Dienstag, 24. November 2015

Verfassungsschutz: Neonazis nicht vorverurteilen

Neonazis in Wuppertal Foto: picture alliance/Geisler-Fotopress
SAARBRÜCKEN. Der Direktor des saarländischen Verfassungsschutzes, Helmut Albert, hat vor einer Vorverurteilung von Neonazis gewarnt. Nicht jeder Neo-Nazi sei automatisch gefährlich, sagte Albert laut Saarländischem Rundfunk am Montag auf einer Veranstaltung in Saarbrücken.
Im Saarland gebe es mindestens hundert Neonazis, erläuterte der Verfassungsschutzchef, etwa jeder zehnte davon gelte als gewaltbereit. Er sprach sich deshalb dafür aus, gemeinsam mit den Führern in den Ortsgruppen gegen eine Radikalisierung von Neonazis zu arbeiten. Das Saarland sei das einzige Bundesland, aus dem bislang noch kein Neonazi habe ausreisen wollen, um sich der Terrormiliz Islamischer Staat anzuschließen.
Albert warb zudem dafür, sich von einer möglichen Terrorgefahr durch Nazi-Attentäter nicht in seinen Gewohnheiten zu sehr beeinflussen zu lassen. Beispielsweise sei das Risiko, bei einem Autounfall zu sterben, höher, als Opfer eines Terroranschlags zu werden. „Wenn Sie zum Weihnachtsmarkt gehen und ankommen, haben Sie den gefährlichsten Teil schon hinter sich – die Autofahrt“, zitiert evangelisch.de den Verfassungsschutzchef. 
Ach Entschuldigung, da ist mir wohl ein Fehler unterlaufen, die Sprachen gar nicht von Neo-Nazis.

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