Nazis, die ihn zum Martyrer machten, weil sie sich der wahren Begebenheiten schämten. Das gab ihnen die Chance alles als Verleumdung des großen Helden abzutun.

Der Täter war der aktive Kommunist Albrecht Höhler, genannt Ali, und man könnte ihn wirklich als einen klassischen Antifa sehen, das Paradebeispiel des Gesindels. Er war Mitglied der KPD und des damals verbotenen Frontkämpferbundes. Zum Zeitpunkt, als er Horst Wessel in den Kopf schoss, war er schon sechzehn Mal vorbestraft, darunter saß er 30 Monate im Zuchthaus wegen Zuhälterei. Er war ein arbeitsloser Tischler von 32. Jahren.

Horst Wessel hatte gerade 22 Jahre, war Student der Rechtswissenschaften, Führer des SA-Sturms 5 in Berlin-Friedrichshain und er war verliebt in eine Prostituierte, die er von der Strasse holen wollte und die bereits mit ihm lebte. Das Problem, ihr Zuhälter hatte was dagegen und das war Albrecht Höhler gewesen. Ja, die Geschichte von KPD und NSDAP ließt sich wie ein Artikel in der Boulevardpresse.

Berthold Brecht spottete:

„Bei der Suche nach einem Helden, der wirklich passt, so dass man, an ihn denkend, sogleich an die Bewegung, und an die Bewegung denkend, sogleich an ihn denken musste, entschied sich die nationalsozialistische Bewegung, sicher nach langem Schwanken, für einen Zuhälter.“
Wessel war schnell in der SA aufgestiegen, er hatte viele vom Frontkämpferbund für die SA werben können. Historiker Helmut Heiber vom Münchner Institut für Zeitgeschichte, charakterisierte ihn unbewusst, als eine Art Frühversion der 68-er: "Trotz gegen seine bürgerliche Herkunft und Umgebung" führte Wessel nach dem Tod des Vaters zur SA, Der gleiche Trotz habe ihn aber auch in „Kaschemmen und Destillen verrufenster Art“ getrieben. Sein Jurastudium gab er auf, um sich als Taxifahrer oder Bauarbeiter durchzuschlagen.
1929, nach einer abendlichen Schlägerei, kam er zum Lokal Mexiko (am Alexanderplatz). Dort sah er einen Mann, der ein Mädchen mit der Faust ins Gesicht schlug, immer wieder. Als sie fiel, begann der Mann auf sie einzutreten. Es war die damals 18jährige Nutte Erna Jänicke. Wessel half ihr und schlug ihren Peiniger, der aber für Höhler arbeitete.
Jänicke zog nur wenige Tage später zu Wessel, in Großen Frankfurter Straße Nr. 62, wo der SA-Mann Mieter der Witwe Elisabeth Salm, die aktive Kommunistin wie ihr verstobener Mann war (es wird immer besser!). Diese ganzen Angaben beruhen auf den Aussagen der Erna Jänicke vor dem Gericht in Moabit: „Als ich zu Horst Wessel in Beziehung trat, gab ich diesen gewissen Beruf auf.“ Und fügte hinzu, das Wessel sie zum Nationalsozialismus bekehrte. Bertolt Brecht mokierte:

„Auch das Deutschland der Prostituierten musste zum Erwachen gebracht werden. Es hatte zu erwachen aus dem Bei-Schlaf, der ihm ... zugefügt wurde.“
Am 14. Januar, so stellte das Gericht fest, kam es zum wiederholten Male zum Streit zwischen der Vermieterin und dem illustren Pärchen. Es ging vor allem um Erna, die Miete und verwahrloste Küche. Diesmal rannte die Witwe in die Kneipe Bär, einem Treff der Kommunisten wo sie Höhler aufforderte, das missratene Weibsstück aus ihrem Haus zu schaffen. Der kam sofort mit einem knappen Dutzend, drei mit Schusswaffen, von seinen KPD-Mafia-Kollegen daher, um seine ehemalige Angestellte abzuholen. Als Wessel die Tür öffnete, schoss ihm Höhler sofort in den Kopf und sagte: „Du weißt, wofür du das bekommen hast.“ Wessel starb erst 5. Wochen später im Krankenhaus.
Brecht, der einzige mir sympathische Kommunist, philosophierte scharfsinnig: Wessel „war den Berufstod gestorben. Der Zuhälter war von einem anderen Zuhälter angeschossen worden“. Und Helmut Heiber sah es ganz ähnlichh. Er hält es für wahrscheinlich, daß '“Ali Höhlers Geschoß mehr dem Liebhaber Wessel gegolten hat“.

Hunderte kamen 1932 bei Straßenschlachten ums Leben. Doch dieser Verkehrsarbeiterstreik war ein Meilenstein der Zusammenarbeit zwischen KPD und NSDAP. Die sich untereinander tatsächlich nicht so sehr mochten, sondern Moskau hatte die KPD angewiesen, die NSDAP zu unterstützen. Chef der Berliner KPD war der berühmte Walter Ulbricht gewesen, der DDR Staatschef der nie die Absicht gehabt hatte eine Mauer zu bauen. Ulbricht kam persönlich zum Streikgeschehen und ein seiner Seite, kein geringerer, als der berühmte Joseph Goebbels, damals in der Eigenschaft als Berliner Gauleiter. Diese beiden Halunken hatten die Streik untereinander ausgekaspert und zogen die Strippen im im Hintergrund.
Nazis und Kommunisten sammelten in friedlicher Eintracht Geld für die Streikkasse. Berichtete der Publizist Klaus Rainer Röhl, in seinem Buch Nähe zum Gegner. Kommunisten und Nationalsozialisten im Berliner BVG-Streik von 1932. Den Menschen damals kam eine solche Zusammenarbeit jedoch nicht so überraschend vor, wie uns heute, denn schon in den Jahren zuvor hatte man gemeinsame Sache gemacht.
„Bolschewismus und Faschismus haben ein gemeinsames Ziel: die Zertrümmerung des Kapitalismus und der Sozialdemokratischen Partei“, erklärte ganz offen der KPD-Abgeordnete im sächsischen Landtag Kurt Alfred Sindermann, der Bruder von Horst Sindermann.
Bei den Reichstagswahlen im Juli 1932 erhielten die Demokratiefeinde aus NSDAP (37,4 Prozent) und KPD (14,5 Prozent) zusammen mehr als die Hälfte der Stimmen. Und das war der Plan von Stalin gewesen, damit Deutschland fällt. Als aber Hitler die Macht nicht teilen wollte, hatte Stalin keine Skrupel die KPD fallen zu lassen.

Wer sich gegen die Machtübernahme Hitlers wehrte, waren nicht die Roten gewesen, sondern der Rechte Paul von Hindenburg, der sich weigerte Hitler bereits September 1932 zum Reichskanzler zu ernennen.

KP-Chef Ernst Thälmann hatte im Mai 1932 angeordnet, bei jedem Streik darauf zu achten, das Nationalsozialisten in den Streikkomitees vertreten waren. ((Streik bei der Berliner Verkehrsgesellschaft (http://de.wikpedia.org/wiki/streik_bei_der_Berliner_Verkehrsgellschaft). Bezüglich der kommunistischen Strategie: Heinz August Winkler, Der Weg in die Katastrophe. Arbeiter und Arbeiterbewegung in der Weimarer Republik 1930-1933 (Dietz Verlag Bonn, 1990), p. 765-775.)) Das 350-köpfige Streikkomitee gab die Verlautbarung heraus:

„Es spielt keine Rolle, ob wir Kommunisten oder Nationalsozialisten sind, weil unsere Mägen den gleichen Hunger haben, müssen wir uns vereinigen, um die SPD-Bosse zu steuern und unser Ziel zu erreichen.“
Goebbels kommentierte den Streik: 
„Viele bürgerliche Kreise werden durch unsere Teilnahme am Streik abgeschreckt. Das ist aber nicht das Entscheidende. Diese Kreise kann man später sehr leicht wiedergewinnen; hat man aber den Arbeiter einmal verloren, dann ist er auf immer verloren.“
Gesine Lötsch von der Partei DIE Linke schrieb auf „Lafontaines Linke. Das Blog zur Partei":
„Thälmann hat große Verdienste im Kampf gegen Hitler erworben. (…) Natürlich gibt es in der Bundesrepublik Menschen, die die Erinnerung an den kommunistischen Widerstand gegen den Faschismus auslöschen wollen.“
Sind sie nicht entzückend, die deutschen Linken?

Der Stalinkult wird gerade wiederbelebt. Das Video zeigt die Eröffnung eines Kulturzenters zu Ehren des Diktators. Was für Stalin Kultur war, daran erinnert sich die Ukraine noch heute.




siehe auch:

Was macht Die Linke mit den Neonazis? Teil 1Was macht Die Linke mit den Neonazis? Teil 2


7. Deutschlands Querfront: Stalin und Hitler, Brüder im Geiste

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