Sonntag, 17. Mai 2015

Rotkäppchen bestreitet den Antisemitismus bei Die Linke.

Katja Kipping bestreitet das Parteimitglieder der Die Linke an der Gaza Flottilie teilnahmen, weil sie antisemitische Ansichten haben.

"Bei den Montagsdemos gegen Hartz IV war es eine Selbstverständlichkeit, die Beteiligung der NPD zu verhindern. Wir wollten das Zeichen »Weg mit Hartz IV!« eben nicht gemeinsam mit Neo-Nazis setzen. Eine solche klare Grenzziehung zu fragwürdigen Organisationen wird bei der Flottille unterlassen. Ohne Frage, keine der linken Abgeordneten, die sich an der Flottille beteiligten, tat dies in antisemitischer Absicht. Gegen solche Vorwürfe werde ich sie verteidigen."
Rotkäppchen sieht also an den Montagsdemos nichts antisemitisches?

Da leidet offenbar jemand an akutem Realitätsverlust?

Die Gaza Flottile wurde vom IHH, einer islamistischen Organisation, organisiert die Israel von der Landkarte streichen will. Sag bloß das habt ihr ewigen Besserwisser nicht damals bei den Parteiversammlungen der SED gelernt?

Ich meine, sie wussten das schon, denn die Linke-Abgeordnete Annette Groth und Inge Höger, trugen einen Schal mit einer Landkarte der Levante ohne Israel, als sie an der Flottille mitmachte. Tja, Katja, willst du wirklich deine Hand ins Feuer legen?

IHH-Chef Bülent Yildirim sprach offen Israel das Existenzrecht ab, ganz im Jargon der Sozis: 
"Wir haben keine Probleme mit Juden, aber wir haben ein Problem mit einem Platz. … Unser Problem ist der Zionismus, der wie ein Virus die Menschheit befallen hat." 
Gregor Gysi gegen eine zionistische Querfront.
Das ist die akademische Bezeichnung für:
Jüdische Weltverschwörung
Eine Frage Frau Kipping, sind denn alle Israelis Zionisten? Ohnehin im gängigen Jargon der Linken wird wahllos von Juden gesprochen, wo sie betonten es handle sich um Zionisten. Während der Gaza Flottille sangen die Teilnehmer der Die Linken eindeutig antisemitische Lieder, wie man sie vor 1945 in Deutschland hörte. Ein Beispiel ist ein unter dem Titel „Blut“ in der rechtsextremen Musikszene verbreitete Lied. Es geht aber auf ein Kampflied der SA zurück,(Rainer Erb, Antisemitismus in der rechten Jugendszene, in: Werner Bergmann/Rainer Erb (Hrsg.), Neonazismus und rechte Subkultur, Berlin 1994, S. 31–76, hier S. 40 f):
"Wetzt die langen Messer auf dem Bürgersteig, / 
laßt die Messer flutschen in den Judenleib. 
In der Synagoge hängt ein juden Schwein, / 
in die Parlamente schmeißt die Handgranaten rein. 
Zerrt die Konkubine aus dem Fürstenbett, / 
schmiert die Guillotine mit dem Judenfett. 
Refrain: Blut muß fließen, knüppelhageldick, / 
und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik, / 
Blut muß fließen, knüppelhageldick, / 
und wir scheißen auf die Freiheit dieser Judenrepublik."
Nennt man das etwa berechtigte Israelkritik? Wahrscheinlich schon, wenn man sich einige bizarre Urteile der Gegenwart in Deutschland und Österreich ansieht.

Noch wagt es diese Partei aber nicht die Maske abzulegen. Mann redet von der Zweistaatenlösung, obwohl man bei derartigen Gelegenheiten dann die Gaza Flottille unterstützt, die kein Israel will. 

Wenn man solche Positionierungen grundsätzlich ablehnt, so meint Die Linke offiziell, dann wäre auch die Festlegung gegen Privatisierungen als Denkverbot zu kritisieren. Es gibt viele Streitpunkte, die Ausdruck unserer Pluralität sind. Na wie süß. Alles was Die Linke von Denkverboten weiss, hat sie gewiss bei der SED gelernt. Immerhin Katja Kipping ist ja Redakteurin des Magazins Prager Frühling. "Das Magazin für Freiheit und Sozialismus" (so sein Untertitel). Äh, ist es nicht das was man einen Widerspruch nennt?  Auf meine Nachfrage bei Katja Kipping, ob da nicht ein klitzekleiner Funken Antisemitismus in der sozialistischen Partei seien könnte, hieß es:
"Dies ist eine Unterstellung. Kein Thema mischt die Strömungen so durcheinander, wie der Nahost-Konflikt. Über die Potentiale und Gefahren von Linksregierungen kann man streiten (siehe dazu die Crossover-Ausgabe der Zeitschrift »prager frühling«)."
Oha! Sozialistische Regierungen gab es schon zweimal in Deutschland, die endeten in Diktaturen. 

"Solange sie Krieg und militärische Gewalt als Mittel zur Durchsetzung politischer Ziele befürworten und darauf setzen, Menschenrechte durchzubomben, gibt es außenpolitisch keine Zusammenarbeit."
Nunja, euer Verständnis von Pazifismus ist ja auch nicht ganz rund!

Siehe auch:
Was Die Linke mit der AfD gemein hat

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen