Mittwoch, 12. August 2015

Die Deutschland Reihe: II. Der deutsche Djihad

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Zur kompletten Bewertung der Situation ist es sinnvoll eben genau diese Epoche Bismarcks, auch die ganze deutsche Politik ab 1871 im Bezug auf die islamische Welt zu betrachten. Denn diese Annäherung begann nicht mit Hitler, sondern schon lange zuvor mit Bezug auf das Osmanische Reich, Persien und Afghanistan oder den Einflussgebieten der Franzosen und Briten. Seit der Zeit von Kaiser Wilhelm II spielte sich Deutschland dann als der große Freund der muslimischen Welt auf. Nur wird diese Politik gegenwärtig von der deutschen Linken betrieben. Aber weil man die islamischen Staaten als Waffe erkannt hatte und das ist bis heute so geblieben, man will es nur nicht eingestehen. Einige weil sie ihre Pläne, die durchaus verschieden sind, aber alle den Islam mit einschließen, offen gelegt sehen und andere weil sie schon immer mit einem Bein in der La-La-Welt standen und ihren Uni-Abschluss in Singen und Klatschen machten.

Diese Vorgeschichte machte es möglich, das die NS-Führung in Persien bereits früh große Zustimmung erlangte. Die seltsamen Versuche Hitlers, sich zum 12 Imam der Schiiten zu deklarieren, der deren Vorstellungen nach im Verborgen sich aufhalten sollte, waren dafür eher kontraproduktiv und deuten auf ein immenses fehlen von diplomatischen Geschick hin. Wurden aber von al-Husseini aufgegriffen.
Reza Pahlavi, der dank der Briten 1925 Schah geworden war, wendete sich von denen ab und dem Dritten Reich umgehend zu. Er wurde zum wichtigsten politischen, wirtschaftlichen und ideologischen Partner. Umgehend nach der Machtergreifung 1933 ging Pahlavi mit weit geöffneten Armen auf die Nazis zu. Und genau diese Politik führte 1941 zur Intervention der Sowjets und Briten und der Vertreibung des Schah.
Ein Blick zurück ins Vorfeld des ersten Weltkrieges ist dabei sehr interessant. Genauso wie heute, war es damals ein Konglomerat aus monarchistischen und linken Ideologen, die in absurden Einvernehmen, um die Gunst des Islam buhlten. Allerdings mit unterschiedlichen Zielsetzungen. Man entwarf die Idee einen großen Kalifats, das nämlich die französische und britische Dominanz brechen sollte. Heute wird der Islamische Staat (IS) als solches Ideal gesehen und sogar von der Linken indirekt unterstützt, weil sie sich gegen einen offenen Krieg gegen den IS stellt.
Zur Zeit des ersten Weltkrieges war es jedoch nicht nötig ein solches Kalifat erst zu entwerfen. Es existierte bereits in Form des Osmanischen Reiches, was die Türken-Liebe der deutschen Linken noch immer bezeugt. In diesen Tagen war es der Osmanische Sultan, der sich als Schutzmacht des Islams sah. Heute will Erdogan gern an diese alte Zeit anknüpfen.

Wilhelm II sah im Osmanischen Reich sein Ass im Ärmel, schon viele Jahre vor dem Krieg. Der Plan sah vor und dies ermöglicht durch die Osmanenherrschaft, einen Dschihad gegen Russland, Briten und Franzosen zu entfesseln. In dessen Feuersturm sich das Deutsche Reich zur Weltmacht aufschwingen konnte. Die deutsche Linke verfolgt heute einen ähnlichen Plan zur Etablierung des Kommunismus, Deutschland ist ihnen dabei allerdings egal. Deshalb sprechen die auch immer noch von der Befreiung aus der Unterdrückung der Kolonialmächte, weil sie blind diesem Oppenheim Plan verfolgen. Die Realität ist freilich längst eine andere. Wir müssen uns von den Wüstenräubern und Mekka Ganoven emanzipieren, selbst wenn das Krieg mit einschließt. Angriff ist da die beste Verteidigung. Und ich hoffe das es mehr Menschen bewusst wird, welche Arbeit Israel da leistet, als Bollwerk. Würde es fallen, würden sich die Nachthemden gegen Europa werfen. Die militärische Unterstützung Israels ist in europäischen Interesse.

Max von Oppenheim enthüllte 1914 diese Denkweise in seiner Schrift Über die Revolutionierung der islamischen Gebiete unserer Feinde. Sie umfasste 136 Seiten und war streng geheim. Der deutsche Diplomat machte sich damit zum eigentlichen Vater dieser Idee in der islamischen Welt, wo die Denkschrift unter den Herrschern große Verbreitung und Akzeptanz fand.

Das ganze basiert auf dem Konzept der Revolution durch Krieg, wie er bei der extremen Linken großen Zuspruch findet, weil es das ist, was auch Marx und Engels als Schaffung des kommunistischen Staates voraussetzten. Und sei es Castro, Lenin, Pol Pot, Mao Tsetung oder Hitler, alle sahen in der Revolution die Vorbedingung zum sozialistischen System. Jawohl, auch Hitler war ein Sozialist.

Max von Oppenheim sprach in seiner Schrift, im Bezug auf 1914 vom Konzept des „Großen Planes“ und dem „Kleinen Plan“ für 1940. Er präsentiert den Islam als „eine unserer wichtigsten Waffen“ im Konflikt mit Großbritannien. Er war ein großer Orientkenner der dort auch viel lebte. Dabei hatte er in Deutschland ein großes Karriereproblem. Denn sein Vater war jüdischer Abstammung. Er war der Enkel des Bankier Simon Oppenheim. Der Vater von Max, Albert Oppenheim, entsagte aber dem Judentum. Sein Onkel Eduard hingegen nicht. Dennoch schaffte er es in den diplomatischen Dienst, dank des starken Druckes des Paul Graf Wolff Metternich zur Gracht. Dieser war einst Botschafter Deutschlands in London gewesen und ironischer Weise ein auf Ausgleich mit Großbritannien bedachter Politiker. Dort war er sehr beliebt und intervenierte gegen den Völkermord der Armenier.
„Ich habe diesmal absichtlich bei dem Großwesir und nicht bei einem Mitgliede des Triumvirats Vorstellung erhoben, weil mir bekannt ist, dass er die Armenierverfolgungen missbilligt. Er hat zwar nicht die Macht, sie einzustellen, es wird ihm aber ganz erwünscht sein, meine Vorstellungen bei seinen Kollegen zu verwerten. Ich habe ihm schließlich von dem Missbrauch gesprochen, den türkische niedere Beamte sich zu Schulden kommen ließen durch die falsche Behauptung, dass die Deutschen die Armenierverfolgungen begünstigten. Diese Verleumdung sei in Anatolien, wie ich von Reisenden und aus anderen Quellen unumstößlich wisse, weit verbreitet. Wir seien durchaus nicht gesonnen, die Verantwortung für die Armenierpolitik mit der türkischen Regierung zu teilen, und ich bäte ihn, diesen Gerüchten mit Nachdruck entgegenzutreten. Dem Großwesir war über derartige Gerüchte nichts bekannt. Er versprach aber ausdrücklich, sie dementieren zu lassen.“
(Paul Wolff-Metternich an den Reichskanzler Bethmann-Hollweg am 9. Dezember 1915 (Dokument 210 in Deutschland und Armenien))
Im 10. Juli 1919 berichtete er an den Kanzler Bethmann Hollweg (zurückübersetzt aus dem Englischen):
„In der Realisierung ihres Planes die Armenierfrage zu lösen, durch Vernichtung des armenischen Volkes, wird die türkische Regierung weder durch unsere Abgesandten aufgehalten, noch von der öffentlichen Meinung des Westens.“

Es ist eine schlimme Lüge der deutschen Linken, wenn sie heute behauptet, dass Deutsche Reich hätten den Völkermord an den Armeniern unterstützt. Diese Tat kam von der Regierung des Osmanischen Reiches die sich als Verteidiger des Islam sah. Und wie sehr erinnert das an den aktuellen Islamischen Staat?
Dieser Völkermord wurde später von der Muslimbruderschaft als Paradebeispiel zur Festigung des Islam gesehen und zur Lösung der Judenpopulation favorisiert.

Zu Beginn des ersten Weltkrieges war von Oppenheim zuständig für die deutschen Beziehungen zur islamischen Welt. Er hatte da schon über 20 Jahre im Orient gelebt. Er hatte an der Kairoer Botschaft unter anderem gearbeitet. Oft sprach er mit dem Vizekönig Abbas Hilmi II. über Fragen des Islam. Seine Abhandlungen über Beduinen sind bis heute gültig. Er organisierte eine Reise Kaiser Wilhelms II in den Orient. Er lebte mit den Arabern und hatte mehrere homosexuelle Affären mit Einheimischen. 
Dann studierte er die Idee des Panislamismus und sprach darüber ausgiebig mit Sultan Abdul Hamid. Aufgrund dieser Gespräche kam von Oppenheim zu der Auffassung, dass es für das Deutsche Reich von enormen Vorteil sein würde, wenn die Deutschen einen innige Beziehung zu den Muslimen aufbauen würden. Und dies ganz besonders Angesichts des ständig wachsenden Anteils der Muslime in der Bevölkerung der traditionellen Feinde Europas. Er entwickelte die Idee der Bevölkerungswaffe, die gerade angewendet wird. Für Oppenheim war das ein Plan zur Niederwerfung des Feindes unter deutscher Oberherrschaft. Speziell sah er dies im Falle Frankreichs und Großbritanniens voraus.

Es gab drei Standpunkte in dieser Orientpolitik, die sehr hilfreich waren. Deutschland hatte die Aufteilung der Welt an die traditionellen Kolonialmächte verpasst und war auf einige noch freie Gebiete und jene der Politik der offenen Tür beschränkt. In Berlin sah man sich daher sehr beschränkt in seinen Handlungsspielraum. Die Beziehungen zum Osmanischen Reich waren harmonisch zu nennen. Und das weil Deutschland in den islamischen Gebieten keine Kolonien hatte und den Erwerb solcher auch nicht anstrebte. 
Erst 1884 setzte der Versuch der Orient-Gründerjahre der Deutschen an. Viel zu spät um realistisch zu sein und diese zu verwirklichen. Diese Bestrebungen wurden nie Mainstream.

Der zweite Punkt beruhte auf den Ansichten von Otto von Bismarck, der die Frage des Nahen- und Mittleren Ostens als zweitrangig ansah, im Bezug auf die Europa- und Amerikafrage. Er sah in diesem Punkt immer nur ein Druckmittel für die Europa- und Amerikafrage. Daher betrieb er keine aktive Orientpolitik.
Den Deutschen Politikern schien der Nahe- und Mittlereorient nicht attraktiv für territoriale Entwicklungen. Ihr Interesse begnügte sich mit Handel, Kultur und Forschung. Daher sah man bei den Orientalen die Deutschen gern als Vermittler. Deutschland schien dabei Kritiker der Kolonialmächte, dabei lag ihr Interesse in der Negativierung ihrer Widersacher in Europa, die in diesem Fall mit den Kolonialherren in der islamischen Welt identisch waren. Die Orientalen deuteten aber die Interessen der Deutschen falsch und sahen in ihnen einen Partner, der zu einem Deutschen-Bonus führte. Denn die Orientalen wollten politische Freiheit und Deutschland versuchte es nicht dies zu verwehren.

Daraus resultierte der dritte Standpunkt die deutschen Diplomaten in der Rolle des Vermittlers, die den arabischen Nationalismus, der sich im Islam fokussierte, förderte.

Es versteht sich von selbst das die Strategien auch bei den Feinden Deutschlands bekannt wurden und man sie studiert. Und natürlich erkannte man deren Brillanz und versuchte sie im eigenen Interesse und gegen Deutschland zu benutzen.

In Kriegszeiten allerdings änderte sich der 2. Standpunkt der deutschen Orientpolitik. Und begann sehr wohl ein territoriales Interesse zu entfalten. Allerdings indirekt. Denn Deutschland wollte mit der Zerstörung der Kolonien, die Mutterländer in Europa treffen. Damit akzeptierte die deutsche Politik muslimische Nationalstaaten, wie sie es nannten, denn die Vorstellung Nation ist im islamischen Raum ungleich der europäischen. Doch kann man nicht abstreiten das die Politik erfolgreich war. Die Geschichtsbücher diktieren zwar Deutschland als den Verlierer des ersten und zweiten Weltkrieges, aber die Siegermächte verloren wegen der Schwäche nach dem 2. Weltkrieg ihre Kolonialreiche. Deutschland hatte in Etappen und unter großenm Opfern, die die deutsche Zivilbevölkerung erbrachte, Teilsiege der deutschen Aristokraten erreicht. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht, kann man Deutschland wie Japan, nicht unbedingt Verlierer des 2. Weltkrieges nennen. Gegenwärtig besitzt Japan die fünft größte Armee der Welt, obwohl laut ihrer Verfassung es gar kein Militär hat. Und das Deutsche Reich erlangte durch die Schwarze Reichswehr ein Meisterstück der versteckten Aufrüstung.

Max von Oppenheim quittierte den diplomatischen Dienst und begab sich auf archäologische Reisen. Während des Krieges wurde er reaktiviert und wurde zum deutschen Gegenstück eines Lawrence von Arabien. Die Araber nannten ihn „Abu Djihat“: Vater des Heiligen Krieges. Lawrence und von Oppenheim kannten sich übrigens und mochten sich aus persönlichen Gründen nicht.
Dennoch hatte Thomas E. Lawrence die Strategie von Oppenheim studiert und bediente sich derer umgekehrt. Er garantierte den Arabern keinen Djihad, wenn sie einen Aufstand gegen die Türken machten, dies wäre aus theologischer Sicht auch nicht gegangen, die Rolle des Sultan als Beschützer des Islam war allgemein anerkannt. Außerdem befürchtete die Briten, wie später dann zur Zeit des zweiten Weltkrieges auch, das sich dieser Djihad zu einem allgemeinen Djihad gegen die Christen umwenden würde. Stattdessen spekulierte Lawrence von Arabien auf die materiell korrumpierte Seele des Großsharif von Mekka, Husain bin Ali, und versprach ihm ein Königreich in der Wüste. Doch sein Recht verlor er durch die Niederlange gegen Abdul Aziz al Saud, der dann stattdessen das Königreich Saudi-Arabien gründete.Daher ist die Herrschaft der Saudis mit dem bitteren Beigeschmack des falschen Königs, dem Usurpator vermengt, weshalb ihn inzwischen der IS-Staat die Legitimation abspricht. Der Iraker Abu Bakr al-Baghdadi behauptet, wie bin Ali, vom Propheten Mohammed abzustammen und das bedeutet, das alle anderen arabischen Herrscher sich ihm unterzuordnen haben. Er kennt sich mit diesem Thema auch gut aus, denn er ist ein promovierter Theologe des Islam. Anders übrigens als die vielen Gutmenschen in Deutschland, die da behaupten, der IS hätte nichts mit dem Islam zu tun. Diese Behauptung von der Abstammung von Mohammed sind in der arabischen Welt anerkannt. (Aaron Y. Zelin: Abu Bakr al-Baghdadi: Islamic State's driving force, in: BBC News vom 31. Juli 2014) Und das bedeutet, dass er zum Kalifenamt berechtigt ist und, setzt das Kalifat sich durch, jeder sunnitische Muslim ist ihm daher gehorsam schuldig.

Nein, der erste Weltkrieg endete nicht mit dem Versailler Vertrag, der von Teilnehmern jener Zeit bereits als Unterbrechung der Feindhandlungen bezeichnet wurde. Genau in diesem Sinn ist auch die Feindstaatenklausel der UNO zu sehen. Das ist ein Passus in den Artikeln 53 und 107 sowie ein Halbsatz in Artikel 77 der Charta der Vereinten Nationen, wonach gegen Feindstaaten des Zweiten Weltkrieges von den Unterzeichnerstaaten Zwangsmaßnahmen ohne besondere Ermächtigung durch den UN-Sicherheitsrat verhängt werden könnten, falls die Feindstaaten erneut eine aggressive Politik verfolgen sollten. Dies schließt auch militärische Interventionen mit ein. Als Feindstaaten werden in Artikel 53 jene Staaten definiert, die während des Zweiten Weltkrieges Feind eines Signatarstaates der UN-Charta waren. Diese Klausel wird zwar als obsolet bezeichnete, allerdings auch nicht entfernt. Daher kann sich darauf berufen werden. 
Da diese Feindstaatenklausel technisch von Japan und dem Deutschen Reich spricht, statt der BRD, ist dies ein juristischer Ansatz die Rechtmäßigkeit der BRD zu hinterfragen. Was von den Reichsbürgern auch getan wird. Und jeder sonst der von der BRD GmbH spricht, schließt also auch Die Grünen mit ein und die Aristokratie, die ihren alten Rechte wieder möchte. (Das wird noch genauer beleuchtet.) Unter genauerer Betrachtung weiterer Tatsachen lässt sich der Fortbestand des Deutschen Reiches allerdings nicht fundamentieren und ist aus Sicht von einem wahren Demokraten auch nicht wünschenswert. 
Tatsache aber ist, das auch unter den „Siegerstaaten“, denn (wie ich andeutete) Sieg ist relativ, des 2. Weltkrieges die Erkenntnis da, dass sich die alten Strukturen nicht im Nichts aufgelöst haben sondern weiterbestanden, zum Beispiel in der Rom Connection.

Dieser Konflikt besteht bis heute wie zum Beispiel während des Golfkrieges, wo man mit der Zerstörung des Irak die deutsche Wirtschaft traf. Und sie wird auch deutlich in der Haltung Deutschlands am Iran. Das war auch so während des Krieges Irak und Iran. 
Die Partner Deutschlands änderten sich immer wieder. Während die Deutschen Truppen zusammen mit den Osmanen den Suezkanal erobern wollten, während des ersten Weltkrieges, um die Lebensader der Briten zu kontrollieren, lag der Schwerpunkt des NS-Staates in Ägypten. Die Muslimbruderschaft suchte den Kontakt zu Berlin, die diese wiederum förderte und in die Lage versetzte den islamischen Nationalismus und Dschihad zu propagandieren. Die Interessen der heutigen deutschen Linken sind ebenso begründet im Versuch die alten Mächte und Amerika zu schwächen, wenn sie nun den Islam zelebrieren.

In beiden Weltkriegen exportierte Deutschland die Idee von Oppenheim von der islamischen Revolution. Beachten Sie dabei, dass nun die deutsche Linke von der islamischen Revolution spricht, den Judenhass zelebriert und den „Arabischen Frühling“ feiert, welcher weder arabisch ist, noch Unterstützungswürdig. Es sind die selben Feinde, nur haben sie die Ettiquetten getauscht.

Gegenwärtig läuft eben die selbe Politik ab, wird nur arabischer Frühling genannt. Der aber immer von der Muslimbruderschaft benutzt wird, um an die Macht zu gelangen. Mit der Schwächung der traditionellen Mächte in ihren Kolonien und Halbkolonien, sollten die Verhältnisse in Europa zu Gunsten Deutschlands geändert werden. Deutschland begann islamische Revolutionen zu exportieren und zu finanzieren. Denken sie bei Deutschland aber nicht nur an die BRD, die sich meist aus wirtschaftlichen Interessen zur Hure macht. Das ideologische und weitaus größere Problem, war die DDR. Wie bereits im Buch Antisemitismus politisch korrekt darstellte, war es mehr die DDR, als die BRD, in der der NS-Staat überlebte.

Im Vorfeld des ersten Weltkrieges wendete sich der deutsche Kaiser, an Enver Pascha, dem osmanischen Kriegsminister, um die ganze islamische Welt zum heiligen Kampf für das Kalifat zu entfesseln. Damals bezeichnete man damit das Osmanische Reich. Zur Zeit des zweiten Weltkrieges, war es ein utopisches Gebilde und nun der IS-Staat, als Teil des dritten Weltkrieges. Das Ungewöhnliche des Djihads made in Germany bestand in der neuen Kombination: Muslime führten jetzt nicht mehr den üblichen Glaubenskrieg zur Verteidigung und zum Angriff gegen die Ungläubigen, worunter für sie auch die Juden und Christen zählten. Sie sollten nun mit ausgewählten Ungläubigen, den Mittelmächten, gegen andere Ungläubige, also die Entente, kämpfen. Der Djihad erhielt eine antikoloniale und nationale Fassung.

Die Schriften von Oppenheim stießen in Deutschland auf offene Ohren. Die Idee einer islamischen Wiedergeburt gehörte seit dem späten 19. Jahrhundert zum außenpolitischen Repertoire des Kaiserreichs. Die Türkeneuphorie grassierte, löste die Türkennot der Vorzeit ab. 1898 hatte sich Wilhelm II. am Grab des Sultans Saladin in Damaskus zum „Freund“ der „dreihundert Millionen Mohammedaner“ erklärt. Ein billiges Versprechen, hatte er doch anders als die Herrscher Frankreichs, Russlands und Großbritanniens keine muslimischen Untertanen. In einer Mischung aus wirtschaftspolitischem Kalkül und romantischer Verklärung knüpfte man in den Folgejahren enge Verbindungen zum Osmanischen Reich – in Gestalt von Militärmissionen oder durch den Bau der Bagdad-Bahn.

Diese Großzügigkeiten erklären auch das gegenwärtige Wohlwollen Deutschlands gegenüber den Palästinensern, die jedes Jahr mit Milliarden Euros überschüttet werden und tatsächlich eines der reichsten Gebiete der Welt sind. In den Medien wird uns aber das Bild eines verelendeten Gazastreifen suggeriert. 
Unterstützt wird das von solchen Typen wie Jürgen Todenhöfer, der sich als liberal und Pazifist präsentiert, tatsächlich aber aus der Clique der Großwirtschaft und Säbelrassler kommt. Für Michael Jackson spielte er dann den Wehrmachts-Klassiker Lili Marleen auf der Gitarre, was für ein Freak. Dazu sehe man sich nur seinen politischen Werdegang an, als Teil der Stahlhelmfraktion der CDU, Unterstützer des Diktator Pinochet und in Afghanistan vor den Taliban, galt er gar als Kriegsverbrecher. Ich wette er sieht sich als der neue Max von Oppenheim.

Es sind aber nicht immer Säbelrassler am Werk. Schon damals fanden die Ideen von Oppenheim Unterstützung durch den Liberalen Ernst Jäckh, der das Bild vom „kranken Mann am Bosporus“ kreierte und die Vision vom „aufsteigenden Halbmond“ verbreitete. Dabei handelt es sich nur um eine Vorwegnahme, des nun so gepriesenen „arabischen Frühlings“. Erinnert dies nicht an die Propaganda der gegenwärtigen angeblichen deutschen Linken?

Der Journalist und Hochschullehrer Jäckh sah sich in der Tradition des Eisenbahnpioniers Friedrich List, der bereits Mitte des 19. Jahrhunderts von einer Verbindung in den Orient geträumt hatte. Er gründete 1912 die Deutsch-Türkische Vereinigung zur wirtschaftlichen Erschließung der Gebiete vom Balkan bis Vorderasien. London sah das mit Sorge, wie Jäckh wusste. 1913 notierte er: „Bagdad und die Bahn kann England an seinen wundesten Punkten bedrohen, an den indischen und ägyptischen Grenzen.“

Jäckh teilte Oppenheims Ziel, einen Glaubenskrieg gegen die feindlichen Kolonialmächte anzuzetteln. Enthusiastisch berichtete er dem Auswärtigen Amt über seine „Organisation in Konstantinopel zur Revolutionierung feindlicher Gebiete“. Gleich 1914 wies auch der Orientalist Carl Heinrich Becker auf die Bedeutung der Allianz mit dem Kalifat hin. In seiner mit Jäckhs Hilfe herausgegebenen Schrift Deutschland und der Islam schrieb er: „Möge der Ausgang dieses großen Krieges es Deutschland ermöglichen, sich nach den Worten seines Kaisers als Freund des Islam durch die Tat zu erweisen.“
Eine unschöne Allianz zwischen deutscher Aristokratie und politischem Islam.
In der Fachwelt erhoben sich allerdings auch Stimmen, die vor der unberechenbaren Dynamik des „Dschihad made in Germany“ warnten, wie es der niederländische Orientalist Christiaan Hurgronje 1915 formulierte.
Martin Hartmann, ein bedeutender Arabist und Islamwissenschaftler, hatte schon vor dem Krieg davon abgeraten, „durch Erregung des religiösen Fanatismus Unruhe herbeizuführen. … Islam ist eine Religion von Hass und Krieg. Es darf nicht das herrschende Prinzip in einer Nation der zivilisierten Welt werden.“ Ein böses Omen für unsere nahe Zukunft.

Selbst Oppenheim hatte in seinem Memorandum angemerkt, der erhoffte Flächenbrand berge Gefahren und könne zu lasten der nichtislamischen Minderheiten gehen.
Oppenheims Rechte Hand Schabinger ging dennoch mit 14 Muslimen nach Istanbul, um 1914 den Dschihad auszurufen. Da steigen einem böse Ahnungen auf, warum in Deutschland die IS-Terroristen in die Gemeinschaft integriert werden und so wohlwollend behandelt. Oder warum deutsche Politiker sie als "unsere Kinder" bezeichnen. Oder warum Typen wie Sven Lau und Pierre Vogel geradezu Narrenfreiheit genießen, aber ich bin mir sicher das die für den Verfassungsschutz arbeiten. Erinnern sie sich daran, das Lau in Syrien an Kriegshandlungen teilnahm? Die Polizei verhaftete ihn, ließ ihn jedoch schnell laufen. Sie dürfen raten wieso.

Schabinger kehrte nach Berlin zurück, begleitet von Scheich Salih. Diese beiden steuerten später alle nachrichtendienstlichen Aktivitäten im Orient, für das Deutsche Reich. 
Der Plan befasste sich dann damit die muslimischen Kriegsgefangenen durch privilegierte Behandlung zum Überlaufen zu bewegen. In der Nähe von Berlin, in Zossen, wurde das Halbmondlager errichtet, welches für muslimische Kriegsgefangene reserviert waren, die dort mit Luxus überhäuft wurden. Darum behandelten auch die Nazis später die Muslime privilegiert und auch wenn wir gegenwärtig keine muslimischen Kriegsgefangenen haben, werden Muslime privilegiert behandelt. Denn man arbeitet immer noch am Plan von Oppenheim.

Max von Oppenheims Ansatz zur Destabilisierung von Gebieten hinter den Fronten im Ersten Weltkrieg fand seine Parallele im Versuch von Deutschen, Russland im Weltkrieg durch eine innere Revolutionierung zu schwächen. Jedoch nicht nur durch die Muslime am Rande, sondern auch durch die Bolschewiki im Zentrum. Doch anders als der Erfolg Lenins enttäuschte die „muslimische Revolutionierung“ ihre Planer. Denn die große Revolutionierung der islamischen Feindgebiete wie Ägypten und Indien blieb aus. Gewiss, der Djihad hatte viele und unabsehbare Folgen. Nicht unbedeutende Kräfte der Gegner wurden im kolonialen Hinterland gebunden oder verunsichert. Zudem begeisterte er einige Afrikaner in Deutsch-Ostafrika, und richtete sich also gegen seinen Schöpfer. 
Die Briten sorgten sich, aus dem Djihad könne wie am Nil – „Ägypten den Ägyptern“ – ein „Afrika den Afrikanern“ werden. Was auch geschah. Doch betraf dies einen Nebenschauplatz. Anderenorts wurden Alliierte durch Desertionen und Unruhen aufgestört. In der Hauptsache aber ignorierten die Muslime den osmanischen Aufruf zum Djihad, so dass es nur schwer fassbare Resultate gab. Deutsche Militärs bilanzierten jedenfalls, es sei illusorisch, sich von der Djihad-Fatwa des Sultan-Kalifen und vom Djihad eine den Weltkrieg entscheidende Wirkung zu erhoffen. 
Vor Ort standen die 70 deutschen Offiziere in osmanischen Diensten ohnehin der Idee der Revolutionierung durch Djihad kritisch gegenüber. Kreß von Kressenstein bemerkte, die kostenlose Behandlung von Kranken und die kostenlose Abgabe von Medikamenten seien neben den deutschen Schulen „die einzig wirksamen Propagandamittel im Orient“. Als dann noch der Krieg für die Mittelmächte ungünstig verlief, indem sich der Scharif von Mekka, Husain bin Ali, Mitte 1916 von den Osmanen lossagte, da verloren sie mit den islamischen Hauptheiligtümern das spirituelle Herz, auf das sich der Djihad berief. Ähnliches galt Ende 1917 für den Verlust Jerusalems. Damit büßte der Djihad wichtige Pfeiler ein. Zwar wurde der Sueskanal als Schlagader des Britischen Empire vermint, aber nicht besetzt.
Im Krieg erwiesen sich sieben Vorhaben im islamischen Feindgebiet als aussichtslos: das Irakunternehmen, also die Rückeroberung Bagdads und der Heiligen Stätten in Mekka und Medina; die Revolutionierung Nordafrikas; die Revolutionierung Groß-Syriens; eine Kaukasus-Offensive gegen Russland durch das kaukasische Tor von und zu Mittelost; die Ausschaltung des Sueskanals; Revolten in Ägypten und Indien, letztere von Afghanistan aus beginnend. All das geschah jedoch nach dem 2. Weltkrieg.
Überdies arbeitete die „Verdun-Lehre“ fortan manchen deutschen Planungen zugunsten kolonialer Umwege zu: den Gegner nicht unbedingt an der am meisten befestigten Stelle mit den besten Kräften anzugreifen, sondern an seinen schwächsten Punkten, so auch im kolonialen Hinterland. Nahrung erhielt daher die bereits zu Beginn des Ersten Weltkriegs umgehende Hoffnung, sobald der erste osmanische Soldat am Sueskanal auftauche, werde sich ganz Ägypten wie ein Mann gegen die Engländer erheben; das blieben Illusionen. Andererseits aber, resümierte Karl E. Schabinger, gab es in islamischen Gebieten eine Art schleichende Revolutionierung. Das gar mit der Idee, den Djihad in das Hinterland des Gegners zu tragen, was gerade wieder geschieht. Ziel ist es immer noch Frankreich und Großbritannien zu zerstören, in Deutschland aber die alte Ordnung wieder herzustellen. Philip Kiril Prinz von Preußen hatte bereits 2012 öffentlich die Wiedereinführung der Monarchie gefordert. Dies Tat er als Reaktion auf den Skandal dieses Wullf-Skandals. Nichtsdestotrotz werden solche Polit-Clowns in ihre Ämter gehoben, von selbiger Clique. Doch will man den Bürgerstaat zerstören was tun? Putsch? Dann sind die Siegermächte des 2. Weltkrieges ganz schnell wieder da. Also lässt man das System verfaulen und zerbrechen, die Bevölkerung selbst muss zur Erkenntnis kommen "das System funktioniert nicht". Was der deutschen Linken ja auch gelegen kommt, aber mit einem anderen Endsieg. Artikel 20 Absatz 1 des GG sieht die Staatsform Republik für Deutschland vor. Eine Änderung dieses Artikels ist aufgrund der 'Ewigkeitsklausel' (Artikel 79 GG) unzulässig. Das heißt, das die Verfassung eine Monarchie, auch eine konstitutionelle ausschließt. Das macht das Zusammenbrechen des Systems notwendig. Wenn man eben keinen offenen Krieg führt. Doch dafür holt man sich nun die Muslime her, damit sie Unruhe bringen und das Volk nach der starken Hand schreit. (Anstelle einen "Putsch" im Wahllokal zu veranstalten, gehen diese lieber nicht hin.)

1933 wurde Oppenheimer dann zwar in den Ruhestand versetzt und aus dem diplomatischen Dienst entlassen. Inoffiziell wurde er bald von den Nazis reaktiviert, da deren Versuche um den Islam zu buhlen nicht so funktionierten. Er war ein persönlicher Freund von Rashid Ali al-Gailani im Irak und dem libanesischen Politiker Shaqib Arslan und anderen antibritischen Politikern.
Es waren diese Beziehungen von Oppenheim, die dazu führten, dass das Nazi Reich al-Gailani unterstützte und dazu sich des al-Husseini bediente, mit einer deutschen Fliegerstaffel, die aber mit der schlechten Organisation zu kämpfen hatte. Am 30.4.41 ließ al-Gailani die britische Garnison in Habbanjia einkesseln und die Deutschen flogen Luftangriffe. Doch die Briten gewannen und al-Gailani floh in den Iran. Vorher veranstaltete er ein Judenpogrom in Bagdad. Danach ging er nach Italien, Treffen mit Hitler und der Besuch des KZ Sachsenhausen sind bezeugt, in dem er sich über den industriellen Tod informieren wollte. Das sollte in den islamischen Ländern angewendet werden. Er konkurrierte mit al-Husseini um die Gunst der Nazis und betrieb prodeutsche und antisemitische Propaganda im Nahen Osten. Auch nach 1945 äußerte er seine Bewunderung für den Nationalsozialismus.
Arslan hingegen war das, was man heute einen Vertreter des politischen Islam nennen würde. Er vertrat die Ansicht der Erneuerung eines Kalifats von Marokko bis Irak. Es ist keineswegs Zufall das der Islamische Staat seinen Anfang im Irak nahm und das selbe Kriegsziel hat. Der IS ist ein Produkt der Ideen von Oppenheim im Verbund mit muslimischen Politikern die Juden hassten und die Nazis bewunderten.
Beide Männer waren wichtige Kontakte im Nahen Osten. Speziell im Jahre 1940 wurde es deutlich, das Oppenheim einer der Schlüsselpersonen im Deutsch-Islamischen Verhältnis war. Er unterstützte den deutschen Vormarsch in Afrika. Den ganzen Krieg lang blieb er in Deutschland obwohl es bekannt war, dass er als Halbjude im Sinn der Nürnberger Rassengesetze galt. Aber er war trotzdem auch ein deutscher Aristokrat. Er, als der absolute Experte und Impulsgeber des Islam Planes war für die Nazis unverzichtbar. Ein Brief von ihm aus dem Jahr 1945 kritisierte Hitler scharf dafür, Millionen deutscher Soldaten verheizt zu haben. Von den ermordeten Juden sprach er nie.

Will man sich um das politische Wirken des Baron informieren, stößt man bei deutschen Quellen auf ein betroffenes Schweigen. Von seiner archäologischen Arbeit hingegen wird man gerade zu überflutet. Es sind ausländische Quellen die Tacheles reden. Ein Zufall? Wohl kaum, dahinter steckt ein System aus alten Zeiten. Sucht man im Internet nach ihm, blendet Google fast ausschließlich archäologische Arbeiten des von Oppenheim ein, ansonsten steht da:
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